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Ich würde dich doch nie betrügen

Eine BDSM-Geschichte von Nachtasou.

Ich hätte die Geschichte auch nennen können: Warum man kluge Subs besser meidet. Untertitel: Weil, man hat nur Ärger mit ihnen.

Man hat auch helle Freude an ihnen. Beides abwechselnd und in dichter Folge ist anstrengend. Zu anstrengend für einen Dom aus Bequemlichkeit.

Meine ersten Gehversuche vor Jahren als Dom waren der Bequemlichkeit geschuldet. Wer könnte schon Nein sagen bei der Vorstellung, ein hingebungsvolles Weib sein eigen zu nennen, das rund um die Uhr verfügbar ist und macht, was ich sage und mich in Ruhe lässt, wenn ich nichts sage, was häufiger vorkommt.

Die biblische Vertreibung aus dem Paradies ist konsequent gemeint gewesen und lässt auch keine Ausnahmen zu. Deshalb muss selbst ein Dom im Schweiße seines Angesichts ackern. Oder, wie man heute sagt, lebenslang lernen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich mir unter Bequemlichkeit vorstelle.

Und ja, es gab Momente in meiner Laufbahn, in denen ich ziemlich verzweifelt war. Immer dann, wenn ich es mit klugen Subs zu tun kriegte. Winkeladvokaten sind im Vergleich zu ihnen Milchmädchen. Mittels der eigenen Regeln ausgetrickst zu werden, tut einem Dom weh. Aber er muss sich dann fügen, denn wenn er Regeln in Stein gemeißelt hat, muss auch er sich daran halten, um nicht unglaubwürdig zu werden. Dass es mal wieder so weit war, merkte ich immer dann, wenn eine jeweilige Sub anhob mit: „Aber Du hast doch gesagt, ..., und dann hab ich, weil Du doch auch mal sagtest ...“. Darauf folgte irgendeine Klarstellung meinerseits, was wiederum zur Folge hatte: „Aber dann sag doch nächstes Mal, was Du meinst.“

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Leo Me

Autorin.

07.07.2023 um 19:48 Uhr

Nein, ich widerspreche:

 

Ich hätte die Geschichte auch nennen können: Warum man kluge Subs besser meidet. Untertitel: Weil, man hat nur Ärger mit ihnen.

 

Der Titel hätte lauten können:

Suche dir eine kluge Sub.

Untertitel: Sie wird dir besondere Freuden bereiten.

 

Unterhaltsam und humorvoll.

Ich finde Humor ist immer ein gutes Element und sollte in keiner Beziehung fehlen.

Mir hat die Geschichte gefallen.

Tony Baigu

Gelöscht.

07.12.2022 um 18:01 Uhr

Nun, was soll ein "Dom aus Bequemlichkeit" sein? Es ist doch weit bequemer, stets und ständig hinzuzulernen. Eine andere beschriebene Erfahrung, dass selten geglaubt wird, dass man auch meint, was man sagt, ist dagegen zutreffend. Es kann niemand wirklich damit umgehen, beherzigt der Rhetor dieses Prinzip. Die Folge zumeist eine "schwer beleidigte Leberwurst" auf der "Gegenseite".

 

Die These der Unvereinbarkeit von beliebiger Anzahl an Ego-Doms auf einem Fleck ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Aus vielfacher und jahrzehntelanger eigener Erfahrung jedoch unzutreffend. Der einfachste Gegenbeweis findet derzeit vor Millionenpublikum in Katar statt. Ein Fußballteam besteht in aller Regel aus lauter Vertretern dieser Spezies, die am liebsten pausenlos Mitspieler und Trainerteam nach ihren Vorstellungen formen würden wollen. Und doch sind am Ende diejenigen die Sieger, welche am besten gleichberechtigtes Zusammenwirken hinbekommen.

 

Viel Klischee als Basis. Zum Beispiel, dass Mann Frau nie zuhört. Und falls doch, keinesfalls versteht. Klar, viele Geschichten leben vom Klischee, egal welchem. Auch mit jenem, dass wir stets die gleichen Fehler begehen, nur eben immer auf andere Art und Weise. Ist das tatsächlich so? Oder sind wir, um einen Gedanken der Geschichte abermals aufzugreifen, nur zu bequem? Wenn, wer ist dafür verantwortlich? Das bin ich immer selbst, also liegt es in meiner Macht, das zu ändern. 

 

Niemand, auch keine Sub, muss mich dafür vorführen. Hier noch in der harmlosen Variante geschehen, also nur sich selbst. Ein Dom, der seine Augen vor der Welt verschließt, ist kein Dom. Sondern nur ein dummer und eitler Ignorant. 

 

Gute Zustandsbeschreibung, gepaart oder besser gespickt mit gehöriger Portion Klischee. Sprachlich fast exzellent zu nennen. Hat mehr als nur Spuren eines Kishon. Vier Sterne allemal.

07.12.2022 um 16:27 Uhr

Vorgeführt würde ich sagen.

Gelobt sei die Technik. 

Und nicht alles ist so, wie es scheint, fällt mir dazu ein.

Ein Herrliches Männliches Stück hast du da gezaubert! 

Danke.

21.11.2022 um 15:17 Uhr

Ich mag dieses Schmunzeln das da durch die Zeilen durchkommt. Die liebevolle Wertschätzung für Sub und gleichzeitig der Anspruch die Kontrolle bewahren zu wollen, während Sub selbst auch Pläne ausheckt. Sehr reizvoll und gut und flüssig geschrieben. 

 

Ich hab ein Lächeln auf den Lippen. Danke

Drachenlady

Autorin. Förderer.

18.02.2020 um 23:05 Uhr

Jau, das kommt davon, wenn man(n) glaubt, technisch überlegen zu sein

Nette Story, lebendig geschrieben, könnte jederzeit genau so passieren. Das erschrockene Gesicht und die gefühlte Ohnmacht kann ich mir richtig gut vorstellen. Nur das angebliche "kleinlaut" am Ende wage ich doch zu bezweifeln. War wohl eher ein süffisantes, zufriedenes "in sich hinein grinsen" und nicht wahrscheinlich, sondern ganz bestimmt Teil der Planung.

15.02.2020 um 21:47 Uhr

L

Curiousity

Förderer.

15.02.2020 um 21:21 Uhr

Das mit dem manipulierten Videostream kann ich als recht intelligenten Scherz ansehen.

Der Inhalt dieses Videostreams war, wie ja recht deutlich beschrieben, ein ziemlicher Tiefschlag und der Sub musste das klar sein.

Wenn es meine Sub gewesen wäre, hätte ein Pavianhintern wohl nicht gereicht, erst recht wenn Sub den wohl eingeplant hat. Ansonsten hat mir die Geschichte gut gefallen.

Gelöscht.

23.09.2018 um 11:16 Uhr

Eine feine Geschichte mit überraschendem Schluß.

Man(n) sollte kluge und zudem technikbegabte Frauen nicht unterschätzen .

Gelöscht.

30.07.2018 um 21:01 Uhr

Sehr kreativ von der Sub und es verlangt nach einer ebenso kreativen Erwiderung. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

 

Henri

Gelöscht.

28.07.2018 um 12:29 Uhr

Kommt mir bekannt vor. Sehr schön zu lesen. Danke.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.