BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

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Viola

BDSM-Geschichte von Rote Sonne

Ich glaube, ich stecke mitten in einer Midlife-Crisis. Nein, wenn ich mein ganzes Leben betrachte, gefällt mir der größte Teil recht gut. Ein kleiner fühlt sich an, als ob er nicht ganz ausgefüllt ist. Ich kann es aber nicht genau erklären, es ist nur immer wieder dieses ganz tiefe Gefühl, als ob da etwas fehlen würde, von dem ich nicht schildern kann, was es genau sein soll. Ich sehne mich nach dem unbekannten Etwas, im Laufe der Zeit wurden kleine Fragmente definierbarer, aber doch nicht so intensiv, dass ich es aussprechen kann und detaillierter beschreiben. Ich habe die Sehnsucht nach etwas, von dem ich nicht einmal behaupten kann, ob ich das wirklich will.

Es geht um eine tiefe Sehnsucht, die wahrscheinlich viele nicht verstehen würden. Ich wüsste auch nicht, wie ich dieses Gespräch mit meiner besten Freundin beginnen sollte, und hätte auch vor dem Ende ziemlich Angst, nicht verstanden zu werden oder gar noch für verrückt erklärt zu werden.

 Dieses Jahr neigt sich langsam dem Ende, meinen Vorsatz vom letzten Silvester, es endlich auszusprechen, meine Sehnsüchte zu äußern und vielleicht zu sehen, ob es wirklich Sehnsüchte oder vielleicht doch nur Hirngespinste sind, kann ich noch nicht als erledigt abhaken und direkt mit ins neue Jahr mit nehmen. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

18.09.2016 um 16:45 Uhr

Toll geschrieben. macht Spaß zu lesen und Lust auf mehr.

12.04.2016 um 18:05 Uhr

Sehr schön geschrieben.  Danke.

Nachtasou

Autor.

30.01.2016 um 15:29 Uhr

Ich bin jetzt schon etliche Male durch die Geschichte gegangen, und spontan reagierte ich auch positiv im Sinne von "Hach, schön...". Und nach dieser attraktiven Mahlzeit bekam ich so etwas wie ´literarisches Sodbrennen´. Die Geschichte lag schwer im Magen. Da stimmt etwas nicht mit dem Schönen.

Ich schau mir also einmal die Personen an.

Viola:

Ein Duftveilchen. Bescheiden, anspruchslos. Und in der Trauerfarbe lila. Tatsächlich, es fehlt ihr ja auch Wesentliches, sie spürt eine Sehnsucht. Und ja, es kostet immer Überwindung, Wünsche zu äußern. Mutiges Mädchen!

Peter:

Auf fällt die anfangs offen kritische Schilderung des Gatten aus der Sicht Violas. Er hat keinen Sinn für Zeremoniell und Symbolik (bspw. Weihnachten), seine Nüchternheit grenzt an Geiz; seine Geschenke sind inhaltslose Gutscheine (Geld), sogar ohne Verpackung. Viola nimmt ihn so wie er ist: das Kaminfeuer deutet auf eine schon lang währende "Gemütlichkeit".

Was bekommt Viola?

Zunächst einmal Unverständnis und Irritation.

Die Aufforderung: „Komm, lass die Wünsche ein wenig ruhen"

Einen Gutschein (kostenfreier Zugang zu einer Webseite)

Den Hinweis, ihr Passwort zu ändern, so dass nur sie Zugang hat (er nimmt sich damit raus)

Viola möge sich dort umtun, um sich klarer artikulieren zu können, was sie will.

Passt das nicht zu ihm? Er schiebt auf die lange Bank, geizt, und zieht sich erst einmal raus. Die Gutschein-Methode, bei der die Beschenkte sehen soll, was sie daraus macht. Viola ist so offen und klar in der Aussage in ihrem Brief, so groß kann ein Brett vor dem Kopf ihres Gatten gar nicht sein, außer es ist Trägheit.

Viola ist klar in ihrem Brief. Es gibt nur eine Schwachstelle: das ist ihre Rest-Unsicherheit "Ich habe die Sehnsucht nach etwas, von dem ich nicht einmal behaupten kann, ob ich das wirklich will." Diese eine unsichere Stelle nutzt er im Folgenden für seine Kunstgriffe aus. Er selbst bezieht derweil schon einmal Stellung:

„Also Viola, ich ... möchte dich behüten und beschützen, dass Dir niemals Leid geschehe. Und Du wünschst von mir, dass ich Dich quälen und demütigen soll?“

Das hört sich schmeichelnd an, ist aber im Kern eine Frustration ihrer Bedürfnisse, die sie in ihrem Brief mutig äußert. Peter heftet sich ans Quälen und Demütigen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was dies für Viola, oder für die Beziehung BEDEUTEN kann (z.B. existentielle Sehnsüchte). Wie gut kennt er seine Viola? Oder: wieweit WILL er sie überhaupt kennen? Bei der kleinsten Mühe weicht er aus. Weihnachten ist ihm ja schon zu viel, und er sieht nur den Aufwand, den es ihm bereitet. Geiz auf allen Ebenen.

Er ist ein faules Stück, das elegant ausweicht, wenn seine Bequemlichkeit auf dem Spiel steht. Ihm gelingt es, Viola mit schönen Worten einzulullen und zu vertrösten. Viola bleibt zurück mit dem Auftrag, sich klarer zu werden, was sie will. Sie soll ihre Bedürfnisse gefälligst so umformulieren, dass ihr Gatte damit einfacher umzugehen weiß. Sie soll es ihm bekömmlicher machen.

Das ist für mich der "Subtext".

Und keine Frage, wie es weitergeht: Viola wird lesen und sich ewig mühen, ihre Bedürfnisse herunter zu skalieren auf das Niveau der Bequemlichkeit ihres Gatten. Das kann dauern. Viola wird darüber eingehen wie eine Primel. Und er wird ihre Lebensenergie weiter mit seiner Watte aufsaugen.

Wo Bedürfnisse auf Geiz i.w.S. stoßen, ist schon verloren.

@Rote Sonne:

Da hast Du in mir ja eine Saite anklingen lassen

Vielen Dank für Deine zart-bittere Schokolade. Eine Praline mit Gräte darin.

Eine Story, die verschiedene Lesweisen zulässt. Klasse.

Signatur

Die Zunge hat keine Knochen

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

30.01.2016 um 00:48 Uhr

gut nachvollziehbar...sehr realistisch   ;)

25.07.2015 um 22:33 Uhr

Wunderschön, wie sie es schafft, unausgesprochene Sehnsüchte in Worte zu fassen. Aber auch seine Reaktion fand ich überzeugend und gut. Dazu eine Homage an die , zu der ich nur Eines sagen kann: Schön, dass auch ich sie gefunden habe!

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

eileen

Autorin.

02.04.2015 um 12:40 Uhr

Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich sofort darin wiedergefunden. Diese ganzen Zweifel kenne ich, sagst du es, wie sagst du es, wie reagiert er wohl? Deine Geschichte gibt diesen inneren Kampf toll wieder, dadurch berührt sie mich.

Vielen Dank dafür.

Signatur

Das Leben ist viel lustiger, wenn man sich selbst nicht so ernst nimmt.

22.02.2015 um 18:19 Uhr

Und wie geht es dann mit den Beiden weiter? Ich muss mal auf die Suche gehen.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

19.02.2015 um 02:31 Uhr

Sehr schöne Beschreibung seiner Wünsche.

Ich habe die Geschichte gern gelesen auch wenn der Heiligabend schon eine Weile zurück liegt.

Danke  Lorina

Mirac

Autor.

03.02.2015 um 00:46 Uhr

Deine Geschichte ist mir ein paar Tage nachgegangen,

vermutlich, weil ich sie so ähnlich selbst erlebt habe.

Fast schon anrührend finde ich Violas Brief ("Ich wünsche mir von dir ...").

Dass er trotz Unverständnis ihre Wünsche hört und annimmt, zeigt, dass ihr Vertrauen in ihn nicht vergebens war. Und das macht mir als Leser Mut.

danke !

Gruß Mirac

Signatur

Genieße den Moment, bevor er zur Erinnerung wird !

24.01.2015 um 03:07 Uhr

Schön, wenn der Partner versucht zu verstehen.

Sehr gefühlvoll beschrieben, danke, das Lesen hat mir Freude gemacht.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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