Gesten
Zehn Jahre war es her, dass sie sich kennengelernt hatten. Schleichend hatte sich im Laufe der Zeit etwas verändert. Sie spürte ihn nicht mehr so, wie sie es einst getan hatte. Er forderte nichts mehr von ihr. Wie aber sollte sie gehorchen, wenn es keinen Befehl, keinen Wunsch mehr gab?
Eine BDSM-Geschichte von kitty.
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30.05.2026 um 11:36 Uhr
Liebe Kitty,
vielen Dank für eine Geschichte, die einen Nerv getroffen hat und mich noch weiter und aus einem anderen Blickwinkel über eine Thematik nachdenken lässt, die uns gerade eh beschäftigt, auch wenn es sich um eine andere Situation handelt.
Du beschreibst sehr realistisch und nachvollziehbar, dass auch in einer D/S-Beziehung nichts als selbstverständlich erwartet werden kann, auch wenn es beide im Innersten fühlen und wollen. Es sind die kleinen alltäglichen Gesten, die Gespräche und auch die Initiative, derer es von beiden Seiten bedarf, damit es über den Alltag hinweg trägt.
Bei uns hat sich die Alltagssituation derart geändert, dass wir relativ plötzlich deutlich mehr Zeit für zweisame Momente haben, was wir uns oft ersehnt haben. Vorher standen immer nur wenige Zeitfenster und gelegentlich mal ein ganzes Wochenende zur Verfügung, um unsere Leidenschaft auszuleben und auf diese haben wir dann hingefiebert und sie exzessiv genossen. Jetzt müssen wir uns quasi erstmal neu einfinden und gemeinsam herausfinden, wie wir diese "gewonnene" Zeit gestalten wollen, denn Kopfkino und Realität sind halt nicht wirklich das gleiche.
Danke für den Denkanstoß.
LG Cid
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