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Am Ende der Tage

Ein älterer Herr hat einen letzten Wunsch, der ihm sehr viel bedeutet. Einmal noch fühlen und erinnern, gemeinsam mit der Frau, die ihn einen verrückten Kerl nennt.

Eine BDSM-Geschichte von Herzenswunsch.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Herzenswunsch

Autor. Förderer.

02.07.2026 um 21:22 Uhr

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Lesern meiner Geschichte noch einmal herzlich für die Kommentare bedanken. Ich freue mich tatsächlich über jeden Einzelnen, denn ich bemerke, dass viel gelesen, aber wenig bewertet und kommentiert wird. Schade, dass dieses Feedback so oft ausbleibt, um so schöner, dass ihr so nett wart und eure Gedanken hier geteilt habt.

 

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nicht jeden Kommentar aufzugreifen und zu beantworten, oder zu versuchen in irgend einer Weise das von mir Geschriebene zu rechtfertigen. Ich möchte vielleicht nur einmal kurz etwas zur Entstehung dieser Geschichte erzählen. Da ich ja erst seit wenigen Monaten meine Neigung voller Akzeptanz und Liebe in unserer Ehe ausleben darf und, da ich meiner Natur geschuldet ein sehr nachdenklicher Zeitgenosse bin, kam mir irgendwie der Gedanke "Wie ist es mit der Neigung im Alter". 

Was wird sich verändern, wie wird es sich verändern, bleibt sie bis zum letzten Tag erhalten oder wird sie von Alter und Krankheit am Ende verdrängt, unwichtig, oder wird sie sogar nicht mehr existent sein. Und wie schön wäre es, wenn es uns vergönnt wäre diese besondere Beziehung bis zum letzten Tag leben und erleben zu dürfen, gemeinsam.

 

In einer Phase der Euphorie über unser "Hier und jetzt", schrieb ich also diesen (meinen) Wunsch, wie ich mir diesen letzten Tag vorstellen könnte als Geschichte auf. Dabei zählte für mich nicht, was aus medizinischer Sicht für den Sterbenden noch möglich sein würde, sondern einfach nur die pure Emotion, die ich beim Schreiben verspürt habe. In der Geschichte wurde eigentlich alles, was der Protagonist in die Wege leitete körperlich nicht von ihm selbst, sondern von seinem Umfeld geleistet. Sein Beitrag zur Erfüllung dieses letzten Wunsches war seine Überzeugungskraft und sein Wille, dass es exakt so zu Ende gehen soll.

Das habe ich scheinbar nicht klar genug hervorgehoben, das geht aus dem ein oder anderen Kommentar hervor. 

Und die erwähnte Tränendrüsigkeit, was soll ich sagen? 

Ich mag es halt einfach, wenn beim Lesen auch mal eine Träne kullert, weil die Emotionen mich mitnehmen, selbst beim Schreiben ging es mir so, und für mich passt das dann auch so.

 

Also, lange Rede kurzer Sinn, lieben Dank für Eure offenen und ehrlichen Kommentare. Ich empfinde das als tolle Wertschätzung für den Schreibenden die Meinung der Leser erfahren zu dürfen!

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Rote Blume

Förderer.

02.07.2026 um 17:02 Uhr

Lieber Herzenswunsch,

 

ein bisschen verspätet möchte ich Dir doch auch noch meinen Kommentar dalassen, den ich geschrieben hatte. 

Irgendwann kommt für uns alle das Ende, und wie sehr wünschen wir uns das es würdevoll und im Beisein geliebter Menschen geschehen kann. 

Natürlich hat mich der letzte Wunsch von ihm, noch einmal das besondere Miteinander mit seiner Frau und Herrin erleben zu dürfen, und die Traurigkeit des Abschieds auch berührt. Aber mir ging es zunächst ähnlich wie Braves Mädchen, mir kam es unrealistisch vor, das er, todkrank, vom Arzt gesagt bekommt, dass er die Nacht nicht mehr erleben wird und dann in der Lage ist noch diese Aktivitäten zu verrichten. Nach dem was ich wusste ist jemand, der aus ärztlicher Sicht definitiv nur noch ein paar Stunden zu leben hat, in einem ganz anderen Zustand als der Mann in der Geschichte. Ansonsten wäre der Tod nicht so exakt vorherzusagen. Daher hat mich die Geschichte zunächst auch nicht so emotional „abgeholt“. 

Es hat mich nun aber wirklich beschäftigt ob dies so möglich wäre und ich habe etwas darüber nachgelesen. Anscheinend könnte der Zustand des Protagonisten in Deiner Geschichte sich in der Realität so abspielen, weil es möglich ist das Menschen vor ihrem Tod noch ihre letzen Kraftreserven mobilisieren. 

 

So finde ich das es eine schöne, wenn auch traurige Liebesgeschichte ist, da er ja durch seine Krankheit zu früh gehen muss, und irgendwie doch für mich etwas unangenehm, da wir unseren Tod nicht planen können, und nicht wissen ob es so friedlich passieren kann, wie in Deiner Geschichte. Aber ja, wie Sklave Thorsten schreibt, wird hier auch auf berührende Weise sichtbar, dass BDSM mehr als Erotik ist/ sein kann… und nach Natty, ist das eine Liebeserklärung an ( für) die Liebe, ❤️

danke Dir! 

 

Schöne Grüße, Rote Blume

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Eisvogel

Autor. Förderer.

24.06.2026 um 14:28 Uhr

Eine wirklich unglaublich rührende, tolle Geschichte! Super, ich bin sprachlos!

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22.06.2026 um 16:54 Uhr

Ich bin sprachlos. Das ist einfach wundervoll!

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Natty

Autorin. Förderer.

22.06.2026 um 06:54 Uhr

Eine wundervolle Liebeserklärung für eine Liebe, die niemals sterben wird, in traumhafte Worte gekleidet. Vielen Dank lieber Herzenswunsch 

 

VG Natty

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08.06.2026 um 17:38 Uhr

Herzenswunsch,

 

Deine Geschichte hat mich sehr gerührt und an meine Frau erinnert, die nach langer Herzerkrankung gestorben ist und bis zum letzten Tag versucht hat ein möglichst „normales“ Leben, mit allem was das Herz will und zulässt, zu leben.

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02.06.2026 um 01:03 Uhr

geändert: 02.06.2026 um 01:09 Uhr

Lieber Herzenswunsch! 

 

Danke für die Story. Auf jeden Fall ein mutiges Thema. 

Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten in die "angebrachte" Stimmung zu kommen. 

Es ist ja eigentlich ein tragisches, trauriges, rührendes Ende eines langen Lebens und einer tiefen Vertrauensbeziehung. 

 

Weil es aber auch das Thema BDSM oder Kink berührt und das in dieser absolut skurrilen Situation stattfindet habe ich dabei eher ganz andere Gedanken. Ich habe mich anfänglich wirklich gefragt, ob es darauf hinausläuft, dass die Ehefrau oder die Schwester ein bisschen "Aktive Sterbehilfe mit letzem BDSM-Spaß" anbieten würden. Mir ist klar, dass die Schattenzeilen sowas niemals gedruckt hätten, aber für mich ist BDSM immernoch eine sexuelle Vorliebe. Wenn das dann im Sterbebett stattfinden soll, quasi am letzten Tag seines Lebens, konstruiert mein Gehirn eher erstmal so ein Szenario :D 

Dürfen Dominas eigentlich aktive Sterbehilfe anbieten? Warum sollte man das den Ärzten überlassen, frage ich mich.

 

Die best Sex-Szene im Sterbebett habe ich mal in dem Film "120 BPM" gesehen. Sehr empfehlenswert. Da war dieser Moment der Lust ein kurzer Befreiungsschlag von dem Schmerz und der Angst. Ähnlich wie das Morphium hat es den Protagonisten noch mal für einen Moment das Leben spüren lassen. 

Vielleicht hat mir das in deiner Geschichte ein bisschen gefehlt. Es kommt mir eher vor wie wenn man sich gemeinsam alte Bilder anschaut und ein bisschen in Nostalgie schwelgt. Ich würde mir wünschen, dass sterben sich so anfühlt, aber ich habe da so meine Zweifel... Leider.

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poet

Autor. Förderer.

28.05.2026 um 22:49 Uhr

Tja, leider muss ich mich da eher "Braves Mädchen" anschließen. Du kannst schreiben, keine Frage,  aber das Irreale dieser Szene packt mich nicht. Die Grundidee gefällt mir, das Verweilen im gelebten Gestern, das Abschied davon nehmen wollen, aber ich finde, das muss mit mehr Abstand erzählt werden und weniger Tränendrüsigkeit.

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Joker eren

Förderer.

27.05.2026 um 13:50 Uhr

Die Geschichte hat mich berührt. Ja, sie ist jetzt nicht "klassisch"mitten im Thema. Für mich beschreibt sie, wie es sein kann, wenn Vertrauen und aufeinander Einlassen eine Beziehung gestalten. Und alles geht einmal zu Ende, das ist das Schwere an allen Paar-Beziehungen - einer wird früher gehen. So wie Du es beschrieben hast, empfinde ich es als "rund", würdig. Ein Schlusspunkt, der ein gemeinsames Leben würdig abschließt.

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Queeny

Förderer.

26.05.2026 um 15:12 Uhr

Lieber Herzenswunsch!

Ich muss Cid recht geben, deine Geschichte hat auch mich tief berührt. Ich hatte Gänsehaut beim Lesen und Tränen in den Augen. Du hast die Szene mit soviel Gefühl beschrieben, dass ich die Beiden vor Augen hatte, großartig geschrieben!

Dankeschön das du die Geschichte mit uns geteilt hast!

 

Herzliche Grüße Queeny  

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