Ist es leicht, sich fallen zu lassen, während man an einen Baum gefesselt, gestreckt und durch ein Korsett geschnürt mitten in der Natur steht? Wie empfindet man, wenn eine langgehegte Fantasie zur Realität wird? Stellt man sich diese Fragen überhaupt?
Die Sonne scheint durch das dichte Grün über uns und zaubert ein Lichtspiel auf den Waldweg unter uns. Der Wind streicht sanft durch die Baumwipfel, hin und wieder ist ein Vogel zu hören. Wir haben uns einen Tag unter der Woche freigenommen und sind zu einem recht unbekannten, kleineren Berg der bayerischen Alpen gefahren. Einfach mal einen Tag ausspannen und diesen gemeinsam verbringen. Nachdem die restliche Nation arbeiten muss, kommen uns nur selten vereinzelte Wanderer entgegen.
Wir beide genießen die angenehme Stimmung, gehen Hand in Hand langsam den Berg hinauf.
Ich fühle mich sehr wohl, genieße seine Nähe. Ein Gespräch ist nicht nötig. Ich genieße auch die Stille, das Gefühl, einfach zusammenzuhören. Mit einem Lächeln auf den Lippen gehe ich an seiner Seite durch den Wald, freue mich, dass er diesen Weg ausgesucht hat, und fühle mich sehr aufgehoben.
Plötzlich zieht er mich an meiner Hand vom ausgetretenen Weg hinunter auf einen kaum sichtbaren Trampelpfad. »Aber wo willst du denn hin?«, frage ich mit leicht entrüstetem Unterton, da ich den Weg nicht verlassen will, auf dem ich mich gerade so wohlgefühlt hatte.
»Pssst« ist alles, was ich von ihm zu hören bekomme.
»Aber …«, setze ich gerade wieder an, als er mir einen Blick zuwirft, der mich spontan zum Verstummen bringt.
Schlagartig wird mir klar, wen ich nun an meiner Hand spüre. Wie schon so oft hat er sich von einer Minute auf die andere von meinem Freund in meinen Dom verwandelt. Dieses Gefühl aus einer Mischung von Erregung, Spannung, Angst vor dem Ungewissen, aber auch eine gewisse Unlust machen sich in mir breit. Denn eigentlich bin ich doch gar nicht in der Stimmung, habe es gerade so genossen, einfach nur an seiner Seite durch den Wald zu wandern. Außerdem kennt er doch meine Meinung zu Outdoor-Spielen. Ich habe einfach immer Angst, mich dann nicht fallenlassen zu können, wegen der ständigen Gefahr, dabei entdeckt werden zu können.
Aber ich wage es nicht, weiteren Protest von mir zu geben. Sein Blick hat mir zu verstehen gegeben, dass mir das nicht guttun würde.
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03.02.2026 um 20:13 Uhr
So ruhig und friedlich wird zu Beginn der gemeinsame Ausflug voll inniger Zweisamkeit in die Natur der bayerischen Alpen beschrieben. Und dann beginnt es aufregend zu werden, als der Freund von einer Minute auf die andere zum Dom wechselt, das hat mir sehr gut gefallen und auch der weitere Verlauf der Geschichte, in der eine Fantasie zur Wirklichkeit wird. Gut nachempfinden kann ich die Gedanken und Sorgen, ob es möglich ist sich da draußen fallen lassen zu können, wo jederzeit jemand vorbeikommen könnte. Das es dann zusammen mit den beiden anderen Personen, in der vom Dom und Geliebten gestalteten „ sicheren“ Umgebung und Situation funktioniert, dafür braucht es ganz viel Fürsorge, Vertrauen und Liebe.
Dankeschön fürs Mitnehmen in diese Geschichte.
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