Kinks weichen von der gesellschaftlichen Normalvorstellung ab. Allein dieser Umstand kann sie problematisch erscheinen lassen. Schnell stellt sich die Frage, ob das eine Fehlprägung ist, etwas Kaputtes oder Perverses. Findet man darauf keine Antwort, kann man schon mal mit der eigenen Neigung hadern.
Wie ist das bei dir? Hast du das bereits erlebt?
Hast du jemals mit deinem Kink gehadert?
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Den Podcast anzuhören, werde ich noch nachholen. :)
So kann ich ganz unvoreingenommen meine Erfahrung und Meinung zum Thema schreiben.
Mit seinem Kink hadern bedeutet für mich,
im inneren Widerstand sein und mit seiner Neigung zu ringen,
unzufrieden damit zu sein, sich ein anders-sein zu wünschen.
Derlei innere Kämpfe hatte ich vor meinem inneren und äußeren Coming-Out nicht, sondern hatte meine Fantasien zugelassen, aber nie die Realität gesucht, und Bedürfnisse verdrängt; weil damals derlei Neigungen als pathologisch oder gar gefährlich galten.
Als ich dann im Internet auf die Begriffe bdsm und ssc gestoßen bin, hatte das für mich etwas befreiendes und es ging sehr zügig ins real live mit Besuch von Stammtischen, Events. Mit meinem damaligen Freund gab es experimentelle Erfahrungs- und Findungs-Interaktionen, die reflektierend sehr aufschlussreich für mich waren.
Gehadert hatte ich dann eher damit, dass danach - gerade für mich als demi- und greysexuell orientierte - die Partnersuche problematisch wurde. Auch oder gerade innerhalb der bdsm-Szene.
Die Zeit dieses Haderns war aber kurz, weil ich über sehr viele Jahre hinweg mit ganz anderen existenziellen Problemen konfrontiert war/bin, als mit meiner Art der sexuellen bzw. Intimitäts-Neigung. Deshalb bin ich nicht einmal mehr sicher, ob und in wieweit meine Neigungen noch vorhanden sind, getriggert werden könnten und auslebbar wären; was eine Frage der Sexual Identity wäre. Zu beklagen und behadern ist für mich eher, dass ich für mich keine Möglichkeiten mehr sehe, das für mich herauszufinden.
Ich denke, dass man in der heutigen aufgeklärten und toleranteren Zeit nicht mehr damit hadern müsste, derlei Kinks zu haben, sofern diese nicht extremer destruktiver Natur sind. Ein Hadern mit bdsm-Neigungen könnte aber entstehen, wenn sich beim realen Ausleben Probleme ergeben – welcher Art und warum auch immer.
Es hat länger gedauert als gedacht, bis ich mich mit meinen(m) Kink(s) arrangieren konnte. Mittlerweile ist es mit ziemlich egal, was andere denken, solange sie mich in Ruhe lassen. Aber es war ein langer Weg
Ich war mir nicht so sicher, was ich ankreuzen soll, denn im Grunde genommen habe ich mich mit meinem Kink arrangiert, aber ich habe oft das Gefühl, das die Aussenwelt nicht so frei denkt.
Es gibt ein sehr schönes Lied (für mich) von Melanie. "I really loved Harold", das beschreibt mein ewiges Dilemma. Dazu den Kink von BDSM und schon ist das (Liebes) Leben niemals einfach. Aber, es ist immer sehr spannend und das ist allemal besser als Langeweile.
Aber vielleicht habe ich auch einfach noch nie den Richtigen gefunden, da ich mich lange selbst nicht akzeptieren konnte und nicht zugeben konnte, was ich eigentlich will.
Wie in dem sehr schönen Lied, am Ende von dieser Podcast-Folge.
Das heutige Zitat passt sehr gut dazu, wie es eigentlich sein sollte.
"Verstecke niemals deine schlechte Seite, nur damit jemand bleibt. Zeig sie - und sieh, wer trotzdem bleibt." - Johnny Depp -
Ich musste Ü50 werden, um dass zu begreifen und freue mich sehr darüber, dass es bei jüngeren Menschen anscheinend nicht mehr diese starken gesellschaftlichen Zwänge gibt und es so möglich machen, von Anfang an zu der eigenen Sexualität zu stehen.
Ich habe schon sehr lange akzeptiert, wer oder was ich bin.
Aber das macht es nicht unbedingt leichter.
Oftmals wünsche ich mir, ich hätte keine Vorlieben oder zumindest andere.
In meiner Welt, aufgrund meiner Erfahrungswerten, denke ich mir, es würde mir vieles erleichtern. Vielleicht würde eine andere Rolle auch besser zu mir passen?
Mein Kink begleitet mich seit den Teenagern-Tagen. „Problematisch"wurde es erst, als ich in einer langjährig festen Beziehung war und meine Partnerin mein Interesse nicht geteilt hat, sondern ablehnte. Damit war es automatisch etwas, das ich alleine und im Verborgenen erleben musste, beim Lesen von Heften und Büchern, später mit Videos und Internet. Das führte dann fast automatisch dazu, mein Interesse als un-normal oder abwegig zu empfinden, etwas „Schmutziges“. es gab Phasen, in denen ich versucht habe, davon „loszukommen“. Phasen, in denen ich Hefte weggeworfen habe oder auch Spielzeug. Aber es ist immer wieder ans Licht gekommen. Erst mit rund vierzig hatte ich genügend Selbstvertrauen, diesen Teil dann auch mit anderen auszuleben, gelegentlich, weil mir klar war, dass es ein Teil meines Wesens ist, dass auch nach langen Phasen des Verdrängens immer wieder ans Licht wollte.
Heute habe ich es Glück, dass meine Partnerin meinen Kink teilt – gelegentlich spielen wir zusammen, reden darüber und ich muss mein Interesse nicht mehr verstecken. Das war ein langer Weg. Aber ich bin angekommen.
30.05.2026 um 14:53 Uhr
Den Podcast anzuhören, werde ich noch nachholen. :)
So kann ich ganz unvoreingenommen meine Erfahrung und Meinung zum Thema schreiben.
Mit seinem Kink hadern bedeutet für mich,
im inneren Widerstand sein und mit seiner Neigung zu ringen,
unzufrieden damit zu sein, sich ein anders-sein zu wünschen.
Derlei innere Kämpfe hatte ich vor meinem inneren und äußeren Coming-Out nicht, sondern hatte meine Fantasien zugelassen, aber nie die Realität gesucht, und Bedürfnisse verdrängt; weil damals derlei Neigungen als pathologisch oder gar gefährlich galten.
Als ich dann im Internet auf die Begriffe bdsm und ssc gestoßen bin, hatte das für mich etwas befreiendes und es ging sehr zügig ins real live mit Besuch von Stammtischen, Events. Mit meinem damaligen Freund gab es experimentelle Erfahrungs- und Findungs-Interaktionen, die reflektierend sehr aufschlussreich für mich waren.
Gehadert hatte ich dann eher damit, dass danach - gerade für mich als demi- und greysexuell orientierte - die Partnersuche problematisch wurde. Auch oder gerade innerhalb der bdsm-Szene.
Die Zeit dieses Haderns war aber kurz, weil ich über sehr viele Jahre hinweg mit ganz anderen existenziellen Problemen konfrontiert war/bin, als mit meiner Art der sexuellen bzw. Intimitäts-Neigung. Deshalb bin ich nicht einmal mehr sicher, ob und in wieweit meine Neigungen noch vorhanden sind, getriggert werden könnten und auslebbar wären; was eine Frage der Sexual Identity wäre. Zu beklagen und behadern ist für mich eher, dass ich für mich keine Möglichkeiten mehr sehe, das für mich herauszufinden.
Ich denke, dass man in der heutigen aufgeklärten und toleranteren Zeit nicht mehr damit hadern müsste, derlei Kinks zu haben, sofern diese nicht extremer destruktiver Natur sind. Ein Hadern mit bdsm-Neigungen könnte aber entstehen, wenn sich beim realen Ausleben Probleme ergeben – welcher Art und warum auch immer.
Grüße an die Community
Salimera