BDSM-Geschichten, erotische Texte und Literatur

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Dieser Text besteht aus mehreren Teilen.

Dies ist der erste Teil. Folgender Teil: Zweite Chance (Teil 2).

Zweite Chance (Teil 1)

Fetisch-Geschichte von Timothy Truckle

Es passiert manchmal, dass du auf eine Lebenslinie aufspringst wie auf einen Bus. Du hast nicht genau hingeschaut, bist in Eile gewesen und hast die Expresslinie erwischt. Plötzlich ist das Leben in einer ganz anderen Richtung unterwegs. Natürlich könntest du an der nächsten Station aussteigen, aber was, wenn sich alle Türen hinter dir schließen und ein Schild aufleuchtet: »Bus fährt durch bis zur Endstation! Kein Zwischenhalt!«?

An den Türen rütteln, den Fahrer anschreien - nichts davon hilft dir und so sitzt du hinten, in der letzten Reihe, und rast einem Ziel entgegen, das du nicht kennst. Der Fahrer bestimmt den Kurs und die Geschwindigkeit und du kannst nichts dagegen tun. Du bist die Marionette und er zieht an deinen Fäden. In einem Bus ist das nicht schlimm, früher oder später erreichst du die Endhaltestelle. Du steigst aus und rufst ein Taxi, das dich zurückbringt.

Nur im Leben funktioniert das nicht so. Wenn du in den falschen Bus gesprungen bist und jemand an deinen Schnüren zieht.

 

I.

Wie immer, wenn mich meine Dienstreisen nach Schwerin führten, buchte ich das InterCityHotel. Es liegt direkt am malerischen Hauptbahnhof, ist modern und der Service ist, wie bei den meisten Hotels in dieser Stadt, hervorragend.

Ich stand am Fenster meines Hotelzimmers und blickte auf den Bahnhofsvorplatz. Der Herbst hielt Einzug in der Stadt, färbte die Blätter bunt und der Regen ließ die Pflastersteine im Licht der Straßenlaternen glänzen. Menschen strömten aus der Bahnhofshalle, spannten Schirme auf, schlugen die Kapuzen ihrer Jacken hoch oder riefen nach Taxis. Sie kamen von der Arbeit und freuten sich auf den Abend mit ihrer Familie. Sie hatten es gut.

Ich drehte den Kopf und schaute auf den Zierbrunnen im Zentrum des Grunthalplatzes. »Rettung aus Seenot« heißt die Skulptur darauf, Hugo Berwald schuf sie 1910.

Wer wird dich retten, Christian Svensson? Aus dem Nichts tauchte der Gedanke auf und ich sah in der Fensterscheibe die Wehmut in den Augen meines Spiegelbildes. Seit zehn Jahren reiste ich durch Deutschland und half Computern, mit den Menschen zurechtzukommen. Mein Zuhause sah mich nur an den Wochenenden und niemand wartete dort auf mich.

Das Gefühl der Einsamkeit ist in meinem Beruf ein ständiger Begleiter. Die Menschen verbrachten die Abende bei ihren Lieben und ich in Deutschlands Hotels. Mein Leben schwamm davon wie einen Korken in den Wellen des Ozeans.

Über mein Spiegelbild im Fenster rannen Regentropfen und ich drehte mich zurück ins Zimmer. Mit Schwermut überlebte man in meinem Beruf so lange wie ein Fisch in der Wüste. Ich wusste ein Mittel gegen Gefühlsduselei. Wo andere Menschen Tabletten benötigen, bevorzuge ich auch heute noch einen Laptop. Der lässt sich zwar nicht so einfach schlucken wie eine Pille, dafür gibt es ihn aber ohne Rezept. Eine Angel mit meinem Foto als Köder schwamm immer in diversen Kontaktbösen und ich schaute nach, ob ein Fisch angebissen hatte. Selbst wenn er sich nicht ins Bett ziehen ließ, würde ein netter Chat den Abend noch angenehm ausklingen lassen. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

06.11.2016 um 23:14 Uhr

Ich freue mich auf mehr.

30.05.2016 um 08:09 Uhr

Großartig...

In wunderbarere Sprache malst Du hier Bilder, die sofort ankommen, mir erst das Hotelzimmer, dann die Bar vor Augen holen. Es scheint, als hätte jemand seine Meisterin getroffen. Absolut gekonnt würzt Du die Szenerie mit dem dazugehörenden Schuss Erotik, rundest mit sinnigem Humor ab, Toll, wirklich toll. Zeilen zum Geniessen, Zeilen, die sofort Lust auf mehr machen. Gedankengänge, die nachdenken und schmunzeln lassen. Kopfkino, das den Mund offen stehen lässt. 

Ich bin wirklich begeistert. Danke, dass ich diese Zeilen lesen durfte.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

23.05.2016 um 17:29 Uhr

Super Geschichte

Danke das ich sie lesen dufte

20.10.2014 um 05:01 Uhr

super, ich freue mich auf mehr:)

Signatur

Liebe Grüße Sigi

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

20.03.2014 um 21:32 Uhr

Deine Geschite mach einen nachdenklich. Ich hoffe es folgen noch weitere.

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

14.03.2014 um 22:13 Uhr

Eine sehr gelungene Mischung aus Erotik und schwarzen Humor. Ich mochte diesen Dialog zwischen den Beiden und auch seine genialen Gedankengänge, die mich immer wieder zum schmunzeln brachten. Von der ersten bis zur letzten Zeile sehr konsequent in einem klasse Stil geschrieben.

Danke für dieses nette Sahnestück... bin nun auf den nächsten Teil gespannt.

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

Quälgeist

Autor.

05.01.2014 um 21:59 Uhr

Es hat einfach Spaß gemacht, zul lesen. Allein Worte wie "Rotlöckchen Langbein" haben mir Vergnügen bereitet. Ein wirklicher 'Geunusstext'.

Signatur

Pure Vernunft darf niemals siegen! Quälgeist

05.01.2014 um 13:40 Uhr

Der Anfang macht Hunger auf mehr!

04.01.2014 um 22:29 Uhr

Zuerst einmal vielen Danke für die freundlichen Kommentare sowie die Kritiken, die mir die Möglichkeit geben, die - hoffentlich - nächsten Geschichten besser zu schreiben.

@Rasputinka:

Ich denke, dass jeder von uns sein eigenes "persönliches Lexikon" besitzt mit Begriffen, die mit bestimmten Bedeutungen vorbelegt sind, beruhend auf den eigenen Erlebnissen, Erfahrungen und Gefühlen. Ein Begriff weckt dann diese gespeicherten Bilder. Wie du schon sagtest, ist die "Lebenslinie" bei mir - und ich denke, auch bei den meisten anderen Menschen - nur ein unspezifiziertes Synonym für einen geplanten oder wahrscheinlichen Weg. Daran, dass er in einigen fernöstlichen Religionen und auch in der Esotherik eine fast definierte Bedeutung hat, habe ich nicht gedacht.

@Aagje2014

Wenn dich die Geschichte kitzelt, habe ich alles richtig gemacht *schmunzel*. Die meisten Menschen sind sehr visuell fixierte Wesen. Schwarz und Rot sind Signalfarben und teilweise auch gesellschaftlich determiniert. Ich erinnere einfach mal an die Frau mit der roten Handtasche am Straßenrand. Erotik nutzt die in unseren Köpfen unbewusst gespeicherten Bilder und ihre Bedeutung. Davon lebt unter anderem auch Fetisch. Schwarze Strümpfe mit Naht, Overknees, etc. die Frage, warum diese und andere Symbole in uns sexuelle Erregung (oder auch nicht, auch das gibt es) auslöst, können wahrscheinlich nur Psychologen beantworten. Bin ich nicht, nur jemand, der das verstanden, für sich akzeptiert hat und es genießt.

@poet

Danke Dir für das Kompliment. Das mit den "Wie-Vergleichen" hast du gut auf den Punkt gebracht. Die Vergleiche an sich fand ich in Ordnung, nur - und darauf hast Du mich eben gestoßen - muß ich noch an der Verpackung arbeiten. Irgendwie fließender, ohne den erhobenen Zeigefinger "Das ist ein Vergleich". Danke dir für die Hilfe.

So, hoffe, Ihr habt beim zweiten Teil genauso viel Spaß.

Lieben Gruß an Euch

TT

Signatur

-- My name is Timothy Truckle - but i don't like to truckle --

poet

Autor.

04.01.2014 um 18:26 Uhr

Vielleicht ein bisserl zu viele "wie..."-Vergleiche, aber ansonsten hinreißend ironisch und in gekonnten Bildern und brillanter Sprache - Genusstext, bin gespannt auf Teil 2!

Signatur

poet

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Alle veröffentlichten Teile dieses Textes

Zweite Chance (Teil 1)

Ich blickte auf das Foto einer Frau mit grünen Augen und blonden Haaren. Im Vergleich mit den Bedingungen, die sie auf ihrem Profil an einen Mann stellte, lud der Prüfungsparcours der Navy Seals zu einem Sonntagsspaziergang mit Blümchenpflücken ein.

Zweite Chance (Teil 2)

Ela stieg vor mir die Stufen empor, wobei sich ihr Seidenrock bei jedem Schritt wie eine zweite Haut um ihren Po spannte. Ich ließ ihr den Vortritt in mein Hotelzimmer. Die Tür fiel hinter mir ins Schloss und ich wollte nur eins.

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