BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

Social Bondage: Textnummer 1661 | Facebook | Twitter

Urheberrecht Achtung, Urheberrecht! Der nachfolgende Text wurde uns freundlicherweise von Söldner zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Die Urheberrechte liegen jedoch weiterhin bei Söldner, so dass eine weitere Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verwendung nur nach persönlicher Zustimmung erfolgen darf! Das unerlaubte Wiedergeben oder Weitergeben dieses Textes wird sowohl von Söldner als auch von uns als Urheberrechtsverletzung angesehen und entsprechend verfolgt. Mehr dazu...

Achtung, Hinweise beachten Bitte beachte die Hinweise zu diesem Text! Alle im Text erwähnten Namen, Orte und Begebenheiten sind, soweit nicht anders angegeben, fiktiv. Erwähnte Handlungen und Techniken sind nicht zwingend vollständig beschrieben, insbesondere fehlen möglicherweise Sicherheitshinweise. Daher raten wir dringend von einer Nachahmung ab, so lange Du Dich nicht umfassend informiert hast. Mehr dazu...

 

Censura

Eine BDSM-Geschichte von Söldner.

Im Großen und Ganzen gibt es nichts, was gegen mich spricht. Seit ich mich vor einigen Jahren aus meinem noch jungen Berufsleben verabschiedet habe, lebe ich bescheiden, aber einigermaßen zufrieden im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ich bemühe mich um alle Dinge, die mir der Gesetzgeber zugesteht, habe auch keine Scheu, meine Rechte bei nötigen Besuchen im Amt zu vertreten. Ich bin nicht gierig, aber man könnte mir durchaus ein wenig mehr zugestehen. Für mich ist klar, dass ich mein Leben mit den Dingen fülle, die mir wichtig sind. Eine berufliche Tätigkeit, die zum Ziel lediglich den reinen Erwerb hat, gehört nicht dazu. So einfach ist das Leben, man muss es nur klar erkennen und die nötigen Schlüsse ziehen.

Ein leises Schnurren beunruhigt mich. Es gehört nicht zu den Geräuschen meines Hauses. Ich lege die Packung mit diesen widerlichen Tabletten zur Seite, nehme mein Glas und gehe die zwei Schritte vom Schreibtisch hinüber zum Fenster. Jetzt stehe ich hinter der halb geschlossenen Gardine. Unten versucht ein Fahrer, seinen X6 auf der gegenüberliegenden Straßenseite einzuparken. Interessiert beobachte ich sein Bemühen und hoffe, dass er wenigstens mit seinen Felgen an den Bordstein schrammt. Ein so teurer Wagen hält selten in der Nähe meines Hauses.

Gespannt warte ich. Zuerst öffnet sich der Kofferraum, jetzt die Tür. Ich erstarre am Fenster, sehe ganz klar eine Halluzination. Die Frau dort unten trägt hochhackige Stiefel, einen schwarzen Ledermantel, streng zurückgekämmtes Haar und wirkt, so weit ich das von meinem Fenster aus erkennen kann, sehr entschlossen. Nein, solche Frauen lasse ich nur in meinen knackigen, heißen Geschichten auftreten. Die Situation ist verrückt, hier macht mir jemand ein visuelles Geschenk. Endlich darf ich eine meiner Traumfrauen in der Wirklichkeit betrachten. Natürlich gibt es sie auch im Original, die knalligen Dominas aus den Filmchen, die ich mir oft im Internet ansehe. Aber sie sind selten, für mich nicht erreichbar. Die dort unten wirkt sehr dominant, allein ihr Gang, diese spezielle Art, in der sie um das Auto herumgeht, die beiläufige Bewegung, mit der sie einen langen, schmalen Koffer aus dem Wagen zieht. Mit einem schnellen Blick sieht sie zu meinem Haus hinüber und überquert die Straße mit den direkten Schritten eines Menschen, der sehr sicher weiß, wo er hingehen wird. Plötzlich bleibt sie stehen und sieht genau zu mir, hier nach oben in das Fenster meiner Dachwohnung, so als würde sie mich sehen.

Du willst diese BDSM-Geschichte weiterlesen?

Wenn Du bereits einen Nutzernamen hast, melde Dich bitte vor dem Lesen am System an. Andernfalls kannst Du Dich in unserer BDSM-Community kostenlos registrieren oder Dir zunächst weitere Vorzüge von angemeldeten Nutzern ansehen.

Du möchtest Dich nicht anmelden? Dann stehen Dir nur die ohne Anmeldung lesbaren BDSM-Geschichten zur Verfügung.

 

Kommentare von Leserinnen und Lesern

13.11.2018 um 14:18 Uhr

Na so ein Klaps auf den Hinterkopf hilft halt manchmal beim Nachdenken... 

Signatur

Was du nicht willst, das man dir tu', das füg auch keinem Anderen zu! So wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Wie man sich bettet....... Na ihr wisst schon, was ich meine!! ;-)

08.08.2018 um 23:09 Uhr

Ein interessanteR Ansatz: die Geschichte urteilt über sich selbst. Klasse Idee.

01.01.2017 um 18:43 Uhr

Ups, zuerst dachte ich, dass ich bei dem vorgeschalteten Trailer doch glatt eine Femdom-Geschichte lesen würde aber dann las ich eine Geschichte die mir sehr gefiel, spiegelte sie doch auch einen Teil meiner Einstellungen.

Da wir jetzt am Anfang des Jahres stehen, werde ich mir überlegen ob ich nicht auch etwas ändern sollte.

Wobei, meine Bilder, Filmchen und Geschichten werde ich wohl nicht löschen. :)

Signatur

Viele Grüsse, Two-sights

Söldner

Autor. Fördermitglied.

27.11.2016 um 07:49 Uhr

Lieber Meister Y!

Ich danke Dir für Deine freundlichen Worte zu meiner "Censura".

Deine Aussage zu den Spiegeln ist ein großes Gleichnis für das Miteinander im Leben. Sie regt mich zum Nachdenken an. Censura ist ein Spiegel für den in so vieler Hinsicht armen Schreiber Kevin.

Wenn ich die Geschichte lese, denke ich darüber nach, wieviel Kevin und wie viel Censura in mir steckt. Ich bin ja beim Schreiben in beide Personen geschlüpft. Mir lag weniger an der Vorführung des armen Kerls, vielmehr wollte ich seine Tragik darstellen.

Dein Spiegelvergleich greift noch tiefer. Er berührt Existenzielles. Mein ganzes Treiben auf dieser Welt beruht auf Spiegelung. Ich reflektiere, ziehe Schlüsse und handle, werde dadurch selbst Spiegel.

Ich habe das noch nicht zu Ende gedacht, danke Dir für den Gedanken, der Grundlage einer ganz anderen Geschichte sein kann.

Heute spiegele ich mich im Licht der Sterne und Kerzen.

Ich wünsche Dir einen guten ersten Advent.

Viele Grüße, Söldner

Meister Y

Autor.

26.11.2016 um 09:07 Uhr

Klasse...

Wenn bei einer Lektüre am Frühstückstisch der Kaffee kalt wird, hat der Autor wirklich alles richtig gemacht. Zugegebenermaßen habe ich mich wirklich amüsiert, aber auch nachdenken müssen. Darüber ob es einen Unterschied zwischen Autoren und Schreibern gibt. Darüber, welche Worte mir gefallen und welche nicht. Darüber, ob ich in die Mitleidskiste greifen sollte...

Danke für eine klasse Geschichte, die bei dem einen oder anderen auch ein Blick in den Spiegel gewesen sein könnte. Danke für Zeilen, die mir wirklich Spass gemacht haben.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

26.11.2014 um 04:57 Uhr

gut geschrieben , danke fürs schreiben.

Signatur

Liebe Grüße Sigi

Alma

Autorin.

02.11.2014 um 17:16 Uhr

Genial geschrieben, spannend zu lesen.

Das erste Mal mußte ich lachen, als er Einwände gegen den sch.. Dobermann erheben will.

Und grüble noch darüber, dass Schreiben und Autor sein ganz verschiedene Dinge sind.

Gefällt mir sehr!

03.09.2014 um 10:22 Uhr

Mmh, eigentlich gut geschrieben, aber irgendwie fand ich die Geschichte wenig überraschend.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

18.08.2014 um 23:05 Uhr

Eine gut geschriebene Geschichte viel Fantasie aber auch Realität.

Danke fürs lesen.

 

Ophrys

Autor.

15.06.2014 um 07:37 Uhr

Sehr viel durchsichtiges Wunschdenken!

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.

 

Bewertung und Kommentar

Du kannst Texte nur dann bewerten, wenn Du sie voll einsehen kannst.

 

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Bitte beachte unsere Datenschutzerklärung.

Um das BDSM-Forum, den Chat und mehr nutzen zu können, kannst Du Dich kostenlos registrieren.