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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Imagination

Eine BDSM-Geschichte von eileen.

Elf Uhr abends schließe ich erschöpft die Tür zu unserer Wohnung auf. Eigentlich arbeite ich gerne als Krankenschwester in der Kinderkardiologie, doch heute musste ich einer jungen Ärztin dabei assistieren, eine Flexüle zu legen. Sie war noch unerfahren und schaffte es einfach nicht, die Vene richtig zu treffen. Die kleine Patientin weinte laut, während die Ärztin es immer wieder versuchte. Ich war heilfroh, als der Oberarzt auf die Station zurückkam und übernehmen konnte. Dann hatten wir noch zwei Patientenaufnahmen über die Notaufnahme, alle anderen Kinderstationen hatten kein freies Bett mehr, und ich bin jetzt einfach froh, wieder zu Hause zu sein.

Die Wohnung ist still und dunkel. Leon ist sicher schon zu Bett gegangen, und ich beschließe, ihm nach einer kurzen Dusche zu folgen. Als ich ins Bad komme, stelle ich erfreut fest, dass die Heizung an und das Zimmer mollig warm ist. Ich entkleide mich, steige unter die Dusche und stelle das Wasser an, genieße den warmen Strahl, der über meinen Körper rinnt. Meine Gedanken kreisen um Leon. Er ist mein Mann und mein bester Freund. Wir liegen auf einer Wellenlänge, können gemeinsam lachen und uns veralbern und stundenlang reden. Über alles, bis auf diese eine Sache. Er ist aufmerksam, liebevoll und zärtlich, und ich kann mich glücklich schätzen, ihn zu haben. Ich spüre einen kleinen Stich im Herzen, der sich verdächtig nach Sehnsucht anfühlt, aber ich will das Gefühl nicht weiter ergründen. Lieber konzentriere ich mich auf das warme Wasser und meine duftende Duschcreme.  

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Nachtasou

Autor.

19.12.2015 um 02:49 Uhr

Ich benutze nicht gern das Wort "gefühlvoll", weil es alles und nichts bedeuten kann. Bei dieser Geschichte kommt mir das Wort ganz selbstverständlich in die Tasten, weil die Protagonistin für mich liebenswert ist. In diesen wenigen Zeilen ist eine Frau portraitiert, die eine Entscheidung getroffen hat. Ein innerer Konflikt, der gelöst wurde, ohne Dramatik, ohne Action, auf den ersten Blick spannungsfrei. Eigentlich gar kein Stoff mehr für eine Geschichte, weil schon längst entschärft.

Und trotzdem glimmt da noch ein Licht, in der Geschichte Sehnsucht genannt.

Dass ein Partner in erster Linie nicht für die Befriedigung der Bedürfnisse "da ist", unterscheidet eben eine reale Beziehung von einer Fantasie. Und die Protagonistin löst das, indem sie akzeptiert. Und Nähe empfindet. Eine sehr, sehr reife Person, diese Kardiologieschwester, und eine Partnerin, an der eine Beziehung sicher nicht scheitert.

Schön geschrieben, und so sparsam in den Mitteln, und so liebevoll. Und mit einem Gran Wehmut darüber, dass Wünschen und Dasein nicht dasselbe sind.

Patrizier

Autor.

10.11.2015 um 00:31 Uhr

Ich bin von der Geschichte sehr beeindruckt. Es ist Dir gelungen, die Wanderung zwischen den "Welten" die Deine Darstellerin antreibt, sehr treffend und sogar für einen Mann (Achtung Ironie) nachfühlbar und plastisch zu machen. Eine Story aus dem "wahren" Leben, völlig unaufgeregt und alltäglich, spannend und perfekt in Szene gesetzt. Dabei gelingt es Dir mühelos und glaubwürdig von der Alltagsituation, der beruflichen Anspannung über das persönliche "Herunterkommen" in die wunderbare Traumwelt überzuleiten.

Entwaffnend offen und ehrlich finde ich die Schlussgedanken, die das Verhältnis des Paares noch einmal offen legen und die Begründung für die Unabänderlichkeit der Situation liefern.

Träume sind Teil von uns. Und oft genug genau so wichtig, wie die Realität.

Bravo!

06.11.2015 um 00:34 Uhr

Danke für diese lebensnahe Geschichte, ich vermute, es geht sehr vielen von uns ähnlich.

Gelöscht.

20.10.2015 um 00:26 Uhr

eine Situation die ich gut kenne 

Gut beschrieben und sooo nachvollziehbar.

Gut gemacht

linky

Mirac

Autor.

29.08.2015 um 23:51 Uhr

Gratulation eileen!

Du kannst etwas, das nicht jeder kann - ich auch nicht. Du lässt dir Zeit beim Schreiben, Zeit beim Aufbau der Szenerie, Zeit bei den Empfindungen deiner Hauptperson. Dadurch wird dein Text unglaublich dicht und drängend.

Für deine Hauptperson wünschte ich mir, sie könnte diesen lieben, harmlosen Leon in den

Mann ihrer Träume verwandeln - vielleicht mit der Lektüre deiner Geschichte.

Gruß Mirac

Gelöscht.

01.08.2015 um 23:44 Uhr

eine schöne und ironische Geschichte

ziemlich realitätsnah ..

Gelöscht.

25.07.2015 um 00:02 Uhr

schoene phantasie...,kopfkino..,,

Gelöscht.

21.07.2015 um 00:34 Uhr

Vielen Dank für deine Geschichte, die aus dem Leben erzählt und Raum für beide Welten lässt. Sprachlich schön, emotional dicht und einen Seufzer entlockend...

poet

Autor.

08.07.2015 um 01:37 Uhr

Dieses Pendeln zwischen der Realität ihres Körpers und ihrer Fantasie, das sich schließlich entlädt, indem es die beiden Welten zusammenführt, und dann der sehr einfühlsame Blick auf die Unmöglichkeit der Umsetzung - ja, diese Geschichte ist dir gelungen! Habe sie gleich zweimal gelesen, was mir selten passiert!

ungewiss

Autorin.

25.06.2015 um 18:23 Uhr

Bittersüß. Ich bin mir sehr unsicher, ob ich sie bemitleiden soll wegen ihres (nur) imaginären Liebhabers oder ob ich sie beglückwünschen soll, dass sie klug und liebevoll genug ist, ihren Partner und ihre Partnerschaft nicht in eine Richtung zu drängen, in die beide nicht passen. In jedem Fall ist dir eine sehr anrührende Geschichte gelungen, die mich sicher noch eine Weile beschäftigen wird.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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