Ein Text wird in dem Moment für mich zu einer Geschichte, wenn ich beim Lesen das Gefühl habe, die Handlung könnte sich so zugetragen haben. Dann wird die Geschichte in meinem Kopf zu Realität. Dabei ist das literarische Genre der Erzählung, der Prosa, völlig unerheblich. Der Waldspaziergang bedient mein Gefühl, auch deshalb, da ich in vielen Situationen meines Lebens schon oft sprachlos vor einem Menschen stand und mich fragte, ob er das soeben von mir Gehörte tatsächlich gesagt hat.
Eine Geschichte aus dem Blickpunkt des tatsächlichen Wahrheitsgehaltes zu lesen, ist mir nicht verständlich, denn auf diese Weise nehme ich mir das Vergnügen des Lesens, da ich den Text wie den Inhalt eines Artikels oder einer Reportage aufnehme.



01.03.2022 um 22:28 Uhr
Mir haben sich ähnliche Gedanken, wie meinem "Vorredner" high time, aufgedrängt. Sehr schön konstruierte Geschichte. Wenn sie sich so zugetragen hätte - auch sehr originell! Da war aber wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Die geschilderte Situation (keinerlei Hinweis auf ein erotisches Spannungsfeld) würde meines Erachtens eine andere Reaktion provozieren. Damit wäre es dann aber keine erwähnenswerte Story mehr. Fühle mich trotzdem gut unterhalten, Danke!
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