Registrieren Login

Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Social Bondage: Textnummer 2059 | Facebook | Twitter

Urheberrecht: Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung darf nur nach Zustimmung durch Sizilia Luber erfolgen! Mehr dazu ...

Namen, Orte, Handlungen: Im Text erwähnte Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Handlungen und Techniken sind nicht vollständig beschrieben, es fehlen Sicherheitshinweise. Mehr dazu ...

 

Hänsel, Gretel und die Hexe - Ein BDSM-Märchen

Eine BDSM-Geschichte von Sizilia Luber

Es war einmal ein Wald, in dem es auch am Tage so finster war, dass man kaum die Hand vor den Augen sehen konnte. Mittendrin stand ein einsames Backsteinhaus. Niemand traute sich in die Nähe dieses Hauses, denn jeder wusste, dass dort eine böse Hexe wohnte. Doch manchmal verirrten sich ahnungslose Besucher im Forst. So erging es auch einem jungen Pärchen, das auf Hochzeitsreise gegangen war. Hänsel und Gretel brachen an einem sonnigen Tag zu einem Spaziergang auf. Plötzlich wurden sie von einem Gewitter überrascht; sie flüchteten Schutz suchend unter die hohen, dichten Tannen, die das wenige Licht aussperrten. Um sie herum wurde es nachtschwarz. Gretel fürchtete sich und klammerte sich an Hänsel.

„Beruhige dich, Liebste, ich werde uns einen sicheren Unterschlupf suchen“, versprach ihr Mann. Er nahm ihre Hand und führte sie über einen gewundenen Weg durch das Gehölz. Die Bäume wurden immer dichter und Hänsels Zuversicht schwand. Er fragte sich, ob sie sich verlaufen hatten, als das Backsteinhaus der Hexe vor ihnen auftauchte. Licht fiel durch die Sprossenfenster und erhellte die Lichtung. Bunte Blumen blühten im Garten und alles sah so lieblich aus, dass Gretel erleichtert seufzte: „Dort wohnt sicher jemand, der uns helfen wird!“

Sie ließ die Hand ihres Mannes los und stürmte auf das Häuschen zu. „Wie hübsch es hier ist! So pittoresk!“, rief sie ihm im Laufen zu.

Hänsel erhob keine Einwände, als Gretel an die Tür klopfte.

Die dunkelgrüne Holztür öffnete sich mit einem leisen Knarren. Eine schlanke Frau mit braunen Locken, die von einem Tuch gebändigt wurden, stand vor den beiden.

„Guten Abend. Wir haben uns verlaufen und hoffen, dass Sie uns helfen können.“

Die Unbekannte lächelte und nickte. „Natürlich, kommt herein.“

Sie öffnete die Tür so weit, dass sie mühelos eintreten konnten, und bot ihnen einen Platz an dem kleinen Holztisch in der Stube an. Ein Feuer brannte im Kamin und an der Decke hingen Kräuterbündel zum Trocknen.

„Ich habe gerade eine Suppe gekocht. Esst mit mir und erzählt mir, was es Neues in der Welt gibt. Ich komme so selten fort von meinem Häusle.“

Sie schöpfte einen dicken, bräunlichen Eintopf in drei Schalen und stellte sie auf den Tisch. Ein verführerischer Duft stieg aus ihnen auf und Hänsels Magen knurrte vernehmlich.

„Oh, da hat jemand Hunger! Greift zu!“

Ihre Gastgeberin setzte sich zu ihnen und sie begannen hungrig zu essen.

Nach dem Essen unterhielten sie sich. Es wurde spät und die Frau setzte Teewasser auf. Aus schwarzen Beeren braute sie einen roten Tee, den sie ihren Gästen anbot. Aber nur Hänsel trank, Gretel war zu müde und wärmte sich bloß die Hände an der heißen Tasse. Der Tee war sehr süß; Hänsel verzog angewidert das Gesicht, trank jedoch aus Höflichkeit die Tasse leer. Gretel fielen immer wieder die Augen zu.

Die Frau rührte ihren Tee nicht an; sie wuselte im Raum hin und her, fegte den Boden, band Kräuter zusammen und animierte ihre Gäste zum Reden und Trinken. Anschließend schlug sie vor, dass die beiden bei ihr übernachten könnten. Das Gewitter war noch nicht vorbeigezogen und die Nacht war hereingebrochen. Morgen, so versprach sie, würde sie ihnen helfen, aus dem Wald zu finden. Hänsel und Gretel waren müde und ihre Glieder bleischwer. So willigten sie ein, ihr ins Hinterzimmer zu folgen und sich in das schmale Bett zu legen. Kaum hatten ihre Köpfe das Kissen berührt, schliefen sie ein.

Du möchtest diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Melde Dich in Deiner BDSM-Community an

Name:

Passwort:

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Deine Meinung

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

famulus severus

Förderer.

14.06.2021 um 22:17 Uhr

Das "Märchen"  hat mich fasziniert und der Traum hätte ruhig noch weitergehen können...

29.05.2021 um 20:32 Uhr

Feine Märchenvariation!

Allerdings gestehe ich ein, dass sie mich sprachlich nicht so sehr anmacht wie von der Idee her und dass ich, als unverbesserlicher Fantasy/Mystery/Horror-Fan am Ende darauf gewartet habe, dass der "Fluch" des Gifttrankes sich beim ersten (realen?) Orgasmus des frisch geweihten Sklaven Hans mit seiner Eheherrin Grete als echt herausstellen würde... aber da geht wohl mal wieder meine etwas spezielle Phantasie mit mir durch...  

Insofern kann/muss ich mich den Bemerkungen über den "So-jetzt-ist-dann-mal-gut"-Schluss anschließen...

20.05.2021 um 02:42 Uhr

Den Einstieg und den Schluss fand ich ein wenig abrupt, aber ansonsten eine sehr erregende Phantasie,

Hmmm... vielleicht schleiche ich mich heimlich in das Verlies, befreie Hänsel und nehme seine Stelle ein

Lanika

Lektorin. Förderer.

17.05.2021 um 19:26 Uhr

Ein Märchen für Erwachsene, eine Geschichte, in der Traum und Wirklichkeit sich vermengen und der nicht einvernehmliche Sex und SM in ein Delirium ausgelagert werden. Was ist real, was ist Traum? Ich habe Mühe der Geschichte zu folgen. Das mag gewollt sein und die Fieberträume widerspiegeln.

Mir gefällt, dass die zwei - frisch verheiratet - es schaffen, über ihre Träume und Wünsche zu sprechen, so dass sie eine Chance haben - ein gutes Ende.

Danke für ein modernes Märchen.

Lanika

poet

Autor.

16.05.2021 um 22:27 Uhr

Diese Geschichte ist meiner Meinung nach noch nicht fertig, du solltest sie überarbeiten, denn sie hat Potenz. Die Handlung mit ihren Sprüngen zwischen Realität und Märchen und Irrealität ist klasse ausgedacht. Sprachlich fehlen noch ein paar Gelenke. Du fängst im Märchenton an, der allerdings zu flott und kurzatmig daher kommt - lies das zugrunde liegende Märchen nochmal, das klingt etwas anders, nicht so hektisch wie deine kurzen Stakkatosätze. Und den Märchenton solltest du in den Tollkirschenträumen beibehalten, dann kommt der Kontrast zur Realität besser und auch der Schluss. Nochmal: Dein Text ist toll entworfen, er lechzt nach Vollendung!

ndung!

Drachenlady

Autorin. Förderer.

16.05.2021 um 02:30 Uhr

Ein bekanntes Märchen in einer "Erwachsenen-Version". Spannend, flüssig zu lesen, viele interessante Ideen und unerwartete Wendungen. Allerdings erging es auch mir wie schon einige andere zuvor geschrieben haben, das Ende, die Auflösung war mir etwas zu flach beschrieben, im Gegensatz zu den vorangegangenen Zeilen irgendwie zu "hopplahopp". Hat mir aber trotzdem gut gefallen.

12.05.2021 um 01:47 Uhr

Eine lesenswerte und anregende Geschichte! Gut erzählt. Die Verfasserin ist im Auge zu behalten! Auf ein Neues

Tek Wolf

Autor.

10.05.2021 um 16:14 Uhr

Ein schönes Märchen voll reizvoller Ideen. Man wusste am Ende nicht mehr, was Traum und Wirklichkeit war. Wer weiß, vielleicht ist auch der Endzustand eine Täuschung und die Hexe ist tatsächlich mit Gretel verwandt? Vielen Dank für die Geschichte und bitte weiter so.

Meister Y

Autor. Förderer.

09.05.2021 um 14:11 Uhr

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann …

Liebe Sizilia Luber, es hat etwas, ein bekanntes Märchen für eine BDSM-Geschichte zu nutzen, es neu zu schreiben. Die Idee ist toll und das was die Giftpflanze des Jahres 2020 bewirkt kann schon erschrecken. Von daher kann man nur hoffen, dass nicht jemand auf falsche Ideen kommt…

Ich kann mir vorstellen, dass dieser Traum Spuren hinterlässt und wenn ich ehrlich bin, hätte er gern länger andauern können. Das Aufwachen hat nämlich nicht nur Peter aus dem träumen geholt..

Danke für anregende Zeilen in besonderem Kontext, die ich gern gelesen habe.

Xentaur

Autor.

09.05.2021 um 11:01 Uhr

Ich finde es eine sehr spannende Geschichte. Vor allem weil ich Märchen liebe. Die Geschicht hat etwas von "Brothers Grimm".

Eine geheimnisvolle Frau im Wald.

Ich glaube nicht dass die Hexe im Gefängnis bleibt. Bald schon ist sie dort verschwunden und lebt wieder im Wald um wieder junge Männer anzulocken.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.