Ein Mann, eine Frau. Ein Herr, eine Sklavin. Bei ihren gelegentlichen Treffen harmonieren sie perfekt. Doch er möchte mehr und ein Teil ihres Lebens werden. Er setzt alles auf eine Karte und beginnt ein gefährliches Spiel.
In dich versunken stehst du da. Ich setze mich auf den schwarzen Sessel und genieße den Anblick. Deine Hände habe ich an der Stange über dem Kopf mit diesen netten Hängemanschetten fixiert. Deine Zehenspitzen berühren den Boden, dein Körper ist gestreckt und präsentiert mir seine Rundungen. Deine Hüften, die sich zu einer schmalen Taille verjüngen. Deine wunderbaren Brüste. Brüste, die ich zuvor mit einem schwarzen Seil abgebunden habe, und die sich mir abstrus entgegenstrecken. In Ruhe beobachte ich dich. Mit kleinen Bewegungen justierst du immer wieder deine Position, suchst nach sicherem Stand. Du weißt, dass ich dich betrachte, weißt, dass ich diesen Anblick liebe. Dein Blick auf mich wird von einer ledernen Augenmaske unterbunden.
Ich werde dir gleich wehtun. Nicht, um zu strafen. Ich will dich leiden lassen, weil ich Lust darauf habe. Nur deshalb. Du hast mir einmal gesagt, dass du es liebst, nie zu wissen, was dich bei mir erwartet. Wenn du zu mir kommst, musst du nichts planen. Du musst nichts vorbereiten. Du musst nur bei mir erscheinen und dich in meine Hände begeben. Du musst nichts tun, außer ich befehle es dir. Du musst einfach nur sein.
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Ich finde die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten wundervoll. Sie holt sich bei ihm was sie Zuhause nicht bekommt- vordergründig in sexueller Hinsicht, aber da ist eben soviel mehr. Und weil ich in Deinem Text dieses mehr sosehr spüren kann ist für mich die Geschichte mit der Trennung der Beiden einfach nicht logisch beendet, Mit seiner Erpressung macht er ihr zwar bewusst, wie sehr er sich nach mehr als nach diesen intimen Begegnungen sehnt, aber sie kann nicht darauf eingehen, denn das ist keines ihrer Spiele im „realen“ Leben kann er sie nicht dominieren.
Das lässt sie ihn in diesen 3 Monaten ohne Kontakt deutlich spüren- um dann aus freiem Willen voll und ganz zu ihm zu kommen, wie sie sich eben auch aus freiem Willen fesseln oder schlagen lässt.
Ich dachte mir bei dieser Geschichte, dass ich den Spieß einmal umdrehe - in vielerlei Hinsicht. Die Session mal ganz zum Anfang und eine Geschichte aus männlicher Erzählperspektive. Dazu eine starke Frau, die sich nicht alles gefallen lässt.
Aber mal ehrlich: traut ihr mir zu, dass ich hier eine reine Sessionbeschreibung veröffentliche?
auch ich habe mich anfangs fehlleiten lassen, in der Annahme, es würde "nur" eine Sessionbeschreibung werden. War dann aber verwundert, da sich der rote Balken am oberen Rand so gar nicht zu bewegen schien. Okay, dachte ich bei mir. Da kommt noch mehr.
Das "Mehr" was dann kam, war aus zweierlei Hinsicht interessant:
1. es hätte in jede Richtung weitergehen können, die Geschichte wurde also richtiggehend spannend.
2. ich hatte grade zufällig einen Thread in der Schreibwerkstatt am Wickel, in dem es darum ging, ob Frauen aus männlicher Erzählperspektive realistischer schreiben können als Männer aus weiblicher Erzählperspektive. Auch total spannend.
Am Ende hatte ich ein Lächeln auf den Lippen, also 4 ⭐ und ein Dankeschön.
Ehrlich: Anfangs dachte ich wie einige Kommentatoren vor mir, jetzt kommt wieder nur so eine Sessionbeschreibung und wollte schon abbrechen. Doch plötzlich nimmt die Geschichte Fahrt auf und entwickelt ganz andere Facetten. Es entsteht eine Spannung, die weitertreibt. Und alles wird in dieser durchgehenden Perspektive des Mannes beschrieben. Es gibt viele Einsichten in sein Innenleben, aber auch indirekte in ihre Lage. Respekt, ein gelungener Text!
es gefällt mir sehr gut, wie du den Bogen von der anfänglichen Session über seinen inneren Konflikt, seinen scheinbaren Verlust, bis hin zum Happyend spannst.
Schon während der Session ahnt man, dass da mehr ist als schieres sexuelles Agieren zwischen Dom und Sub. Du beschreibst ein Miteinander aus Nähe, Fürsorge, Einfühlsamkeit, Weitertreiben, Schmerz, Lust und Verantwortungsübernahme, in der beide ihre Erlösung finden und durch ihre Blicke Ehrfurcht entsteht. Auch das Aftercare, das zwar situationsbedingt kurz ist, ist so punktgenau, dass klar wird, wie genau er sie kennt und wie wichtig es ihm ist, dass es ihr gut geht.
In der folgenden Abschiedsszene hat mir das eingesetzte Stilmittel gut gefallen. Du hast ihn zwar zu ihr sagen lassen, dass sie den Mut aufbringen muss ihr Leben zu ändern, aber dadurch ist auch klar geworden, dass er diesen Mut nun aufbringt, vielleicht für sich selbst aufbringen muss und eine Entscheidung getroffen hat. In der Folge setzt er alles auf eine Karte und auch das holt mich absolut ab. Er überschreitet eine vorher klar von beiden gesetzte Grenze und auch das ist ein schön gesetztes Stilmittel, um sowohl ihr als auch dem Leser seine Entschlossenheit zu veranschaulichen.
Kurz dachte ich dann, alles eingesetzt, alles verloren, aber dennoch richtig entschieden. Als sich dann allerdings die auf mich etwas gekünstelte Abschlussszene aufbaute, ahnte ich schon, dass jetzt doch noch ein Happyend zum Vorschein kommt. Die Art und Weise, wie es dann aber dazu kommt, hat mich nochmals überrascht und zwar sehr positiv.
Danke für eine schöne Geschichte, die das Leben durchaus so oder so ähnlich schreiben könnte.
Eine schöne Geschichte, intensiv und spannend. Dass sie am Ende dann ihn drankriegt, ist was Besonderes, und mir hat es gefallen. Hatte ich mir aber schon fast gedacht, dass da noch ein Happy End kommt. Wäre ja sonst schade.
Mir hat deine Geschichte richtig Spaß gemacht. Zuerst erregend, dann aufregend, dann anregend. 😌
Das Spiel der beiden miteinander am Anfang fand ich nicht so heftig, als dass man da beim Lesen raus sein müsste... Ich fand es schön, hier auch mal expliziter und trotzdem angenehm zu lesen. Jetzt kommt halt oft der abgedroschene Satz "...aber mein Ding wärs nicht...", aber bei dem, was die beiden gemacht haben, könnt ich das nicht mal sagen. ☺️
»Ich weiß nicht, ob ich mit einer Sklavin zusammensein sollte, die besser bluffen kann als ich.«
11.04.2026 um 00:02 Uhr
Ich finde die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten wundervoll. Sie holt sich bei ihm was sie Zuhause nicht bekommt- vordergründig in sexueller Hinsicht, aber da ist eben soviel mehr. Und weil ich in Deinem Text dieses mehr sosehr spüren kann ist für mich die Geschichte mit der Trennung der Beiden einfach nicht logisch beendet, Mit seiner Erpressung macht er ihr zwar bewusst, wie sehr er sich nach mehr als nach diesen intimen Begegnungen sehnt, aber sie kann nicht darauf eingehen, denn das ist keines ihrer Spiele im „realen“ Leben kann er sie nicht dominieren.
Das lässt sie ihn in diesen 3 Monaten ohne Kontakt deutlich spüren- um dann aus freiem Willen voll und ganz zu ihm zu kommen, wie sie sich eben auch aus freiem Willen fesseln oder schlagen lässt.
Love it!
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