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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Der Sklavenmarkt

Eine BDSM-Geschichte von Treibholz.

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Eine halbe Stunde vor der Show war der rechte Zeitpunkt, um vor das Volk zu treten. Ich klopfte auf das Mikrophon, worauf Stille einkehrte.

„Werte Lords, werte Ladies, verehrtes Publikum!“ Als sich alle Augen auf mich gerichtet hatten, fuhr ich fort. „Bevor die Show beginnt, darf jeder, der mag, einen Blick hinter die Kulissen werfen. Wer von den Anwesenden mutig genug ist, eine kleine Überraschung zu erleben, sollte sich zum Seiteneingang der Bühne begeben.“

Wenig später hatte sich eine Schlange vor der Seitentreppe der Bühne gebildet. Zwei Dutzend Männer und Frauen warteten nun gespannt. Die Vorbereitungen liefen gut, denn von diesen Freiwilligen hing alles ab. Ich musste schauen, wer von ihnen geeignet war, und mich auf meine Menschenkenntnis verlassen. Acht Leute wählte ich unter den Wartenden aus, denn so viele waren für die Show vorgesehen. Die anderen schickte ich fort. Nachdem die Auserwählten mir in den Raum hinter der Bühne gefolgt waren, wies ich ihnen jeweils einen Hocker zu.

„Severus! Die Kandidaten sind bereit zur Musterung!“, rief ich. Der Hüne, der nun in Erscheinung trat, war mein Freund Heiko, mit dem ich diese ganze Geschichte ausgetüftelt hatte. Ein römischer Sklavenmarkt, bei dem die Zuschauer aktiv beteiligt wurden, da wir die zu versteigernden Sklaven aus ihren Reihen rekrutierten. Heiko hatte einen eisernen Gesichtsausdruck aufgesetzt, und ich hoffte, man sah mir mein innerliches Grinsen nicht an.

„Schön. Dann werden wir mal schauen, was wir im Angebot haben.“ Heiko schritt die Reihe ab und streichelte seine Peitsche. In seiner Tunika und mit den Eisenringen an den Schultern wirkte so authentisch wie ein Sklavenschinder in den Comics.

„Moment!“ Ein Mann im Sportoutfit sprang auf und blickte mich an. „Worauf läuft das Ganze hinaus?“

„Es ist so: Ihr selbst seid bei dieser Show die Sklaven. Wenn der Vorhang fällt, werdet ihr unter den Zuschauern versteigert“, erklärte ich unseren - wie ich finde - genialen Beitrag zum diesjährigen Kleinkunstfestival. „Eure Kleidung wechselt ihr noch gegen einen Lendenschurz. In wenigen Minuten fällt der Vorhang und dann werdet ihr auf der Bühne präsentiert.“

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

07.11.2019 um 23:42 Uhr

Sehr unterhaltsame Geschichte, es hat spass gemacht sie zu lesen.

05.11.2019 um 21:23 Uhr

Interessante Wendung. Damit hätte ich nicht gerechnet. Die Protagonisten hatten eine schlaue Idee. Erstaunlich aber, dass der Mann auch wirklich Sklave sein wollte.. und der Sklavenhändler selbst Sklave wird - so kann es auch passieren. In meinem Kopf seh ich den Sklavenhändler vor mir - und die Wandlung - die kommt plötzlich.. hmm. Im Leben kann sowas passieren. Aber ich hätte eher gedacht, dass der Sklavenhändler eine langsame Wandlung machen würde - vielleicht hat ihn einfach die Dame wie ein Blitz getroffen.

hanne lotte

Autorin. Teammitglied.

20.10.2019 um 18:50 Uhr

Eine klassische Win-ein-Situation, denn offenbar hatte die Dame noch Bedarf, sonst hätte sie ihn sicher vor die Tür gesetzt. Jetzt muss er sich gar keine Termine mehr merken, hat was Nützliches zu tun.

Der Text ist flüssig geschrieben bis zum überraschenden Ende. 

Ich mag diese Antihelden-Geschichten mit den bissigen kleinen Seitenhieben, die so überhaupt nicht ins BDSM-Klischee passen. 

Auch dieser Held kommt mit seiner erzwungenen Draufgängerei ein bisschen unsympathisch daher. Und doch war ich von Anfang an auf seiner Seite und gönne ihm das gute Ende von Herzen.

Bitte mehr davon 

hanne

Treibholz

Autor.

01.04.2019 um 01:01 Uhr

Gerne

Hatte gerade eine neue Idee - Priester waren ja nicht immer so fromm, wie sie sich nach außen darstellten, damals wie heute.. Es begab sich einst im finstersten Mittelalter...

      

hanne lotte

Autorin. Teammitglied.

30.03.2019 um 22:36 Uhr

Treibholz

Vielleicht sollte ich mich auch mal an einer ernsthaft erotischen und politisch nicht unkorrekten Geschichte versuchen

Lieber Treibholz,

das kannst du gerne tun, aber bitte schreibe weiter diese schönen bösen Geschichten. Die sind jedes Mal ein Vergnügen.

Gruß

hanne

Treibholz

Autor.

30.03.2019 um 22:21 Uhr

Vielleicht sollte ich mich auch mal an einer ernsthaft erotischen und politisch nicht unkorrekten Geschichte versuchen

Söldner

Autor. Fördermitglied.

24.03.2019 um 19:47 Uhr

Kleinkunstfestival also, Treibholz. Du kannst es nicht lassen mit den Glossen. Machst aus einer tiefen, ehrlichen und wahren Leidenschaft ein Kaspertheater, einen Karneval. Warte, die BDSM-Polizei wird Dich holen.

Hinter der Ironie versteckt sich noch etwas anderes. Du zeigst bürgerliche Ressentiments dem BDSM gegenüber und die Peinlichkeit des Themas in die Öffentlichkeit.

Am Ende offerierst Du ein Sklavenglück und hier stockt mir der Atem. Wer zahlt das? Ein Sklave, lieber Treibholz, rechnen wir Krankenversicherung, Kost und vielleicht etwas Logis zusammen, kostet zirka neunhundert Euro im Monat. Ich gehe nicht davon aus, dass die Dame das finanziert. Als Steuerzahler sehe ich mich dafür aufkommen, da die Herren sicher staatliche Stützen beziehen. Letztendlich finanziere ich die Faulheit der Dommse und die Lust der Sklaven.

Treibholz, ich bin sauer. Jetzt hast Du zwei Exekutive an der Backe. Neben der BDSM-Polizei schicke ich Dir die Sozialpolizei. Die gibt es nicht? Warte ab.

Knurrwolf

Autor.

24.03.2019 um 19:46 Uhr

An sich eine witzige Geschichte, auch wenn sie mit einer unfreiwilligen Aktion gepaart mit einem glatten Betrug beginnt. Zuerst dachte ich, dass sich das Thema Anfang auf die Frau bezog, die bei der Sklavenaktion ihren neuen Hausdiener gefunden hat, aber am Ende kam es doch ganz anderes.

Leider, wie ich zugeben muss, auch ziemlich abrupt. Einen finalen Twist am Ende zu haben macht eine Geschichte interessiert, aber hier kommt er so ganz ohne Vorwarnung. Ohne den kleinsten Hinweis, was etwas schade ist. Denn es wirkt ein wenig gestellt.

23.03.2019 um 21:57 Uhr

Witzige Idee.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

 

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