BDSM-Geschichten und andere erotische Texte und Literatur

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Die letzte Prüfung

BDSM-Geschichte von Wolke Safini

MARTINA

 

Während sie sich ihre Seidenstrümpfe an den langen schlanken Beinen hoch rollte, bemerkte Martina, dass ihre Hände zu zittern begannen. Ängstlich versicherte sie sich, dass sie mit ihren sorgfältig in leuchtendem Rot lackierten Fingernägeln keine Masche gezogen hatte. Lady Janaé hätte schon zu Beginn der Prüfung solch einen Fehler nicht gutgeheißen. Ihre Zöglinge, ob angehende Domina oder auszubildende Zofe, hatten stets adrett und ordentlich gekleidet und geschminkt zu sein, die Robe musste perfekt sitzen, ansonsten konnte man die kommende Lektion gleich abschreiben. Die Lady war in solchen Fällen stets ungehalten und schreckte auch nicht davor zurück, ihre Nachwuchs-Führungskräfte mit solchen Strafen zu belegen, die eigentlich den Sklavinnen zugedacht waren. Martina erinnerte sich noch gut an die Momente auf dem Strafbock, der Streckbank oder unter der Decke des Raumes, als man sie an Ketten hochzog und, geil wie sie war, hängen ließ, um sie bei einer Lektion einer anderen Jungdomina zusehen zu lassen, die sich an ihrer Sophie erprobte. Sophie. Was sie wohl im Moment gerade machte?

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

09.08.2017 um 01:57 Uhr

Beklemmend. Aber wie kann Sophie das jahrelang durchhalten, ohne dass Ihre Herrin auch nur das Geringste bemerkt oder fühlt?

16.06.2016 um 02:05 Uhr

Die Geschichte ist sicher auf seine Art gut, trifft aber so nicht meinen Geschmack, weil es mich in eine trostlose Stimmung treibt.

Nahezu eine Endzeitstimmung.

31.05.2016 um 07:26 Uhr

Ehrlich, ich bin wirklich beeindruckt...

Zeilen mit so viel Tiefgang liest man wirklich selten. 

Zu Beginn baust Du einen wahrlich tollen Spannungsbogen auf. Malst Bilder in kräftigen Farben, die hoffen ließen, vieles über diese Prüfung zu erfahren. Ohne wirklichen Schnitt, selbst ohne Enttäuschung bei mir hervorzurufen, passiert genau dies nicht. Im Gegenteil, man denkt in eine "perfekte" D/S Beziehung schauen zu dürfen. In eine "ausgezeichnete" noch dazu. Dann doch der harte Schnitt, eine zerstörende Erkenntnis. In Metaphern verpackt für die Eine, unsagbar klar für die Andere. Liebe versetzt scheinbar Berge (oder eben doch nicht...).

Gut, man könnte darüber nachdenken, ob es anders hätte laufen können. Ob Martinas Aussagen zum Ende tatsächlich stimmt, erfahren wir wohl nie.

Vielen Dank für Zeilen, die mich wirklich begeistert haben.

Signatur

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Mai

Autorin.

09.03.2015 um 18:36 Uhr

Heiliger Bimbam, jetzt hab ich gedacht, endlich bei diplomierten Essemmer über die Lattenzaun  zu schauen und  die Aufgaben zum S/M-Diplom zu beobachten. Verdammt, dann hast Du das elegant umschifft. Hätte ich spannend gefunden, wie man so etwas individuelles wie S/M bewerten will ... Ich denke, dass es gar nicht möglich ist, deshalb hast Du das warscheinlich auch nur angedeutet.

Ja nun, gefällt mir die Geschichte? Mittelprächtig, würde ich sagen. Mir blieben beide Protas irgendwie fremd. Was sie da tun, hab ich auch nicht richtig verstanden. Die Metapher die Du gezeichnet hast, gibt für mich wenig her, um das Ende zu erklären.

Es hat aber auch gute Bilder drin, die die Geschichte insgesamt aufwerten.

Ich habe gar nichts gegen die Symbolik von Mertaphern, wo man sich selber etwas zusammenreimen muss. Nur in diesem Fall waren die Bilder für mich nicht passend in ihrer Symbolik.

Das ist aber, wie immer, Geschmackssache.

Ich glaube, Deine andere Geschichte ist eher meine Baustelle, sollte ich nicht wieder einschlafen, lese ich sie heute Nacht weiter, denn der jugendfreie Teil ist recht ansprechend.

07.03.2015 um 23:16 Uhr

Die Geschichte hat 2 Seiten. Ich habe Martina verstanden, Sophie nicht ganz. Vor allem der zweite Sophie-Teil ist schwer zu deuten. Ist die Fassade eingestürzt, ein leidenschaftliches Pferd und eine freiwillig Gefangene in einem Körper,die durch ihr Pferd befreit wird. Sehr metaphorisch.  Ich lese viel Submissives aus ihrem Verhalten im ersten Teil und plötzlich soll sie gar nie auf das alles gestanden haben? Also den Schmerz. Wenn frau devot ist und Probleme hat ihre Grenzen zu setzen gegenüber ihrer Liebe dann wird das irgendwann als Bumerang zurückkommen. Ist das nur ihre Schuld? Oder war da eine Domina so von sich selbst und ihren Fähigkeiten überzeugt dass sie das Gegenüber doch weniger interessiert hat als ihre eigenen Wünsche? Es ist traurig und doch (fast) unvermeidbar.

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

24.05.2014 um 17:55 Uhr

Es fing sehr spannend an, sehr faszinierend, wie sich die Ausbildung gestaltete und am Ende wurde es gefühlsmäßig sehr hart. Es zeigt mal wieder wie weit ein Mensch aus Liebe gehen kann. Ich fand es Schade, das Martina diese Liebe nicht zu schätzen wusste und nicht die "Beziehung" zu Sophie auf eine andere Art versucht hat weiterzuführen, es gäbe vielleicht andere Spielarten in der sie Beide Lust empfinden könnten.

Danke für diese berührenden, nachdenklichen und traurigen Worte.

Signatur

Auch wenn wir alle ähnlich sind, so lernt, denkt, fühlt und handelt jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise!

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

22.04.2014 um 22:34 Uhr

Deine Geschichte ist schön, gruselig und traurig zugleich. Das Ende war überraschend. Sie hat mir trotzdem gefallen 

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

25.01.2014 um 22:55 Uhr

Schön - aber Tiefgreifend und Nachdenklich machend.

Profil unsichtbar.

Gelöscht.

09.05.2013 um 02:22 Uhr

,,Wenn jemand etwas nicht aus vollstem Herzen tut, bleibt darin ein Winkel, der ihn tödlich verletzlich macht." ja, das stimmt. ein satz, der alles as im leben passiert, egal ob sexueller natur oder was auch immer, harmonisiert zusammenfasst.

Reisender

Autor.

09.05.2013 um 01:29 Uhr

Wow - traurig und ernst. Ein schöner Text, der tief geht.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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