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Unterscheidest du zwischen ›Devot‹ und ›Submissiv‹?

Die Begriffe ›Devot‹ und ›Submissiv‹ werden oft in einem Atemzug genannt oder ihnen wird die gleiche Bedeutung zugemessen.

Eine Umfrage in der BDSM-Community.

  • Info: Gestartet am 06.06.2026. Noch nicht beendet.

  • Teilnahme: Du hast noch nicht teilgenommen.

© KI-generiert, Gemini Flash (2026)

Die Begriffe ›Devot‹ und ›Submissiv‹ werden oft in einem Atemzug genannt. Manchmal wird ihnen sogar die gleiche Bedeutung zugemessen oder einfachheitshalber wahlweise der eine oder der andere Begriff verwendet.

Aber meinen ›Devot‹ und ›Submissiv‹ tatsächlich die gleichen Eigenschaften? Oder lassen sich Unterschiede entdecken, wenn man darüber nachdenkt?

Wie siehst du das?

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Kommentare zu dieser Abstimmung

Rote Blume

Förderer.

10.06.2026 um 20:15 Uhr

Hallo allerseits,

sehr interessant wie unterschiedlich die zwei Begriffe ausgelegt werden, aber sich dann auch wieder Parallelen finden 

Es scheint eher eine Auslegungssache zu sein. 

 

Ich persönlich konnte vor der Podcastfolge eher weniger mit dem Begriff „ devot“ anfangen, wahrscheinlich weil ich mich selbst nicht als durchgehend devote Person betrachte, im „ normalen“ Leben abseits des BDSM hatte ich lange Schwierigkeiten mich anderen „ unterzuordnen“ vor allem wenn ich keine Legitimation dazu gesehen habe bzw. diese Personen nicht als zu respektierende Vorbilder angesehen habe. ( siehe Schule aber dann auch erste, in meinen Augen „ schlechte Chef*innen). Glücklicherweise habe ich heutzutage im beruflichen Kontext eher mit Menschen zu tun, die sich bemühen gut zu führen und damit komme ich dann auch dementsprechend gut zurecht 😊🙃

 

Für mich war es dann hier völlig in Ordnung das andere sich so bezeichnen, ich habe lieber den Begriff „ submissiv“ verwendet, der hat mir besser gefallen, (auch dieser Begriff ist ja relativ neu für mich, da ich erst vor etwas über einem Jahr entdeckt habe, zumindest vollkommen bewusst, dass ich submissiv bin), dass kam wohl auch durch meine Vorprägung durch die alltagssprachliche Verwendung des Begriffes „ devot“. 

Ich kannte den Begriff früher eher aus dem alltagssprachlichen Kontext, und da wird der Begriff nach meinem Empfinden oft eher abwertend verwendet für jemanden der sich unterwürfig und „ kriecherisch“ verhält ( aus welchen Gründen auch immer) verwendet. 

 

Ich bin definitiv nicht von Grund auf „ devot“, ich persönlich glaube auch nicht das das eine angeborene Charaktereigenschaft ist. Wie wir uns innerhalb sozialer Beziehungen, Gruppen und Gesellschaften verhalten hängt denke ich zwar auch mit Charaktereigenschaften bzw. mit individuellen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen zusammen, aber auch viel mit Sozialisation, und dann natürlich mit der Verteilung von „ Macht“, Prestige, Status usw., anders ausgedrückt können devote Verhaltensmuster als  gewisse “Überlebens- und Anpassungsstrategien” gesehen werden, die erlernt wurden, weil Anpassung und Unterordnung Sicherheit bedeutete, oder eben umgekehrt ( hab hier meine Meinung aus meinem vorhandenen Wissen aus Psychologie und Soziologie formuliert, ohne Anspruch auf Korrektheit oder Vollständigkeit. Ähnliches haben ja einige vorher auch geschrieben. Falls jemand hier interessante Quellen oder wissenschaftliche Studien kennt würde ich mich auch über Hinweise freuen). 

 

Nun habe ich auch durch KI Abfrage die  Erklärung gefunden, dass beide Begriffe im Grunde ein und das Selbe bezeichnen, submissiv(e) aber aus dem englischen kommt. Oftmals wird aber “devot” wohl eher als Eigenschaft betrachtet und “ submissiv” eher dem

Verhalten einer Person gegenüber zugeordnet. 

 

Bei mir beschränkt sich das „devot oder submissiv sein“ auf meine Beziehung, und hier auch über das rein sexuelle hinaus, da unsere D/S Dynamik auch über die Sessions hinausgeht und in den Alltag mit hineinspielt. 

 

Für mich persönlich kann ich mir schon vorstellen, dass mein „submissiv sein“ eine Art Kompensation und Entlastung für mich bedeutet , weil ich hier die Kontrolle abgeben und mich fallen lassen kann. Aber ich habe auch das Gefühl das da so eine Art Urinstinkt mitschwingt. Wie auch immer, es ist ein spannendes Thema. 

 

Ich glaube auch, dass sich hinzugeben (im

BDSM Kontext ?) mit Stärke zu tun hat, ich fühle mich seitdem ich dies ganz bewusst tue nicht „schwach“, es fühlt sich frei gewählt und selbst bestimmt an, ich „ schenke” mich und gebe mich hin, bekomme aber auch genauso viel (es) zurück. 

 

Schöne Grüße, Rote Blume

Meister Y

Autor. Förderer.

10.06.2026 um 16:05 Uhr

Im Gegensatz zu Mirador halte ich devot nicht für eine angeborene Charaktereigenschaft, im Gegenteil. Ich habe 95% meines langen Berufslebens in Jobs verbracht, in denen hierarchische Strukturen vorhanden, zum Teil unabdingbar waren. Immer wieder habe ich erlebt, dass man devotes Verhalten erlernen und es zum eigenen Vorteil anwenden kann.

Submissiv sein hingegen, hat für mich etwas mit Stärke zu tun und ich glaube wirklich, dass viel Stärke dazu gehört, sich freiwillig jemandem hinzugeben.

Dominus Nox

Förderer.

09.06.2026 um 18:51 Uhr

Ich persönlich wüsste ohne Google oder Chatbots nicht den Unterschied. Bzw. ohne euren Podcast nicht.

09.06.2026 um 16:22 Uhr

geändert: 09.06.2026 um 16:24 Uhr

Mirador

devot zu  sein halte ich  für eine angeborene charaktereigenschaft

sie  liegt in unseren genen und je  nach  sozialisierung ist sie  ausgeprägter

 

Hallo Mirador, 

 

soweit ich es richtig verstanden habe, sehe ich es ähnlich wie Du.

 

Dazu möchte ich anmerken:

 

Die meisten Lebewesen und besonders auch der Homo Sapiens haben die Fähigkeit zur Devotion, wenn es für das Überleben und die Existenzsicherung nötig ist.

Wie die Geschichte und auch die Gegenwart zeigt, gibt es leider bei vielen Menschen - auch ohne Notwendigkeit – das Bedürfnis sich einer Ideologie und diesbezüglichen Anführern willfährig dienend und folgend in einer Hierarchie zu unterwerfen (politisch, parteiisch, religiös,in Gang-Kultur, Rocker-Clubs, Guru-Gefolgschaft,etc.; worauf ich nicht näher eingehen möchte).

Manche Menschen erstrecken ihr Devot-Bedürfnis auf private Beziehungen, oder verlagern und begrenzen es auf einen bdsm-Kontext. Ähnliches gilt für ein Dominanz-Bedürfnis.

 

Ich persönlich hatte niemals ein allgemeines Bedürfnis nach eigener Devotion oder die anderer Menschen; nach Dominanz auch nicht. Woraus sich ableiten lässt, dass meine Neigungen im bdsm-Kontext mit meiner Alltags-Persönlichkeit nicht korrelieren und nicht darauf gründen.

 

Salimera

Cid

Förderer.

09.06.2026 um 16:14 Uhr

Ich habe mich ebenfalls dafür entschieden die Begriffe nicht synonym zu verstehen bzw. zu verwenden. Auch kann ich mich meinen beiden Vorredner*innen größtenteils anschließen. Ob devot zu sein angeboren ist, also in den Genen liegt, glaube ich zwar nicht, aber es geht für mich auch eindeutig in Richtung Charaktereigenschaft und bezieht sich somit auf deutlich mehr als das Sexualleben. Submissivität sehe ich eher dem sexuellen Kontext zugeordnet, wobei es sicherlich auch den Alltag prägen kann.

Auf die Bereiche gesehen, würde ich devot ebenfalls eher Richtung d/s verorten und submissiv eher in Richtung b/d und s/m, da es für mich etwas mit dem Thema ausgeliefert sein bzw. sich ausliefern zu tun hat.

 

LG Cid

Natty

Autorin. Förderer.

09.06.2026 um 07:16 Uhr

Hallo zusammen

Ich würde devot und submissiv ebenfalls trennen. 

Wobei ich beide Begriffe im sexuellen Kontext mit Freiwilligkeit verbinden würde, denn bestenfalls begibt man sich aktiv in diese Rolle. 

Der Begriff "devot" hat für mich immer mehr mit d/s und der Begriff "submissiv" mehr mit s/m zu tun. 

Ob diese Neigung angeboren oder erworben ist, ist ja weder bewiesen, noch widerlegt und wissenschaftliche Studien dazu sind schwer zu finden, wäre aber mal interessant  

VG Natty

Mirador

Autor.

08.06.2026 um 20:35 Uhr

devot zu  sein halte ich  für eine angeborene charaktereigenschaft

sie  liegt in unseren genen und je  nach  sozialisierung ist sie  ausgeprägter

 

submissiv ist  eine freiwillige lebenshaltung

man unterwirft sich wem  oder was, weil man es für gut und richtig hält

 

meine meinung ohne anspruch  auf  allgemeine richtigkeit.

 

M.

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