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Schattenzeilen

BDSM-Geschichten lesen und schreiben

Autorin der Woche vom 14.06.2021 bis zum 20.06.2021

Wenn schon die Geschichten, Gedichte und anderen Texte der Autorinnen und Autoren der Schattenzeilen interessant sind, um wie viel mehr müssen dann die Menschen faszinieren, die ihre Fantasien, Träume und Erlebnisse - ihr BDSM - so lebendig zu Papier bringen?

Selina B

Selina B

Wir stellen Dir in dieser Woche Selina B vor. Mit Selina B haben wir ein Interview geführt. Im Anschluss findest Du alle Veröffentlichungen von Selina B auf den Schattenzeilen.

Dieses Interview mit rhapsody führte hexlein im Mai 2012.

 

Du wohnst laut Deinem Profil in Essen, rhapsody. Bist Du eine typische Bewohnerin des Ruhrgebiets? Und was ist für Dich so typisch an Deiner Lebensumgebung?

 

Ich komme ursprünglich aus Sachsen und bin vor zweieinhalb Jahren nach Essen gezogen. Meine Liebe zu dem Menschen, mit dem ich jetzt zusammenlebe, hat mir die Kraft gegeben, auf vielen Ebenen einen Neustart zu wagen. Die Mentalität der Menschen hier im Ruhrgebiet ist eine ganz andere, aufgeschlossen, herzlich, zugänglich. Man kommt schnell ins Gespräch und das genieße ich. Menschen sind mir wichtig. Zum einen liebe ich gute, gepflegte Gespräche über alles, was bewegt, und zum anderen sind sie mir Quelle für all meine Schreibereien. Als typische Ruhrgebietsbewohnerin mag ich mich nicht bezeichnen, bin es auch nicht. Ich habe oft das Gefühl, dass hier alles dichter und hektischer ist, als ich es bisher kannte. Entsprechend zieht es mich dann in die Natur und dorthin, wo ich Ruhe und Weite finden kann.

 

An Essen und Umgebung schätze ich sehr das breit gefächerte Angebot an Kunst und Kultur. Beides begleitet mich seit Kindheitsbeinen und ich möchte es nicht missen. Egal ob eine gute Ausstellung, ein Musical oder ein Konzert - bei all dem fülle ich quasi meinen kreativen Akku auf.

 

Vermisst Du Sachsen sehr? Und verknüpfst Du damit den Begriff "Heimat" - oder wie definierst Du diesen Begriff für Dich?

 

Ich habe in Sachsen meine Wurzeln. Es ist ein Bundesland, welches gerade auch landschaftlich sehr viel zu bieten hat. Was ich vermisse, sind die dichten Nadelwälder mit ihrem ganz eigenen Duft, sind die vielen Talsperren und die Weite. Und ich habe meine inzwischen erwachsenen Kinder, die ihre eigenen Wege gehen, zurück gelassen. Die räumliche Entfernung zu ihnen und meinen Enkelchen macht mir gelegentlich zu schaffen, auch wenn es dank der modernen Kommunikationsmedien leicht ist, Verbindung zu halten. Aber kein Telefonat, keine Mail und kein Foto kann eine liebevolle Umarmung ersetzen.

 

Heimat aber bedeutet für mich etwas ganz anderes. Ich unterscheide zwischen Heimat und Wurzeln. Sicher habe ich meine Wurzeln in Sachsen, die kann mir keiner nehmen und die sind Basis für eine dauerhafte Verbindung zu den Menschen und Örtlichkeiten, die meinen Weg bisher flankierten. Heimat aber ist für mich eher ein Gefühl. Es heißt ja nicht umsonst, dass man „heim kommt“, also dorthin, wo man sich angekommen und angenommen fühlt, wo man verstanden wird und egal, welche Stürme gerade toben, man seinen Ruhepol findet. Max Frisch äußerte einmal: „Heimat ist der Mensch, dessen Wesen wir vernehmen und erreichen.“ In diesem Sinne habe ich nicht in Essen eine neue Heimat gefunden, sondern bei dem Menschen, mit dem ich mein Leben teile, vor dem ich keine Maske einer von anderen gepredigten Scheinnormalität tragen muss und ganz ich selbst sein kann und darf, bei dem ich mich nicht verleugnen muss, um in eine Schablone zu passen, von dem ich geliebt werde und dem auch ich all meine Liebe geben kann.

 

Bei dem Du Dich nicht verleugnen musst, sagst Du. Ist das "Schattenleben" für Dich ansonsten ein Balanceakt? Und wie lebst Du Dein Schattenleben üblicherweise?

 

Ich möchte einfach so leben, wie ich bin, möchte mich nicht verbiegen, auch und vor allem nicht für andere. Und doch gibt es Umstände, die mir nicht gestatten, mein Ich ungezwungen zu zeigen. Ich muss in meinem Beruf dominant sein, arbeite mit Kindern und Jugendlichen und habe entsprechend Kontakt auch zu den Eltern. Meine Lebensart aber stößt auf gesellschaftlicher Ebene noch immer auf Ablehnung, wird als krankhaft verrufen und Menschen wie ich dürfen sich nicht so einfach zu erkennen geben. Ein Balanceakt ist es deshalb allemal. Ein Beispiel: Ich wünschte mir so sehr ein Zeichen der Verbindung zwischen dem Herrn und der Sklavin, eines, welches ich auch öffentlich tragen kann, ohne dass jeder auch Uneingeweihte erkennt, was sich dahinter verbirgt. Das gängige Lederhalsband mit O-Ring und der allseits bekannte Ring der O erschienen uns zum einen zu offensichtlich und zum anderen schlicht zu „gewöhnlich“. Wir sehen unsere Beziehung in ihrer ganzen Tiefe als etwas unglaublich Wunderbares, Besonderes an, und dem sollte dieses Zeichen auch entsprechen. Wir überlegten gemeinsam sehr lange, fanden einige Möglichkeiten beginnend beim Fußkettchen bis hin zu einer Kette mit speziellem, eventuell graviertem Anhänger. Zu Weihnachten aber legte mir mein Herr und Lebenspartner einen Halsreif um, der wie ein edles Schmuckstück gefertigt ist und den ich seitdem nicht abgelegt habe. Und noch ehe ich mich dafür bedanken konnte, sagte er: „Danke, dass du dieses Zeichen von mir annimmst und damit allen zeigst, wie sehr wir einander lieben.“ Das sind diese Momente, aus denen ich meine Geschichten entstehen lasse, Momente, wie ich sie in „Flügel aus schwarzem Leder“ zum Beispiel beschrieb. Anfangs wartete ich darauf, dass von Kollegen und Kolleginnen Fragen oder Bemerkungen kämen, aber außer einem „Das ist aber ein ungewöhnliches Schmuckstück“ kam keine weitere Reaktion.

 

Vorsichtig bin ich trotzdem. Ich lebe in einer Großstadt und muss immer gewärtig sein, dass mir Menschen auf der Straße begegnen, denen ich mich nicht zu erkennen geben darf. So lebe ich mein „Schattenleben“, wie du es beschreibst, in geschütztem Rahmen. Das ist nicht ausschließlich unser Zuhause. Wir haben einen regionalen Zirkel gegründet, der sich von Spielegruppen und Stammtischen abgrenzt und in dem man eben ohne die oben bereits erwähnten Masken miteinander umgehen kann. Ganz normale Sachen miteinander unternehmen, ohne Angst davor haben zu müssen, sich durch ein falsches Wort oder eine Geste zu verraten, Gespräche und Diskussionen im BDSM-Kontext auf hohem Niveau, auch hin und wieder einmal eine Schulter suchen oder auch anbieten, wenn man Kummer hat und den Austausch mit Gleichgesinnten benötigt, all das, was vertrauensvolle Freundschaft ausmacht, zeichnet diesen Zirkel aus. Hier habe ich auch Menschen, denen ich so weit vertraue, dass ich ihnen Geschichten bzw. einzelne Kapitel meines gerade entstehenden Romans zeigen kann, ohne dass nur konsumiert werden möchte. Im direkten Gespräch mit ihnen finde ich ehrliche, wirklich konstruktive Kritik und den Ansporn auch zum Weiterschreiben.

 

Mein Schattenleben durchdringt mein tageslichttaugliches Leben, verschmilzt mit ihm. Die devote Seele ist trotz meiner Alltags- und Berufsdominanz immer gegenwärtig und abrufbar. Aber wie bei so vielem im Leben: Alles hat seinen rechten Zeitpunkt.

 

Du schreibst hier auf den Schattenzeilen ja nicht "regelmäßig". Es sind teilweise sehr große Abschnitte zwischen den einzelnen Veröffentlichungen. Woran liegt das?

 

Dass ich nicht regelmäßig schreibe, hat mehrere Ursachen. Oft ist Schreiben für mich Luxus, wenn es mir auch Bedürfnis ist. Beruflich bin ich maximal eingespannt, nehme oft auch Arbeit mit nach Hause. Neben dem Roman schreibe ich außerdem an einem Praxisbuch zum meditativen Zeichnen, einer weiteren Passion von mir. Außerdem zeichne und illustriere ich und es soll natürlich auch noch ein wenig Zeit für meinen Lebenspartner bleiben. Ich habe so viele Ziele, dass das Wort Langeweile tatsächlich ein Fremdwort für mich ist. Außerdem bin ich mit Veröffentlichungen im Netz inzwischen etwas vorsichtig geworden. Ich habe selbst bereits erleben müssen, wie es sich anfühlt, wenn man eigene Texte ohne Angabe des Verfassers und ohne Erlaubnis auf anderen Seiten wiederfindet.

 

Deine "Flügel aus schwarzem Leder" hast Du vorhin auch genannt. Ist es nur eine Geschichte oder entspringt sie tatsächlich Erlebtem?

 

Die „Flügel aus schwarzem Leder“ habe ich so nicht erlebt, enthält jedoch Momente des Selbsterfahrenen. Es ist ja oft so, dass auch in fiktiven Texten sich die eigene Seele spiegelt. So ist es auch mit dieser Geschichte. In ihr erinnere ich mich, welche Bedeutung es für mich hatte, den endgültigen Schritt zu gehen zu und mit einem Mann, bei dem man „heimkommt“. Sei es nun, dass es Ausdruck findet in einem berührenden Brief und dem Geschenk der schwarzen Ledermanschetten oder in einer anderen Form - diese Momentaufnahme der Gefühle ist es immer wieder, was ich in meinen Geschichten verpacke. Aber es gibt auch real Erlebtes, was ich über das Schreiben für mich greifbar machte und während des Schreibens für mich sortierte und einordnete. So geschehen in „Das rote Kleid“, welches in einer Zeit erlebt und geschrieben wurde, als ich mich durch die emotionalen Wirren meiner ersten bdsm-lastigen Erlebnisse kämpfte, die mein Innerstes sehr aufwühlten.

 

So ganz nebenbei erwähntest Du, dass du an einem Roman schreibst. Magst Du uns ein wenig davon verraten?

 

Mit meinem Roman stehe ich noch am Anfang, auch wenn der rote Faden steht und die einzelnen Handlungsebenen bereits skizziert sind. Schwerpunkt in diesem Roman ist eine Thematik, die mich bei meinen Begegnungen im Netz und im realen Gegenüber mit Menschen unterschiedlichster Neigungen immer wieder berührte. Auf der einen Seite sind diejenigen, deren Sehnsucht, deren Beziehung, deren Suche nach einem Partner im BDSM-Kontext von Ernsthaftigkeit und dem Bewusstsein der Verantwortung, die man einem anderen Menschen gegenüber auch übernimmt, wenn man sich zueinander bekennt, geprägt sind und die ihr Leben nicht in Scheinwelten leben, die sie vor anderen aufrecht zu erhalten versuchen, um egoistische Selbstbefriedigung zu betreiben. Auf der anderen Seite jedoch gibt es jene, deren Suche geprägt ist von Eigennutz und in ihrer extremsten Form die Fähigkeit zur vollkommenen Hingabe missbrauchen und dabei Grenzen überschreiten, die selbst vor Recht und Gesetz nicht mehr zu vertreten sind. Auf der einen Seite also die funktionierende Beziehung, in der beide Partner verantwortungsvoll mit Dominanz und Unterwerfung umgehen, auf der anderen Seite diese Art falsch verstandener Dominanz und vor allem auch Submission, die nur zu Zerstörung führen kann, wenn man nicht rechtzeitig diesem Teufelskreis aus Gewalt und Hörigkeit entkommt. Stilistisch wird in meinen Texten zum einen die sinnlich-liebevolle Seite bedient, aber es wird auch durchaus Szenen geben, in denen sich so manchem das Nackenhaar sträuben wird.

 

Ich habe für mich festgestellt, nachdem ich einige Jahre nun schon Lyrik und kleine Geschichten verfasste, dass ich es unglaublich genieße, ein Netz aus Figuren, die miteinander interagieren, aufzubauen und einzelne Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Allerdings gebe ich mir die notwendige Zeit, die auch meinem eigenen Perfektionsanspruch geschuldet ist. Aber einen 48-Stunden-Tag könnte ich mir für mich auch ganz gut vorstellen.

 

Also geht es Dir so wie vielen von uns, der Tag ist ausgefüllt und hat einfach zu wenige Stunden. Womit verbringst Du - außer der Kunst und der Arbeit - denn noch so Deine Tage?

 

Oh, auch da bin ich vielseitig. Ich gehe gern ins Kino, mag Theater, Kabarett und Konzerte, Musicals und selbst Ballett-Aufführungen kann ich total genießen. Ich setze mich gern in Cafés, genieße die Stimmung dort und beobachte die Menschen. Ich liebe Buchläden und die Atmosphäre in großen Bibliotheken. Dort stöbern, an Worten und Zeilen hängen bleiben und so gar nicht widerwillig in deren Bann geraten - das ist einfach nur schön. Logisch, dass ich dann Buchbeute mache und meine Bücherregale aus allen Nähten platzen. Aber ich gehe auch gern in Ausstellungen, je nachdem, was aktuell geboten ist. Meine Kamera ist mein ständiger Begleiter. Ich liebe es, die scheinbar kleinen Wunder einzufangen, ohne ihnen hinterher zu jagen. Ich koche gern und probiere alles Mögliche aus. Und manchmal, manchmal sitze ich einfach still da und lausche den Klängen stimmungsvoller Musik, träume und entspanne mich.

 

Da für Dich BDSM ja anscheinend einen ziemlich hohen Stellenwert hat, interessiert mich, wie Du zu einer Beziehung stehen würdest, die sich komplett nach den Regeln von Gor richtet.

 

So groß ist der Stellenwert von BDSM für mich gar nicht, zumindest nicht größer als andere Teile meines Ichs, die auch nach Erfüllung streben. Immerhin gibt es unendlich viele andere Dinge fernab von BDSM, die auch gelebt werden wollen und ebenfalls richtig schön sind. Ich möchte mich nur einfach nicht mehr verleugnen und ich denke, jeder kommt irgendwann in seinem Leben an einen Punkt, an dem er für sich die Entscheidung trifft, entweder in alten, eingefahrenen Bahnen weiterzuleben oder tatsächlich in den Spiegel zu schauen und zu sagen: Das bin ich. Das erste ist der bequeme Weg und ich akzeptiere durchaus, wenn jemand diesen für sich wählt. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich habe mich für den zweiten entschieden, der mich zwar einiges an Kämpfen hat ausfechten lassen, aber nun wirklich zeigt, dass er für mich der absolut richtige ist.

 

In den Zeiten meiner Findung habe ich unter anderem auch die ersten Romane des Gor-Zyklus von John Norman gelesen. Ich weiß, dass sich um Gor in gewissen Kreisen ein regelrechter Kult entwickelt hat. Über die literarische Qualität möchte ich jetzt nichts sagen, das würde zu weit führen. Aber es geht mir mit diesen Romanen so wie mit der „Geschichte der O“. Es sind fiktive Welten, die sicherlich an- und erregende Gedanken enthalten. Aber so leben? Nein. Das ginge für mich gar nicht. Ich möchte keine Kopie einer Romanfigur sein, möchte einen eigenen Lebensweg gehen und keinen durch diverse in Büchern manifestierte Ehrenkodexes und Regelwerke geprägten. Es wäre ein Rollenspiel - mein Leben aber sehe ich nicht als Spiel. Ich brauche die Freiheit, auch wenn ich in einer von Dominanz und Submission geprägten Beziehung lebe, meine eigenen Entscheidungen zu treffen, und sei es eben nur diese, mit meinem Partner zu leben.

 

Du sagst, "das sind fiktive Welten". Erschaffst Du denn nicht als Autorin auch solche? Vielleicht sogar in Deinem Buch für andere, die dann sich ihr leben nach dem einrichten, was Du schreibst? Welche Gedanken löst das bei Dir aus?

 

Natürlich schaffe ich fiktive Welten. Doch jeder Autor bringt in seine Schreibereien mehr oder weniger sich selbst ein und hat eine Botschaft. Schreiben um des Schreibens willen würde kaum einen Leser finden. Als Leser habe ich die Wahl, was ich mir aus dieser fiktiven Welt, die sich vor mir ausbreitet, mitnehme. Das muss nicht immer Großes sein, oft sind es Impulse, die mein Denken in eine bestimmte Richtung lenken oder dafür sorgen, dass ich mich neu hinterfrage oder sogar Sehnsüchte entdecke, die bisher im Verborgenen lagen. Wenn mir das auch bei meinen Lesern gelingt, habe ich viel erreicht. In dem Zusammenhang hinterlässt jeder Autor Spuren.

 

Und welche Botschaft möchtest Du Deinen Lesern übermitteln?

 

Es sind viele kleine Botschaften, die ich vordergründig gern thematisiere. Die wichtigste ist, dass man sich selbst, egal wie man „tickt“, nicht verleugnen sollte. Alles hat seinen richtigen Zeitpunkt und Gutes benötigt Zeit, um sich entwickeln und wachsen zu können. Niemand hat das Recht, vom anderen zu verlangen, sein Wesen, sein Ich zu verändern und deren bzw. dessen Ansprüche zu ignorieren. Es gibt Bereiche im Leben, in denen SM nichts verloren hat. Jeder entscheidet ganz für sich allein, wie weit zu gehen er bzw. sie bereit und fähig ist. In der Akzeptanz dessen erst zeigt sich die Achtung und der Respekt vor dem anderen.

 

Außerdem möchte ich den Blick schärfen und den Leser sensibilisieren, auch scheinbar kleine Momente bewusst wahrzunehmen und zu genießen. Es müssen nicht immer großartige Sessions sein, über die man schreibt. Gerade der Augenblick, in dem Gefühle wachsen und sich äußern, Momente der Sinnlichkeit - sie sind so wichtig.

 

Und abschließend möchte ich zeigen, dass BDSM sich nicht nur auf der Ebene derber, deutlicher Sprache abspielt, sondern unsere schöne deutsche Sprache wunderbar geeignet ist, auch hier Sinnlichkeit einzufangen und festzuhalten.

 

Fast schon ein wunderbarer Satz zum Abschluss, aber gerne würde ich von Dir noch ein paar unser Interview abschließende Worte zu den Schattenzeilen und der Community erfahren.

 

Die Schattenzeilen sind für mich seit Jahren schon ein Ort der Beständigkeit. Selbst nach langen Communitypausen habe ich mich immer wieder hier wiedergefunden. Ich schätze den respektvollen Umgang der aktiven User miteinander. Allein darin unterscheiden sich die Schattenzeilen sehr von anderen Communitys im BDSM-Kontext. Vielleicht mag es daran liegen, dass das keine Kontakt- und Datingbörse ist, in der sich jeder zu profilieren versucht. Ich schätze die Vielfalt, die mir hier geboten wird und bin fasziniert davon, dass inzwischen bereits eine CD und auch ein Buch der Schattenzeilen auf dem Markt zu finden sind - beides ist seit langem in meinem Besitz. In meinen Augen haben die Schattenzeilen inzwischen eine so hohe Qualität erreicht, dass ich mir gut vorstellen könnte, dass ein regelmäßig erscheinendes Schattenzeilen-Magazin auf dem Markt sogar Bestand haben könnte. Auf alle Fälle freue ich mich, dass hier meine schreibende Seele eine gewisse Heimat gefunden hat und möchte mich an dieser Stelle herzlich bei all jenen bedanken, die diese Heimat pflegen und möglich machen.

 

Liebe rhapsody, es hat Spass gemacht dieses Interview mit Dir zu führen und ich war nach jeder meiner Fragen gespannt auf Deine Antwort. Ich hoffe die Leser werden genauso fasziniert davon sein, wie ich es war. Danke schön.

Die Urheberrechte dieses Interviews liegen bei $weeklyauthor_name. Eine weitere Veröffentlichung oder Verwendung darf nur nach persönlicher Zustimmung und unter Nennung der Veröffentlichung des Interviews auf den Schattenzeilen erfolgen.

 

Alle Veröffentlichungen von Selina B:

Autoreninterview

von Selina B

Das Interview mit rhapsody führte hexlein im Mai 2012.

Veröffentlicht am 06.06.2012 in der Rubrik Gefragt.

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Flügel aus schwarzem Leder

von Selina B

Du wirst dich vor mir beugen, denn ich werde deinen Geist und deine Seele berühren. Dadurch werde ich deine Hingabe einfordern und deine Demut wecken. Ich werde von meiner Macht trinken und eine sonst so farblose Welt in allen Farben erstrahlen lassen. Gefesselt und nichts sehend werde ich die Dunkelheit zum Leuchten bringen und aus deinen Schreien eine Melodie der Lust komponieren.

Veröffentlicht am 07.09.2011 in der Rubrik BDSM.

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von Selina B

Blind, gebunden, sehnsuchtsvoll erwartet sie ihn, empfängt seine Gaben, verlangt nach ihm, nach immer mehr - bis sie eintaucht in den Lavastrom ihrer beider Gier. Eine literarische Momentaufnahme vollkommener Hingabe aneinander.

Veröffentlicht am 19.04.2011 in der Rubrik BDSM.

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von Selina B

Eine Sub hat es nicht leicht, vor allem nicht, wenn sie es ihrem Herrn immer Recht machen möchte. Was aber, wenn sie eine Regel verletzt und sich anmaßt, ihn zu umgarnen, um einer Strafe zu entgehen? Dann kann es schon einmal passieren, dass nachfolgende Handlungen alles nur noch schlimmer machen – ganz nach dem Dominoprinzip.

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von Selina B

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Veröffentlicht am 22.03.2008 in der Rubrik Gedicht.

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von Selina B

Ein schöner Sommerabend in einem netten Lokal. Natürlich hat sie sich ganz besonders schön gemacht für ihn, ein rotes Kleid trägt sie, mit tief ausgeschnittenem Dekolleté. Doch ihr Begleiter spielt sein ganz eigenes, subtiles Spiel, welches bei den anderen Gästen des Lokals ganz unterschiedliche Reaktionen zaubert. Er lässt sie zugleich auch tief in einen Spiegel ihrer Seele blicken.

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von Selina B

So stand sie nackt, wehrlos, fest gespannt und gehalten durch seine Ketten. Sie fühlte den harten, kalten Stahl, der sich durch ihre Berührung langsam erwärmte, sie damit wärmte und ihr den Funken der Leidenschaft entzündete.

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Meine ungeweinten Tränen

Bild zum Text

von Selina B

Unter glitzernder Oberfläche verborgen, mein Universum des Schmerzes, ungelöste Knoten, schwelender Verletzungen, der Angst, des Kummers.

Veröffentlicht am 17.12.2006 in der Rubrik Gedicht.

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Hingabe

von Selina B

Du wirst alles sein für mich, Dame und Hure, Frau, Freundin und Schlampe. Was immer ich möchte wird der Maßstab für dich sein. Du sagtest einmal, dass du bereit wärst, den Weg der „O“ zu gehen. Das ist ein harter und langer Weg. Du wirst mit meiner Hilfe Grenzen überwinden müssen, von denen du heute noch nicht ahnst, dass es sie überhaupt gibt. Bist du bereit dazu, diesen Weg zu gehen?

Veröffentlicht am 13.12.2006 in der Rubrik BDSM.

2402 Leser, 36 Bewertungen.

Durchschnitt: 1.388

 

Die Schattenzeilen bedanken sich bei Selina B für 9 Veröffentlichungen!

Weitere Informationen und die Autorenseite von Selina B.

 

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