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Von der Kunst, die Selbstbeherrschung zu verlieren

Eine BDSM-Geschichte von roshena.

Irgendwer muss es ihm vorgetragen haben, kein Zweifel. Eines Morgens dann, nach der Redaktionskonferenz, bleibt er kurz an meinem Schreibtisch stehen: „I want you in my office. Now.“ Und wendet sich ab. Geht. Nein, freundlich war dieser Blick nicht; auch nicht wohlwollend. Nicht einmal interessiert. Eher verärgert, aber das ist bei ihm ja normal.

 

Gefasst auf das Schlimmste gehe ich die wenigen Schritte hinüber zu seinem Büro. Die Tür steht offen. Charles rennt telefonierend durchs Zimmer. Wie ein Tiger im Käfig, denke ich. Unschlüssig lehne ich mich an den Türrahmen. Er blickt kurz auf und wendet sich dann wieder seinem Gespräch zu. Ich schlucke meine Wut hinunter. Nur nichts anmerken lassen jetzt... Minuten verstreichen. Als er endlich fertig ist, bedeutet er mir mit einer knappen Geste, mich zu setzen. Er selbst bleibt an die Schreibtischkante gelehnt direkt vor mir stehen und blickt abschätzend sekundenlang auf mich herab. Mir bleibt nichts anderes übrig, als seinen Blick möglichst selbstbewusst zu erwidern und dafür zu ihm aufzuschauen, will ich nicht gleich die erste Runde verlieren. 

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

25.02.2018 um 14:33 Uhr

Und an die Clubkasse setzen wir einen Schwaben: Alles außer Hochdeutsch muss in die Geschichte hinein ...

Söldner

Autor. Fördermitglied.

24.02.2018 um 10:10 Uhr

Le Papillon

Jaaa, ich oute mich jetzt! Steh total auf Schwyzerdütsch...

Dann los, liebe Le Papillon, schreib Deine Mundartgeschichte im BDSM-Kontext.

Brauchst Du eine Idee?

Ein Sachse als Dom, eine Österreicherin als Sub, die Sache spielt in einem Klub, der Besitzer ist Inder, seine Frau Chinesin, beide sprechen landessprachlich geprägtes Deutsch. Dazu kommen eine Schweizerin und ein Friese als befreundetes Paar, die alle Handlungen kommentieren.

Das wird eine verdammt ernste Sache.

24.02.2018 um 09:15 Uhr

Söldner

Sprache als Fetisch!

Jaaaaa, ich oute mich jetzt! Steh total auf Schwyzerdütsch... 😁👍🏻

Söldner

Autor. Fördermitglied.

23.02.2018 um 06:01 Uhr

geändert am 23.02.2018 um 06:03 Uhr

Sprache als Fetisch! Das ist gut. Die englische Sprache wirkt wie ein "Verstärken des Unterschiedes" zwischen Dom und Sub. Darin liegt ein Reiz. Sprache wirkt hier wie ein Katalysator, der die Handlung intensiviert.

Danke für die runde, klare BDSM-Geschichte. Sie gefällt mir.

20.02.2018 um 12:14 Uhr

Mir gefällt gerade die Zweisprachigkeit der Geschichte und stört für mich den Fluß nicht. Im Gegenteil, sie läßt in meiner Phantasie die Begegnung auf dieser Ebene überall auf der Welt zu. Das Erkennen, der innere Kampf es zuzulassen, das Weitergehen finde ich sehr anregend geschrieben. Thank you very much!

Meister Y

Autor. Fördermitglied.

23.09.2015 um 12:18 Uhr

Ich muss zunächst sagen, dass mir die Geschichte, die Handlung, diese wirklich schöne Darstellung des inneren Kampfes wirklich gut gefallen hat. Das Kämpfen, das sich ergeben, das Wollen.

Gestört allerdings hat auch mich die Zweisprachigkeit, weil sie den Lesefluss zerreißt. Sie den, dessen Englisch nicht unbedingt mehr täglich gebraucht wird zwingt, nachzuschlagen was gemeint ist. Schade.

Rote Sonne

Profil unsichtbar.

28.03.2014 um 00:17 Uhr

Sorry, das geht gar nicht, entweder in deutsch oder in englisch, aber nicht das! Und ich muss gestehen, dass meine Englischkenntnisse für diese Geschichte nicht reichten um sie flüssig zu lesen, es waren zu viele Begriffe dabei die ich nachschlagen musste und dass störte mich.

Und am Schluss die Atemreduktion gab mir den Rest...

Gelöscht.

14.03.2013 um 23:21 Uhr

Eine schöne Geschichte, auch wenn ich den Sprachmix nicht so gelungen find. Ist zwar eine interessante Idee, aber das macht das lesen nicht gerAde entspannend.

hexlein

Autorin.

31.08.2011 um 17:25 Uhr

die inneren Kämpfe..die Gefühle, die so oft toben...ja, es ist Dir wirklich sehr gut gelungen diese Zerissenheit einzufangen und dén Moment der H'ingabe zu beschreiben.

Schade nur, dass der Text durch den hohen Anteil an Englisch (und meines ist schon ziemlich eingerostet) für mich schwer zu lesen war. Ich musste, weil ich nicht alle Vokabeln abrufbar hatte, einen Übersetzter zu Hilfe nehmen und das hat natürlich den Lesegenuss sehr geschmälert.

Gelöscht.

21.08.2011 um 23:11 Uhr

Schöne Geschichte - gut geschrieben und ausgewogen.

Dennoch stört mich ein Detail: die wörtliche Rede ist konsequent auf Englisch verfasst. Das wirkt sonderbar.

Fremdsprachige Passagen in einem Text sollten einen Sinn haben (z.B. unübersetzbare Wortspiele, oder auch einen Satz oder Ausruf z.B. einer - fremdsprachigen - (Neben) Figur, etc.).

Mag sein, dass ich zu spitzfindig bin.

Dass ein Charles nur auf Englisch kommunizieren kann und die Protagonistin sich in dieser Sprache direkt mit ihm auseinandersetzt, ist meinentwegen noch akzeptabel. Aber warum heisst sie ausgerechnet Monique? Bei dem Namen denke ich an Französisch und bin etwas irritiert wenn die Schilderung der Ereignisse und ihrer Gedanken nicht in der Sprache erfolgen. Wenn eine Monika mir auf Deutsch von allem erzählen würde - dann könnte es sein, dass mich der englische Dialog nicht so stören würde.

Aber vielleicht bin ich zu spitzfindig ...

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

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