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Der Mann im Kleid

Manches in der Welt des BDSM geschieht nur heimlich. Kurze Momente des Glücks sind das. Doch manchmal führen sie dennoch ins Unglück. Denn wie erklärt man sich, in Lackstiefeln, bestrapst, mit geschnürter Taille, geschminkt und im Kleid?

Eine Fetisch-Geschichte von T Lagemann.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

24.06.2026 um 07:52 Uhr

eine hübsche Geschichte, der Anfang sich als Frau zu sehen

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Natty

Autorin. Förderer.

16.06.2026 um 14:51 Uhr

Puh, schön geschriebene Worte, die irgendwie Traurigkeit hinterlassen.

Zwischendurch musste ich an einige Szenen aus "Billy Elliot - I will dance" denken und hoffte, dass es für den Protagonisten ebenso gut ausgeht. 

Nein, ja, anders, ganz anders. 

VG Natty

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Nachtasou

Autor. Korrektor.

12.06.2026 um 01:53 Uhr

geändert: 12.06.2026 um 01:58 Uhr

Für ganz so unglücklich halte ich den Protagonisten nicht, wie von vielen anderen Lesern empfunden. Immerhin kann er seinen Fetisch bedingt „leben“. Das ist ja ein Kennzeichen von Fetischisten, dass Dinge im Zentrum stehen und nicht Personen. Er sucht einige Attribute (Kleidung) einer Frau, ohne selbst eine sein zu wollen oder innerlich zu sein. Er hat eine Frau, die er als Frau liebt und sie ihn als Mann, der er ja ist: Seine Männerkontakte sind funktionell und nicht homosexuell motiviert.

Als Fetischist ist ihm die Beziehung zu Dingen wichtig. Was er vermisst, ist ein Gegenüber, die seinen Fetisch teilt. Immerhin teilt Agnes ansonsten ihr Leben mit ihm, und er mit ihr. Die Erfüllung wäre, dass sie sich seinem Fetisch anschließt. Beide drumherum tanzen.

Ich will die Trauer nicht kleinreden, aber der Protagonist ist noch relativ gut dran. Er kann seine Sexualität pflegen und selbst erleben. Er berichtet von diesen Glücksmomenten. Da sind Sexualitäten denkbar, die noch viel härter zu verkraften sind. In denen nicht mal das Selbsterleben möglich ist. Und echt einsam machen können, nicht nur sexuell sehnsüchtig. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es zum Beispiel einem Pädophilen geht, dem ja nur Doppelleben bleibt, und dem alle Wege abgeschnitten sind. Denn dem geht´s um Beziehung.

Na gut, „schlimmer geht immer“ ist kein Argument. Es bleibt ein berührender Text.

Sprachlich hat mir das Satz-Stakkato auf Dauer nicht gefallen. Trotzdem (oder wegen?) liegt über dem Sprachrhythmus eine Melancholie. Ich hätte eher Singsang erwartet (und das wäre dann wohl misslungen). Das verblüfft mich. Sind die kurzen Sätze und zerhackten Sätze Ausdruck des Schweigens des Mann im Kleid? Dass durch etliche Wiederholungen eine Monotonie oder Tristesse entsteht, liegt dagegen auf der Hand.

Fein gemacht, find ich.

Übrigens: Die Bebilderung des Textes gefällt mir hier. Da gehört Liebreiz hin.

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11.06.2026 um 20:53 Uhr

Vielen Dank für die Geschichte, die erinnert mich an meine Kindheit und meine ersten Versuche mit Frauenkleidung. Zwischendurch hatte ich dann auch mal eine Freundin, die das reizend fand aber meistens war das immer ein Versteckspiel.

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11.06.2026 um 17:45 Uhr

Die Geschichte erinnert mich an meinen Beginn mir hübsche Dessous anzuziehen, zuerst unter männlicher Kleidung versteck getragen. Irgendwann wollte ich mehr Frau sein, so kam es das ich lernte mich zu schminken, wollte einfach perfekt die Frau sein,ich zog mir Dessous und Nahtstrümpfe an mit Pumps mit Absatz ca.8cm darüber ein Sommerkleid luftig für die warme Zeit, geschminkt feminin mit etwas erotik. Ja ich fühle und denke wie eine Frau, durch einen Zufall habe ich untenrum das Glück fast nichts männliches zu haben und so sieht es auch ohne Op sehr weiblich aus ein Höschen mit viel Spitze verdeckt den kleinen Rest.

Die Geschichte fast ein Spiegelbild von mir nur das ich heute als Frau lebe und mich wohlfühle dabei, weshalb es heutzutage immer noch nicht akzeptiert ist sich nach seinen Gefühlen zu kleiden, für mich ist es einfach das Frau sein zu leben ohne das ich mich rechtfertigen muss

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01.07.2025 um 15:19 Uhr

Gut geschrieben. 

 

Schwieriges Thema. Ich denke, er sollte es seiner Frau sagen.

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12.04.2025 um 06:30 Uhr

Die Geschichte ist glaube ich für viele Menschen, bittere Realität.

Nicht weil Mann. Damenwäsche tragen will, oder nicht nur sondern ist es auf vieles passend.

 

Männer schämen sich, anders zu sein. Wohlwissend dafür nur Häm und Gegenwehr zu erfahren.

Man muss stark sein, dominant, männlich,  maskulin und niemals schwach.

Stattdessen ziehen sich viele dieser Männer zurück.

Das ist für Sie und deren Umfeld schwer. Psychische Belastung und auch Ängste werden stärker.

Ich glaube als Mann ist es schwer sich zu outen wenn man oft negatives erfahren hat.

 

Es ist auch nicht gut das man sich zurückzieht,  aber das tuen viele dann und so passiert es oft was viele Frauen zurecht abmahnen, das Männer aus purer geilheit handeln.

 

Das glaube ich kommt hier in dieser Geschichte gut rüber.

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10.08.2021 um 11:30 Uhr

Ein wundervoller Schreibstil und eine Geschichte die mich tief berührt hat, da sie einfach nur so gut nachvollziehbar geschrieben ist.

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Garter Belt

Gelöscht.

21.06.2021 um 17:24 Uhr

Wie zauberhaft ist es, wenn man eine Agnes um sich hat, die diese Orientierung nicht nur duldet, sondern mitträgt.

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24431

Gelöscht.

17.06.2021 um 16:11 Uhr

Der Zwiespalt ist vortrefflich geschildert und erinnert mich ein wenig an meine Pubertät!

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