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Schattenzeilen

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Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Der vergessene Wald

Eine Fantasy-Geschichte von Red Lily.

Es ist ein herrlich sonniger Sonntagabend und ich beschließe, im nahe gelegenen Wald spazieren zu gehen. Der goldene Glanz der hohen Baumkronen über meinem Kopf raubt mir den Atem. Ich vergesse vollkommen die Zeit und laufe los, einfach so, wohin mich meine Beine tragen. Irgendwann fällt mir auf, dass ich mich verlaufen habe. Langsam wird es dunkel und nebelig. Wo bin ich hergekommen? Ich drehe mich hin und her, höre das Knacken von Ästen. Das war bestimmt nur ein Tier, oder? Doch das Knacken kommt nun von allen Seiten und es mischt sich mit einem dumpfen Grollen. Was zum Teufel ist das hier? Eine fürchterliche Panik ergreift Besitz von mir. Ich beginne zu rennen, mein Herz droht zu explodieren.

Ich sehe nur noch dunkle Äste, weiche ihnen aus, doch immer dichter umschließt mich das Gehölz. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass die Äste versuchen, mich festzuhalten.

Ich drehe mich zur anderen Seite und erahne einen größeren Durchgang. Was ist das? Ich lausche. Dann erkenne ich den Klang. Ein leises Flötenspiel dringt an mein Ohr. Plötzlich spüre ich, wie sich ein Zweig über meine Schulter schlängelt. Ein Schauer läuft mir über den Nacken. Es stimmt also, die Zweige bewegen sich. Ich reiße mich los. Vor mir ist ein schmaler Durchgang. Ich will ihn erreichen.

Von allen Seiten schießen die Äste auf mich zu. Der Boden ist voller kriechender Wurzeln. Eine von ihnen lässt mich stolpern, doch ich rappele mich schnell wieder auf und erreiche endlich den Durchgang. Ich zwänge mich durch die schmale Öffnung. Das kann doch bloß ein merkwürdiger Traum sein! Doch für einen Traum fühlen sich die kalten, feuchten Zweige und Wurzeln ziemlich echt an. Als ich das Ende des Durchgangs erreicht habe, stehe ich plötzlich auf einer kleinen Lichtung.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

27.03.2021 um 10:02 Uhr

Eine spannende erregende Geschichte, die Natur, verbündet sich mit einem Faun, um eine junge Frau zu verführen.

Gleichzeitig lässt er mich an einen alten Horrorfilm denken, in denen Frauen vom Wald vergewaltigt werden, weil sie von einer Hütte im Wald fliehen wollen.

Und dann erschauere ich auch.

20.03.2021 um 00:50 Uhr

Seine anregende Wirkung verfehlt der Text sicher nicht. Schönes Setting, heiße Action. Gut geschrieben.

Der Deutung als Märchen mag ich mich weniger anschließen. Es gibt zwar an Zauber anmutendes Gewächsverhalten und eine Sagengestalt, aber das allein macht ja noch kein Märchen. Es fehlt jedes wirkliche Element einer Handlung. Schwacher Auslöser, egal ob wir das Verlaufen oder den mangelnden Fluchtinstinkt auf unbekannte Geräusche als solches setzen. Und weder die Protagonistin noch Pan haben ein Ziel, eine Leidenschaft oder auch nur eine Absicht definiert, denen die Ereignisse in irgendeiner Form eine Wendung verleihen. – Aber zum Märchen wurde es ja auch nicht von der Autorin erklärt, sondern von uns Kommentatoren.

Die Traumsequenz ist gut getroffen. Gerade der Wechsel vom unmittelbaren Präsens der Traumwelt in das bedauernde Präteritum des Zurückblickens im Schlussabsatz finde ich gelungen. Einfach es Mittel, tolle Wirkung.

Einziger wirklicher Kritikpunkt: Der erste Satz. Mit diesem ersten Satz sagst du so etwas wie: „Ich weiß nicht so recht, wie ich anfangen soll. Vielleicht reden wir erst einmal über das Wetter.“ *schüttel*  Bitte, bitte streich ihn, oder füge seine Informationen, wenn sie dir denn wichtig sind, später in den Absatz ein. Der zweite Satz ist soviel stärker. Stell ihn nach vorne!

Gruß

Til

16.03.2021 um 23:43 Uhr

Märchen für Erwachsene. Bin schon seit frühster Kindheit ein Märchenkonsument. Mein Respekt gilt der Autorin

Gregor

Autor.

13.03.2021 um 14:58 Uhr

Wer ohne Märchen groß wird, hat etwas Umfassendes in seinem Leben versäumt. Er ist reduziert auf sein reales Leben. Ihm fehlen die Welten der Fantasie, der Rückzugsort, eine Insel für die Seele.

Auf diesem Grunde schätze ich Menschen, die Märchen schreiben. Und es ist ziemlich schwierig ein Märchen im BDSM-Kontext zu verfassen, ohne dass es albern wirkt.

In deiner Geschichte ist es gelungen.

Katika

Förderer.

06.03.2021 um 09:19 Uhr

Eine märchenhafte fantasievolle Geschichte.

Spannend geschrieben mit der unerwarteten Wendung in ein sexuelles Erlebnis der ganz besonderen Art.

Ich bewundere Deinen Mut, es so zu schreiben und zu kommentieren.

Danke.

Meister Y

Autor. Förderer.

03.03.2021 um 11:25 Uhr

Liebe Red Lily, Du musst Dich nicht dafür rechtfertigen, dass Du eine langgehegte Phantasie von Dir aufschreibst und mit uns teilst. Es gehört immer Mut dazu, eine Geschichte zu veröffentlichen. Allein dafür gebührt Dir Respekt. Außerdem haben hier auf den Schattenzeilen die verschiedensten Geschichten in verschiedensten Genren Platz. Das da nicht jede jeden anspricht liegt in der Natur der Sache.

Auch wenn ich zu den Kritikern gehört habe, kann ich Dich nur ermutigen, weiter zu schreiben!

Red Lily

Autorin.

03.03.2021 um 10:36 Uhr

Auch wenn mir (leider) bewusst ist, dass sie sich niemals auf genau diese Weise erfüllen wird, so ist es doch eine lang gehegte Fantasie von mir. Tut mir leid, wenn es dem einen oder anderen zu unwirklich vorkommt. Diese Geschichte aufzuschreiben und mit euch zu teilen haucht der Sache in meiner Vorstellung gewissermaßen Leben ein.

Treibholz

Autor.

03.03.2021 um 04:11 Uhr

Anfangs hatte ich mich in die Welt von Tolkien versetzt gefühlt, als die Hobbits von Baumwurzeln und lebendigen Zweigen gefangen genommen wurden, dann wurden Mythen der Antike lebendig, in der Zentauren Frauen verführen und die Geschichte entwickelte sich zu einem erotischen Traum. Gut geschrieben und sehr kurzweilig, hat mir gut gefallen

Lanika

Lektorin. Förderer.

02.03.2021 um 22:31 Uhr

Liebe Red Lilly,

ich steh so ein bisschen ratlos vor dem Text. Märchen und Fantasien und die richtige Neigungskonstellation gefallen mir schon mal gut. Der Wald, bedrohlich, zudringlich und gruselig entsteht als Bild vor meinen Augen. Die Angst zieht mich in ihren Bann.

Die Lust Deiner Protagonistin kann ich nicht nachvollziehen, nicht zuletzt deswegen, weil Dein Pan sehr nah am Tier ist. 

Sprachlich kommt das ohne Stolperstellen daher. Aber auch da ist die Waldbeschreibung intensiver, als die Sexszene. Mich irritiert die Wahl der Zeitformen. Durch den Schluss wird der erste Teil zum Rückblick, der aber dann im Präsens ist. Das mag Geschmackssache sein.

Danke für einen Spaziergang durch eine  gruselig verwunschenen Wald.

Lanika

Meister Y

Autor. Förderer.

01.03.2021 um 12:46 Uhr

Liebe Red Lily, sorry aber das ist nicht wirklich meins. Für mich zu mystisch, zu realitätsfern und am Schluss frage ich nach Traum oder Wirklichkeit...

Trotzdem sauber und lesenswert geschrieben, ich freue mich auf mehr, wenn es denn nicht wieder so mystisch ist.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.