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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

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Mister Perfect

Eine BDSM-Geschichte von Devana.

Er blickt ihr in die Augen und legt das Seil um ihre gefalteten Hände. „Alles in Ordnung?“, erkundigt er sich.

Sie erwidert den Blick fest und entschlossen. Es fühlt sich richtig an. Dieses Mal wird sie nicht enttäuscht werden, da ist sie sicher. „Ja“, antwortet sie daher.

„Gut“, sagt er, „dann bestimme ab sofort nur noch ich.“

Schlinge um Schlinge fesselt er ihre Arme, beobachtet sie dabei genau, nimmt ihr tiefes Durchatmen wahr, als ihr bewusst wird, dass sie sich nicht mehr selbst befreien kann. Fest hält das Seil ihre Arme bis zu den Ellbogen zusammen. Einen kurzen Moment der Unsicherheit beruhigt er durch ein Lächeln. „Du kannst mir vertrauen. Du weißt das?“

Sie schließt die Augen, sammelt sich, nickt.

„Genieße es, versuche, dich fallenzulassen“, sagt er.

Ungewohnt klein fühlt sich mit einem Mal.

 

Karla hatte Arons Profil auf einer großen SM-Plattform gefunden und war von Anfang an fasziniert. Sie las von einem Mann, der wusste, was er begehrte. Der ohne Schnörkel in seiner Beschreibung erklärte, was er zu bieten hatte und was nicht. Der kein Geheimnis daraus machte, dass Frauen, die sich auf ihn einließen, nicht mit Exklusivität zu rechnen hatten. Dafür versprach er ein intensives Eingehen auf alle Wünsche, alle Fantasien und Träume. 

„Du wirst zufrieden sein“, hatte er ihr nach der Kontaktaufnahme versichert. „Wenn ich etwas nicht machen möchte, sage ich das vorher. Es wird keine Enttäuschungen geben, wenn wir erst einmal angefangen haben.“

Zufrieden - das wollte sie sein. Endlich. Nach so vielen Fehlversuchen, nach so vielen seltsamen Begegnungen. Sie hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass es vernünftige Männer der Spezies gab, die sich selbst „Dom“ nannten. Deshalb hatte sie ihn angeschrieben. Innerhalb eines Tages hatte er geantwortet, ihr ein erstes Treffen vorgeschlagen. Ganz unverbindlich, hatte er erklärt. Zum Erkunden der gegenseitigen Sympathie und zum Aufbau des Vertrauens. Zum Abstecken der Vorlieben und Möglichkeiten. Das mache er immer so. Sie war gespannt, ob er sich auf sie einlassen würde.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Ronja

Autorin.

26.04.2020 um 00:11 Uhr

Bis zum Bruch, der aber zum Glück erst am Ende kam, hatte ich ein wundervolles Kopfkino. Auch wie Aaron sich immer wieder bei der Protagonistin versichert hat, dass sie ihm weiterhin ihr Vertrauen schenkt und sie das Safeword kennt. Karla konnte sich aufgehoben fühlen und fallen lassen. 

Das Ende war dann natürlich nicht wie erhofft und erträumt. Karla hat mit Aaron leider nicht ihren Traummann gefunden und sie muss auch noch darauf achten, keine tieferen Gefühle für ihn zu entwickeln. Sehr bitter ist das, leider.

† Master Grey

Gelöscht.

25.04.2020 um 18:46 Uhr

Die Geschichte ist gut und glaubhaft geschrieben, trotz ihres überraschenden Ausgangs. Herzlichen Dank für die Lesefreude.

28.01.2020 um 14:57 Uhr

Sehr schön geschrieben. Viel Platz am Ende für eigene Gedanken. Wird er sie Wiedersehen?  Hält er sich selber an seine Grenzen oder verliebt er sich doch noch in sie...

† Betty

Gelöscht.

31.10.2019 um 16:22 Uhr

Das ist eine sehr schöne Geschichte!

dienerin

Autorin. Förderer.

10.10.2019 um 19:24 Uhr

Danke Devana

eine Geschichte, die in die Tiefe geht und die mich mehrfach angesprochen hat.

Die Gefühle waren gut zu spüren.

Das mit dem Geld am Ende hat mich irritiert

Das war für mich ein Bruch, oder ich habe es noch nicht verstanden

Es hat mir sehr viel Freude gemacht, die Geschichte zu lesen

Dienerin

10.10.2019 um 04:43 Uhr

Beim Lesen dachte ich an eine fein aufgeschriebene submissiv-weibliche Sehnsucht, die real an der Unzulänglichkeit männlicher Parner scheitern muss, wurde dann sehr hinterhältig auf eine Möglichkeit der Umsetzung des Wunsches dieser Erfüllung hingewiesen und denke, dass BDSM nicht etwas ganz Besonderes, sondern Teil der ganz normalen Welt ist und empfinde deine pragmatische Pointe donnernd realistisch.

(Ein grammatikalisches Suchspiel machen wir. (kann-können))

08.06.2019 um 01:22 Uhr

Eine sehr gut Dargestellte Geschichte.Du steigst genau an der richtigen stelle aus und überläßt die Session unseren Gedanken.Dazu noch ein überraschendes ende.Mehr davon

Devana

Autorin. Lektorin. Teammitglied.

07.11.2018 um 20:53 Uhr

Ihr lieben Leser!

Vielen Dank für all eure Kommentare und Anmerkungen. Es freut mich, dass ich euch alle mit dem Ende überraschen konnte.

Wer die am selben Tag veröffentlichte Geschichte Preis der Lust von Tek Wolf gelesen und sich verwundert die Augen gerieben hat, dem sei mitgeteilt: Wir beide hatten unabhängig voneinander die selbe Grundidee und haben sie ohne voneinander zu wissen in einer Geschichte niedergeschrieben.

Mit nur wenigen Tagen Abstand haben wir sie den Schattenzeilen zur Verfügung gestellt und erst ein Erstaunen, dann ein Lachen von Jona Mondlicht: geerntet, der kurz hintereinander beide Texte auf seinem Lektoratstisch vorfand. Deshalb wurden unsere beiden Interpretationen des Themas gleichzeitig veröffentlicht, damit keine der beiden Geschichten bevorzugt wird.

Ich hoffe, ich konnte damit alle Neugierde befriedigen.

Alma

Autorin.

30.10.2018 um 20:26 Uhr

Sie vertraut ihm. Sie ist sich sicher, dass sie nicht enttäuscht wird. Und beides hat Bestand bis zum Schluß – perfekt.

 

Perfekt geschrieben, meisterlich, das ist reines Lesevergnügen!

 

Zurück bleibt mir Grübeln über die Schalheit, die ich empfinde, kaum dass klar ist, dass sie bezahlt. Eine Schalheit, die ich auch bei manchen unbezahlten Begegnungen für vorhanden halte, jedenfalls aber eine, die die Szene für mich so entzaubert, dass ich rückblickend kaum noch verstehen kann, wie es doch offenbar für beide so vergnüglich und zufriedenstellend werden konnte.

Was genau könnte so ein Zauber sein? Vielleicht ein großes gegenseitiges Gemeintsein, Begehren im weiteren Sinn? Oder ein Gleichklang noch über die konkreten Tätigkeiten hinaus? Oder Wissen übereinander? Danke für den Gedankenanstoß!

Meister Y

Autor. Förderer.

30.10.2018 um 19:10 Uhr

geändert am 30.10.2018 um 19:12 Uhr

Liebe Devana,

 

diese Zeilen sind ebenso meisterlich, wie Aron offenbar ein Meister seines Faches ist!

Eine fein erzählte Geschichte über Sehnsüchte. Über eine Suche die nicht den gewünschten Erfolg bringt und Karla schlussendlich in die Arme eines Professionellen treibt, der es (fast) perfekt versteht, genau dies nicht in den Vordergrund zu rücken. Perfekt hast Du es verstanden, uns diese Profession bis zum Schluss vorzuenthalten. Bis zu dem Augenblick, an dem Arons Maske fällt und man meint, beim lesen regelrecht zu erschrecken. Ein kurzes Augenreiben, noch mal ein Blick auf das was man gerade gelesen hat, ja es stimmt…

Scheinbar so ganz nebenbei, greifst Du ein Thema auf, was sicher auch viele beschäftigt. Die Schwierigkeit, „die“ oder „den“ Richtigen zu finden. Den Partner, die Partnerin dem/der man wirklich vertrauen kann, bei dem/der man wirklich Erfüllung findet, bei dem/der man ausleben kann was man möchte. Karla ist offenbar nicht gelungen, was wahrscheinlich vielen nicht gelingt, sie hat eine Lösung gefunden, die ich begeistert gelesen habe!

Danke für brillante Zeilen, für die ich gern noch ein Sternchen extra vergebe.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Veröffentlichung.