BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Imagination

BDSM-Geschichte von eileen

Leselupe

Elf Uhr abends schließe ich erschöpft die Tür zu unserer Wohnung auf. Eigentlich arbeite ich gerne als Krankenschwester in der Kinderkardiologie, doch heute musste ich einer jungen Ärztin dabei assistieren, eine Flexüle zu legen. Sie war noch unerfahren und schaffte es einfach nicht, die Vene richtig zu treffen. Die kleine Patientin weinte laut, während die Ärztin es immer wieder versuchte. Ich war heilfroh, als der Oberarzt auf die Station zurückkam und übernehmen konnte. Dann hatten wir noch zwei Patientenaufnahmen über die Notaufnahme, alle anderen Kinderstationen hatten kein freies Bett mehr, und ich bin jetzt einfach froh, wieder zu Hause zu sein.

Die Wohnung ist still und dunkel. Leon ist sicher schon zu Bett gegangen, und ich beschließe, ihm nach einer kurzen Dusche zu folgen. Als ich ins Bad komme, stelle ich erfreut fest, dass die Heizung an und das Zimmer mollig warm ist. Ich entkleide mich, steige unter die Dusche und stelle das Wasser an, genieße den warmen Strahl, der über meinen Körper rinnt. Meine Gedanken kreisen um Leon. Er ist mein Mann und mein bester Freund. Wir liegen auf einer Wellenlänge, können gemeinsam lachen und uns veralbern und stundenlang reden. Über alles, bis auf diese eine Sache. Er ist aufmerksam, liebevoll und zärtlich, und ich kann mich glücklich schätzen, ihn zu haben. Ich spüre einen kleinen Stich im Herzen, der sich verdächtig nach Sehnsucht anfühlt, aber ich will das Gefühl nicht weiter ergründen. Lieber konzentriere ich mich auf das warme Wasser und meine duftende Duschcreme.  

Als ich fertig bin, gehe ich nur mit einem Bademantel bekleidet ins Schlafzimmer. Leon liegt schlafend auf der Betthälfte zur Tür hin. Er ist nur als schlanke Silhouette unter der Bettdecke zu erkennen, seine kurzen blonden Haare schauen hervor, und als ich ihn ansehe, überkommt mich ein Gefühl von Zärtlichkeit. Ich liebe diesen Mann, dessen bin ich mir absolut sicher, aber die Empfindung ist bittersüß. Ich gehe zu meiner Seite des Doppelbettes, streife den Bademantel ab und lege mich neben ihn.

Das Ticken der Uhr zeugt davon, wie Sekunden zu Minuten werden, während ich auf den Schlaf warte. Meine Gedanken wenden sich einer bestimmten Richtung zu. Hier, in der geschützten Atmosphäre meines Schlafzimmers, ganz für mich, kann ich mich meinen Fantasien hingeben. Vor mir sehe ich nicht mehr die Umrisse der Möbel und das Licht der Straßenlaterne vor dem Fenster. Ich sehe mich selbst, nackt, in einem großen Raum voller Menschen. Ich sehe Herren in Anzügen, Frauen in Abendkleidern, manche lang und elegant, manche kurz und sexy. Die dominierenden Farben sind Schwarz und Rot, doch hier und da blitzen auch Weiß und Blau auf. Die Abendgesellschaft sitzt auf Sesseln an kleinen Tischen oder steht in Gruppen zusammen. Niemand scheint Anstoß daran zu nehmen, dass ich völlig unbekleidet unter ihnen weile. Sie reden, trinken Wein und Sekt, und ihre Blicke streifen mich höchstens ab und zu, um sich dann wieder Anderem zuzuwenden. Mein Blick wandert über die Szenerie und bleibt auf der Bühne am Ende des Raumes hängen.

Da steht er, ganz in Schwarz gekleidet. Er trägt schwarze Lederhandschuhe und eine schwarze Maske. Alles, was ich von ihm sehen kann, sind strahlende, tiefblaue Augen, die mich direkt anstarren. Sein Blick wirkt wie ein elektrischer Schlag, der in sämtliche Muskelgruppen fährt. Ich kann mich nicht bewegen, nicht meine Augen niederschlagen, nur starr dastehen und seinen Blick erwidern. Nach einer gefühlten Ewigkeit winkt er mich zu sich. Meine Beine fühlen sich bleischwer an, und doch habe ich das Gefühl, auf die Bühne zuzuschweben. Als ich davor stehen bleibe, reicht er mir seine verhüllte Hand und hilft mir auf die Erhebung. Sein Finger streicht über meine Wange und noch immer ruht sein Blick auf mir.

Dann holt er zwei Fesseln aus schwarzem Leder und umschließt damit erst den einen, dann den anderen Arm. Er nimmt meine Hand und führt mich zwischen zwei Stangen aus Metall, die in einigem Abstand in die Bühne eingelassen sind. Die Gespräche im Raum sind inzwischen verstummt, alle Aufmerksamkeit gilt mir und dem Mann mit der Maske.

An den oberen und unteren Enden der Stangen sind Stahlketten angebracht. Er verbindet die oberen Ketten mit meinen Fesseln und zieht die Ketten straff, bis ich mit nach oben gespreizten Armen dastehe. Ein leichtes Streicheln über meinen Hals, dann verschwindet er aus meinem Blickfeld, um kurz darauf mit zwei weiteren Fesseln vor mich zu treten. Er kniet sich hin, doch die Geste hat nichts Unterwürfiges an sich, und sieht mich erwartungsvoll an. Ich verstehe und biete ihm den rechten Fuß dar und er befestigt die Fessel. Dasselbe wiederholt sich am anderen Fuß und die Fesseln werden an den unteren Ketten befestigt. Diese zieht er aber nicht so straff. Trotzdem stehe ich gespreizt und gut zugänglich da, spüre die Musterung der Zuschauer und meine gespannte Vorfreude auf das Kommende. Er erhebt sich und streichelt mit den Handschuhen meinen Körper, die Schultern, die Brüste, die Hüften, dann über meinen Po.

 

Jugendschutz bei BDSM-Geschichten

Jetzt wird's heiß: Fesseln, Maske, Augen und mehr...

Natürlich ist die BDSM-Geschichte nicht an dieser Stelle zuende. Im Gegenteil: Ab hier geht es zur Sache. Darum dürfen wir Dir die weitere Handlung im Moment nicht frei zugänglich machen. Wir bitten Dich um Verständnis, dass wir den Jugendschutz ernst nehmen.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Nachtasou

Autor.

19.12.2015 um 02:49 Uhr

Ich benutze nicht gern das Wort "gefühlvoll", weil es alles und nichts bedeuten kann. Bei dieser Geschichte kommt mir das Wort ganz selbstverständlich in die Tasten, weil die Protagonistin für mich liebenswert ist. In diesen wenigen Zeilen ist eine Frau portraitiert, die eine Entscheidung getroffen hat. Ein innerer Konflikt, der gelöst wurde, ohne Dramatik, ohne Action, auf den ersten Blick spannungsfrei. Eigentlich gar kein Stoff mehr für eine Geschichte, weil schon längst entschärft.

Und trotzdem glimmt da noch ein Licht, in der Geschichte Sehnsucht genannt.

Dass ein Partner in erster Linie nicht für die Befriedigung der Bedürfnisse "da ist", unterscheidet eben eine reale Beziehung von einer Fantasie. Und die Protagonistin löst das, indem sie akzeptiert. Und Nähe empfindet. Eine sehr, sehr reife Person, diese Kardiologieschwester, und eine Partnerin, an der eine Beziehung sicher nicht scheitert.

Schön geschrieben, und so sparsam in den Mitteln, und so liebevoll. Und mit einem Gran Wehmut darüber, dass Wünschen und Dasein nicht dasselbe sind.

Signatur

Die Zunge hat keine Knochen

Patrizier

Autor.

10.11.2015 um 00:31 Uhr

Ich bin von der Geschichte sehr beeindruckt. Es ist Dir gelungen, die Wanderung zwischen den "Welten" die Deine Darstellerin antreibt, sehr treffend und sogar für einen Mann (Achtung Ironie) nachfühlbar und plastisch zu machen. Eine Story aus dem "wahren" Leben, völlig unaufgeregt und alltäglich, spannend und perfekt in Szene gesetzt. Dabei gelingt es Dir mühelos und glaubwürdig von der Alltagsituation, der beruflichen Anspannung über das persönliche "Herunterkommen" in die wunderbare Traumwelt überzuleiten.

Entwaffnend offen und ehrlich finde ich die Schlussgedanken, die das Verhältnis des Paares noch einmal offen legen und die Begründung für die Unabänderlichkeit der Situation liefern.

Träume sind Teil von uns. Und oft genug genau so wichtig, wie die Realität.

Bravo!

Signatur

Freundliche Höflichkeit und Dominanz schließen einander nicht aus, aber von mir aus kann jeder machen, was ich will!

06.11.2015 um 00:34 Uhr

Danke für diese lebensnahe Geschichte, ich vermute, es geht sehr vielen von uns ähnlich.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.10.2015 um 00:26 Uhr

eine Situation die ich gut kenne 

Gut beschrieben und sooo nachvollziehbar.

Gut gemacht

linky

Mirac

Autor.

29.08.2015 um 23:51 Uhr

Gratulation eileen!

Du kannst etwas, das nicht jeder kann - ich auch nicht. Du lässt dir Zeit beim Schreiben, Zeit beim Aufbau der Szenerie, Zeit bei den Empfindungen deiner Hauptperson. Dadurch wird dein Text unglaublich dicht und drängend.

Für deine Hauptperson wünschte ich mir, sie könnte diesen lieben, harmlosen Leon in den

Mann ihrer Träume verwandeln - vielleicht mit der Lektüre deiner Geschichte.

Gruß Mirac

Signatur

Genieße den Moment, bevor er zur Erinnerung wird !

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

01.08.2015 um 23:44 Uhr

eine schöne und ironische Geschichte

ziemlich realitätsnah ..

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

25.07.2015 um 00:02 Uhr

schoene phantasie...,kopfkino..,,

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

21.07.2015 um 00:34 Uhr

Vielen Dank für deine Geschichte, die aus dem Leben erzählt und Raum für beide Welten lässt. Sprachlich schön, emotional dicht und einen Seufzer entlockend...

poet

Autor.

08.07.2015 um 01:37 Uhr

Dieses Pendeln zwischen der Realität ihres Körpers und ihrer Fantasie, das sich schließlich entlädt, indem es die beiden Welten zusammenführt, und dann der sehr einfühlsame Blick auf die Unmöglichkeit der Umsetzung - ja, diese Geschichte ist dir gelungen! Habe sie gleich zweimal gelesen, was mir selten passiert!

Signatur

poet

ungewiss

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

25.06.2015 um 18:23 Uhr

Bittersüß. Ich bin mir sehr unsicher, ob ich sie bemitleiden soll wegen ihres (nur) imaginären Liebhabers oder ob ich sie beglückwünschen soll, dass sie klug und liebevoll genug ist, ihren Partner und ihre Partnerschaft nicht in eine Richtung zu drängen, in die beide nicht passen. In jedem Fall ist dir eine sehr anrührende Geschichte gelungen, die mich sicher noch eine Weile beschäftigen wird.

Signatur

Nur wer träumt, kann Großes erreichen.

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