Registrieren Login

Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 1988 | Facebook | Twitter

Urheberrecht Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Robert S erfolgen! Mehr dazu ...

Hinweise beachten Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Einkauf, kurz und schmerzlos

Eine BDSM-Geschichte von Robert S.

Diese Geschichte nahm teil am Schreibwettbewerb "Grenzen" (Link).

()

 

Mein Wasser trinke ich aus PET-Flaschen. Da ist Pfand drauf. Aus diesem Grund sammle ich die Flaschen in meiner Abstellkammer, stecke sie in dort in Plastiksäcke. Alle paar Wochen nehme ich die vollen Säcke und fahre einkaufen. Das Pfandgeld gibt mir das Gefühl, als würde ich an der Kasse für einen vollen Einkaufswagen kaum etwas bezahlen. Deshalb freue ich mich auf solche Einkäufe. Sie machen mir gute Laune.

Ich parke, hole einen Einkaufswagen, lade die Säcke ein. Einer der beiden Pfandautomaten ist defekt. Ein Mann steht vor mir, dynamisch, sportlich, zieht seinen Leergutbon, lächelt mir zu. Ich nicke freundlich, obwohl ich mit Schwulen nichts am Hut habe. So etwas geht für mich gar nicht. Schon die Vorstellung!

Ich werfe meine ersten Flaschen ein. Das Schreddern der Plastik im Automaten höre ich gern. Ich fühle mich wie ein Gewinner in einer Rateshow im Fernsehen. ‚Applaus für den Kandidaten!‘ Krrrscht, neue Flasche, krrrscht.

„Mann, Mann, Mann“, mischt sich eine genervte Stimme störend in meine gute Stimmung. Ich sehe schräg nach hinten. Sieben leere Glasflaschen stehen in einem Korb. Ich habe Gönnerlaune, drücke den Pfandausgabeknopf.

„Bitte“, sage ich höflich. „Bei mir dauert es, gehen Sie doch vor.“

„Maximal zwanzig Prozent der Plastik wird recycelt“, sagt eine schwarz gekleidete, etwas füllige Frau und legt ihre Biosaftflaschen auf das Band. „Der Rest landet in armen Ländern oder gepresst in Heizkraftwerken. In Deutschland leben offensichtlich zu viele Ignoranten, die aus Erdölflaschen trinken und ihre Körper mit Plastik vergiften.“

Sie zieht ihren Pfandbon, schiebt davon mit ihrem Einkaufswagen. Biosäfte, denke ich und sehe der Frau hinterher. Wahrscheinlich steht dieses unhöfliche Weib auf Ökokommunarden in selbst gebatikten Leinenkitteln, die in naturbilanzneutralen Lehmmanufakturen in Holzbottichen stehen und barfuß Saft aus madigen Früchten treten. Dieses Gebräu wird das unhöfliche Weib ganz bestimmt trinken, wahrscheinlich mit enorm viel Fichtennadelhonig versetzt, sonst wäre diese Ökotussi nicht so fett.

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde Dich in Deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

15.09.2020 um 19:52 Uhr

Ein toller Auftakt für den jungen Mann ... zu etwas Wunder- oder Furchtbarem

Treibend geschrieben! Dein Stil gefällt mir sehr gut.

Criss

Förderer.

29.07.2020 um 17:52 Uhr

Schöne Geschichte. Wie der Zufall so spielt.

16.05.2020 um 01:36 Uhr

ICh würde sagen, hier geht es um den klassischen Fall von Sexsucht. Um einen Mann, der einfach niemals wiederstehen kann und jetzt unter Umständen ein riesiges Problem besitzt. Klasse geschrieben.

16.05.2020 um 00:14 Uhr

aufregend!

Wodin

Förderer.

06.05.2020 um 01:21 Uhr

Für mich eine äußerst anregende und, aufgrund meiner Neigung, auch durchaus nachvollziehbare Geschichte. Angefangen aus einer Alltagssituation, die überall und jederzeit stattfinden kann, baut sich - erst völlig unterschwellig - eine faszinierende Szenerie auf.

poet

Autor.

02.05.2020 um 13:22 Uhr

Nicht meins: Charaktere wie Geschehen sind mir deutlich zu unrealistisch. Innere Entwicklung gibt es keine. Es bleibt auf der Oberfläche des sexuellen Ablaufs, wem der gefällt, der mag den Text erregend finden.

Ambiente

Autorin. Förderer.

28.03.2020 um 09:37 Uhr

Hallo Robert S.,

ich mag Deinen Text. Er ist aufregend normal. Genauso hätte es sich abspielen können. Am besten fand ich den Satz: Ich schäme mich gern.

Es sind nicht die Dinge, die getan wurden, sondern wie sie getan wurden. Du hast es geschafft, einen erotischen Text in eine Selbstverständlichkeit umzuwandeln.

Danke für diese erfrischend andere Art zu schreiben.

wir lesen uns

ambi

Tek Wolf

Autor.

28.03.2020 um 07:43 Uhr

Eine recht heftige Geschichte und nicht so recht meins, aber ich kann die Faszination dieser extremen Fantasie schon verstehen. Darüber hinaus ist der Text flüssig und klar geschrieben, das gefällt mir. Ich wünsche dir, dass du deine Traum-Domse noch findest oder vielleicht schon gefunden hast

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.