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Hast Du schon einmal einen Abbruch erlebt?

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Sich gemeinsam auf ein BDSM-Erlebnis einzulassen, erfordert nicht nur eine passende Gelegenheit. Sondern auch Gleichklang. Vertrauen. Gemeinsame Neigungen und Fantasien. Und den richtigen Moment, sich fallen lassen zu können, hinzugeben. Doch selbst wenn alles perfekt läuft, selbst wenn man überhaupt nicht damit rechnet, kann ein einzelner Moment, ein unerwartet hinzugetretener Umstand das gemeinsame Erleben beenden. Kreislaufprobleme, ein falsches Wort, ein falsch gesetzter Schlag oder auch nur eine einschlafende Hand sind nur einige solcher Problemzonen, aus denen man sich nur schwer herausmanövrieren kann. Geht gar nichts mehr, bleibt nur noch ein sofortiger Abbruch - und auch mit ihm muss man umzugehen wissen. Währenddessen und im Nachhinein.

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Kommentare zu dieser Abstimmung

16.11.2020 um 18:36 Uhr

Nachtasou

Nemrod

Für mich als Dominanten ist die Situation eindeutig, ... Man sagt nicht grundlos, die Augen seien der Spiegel der Seele.

Für mich nicht.

Auf´s Augenverbinden verzichte ich deshalb nicht.

Ich verzichte darauf doch ebenso wenig, Nachtasou!

Du hast das Zitat aus dem Zusammenhang genommen, denn ich fuhr fort:

"Nehme ich mir als Dom also willentlich diesen wichtigen Blick in die Seele meiner Sub, so muss ich ganz besondere Vorsicht walten lassen! Dann muss ich mich auf andere Weise ihres Wohlergehens versichern und im Zweifelsfall eben verbal, was auch auf subtile Art möglich ist."

Mit anderen Worten: Natürlich kann ich meiner Sub die Augen verbinden, nur muss ich dann eben auf andere Weise mit ihr kommunizieren, um mich ihres Wohlergehens zu vergewissern! Schliesslich kann ich Subbi auch keinen Knebel in den Mund stopfen und mich dem Wahn hingeben, dass sie im Notfall schon ihr Safeword benutzen wird!

Doch wie ich Dienerin verstanden habe, hat Er offenbar  genau dieses "Vergewissern" versäumt, aus welchen Gründen auch immer. Fahrlässigkeit, Selbstüberschätzung, schlechter Tag - da kommt vieles in Betracht, was aber niemals eine Entschuldigung für solch ein Versäumnis sein kann.

† Spielmann

Gelöscht.

14.11.2020 um 17:29 Uhr

Nein, ich würde mich hüten. Meine Göttin bestimmt, nicht ich.

† Top Dom Tom

Gelöscht.

13.11.2020 um 04:13 Uhr

Das gab es noch nie. Auch kein Safeword.

Ich höre seit vielen Jahren und von allen sub dasselbe:

"Du liest in mir, wie in einem Buch." (darum der Blick in die Schattenzeilen)

Ich glaube Empathie-Fähigkeit gehört zum guten Top

Ich bin Reaktionsfetischist und daher steht genau das Feedback meines bottom im Mittelpunkt.

Bemerke ich den "Rand der Grenze" fahre ich die Intensität zurück. So einfach ist das.

Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

25.10.2020 um 22:44 Uhr

famulus severus

Leider hat meine Lady, die sehr kreativ war, nach mehreren die Lust an der Dominanz verloren.

die Beziehung ist langsam eingeschlafen.

... und was hat das mit einem Abbruch zu tun?

Viele Grüße

Jona

25.10.2020 um 22:42 Uhr

Leider hat meine Lady, die sehr kreativ war, nach mehreren die Lust an der Dominanz verloren.

die Beziehung ist langsam eingeschlafen.

14.10.2020 um 21:03 Uhr

Ja , ich hatte vor 3 Jahren über einen längeren Zeitraum eine Erzieherin aus der Gegend

bei Dortmund.Neben mir hatte Sie noch zwei andere Zöglinge und in einen hat Sie sich

verliebt und ist nun mit ihm fest zusammen.

Als es dann zum Abbruch des Kontaktes kam ,fiel es mir deshalb schwer damit umzugehen,

weil es sehr lange gedauert hat eine Erzieherin zu finden,

dienerin

Autorin. Förderer.

06.10.2020 um 19:59 Uhr

Danke Nemrod,

das zu lesen hat mir gefallen

Dienerin

Nachtasou

Autor.

06.10.2020 um 00:00 Uhr

Nemrod

Für mich als Dominanten ist die Situation eindeutig, ... Man sagt nicht grundlos, die Augen seien der Spiegel der Seele.

Für mich nicht.

Auf´s Augenverbinden verzichte ich deshalb nicht.

Vor vielen Jahren habe ich eine in Ganzkörper-Folie eingewickelte Panikattacke miterlebt.  Die ist schneller als Auswickeln oder Aufschneiden. Nicht jeder Mensch sucht in einem solchen Zustand Nähe, sondern möchte lieber weglaufen, so wie bei Feuer.  Todesangst, nicht weniger ist ein solcher Anfall, ernüchtert gewaltig.

Ich konnte den Zusammenhang zwischen Küchenfolie und dieser Reaktion nicht nachvollziehen und griff später zum „Selbstversuch“ (unter Mithilfe): Die Hölle. Ich hab aber keine Lust, alles an mir vorher auszuprobieren. Täte ich das, fände nämlich gar nichts mehr statt, denn ich bin zimperlich und ängstlich, wenn es um die eigene Haut geht.

Abbrüche sind „Unfälle“, also gerade nichts Berechenbares, nichts Vorhersehbares. Wer von sich behauptet, durch Augenkontakt Seelenleben im Gegenüber lesen zu können, lebt in der Schnulze oder sollte den Nobelpreis in Psychologie bekommen (Kriegt er nicht, gibt es nicht). Ein Rest Unwahrscheinliches bleibt übrig. Menschen sind noch weniger berechenbar als  Motorsensen oder Hummeln, und letztere haben ganz viele Augen zum Reingucken und sogar die in Bekanntschaftsanzeigen beliebten Facetten.

 „Schuld“ suchen ist dann Makulatur. So wie die Einsicht: Wäre ich zwei Minuten später zum Brötchenholen losgefahren, hätt´s die Karambolage nicht gegeben. Das ist das Wesen des Unfalls: Es gibt ihn als Folge einer unwahrscheinlichen Verkettung von Unwahrscheinlichem.

Okay, das klingt abtörnend und leblos. Wollte eigentlich nur sagen: Mit Abbrüchen muss man eventuell leben. Beide Seiten. Weder ist ein Dom „schuld“ (außer er war fahrlässig oder faul), noch war ein Passiver zu anpassungsbereit oder ´ne Heulsuse. Natürlich sind hinterher Fehler und Uninformiertheiten zu finden; das ist ja die Tücke. Oft genug kennt man ja nicht mal die dazu nötigen Fragen, um sich vorher zu informieren oder zu wappnen.

Ich habe nach diesem Ereignis ein ganzes Regalbrett gelesen und fühle mich dadurch kein bisschen sicherer. Mehr als den GEMEINSAM gesunden Menschenverstand wendet man im Alltag auch nicht auf, und mehr ist beim Sex auch nicht abzuverlangen. Ein Gutes können Abbrüche haben: Solang kein Schaden entsteht, sind sie verschmerzbar.

Für mich löse ich das Dilemma, indem ich sowieso langsam und zahm beginne. Dann ist Januar und Februar und das Silvesterfeuerwerk in noch weiter Ferne. Aber auch das kann enttäuschen und zum Abbruch führen. Wie man´s macht ist´s falsch *g.

05.10.2020 um 01:55 Uhr

geändert am 05.10.2020 um 02:05 Uhr

dienerin

Ein stachelrad an falscher Stelle, 

Dazu verbundene Augen

Und ein Dom der meine Äußerungen nicht lesen konnte.

Das reichte bei mir aus. 

Als ich das letztens einen Dom erzählte meinte er, dass würde gar nicht gehen. 

Seit dem überlege ich,  ob ich zu früh beendet habe.

Aber in dem Moment wäre nichts mehr möglich gewesen. 

Ich mag keine verbundenen Augen. Man kann mich dann nicht gut lesen.  Ich denke, es hat einfach nicht gepasst  ...

Für mich als Dominanten ist die Situation eindeutig, zumal Du selbst sie sehr gut dargestellt hast.

Man sagt nicht grundlos, die Augen seien der Spiegel der Seele. Nehme ich mir als Dom also willentlich diesen wichtigen Blick in die Seele meiner Sub, so muss ich ganz besondere Vorsicht walten lassen! Dann muss ich mich auf andere Weise ihres Wohlergehens versichern und im Zweifelsfall eben verbal, was auch auf subtile Art möglich ist. Denn was ich nicht sehen kann, muss ich zumindest hören können. Unterlasse ich dies, so handele ich verantwortungslos und begehe damit einen unverzeihlichen Fehler.

Ergo - Du hast nicht zu früh beendet! Vielmehr frage ich mich, ob Ihr in dieser Konstellation überhaupt hättet beginnen sollen...

Grüsse, Nemrod

05.10.2020 um 00:02 Uhr

Tatsächlich hatte ich einen Abbruch, der gezeigt hat, dass die Kommunikation vorher nicht ausgereicht hat. Die Beziehung ging danach noch fast 3 Jahre - jedoch ohne BDSM.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Abstimmung.

 

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