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Erniedrigung und Demütigung im BDSM-Kontext

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Es gibt zahlreiche Varianten, wie BDSMler miteinander umgehen, wenn sie sich ihren Neigungen hingeben. Maßgeblichen Einfluss darauf haben die eigenen Vorlieben oder jene des Gegenübers, auch, ob man sie bedienen möchte oder ganz bewusst nicht.

Zum physischen Schmerz, der oft eine zentrale Rolle spielt, gesellt sich auch psychischer Schmerz in verschiedenen Formen. Ausgelöst werden kann er durch die Machtlosigkeit dem Anderen gegenüber, durch Ungewissheit über die bevorstehende Situation, durch Angst vor bestimmten Praktiken.

Häufig wird psychischer Schmerz im BDSM-Bereich jedoch von gezielter Demütigung erzeugt. Das können unter anderem verbale Erniedrigungen sein, aber auch Ohrfeigen, aufgezwungenes Verhalten oder unangenehme Handlungen, Lächerlichmachen, Objektifizierung und vieles mehr. Aber auch hier gilt: Manche stehen drauf, Andere gar nicht. Die Einen bringt es absolut in Fahrt, Andere komplett aus dem gemeinsamen Spiel.

Wie ist das bei Dir? Was hältst Du von Erniedrigungen im BDSM-Kontext?

Unsere Frage an Dich:

Erniedrigung und Demütigung im BDSM-Kontext

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Kommentare zu dieser Abstimmung

18.02.2019 um 16:13 Uhr

Wenn mal die Sozial Norm außer Betracht lässt und nur die Symbiose zwischen Dom und Sub sieht, findet dann eine Demütigung im BDSM-Kontext statt? 

Laut wikipedia: Demütigung ist die den Selbstwert, die Würde und den Stolz angreifende beschämende und verächtliche Behandlung eines Anderen, oft auch im Beisein anderer Personen. Demütigung kann Ausdruck einer gezielten Aggression oder Provokation sein.

Auch ein mit dem Gefühl des Scheiterns oder einer Niederlage verbundener Misserfolg wird oft als Demütigung aufgefasst

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Kann man sagen, Demütigung setzt ein negatives Gefühl voraus? Ich denke mal ja.

Wenn Sub es aber nicht als negativ endfindet, kann man dann von Demütigung sprechen?

So lange Dom die Grenzen vom Sub nicht überschreitet, ist das Wort Demütigung nach meiner Meinung fehl am Platze. Oder anderes ausgedrückt, gibt man nicht sogar der Sozial Norm indirekt Recht?  

Ok, was kritisch betrachtet aber was dran – oder?    

18.02.2019 um 00:04 Uhr

Wenn es nur wie Erniedrigung AUSSIEHT, kann ich es reizvoll finden. Fühle ich mich jedoch WIRKLICH erniedrigt, und ist genau das auch die Absicht meines Partners, dann hat er meine submissive Neigung missverstanden.

17.02.2019 um 09:05 Uhr

Schade das nicht mehrere Antworten möglich sind. Meine Wahl wären Option 1 und 2 zusammengenommen.

Ich hab schon beim Begriff 'Erniedrigungen' ziemliche Probleme. SInd nicht viele Spiele in der BDSM-Welt nur in den Augen der Vanillas Erniedrigungen? Wenn eine schmerzgeile Sub die Gerte bekommt ist dies für sie eine Erhöhung. Andererseits gibt es genug Subs die bestimmte Techniken gerade wegen der Erniedrigung lieben. Die Welt ist eben voller Grautöne

Letztlich ist es doch mit den 'Erniedrigungen' wie mit allem beim Sex oder beim BDSM oder beim Leben überhaupt: Wenn es beiden Spass macht ist es OK und die vielen Facetten, die beide nicht wollen, läßt man eben weg.

Signatur

Jeder sollte in der Beziehung seine wildesten Träume und Wünsche äußern können, ohne das der Partner ihn dafür verurteilt und der Partner sollte dazu 'nein' sagen können, ohne das man selber ihn verurteilt.

10.02.2019 um 12:43 Uhr

Vielleicht bin ich nicht unbedingt das Muster-Herr. Für mich ist die Peitsche die Verlängerung meiner Hand mit der ich meine Stute streichle.Mit der Hand würde sie mich nur auf ihrer Haut spüren. Mit der Peitsche geht meine Berührung durch sie hindurch.Von der Stelle wo die Peitsche trifft, rast meine Berührung durch ihren Körper und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Sie dabei zu beobachten ist mein Spaß und dazu gehören auch Erniedrigungen die sie gerne hört. Bis ich in ihrem Augen sehe, daß sie sich aufgibt und sich hin gibt und mir erlaubt alles zu machen was es auf der Welt gibt. Dabei sehe ich, daß sie weiter gehen will als ich in meiner Verantwortung zu lassen kann. Daher haben wir kein Passwort. Es ist keine pure Gewalt und keine pure Erniedrigung. Es ist ein Grenzgang durch Gefühle die ein Vanilla nie spüren wird. Was meiner Meinung auch zu dieser Anhängigkeit führt in solch einer Beziehung. Und als Sadist genieße ich ihren Schmerz und ihre Reaktion.

Kaoru

Autor.

26.01.2019 um 14:31 Uhr

Das ist wieder so ein Thema, wo es neben schwarz und weiß auch einen großen Graubereich gibt. Erniedrigungen wie Ohrfeigen, Spucken, wirklich hart beschimpfen sind für mich zum Beispiel überhaupt nichts. Auf der anderen Seite sind gewisse psychische und physische Dinge wie z.b. eine aufgezwungene Körperhaltung ebenfalls erniedrigend und fließen oft einfach in das Spiel ein.

Signatur

The sexiest thing a man can do to his woman - is crawl inside her mind and make her imagination run wild.

† Sir Georg

Gelöscht.

26.01.2019 um 00:33 Uhr

Gehören absolut dazu.

22.01.2019 um 17:19 Uhr

Ich denke eine Partnerschaft sollte immer auf Liebe und Wertschätzung beruhen.

Jedoch beinhaltet BDSM ja gerade eine Vielfalt, der Norm abweichenden Spielarten .Also auch die der Erniedrigung. Wenn Beide diese Variante einbeziehen möchten ist das absolut in Ordnung. Es kann sogar für Beide sehr erregend sein und dazu führen, das die Sub erst dadurch in die Lage versetzt wird sich gänzlich fallen zu lassen.

Tek Wolf

Autor.

12.01.2019 um 10:00 Uhr

Hallo Nachtasou, tut mir leid, wenn ich dich mit meiner Meinung verwirrt habe. Ich sagte nicht: Es gibt keine Grenzen, sondern es gibt keine KLAREN Grenzen. Wo die erotische Demütigung aufhört und die echte Verletzung beginnt, kann sich von Mensch zu Mensch, ja sogar von Spiel zu Spiel – je nach Stimmung – verändern. Das meinte ich damit. Übrigens finde ich, dass das im körperlichen Bereich ähnlich ist und wesentlich vorsichtiger behandelt werden muss. Bei einer verbalen Züchtigung kann man im Unterton sehr gut seine Anteilnahme und den erotischen Kontext befördern. Ich kann das leider schriftlich nicht so ausdrücken wie verbal, aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man kalt und grausam sagt: „Knie vor mir nieder!“ oder mit einem Lächeln, einem Zwinkern und einem lüsternen Unterton die selbe Anweisung gibt. Außerdem, aber vielleicht ist das nur meine Erfahrung, ist eine (versehentliche) körperliche Verletzung eindringlicher. Man kann sie nicht einfach wegkuscheln oder sich entschuldigen und darüber reden. Der blaue Fleck bleibt eine ganze Weile, vielleicht gibt es sogar eine Narbe oder ein Arztbesuch wird fällig. Und auch – wieder meine Erfahrung – die echte Verletzung verletzt auch die Seele nachhaltiger. Den Satz: „Weißt du noch, Schatz, als du mich so geschlagen hast, bis ich geweint und geblutet habe, das war schön.“ Ist etwas, dass ich mir nicht vorstellen kann. Aber, wie mehrfach erklärt, das ist meine Ansicht. Wir sind Sadisten und spielen mit Masochisten. Wir können es in schöne Worte kleiden oder uns an einen Ehrenkodex binden, aber die Natur unserer Gelüste ist der Schmerz. Auf welche Weise wir ihn erleiden oder zufügen und in welcher Intensität er uns mehr gibt als nimmt, das ist die Kunst dabei. Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit in meinen vorangegangen Text bringen und meine Standpunkte verdeutlichen. Nichts für ungut, Nachtasou, und eine schöne Zeit noch.

Nachtasou

Autor.

11.01.2019 um 18:56 Uhr

Tek Wolf

Es gibt keine klare Grenze für Demütigungen, denn, wie schon in den Optionen angedeutet, operiert ein SM-Spiel immer mit einem Machtgefälle.

Bester Tek,

Deinen Satz begreife ich nicht. Wieso sollte ein Machtgefälle Grenzen ausschließen? (Ich habe doch auch Grenzen, wenn ich allein bin, also auf platter Ebene).  Vielleicht bin nur ich gerade begriffsstutzig; wenn nicht, möchtest Du das noch einmal erklären?

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Demütigung: Ich kann das nicht. Ich will das nicht. Dann nicht, wenn Tränen flössen oder gar verletzt.

Alles darunter ist kein Demütigen, sondern schmutzig reden, necken, provozieren, in Schranken weisen, an kritischen Befindlichkeiten kratzen, aufscheuchen, leicht beschämen, schlechtes Gewissen machen, manipulieren, leichter Spott, Ironie ...

Leider fehlt eine Bezeichnung im Deutschen für das, was lustvolles Demütigen meint. Beim Schmerz haben wir eine solche Bezeichnung: Lustschmerz. Auch ein Masochist meidet Schmerz: Beim Zahnarzt, beim Kreissägen. Solange ihm stärkere Reize Lust bereiten, ist es Lustschmerz. Völlig Verschiedenes. Der Unterschied ist nicht eine der Intensität, sondern eine der Qualität. Und deswegen ist es nützlich, eine eigene Bezeichnung dafür zu haben. Diese fehlt nach meinem Eindruck beim Demütigen.

Tek drückt das mit Grat aus. Die Annäherung des einen zum anderen wird immer lustvoller, bis es kippt.

Beim Schmerz kann ich mich in der Region des Lustschmerzes an den Grat annähern. Und wenn ich den Grat mal unwillentlich überschreite, ist zu viel Schmerz, „Aua“, aber deswegen muss noch keine Verletzung eintreten. Das ist beim Demütigen anders. Wenn ich dort die Grenze überschreite, so meine Befürchtung, geschieht etwas Irreparables.

Im Schmerzbereich kann ein Zuviel leichter toleriert werden. Schmerz klingt wieder ab. Und schlimmstenfalls heilt auch eine Verletzung wieder aus. Ein versehentlicher blauer Fleck wird grün, gelb und ist dann wieder weg. Dann war man als Zufügender ungeschickt oder hat einen Fehler gemacht. Meist verzeihlich.

Bei seelischen Verletzungen ist es anders. Die Beziehung wird verletzt. Das wird dann nicht zur Anekdote des gemeinsamen Erinnerns. Man stelle sich mal vor: „Weißt Du noch, wie Du Dich über meine Hängebrüste lustig gemacht hast bis ich heulte, weil Du weißt, dass ich als Jugendliche dafür so gehänselt wurde? Kicher, kicher“. Kann ich mir nicht vorstellen. Es sät Zweifel und Misstrauen. "Was stimmt denn nun? Wenn er sagt, er findet mich schön oder wenn er sagt, ich sei ...".

Wenn Demütigungen authentisch sind, grenzen sie an Realsadismus. Die Beziehung fängt an zu krängen. Ich vermute, dass sich auch auf Seiten des Zufügenden Einstellungen irreparabel verschieben. Und wenn dann noch die Gewöhnung hinzukommt, gerät immer mehr Salz in die Wunde.

Aber das ist für mich nur graue Theorie, weil dies definitiv nicht zu meinem Repertoire gehört.

 

Tek Wolf

Autor.

11.01.2019 um 12:13 Uhr

Es gibt keine klare Grenze für Demütigungen, denn, wie schon in den Optionen angedeutet, operiert ein SM-Spiel immer mit einem Machtgefälle. Im BDSM-Erotischen Kontext verwandelt sich vieles ins Gegenteil. Schmerz wird zu Lust, Fesseln zur Befreiung und Erniedrigung zu etwas Erotischem. Der Ton macht die Musik. Es ist immer eine Gratwanderung, aber wenn man ein Gefühl füreinander und die Situation hat, kann es eine sehr erhebende Erfahrung sein. Am besten ist eine "liebevolle Erniedrigung". Ergibt dieses Oxymoron einen Sinn? Wenn das Spiel als solches Offensichtlich ist und die Fürsorge klar zu erkennen, trotz der harschen Worte. Ich hatte schon eindeutig sehr schöne Erlebnisse damit. Aber man muss offen sein. Die Antennen ausgestreckt. Das gilt für beide. Im Demütigungsspiel sind Sub und Dom wie Chinesische Akrobaten. Sie müssen beide die Balance halten und fühlen, was der Partner gleich vorhat. Aber dann kommt etwas Atemberaubendes dabei raus.

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