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Rezension: "Der Luzidus" von Woschofius

Ein Blogbeitrag von Kassandra

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Kassandra

Profil unsichtbar.

27.06.2003 um 22:06 Uhr

Ein wie ich finde mutiges Zusammenspiel aus Musik, Bildband und einer Geschichte zwischen Traum und Realität ist Woschofius hier gelungen.

Ein Mann wacht auf in seinem Traum und weiß, dass seine Persönlichkeit nun sterben muss, dass dies seine einzige Wahl ist, um weiterleben zu können. Immer wieder gerät er in den Sog dieses luziden Traumes (eine Technik, bei der man sich während des Traumes darüber im Klaren ist, dass man in Wirklichkeit gerade im Bett liegt und träumt, siehe Seite 17), der ihn in ein Labyrinth entführt. Dort erwartet ihn immer wieder ein Mädchen, sein Mädchen, das sich ihm hingibt. Er muss seine Aufgabe vollenden, damit sie ihre Lebensaufgabe vollenden kann. Er muss die zehn Gebote brechen, sich gegen seinen Vater auflehnen, damit seine Metamorphose wirklich beginnen kann. Zweifel plagen ihn und am Ende findet er sich - seine Mitte.

Der Leser wird mitgenommen in eine Welt zwischen Traum und Realität, Schuld und Sühne, Dominanz und Hingabe, Sadismus und Masochismus, Leben und Tod. Zusammen mit der Musik von Carlos Perón, die dunkel, mystisch, pulsierend - effektiv und doch sparsam gehalten ist, ist hier ein wirklich beeindruckendes Kunstwerk gelungen, das mich auf besondere Weise fesselte und noch lange in mir nachklang.

Woschofius schreibt in einem Nachwort: "Diese Geschichte ist sehr seltsam. Sie lief mir quasi von alleine aus den Fingern und ich habe sie selbst noch nicht in allen Facetten verstanden. Vielleicht muss ich es auch nicht" (siehe Seite 31).

Auch die schwarzweiß gehaltenen, ästhetischen Fotographien - fesselnde Momente zwischen LLL-Hingabe und kleinen, feinen Gemeinheiten - gefallen sehr und runden das gesamte Werk ab.

Den "Luzidus" kann ich nur jedem und jeder wärmstens ans Herz legen.

Tipp: Die beiliegende CD eignet sich im übrigen auch sehr gut als Hintergrundmusik für Sessions.

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