An einem kalten Winterabend begibt sich Sofie auf den Weg. Sie befindet sich auf der Suche und hat beschlossen, endlich zu finden. Ausgerechnet in einer gefährlichen, selbstzerstörerischen Stimmung. Ihr Schutzengel seufzt.
An einem kalten Winterabend begibt sich Sofie auf den Weg. Sie befindet sich auf der Suche. Sie hat beschlossen, endlich zu finden. Was genau sie sucht, weiß sie nicht oder lässt dieses Wissen nicht an die Oberfläche dringen. Sie will es nicht verstehen, denn ihr ist bewusst, es würde sie erschrecken. Und doch begehrt sie, zu finden, anzukommen, sich nicht mehr zu verbergen.
So geht sie über diese nächtliche Straße. Sie hat ein Ziel, das sie sich kaum eingestehen möchte. Sie hat die Anzeige gelesen, die Adresse erscheint noch immer vor ihrem inneren Auge, lässt sich nicht leugnen.
Sofie ist in einer gefährlichen Stimmung. Selbstzerstörerisch.
Ihr Schutzengel schwebt besorgt über ihr.
Sie erreicht den Eingang. Eine Treppe führt sie in den Keller, dumpfe Musik schallt ihr entgegen, die Luft ist erstaunlich klar. Sie kann atmen. Das ist gut.
Ein kritischer Blick mustert sie von oben bis unten, als sie den Obolus in ihr Verderben bezahlen möchte. Ihre Kleidung sei nicht angemessen, wird bemängelt. Gibt es eine Alternative? Nackt. Dann sei es so.
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Vielen Dank Devana, die Geschichte hat eine richtig schöne, leise Intensität. Besonders stark ist dieser Kontrast zwischen Sofies innerer Zerrissenheit und der Perspektive des Schutzengels, der alles mit Sorge, Fürsorge und auch einer gewissen Hilflosigkeit beobachtet. Dadurch bekommt die Szene im Club eine emotionale Tiefe, die weit über das rein Äußere hinausgeht. Man spürt, dass es hier eigentlich um Ankommen, Vertrauen und das Loslassen von Kontrolle geht, nicht um Provokation oder Sensation.
Die Idee mit dem Weihnachtsengel ist ein wunderbarer Twist. Plötzlich verschiebt sich der Fokus von Gefahr zu Geborgenheit, von Angst zu verdienter Belohnung. Das öffnet sofort den Raum für Fantasie. Gerade die Vorstellung, dass nun der Schutzengel selbst einmal umsorgt, vielleicht sogar verführt oder spielerisch aus seiner Rolle gelockt wird, hat etwas sehr Zärtliches und zugleich Spannendes. Man merkt, dass auch Beschützer manchmal jemanden brauchen, der sie hält.
Insgesamt eine sehr stimmige Mischung aus Sinnlichkeit, Symbolik und Emotion. Das bleibt im Kopf.
was eine zauberhafte kleine, und doch nicht so kleine Geschichte.
Wie Du es immer schaffst in kleine kurze Szenen so viel Liebe und warmes, ich weiss nicht, wie ich es anders ausdrücken kann, und gleichzeitig doch erklärendes vertiefendes im Verhältnis von D/s auszudrücken.
Ich bewundere Dich so sehr dafür.
Ich hatte sogar ein kleines Tränchen im Auge beim Lesen, so sehr hat mich diese Geschichte berührt.
P.S.: wobei ich ja schon gerne wissen würde, wie ein Weihnachtsengel einen Schutzengel verwöhnt *sfg*
Es liest sich wie der Einstieg in eine Geschichte, so bleibt am Ende Platz für eingene Überlegungen. Nur - wie wird eigentlich ein Schutzengel verwöhnt?
Es ist sehr schön, wie sich hier Realität und Metaphysische... oder auch spirituelle Geschehnisse mischen und uns ahnen lassen, das wir alle nur suchende Marionetten auf Erden sind...
Ja, wenn ich auf mein Leben zurückschaue, dann wird mir bewusst das mein Schutzengel nie zur Ruhe gekommen ist...
Gesehen habe ich ihn allerdings nicht... aber was man allgemein als Geister bezeichnet, so kann ich versichern das ich solche nicht nur gespürt, sondern auch gesehen habe.
Daher finde ich es schön das hier auch diese Thematik mit einfließt.
02.03.2026 um 23:23 Uhr
Vielen Dank Devana, die Geschichte hat eine richtig schöne, leise Intensität. Besonders stark ist dieser Kontrast zwischen Sofies innerer Zerrissenheit und der Perspektive des Schutzengels, der alles mit Sorge, Fürsorge und auch einer gewissen Hilflosigkeit beobachtet. Dadurch bekommt die Szene im Club eine emotionale Tiefe, die weit über das rein Äußere hinausgeht. Man spürt, dass es hier eigentlich um Ankommen, Vertrauen und das Loslassen von Kontrolle geht, nicht um Provokation oder Sensation.
Die Idee mit dem Weihnachtsengel ist ein wunderbarer Twist. Plötzlich verschiebt sich der Fokus von Gefahr zu Geborgenheit, von Angst zu verdienter Belohnung. Das öffnet sofort den Raum für Fantasie. Gerade die Vorstellung, dass nun der Schutzengel selbst einmal umsorgt, vielleicht sogar verführt oder spielerisch aus seiner Rolle gelockt wird, hat etwas sehr Zärtliches und zugleich Spannendes. Man merkt, dass auch Beschützer manchmal jemanden brauchen, der sie hält.
Insgesamt eine sehr stimmige Mischung aus Sinnlichkeit, Symbolik und Emotion. Das bleibt im Kopf.
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