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Toleranz

Also, Männer, ihr fragt, ob ich tolerant bin? Also ich denke eigentlich, schon. Ja doch, sicher. Ich finde, jeder sollte nach seiner Fasson selig werden können. Das versteht man doch unter Toleranz, oder?

Eine Satire von poet.

Bild: KI-generiert, Dall-E (2024)

 

Also, Männer, ihr fragt, ob ich tolerant bin? Also ich denke eigentlich, schon. Ja doch, sicher. Ich finde, jeder sollte nach seiner Fasson selig werden können. Das versteht man doch unter Toleranz, oder?

 

Sicher, also manches kann ich nicht nachvollziehen. Für mich gibt es halt mal zwei Geschlechter, ist ja auch klar sichtbar, oder? Männlein und Weiblein. Ein drittes Geschlecht gibt es ja nun eigentlich nicht, oder? Habt ihr schon mal ein Mannweib gesehen oder einen Fraumann? So ne Hermaphrobiose oder wie das heißt? Eben!

Also sicher, in der Kunst gibt es solche Auswüchse durchaus, aber in der Realität? Und wenn nun ein Mann meint, er ist ne Frau und Fummel anzieht und sich Gummibrüste in einen BH steckt - schau ihm unter das Kleid, und du siehst, dass das ein Fake ist, genauso wie eine Frau, die sich eine Männerfrisur zulegt und Anzüge trägt, was ist drunter? Obwohl, da ist es schon schwieriger, weil das inzwischen gesellschaftlich akzeptiert ist, dass Frauen Männerklamotten tragen.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

Rote Blume

Förderer.

14.02.2026 um 09:36 Uhr

geändert: 14.02.2026 um 09:40 Uhr

Hallo Poet,

ich greife in meiner Bewertung auch Äußerungen der Vorschreibenden auf, da Deine Geschichte ja durchaus Kontroversen auslöst und zum Nachdenken anregt, und genau das soll Satire ja erreichen! 

Auf diese überzogene Art ist der Typ aus der Dorfkneipe gut beschrieben, dessen Toleranzentwicklung für Alkohol offensichtlich schon weit fortgeschritten ist, lustig, obwohl ich solche Typen in ihrer intoleranten Art, und eindimensionalen Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen und Themen und alles was sie nicht kennen, in Wirklichkeit schrecklich finde. Aber um so etwas zu ertragen hilft eben manchmal auch Humor.

 

Eigentlich passt es zu so jemanden, der meint homosexuelle Menschen dürften nur im stillen Kämmerlein körperliche Nähe zueinander zeigen und Trans- Frauen und Männer und alle , die sich als „ divers“ bezeichnen, sollen sich nicht so anstellen und zumindest den „ alten weißen Mann“ mit ihrem Gehabe in Ruhe lassen, also eigentlich passt Zivilcourage gar nicht zu so jemandem, der seine Frau auch als „ Alte“ bezeichnet und wahrscheinlich Sexismus und sexuelle Belästigung auch als „ normal“ empfindet.

Weil im vorherigen Kommentar die Frage gestellt wurde: Häusliche Gewalt fängt da an wo Gewalt anfängt, und Gewalt hat ganz unterschiedliche Aspekte, zumindest aber herrscht hier kein Konsens, keine Einvernehmlichkeit, es geht tatsächlich um Macht und Kontrolle, und sobald auch im BDSM Kontext eine Sub von ihrem Herrn weiter geschlagen wird, obwohl sie das Safe Wort ausgesprochen hat, ab da ist es auch hier Gewalt und da sie in einer Beziehung stattfindet eben auch Häusliche Gewalt.

 

Nun zurück zur Geschichte:

Der besagte Stammgast der Dorfkneipe hat doch eher aus Sorge gehandelt,, oder war es so gedacht das er sich schon “so etwas schon geahnt” hat und den „ Perversen“ nur eins auswischen wollte?

Schade, dass das junge Pärchen so reagiert hat, und nicht versucht hat durch einen Dialog zu mehr Verständnis und Toleranz beizutragen, was aber in der Realität auch oftmals sehr schwierig, aber nicht völlig unmöglich ist, wobei, nach dem maßlos überzogenen Polizeieinsatz irgendwie auch verständlich. In der Realität hätte dieser wohl auch eher etwas abgespeckt stattgefunden. Da würden wahrscheinlich höchstens zwei BeamtInnen an der Tür klingeln , im Idealfall ein Mann und eine Frau. Erreichen können wir Menschen, mit festgefahrenen, konservativ- intoleranten Meinungen am Ehesten wenn es gelingt sie auf der Ebene des Mitfühlens, also der Empathie zu „ berühren“, das funktioniert natürlich nicht, wenn ebenfalls beschimpft wird. 

 

Vielen Dank für die Geschichte!

Zu diesem Beitrag im Forum.

12.02.2026 um 05:31 Uhr

Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt.

 

Eine Gesellschaft die sich gerne als sehr tolerant bezeichnet.

Doch ist dieses Gespräch so realistisch über Transfrau, Transmann, BDSM oder auch der gleichgeschlechtigen Liebe. 

 

Was das angesprochene Thema angeht über Divers oder auch der Gesschlechter angleichenden Operation ist so realistisch und weit verbreitet. 

Was ist noch normal und was übertrieben. Was kann und darf der Gesellschaft zugemutet werden und was ist übertrieben?

 

Ich glaube das es niemals zu einer Lösung kommen wird genau so wie es kein richtig oder falsch geben kann in deiner Geschichte, geschätzter poet als dein Protagonist die Polizei gerufen hat. 

 

Wo fängt häusliche Gewallt an, wo kann es eventuell wie beschrieben eine BDSM Session sein? 

Ist es die eigene Schuld des Pärchen weil die das Fenster offen ließen? Ist da nicht die Toleranz der Gesellschaft gefragt es zu ertragen? Oder ist es ein eindringen in die Privatsphäre weil dein Protagonist vor dem offenen Fenster lauschte? 

Wie tolerant war eigentlich das Pärchen? 

Schließlich konnte es ja nicht ertragen das sich der Nachbar gestört fühlte. 

 

Ich denke ja schon das wir als Gesellschaft einige Regeln zu beachten haben damit wir als Gesellschaft ein Leben führen können wo jeder glücklich und zufrieden ist. Wir sind zuviele Menschen das jeder machen kann was er will. 

 

Ich finde es aber wichtig als Gesellschaft auf jegliche Gewalt zu reagieren. Klar natürlich werden auch wie beschrieben solche Missgeschicke passieren aber dann habe ich persönlich es lieber hinterher darüber zu lachen als mir Vorwürfe zu machen nicht gehandelt zu haben. 

 

Ich möchte nicht wissen wie oft es zu Fällen kommt wo eine Session ausufert und Sub wirklich aufhören möchte, Stopp sagt und niemand reagiert. Wo es vielleicht auch niemand mitbekommt. Wo echte Angst reagiert.  

 

Vielen Dank lieber poet für deine Gedchichte die mich auch zum lachen brachte, aber auch zu sehr vielen Nachdenken, anregt.

 

Viele Grüße Thorsten

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Natty

Autorin. Förderer.

12.11.2025 um 20:35 Uhr

Ich sehe beim Lesen die alten Männer in der Wirtschaft sitzend vor mir, wie sie, je nach Obstler-Menge mutiger werden und um Befürworter für ihre eigene Meinung heischen. 

In diesem Fall geht die "Niederlage" aber an das Pärchen, welches sich nicht bedankt hat, dass er eben nicht weg geschaut hat, falls wirklich etwas gewesen wäre und mir graut vor der Vorstellung einer solchen Situation im realen Leben, denn dann wäre wieder einer mehr, der in Zukunft wegschaut.

Genial geschrieben hat es Spaß gemacht, dies zu lesen, danke dafür

VG Natty

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25.08.2025 um 00:10 Uhr

Sehr schöne Geschichte. Bitte mehr!

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Queeny

Förderer.

10.11.2024 um 13:16 Uhr

Lieber Poet, mir hat deine Satire sehr gut gefallen, ich bin auch an deinen Lippen gehangen um zu erfahren, was da los war.

Ich sags dir ehrlich, an manchen Stellen hast du mich echt zum Lachen gebracht. Dein Schreibstil ist unverkennbar, vielen Dank dafür! Ich hätte auch gerne den Witz mit dem Polizeihund gehört!

Trotzdem volle Sternenzahl.

LG Queeny 

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33179

Gelöscht.

20.10.2024 um 10:55 Uhr

Sehr viel wahres und etwas Sarkasmus 

Sehr gut musste etwas grinsen beim Lesen  😀

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Divotimus

Autor.

07.10.2024 um 07:52 Uhr

Es steckt viel Ironie, Wahrheit und ganz viel Nachdenkliches in diesem Monolog! Man ist hin und her gerissen über die Handlungsweise aller beschriebenen Personen...

Ich finde es persönlich sehr gut, dass die Erzählung zu hundert Prozent in ein "Kleinstadtkneipengeschräch" gepackt wurde. Das lockert die Geschichte auf und es bleibt trotz aller Nachdenklichkeit und Tiefe ein Schmunzeln zurück!

 

Eine gute Satire!

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29.09.2024 um 06:22 Uhr

Hallo Poet!

Deine Satiregeschichte ist es super!

Hat man doch echt das Gefühl ein Stammtischgespräch zu belauschen...

Ich hab die ganze Zeit beim Lesen schmunzeln müssen, da das Thema halt gerade auch in aller Munde ist. 

Super geschrieben und vielen Dank das wir sie lesen dürfen!

Liebe Grüße 

Sam

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Meister Y

Autor. Förderer.

28.09.2024 um 16:48 Uhr

Geschätzter poet

ich muss hortensia recht geben:

 

Wenn es nicht so zum Weinen wäre, wäre es zum Lachen ;).

Trotz allem Übel hat diese Satire für mich etwas Wichtiges. Die Erkenntnis, dass es besser ist zu handeln als nichts zu tun. Es stellt sich immer die "was wäre wenn..." Frage. Leider wird in unserer Gesellschaft viel zu oft weggeschaut, herrscht diese "was geht mich das an"-Mentalität. Das führt auch dazu, dass bei häuslicher Gewalt und auch öffentlicher Gewalt viel zu oft zwar wahrgenommen aber nichts getan wird. Traurig aber Realität.

 

Die Art wie Du erzählst, wie Du Deinen Protagonisten seine Sicht der Dinge darlegen lässt ist klasse und hat etwas von Stammtischgeist!

 

Eine wunderbare Satire, über die man lachen kann und nachdenken sollte und die hoffentlich noch von Vielen hier gelesen wird! Vielen Dank!

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hortensia

Autorin. Förderer.

22.09.2024 um 15:35 Uhr

Wenn es nicht so zum Weinen wäre, wäre es zum Lachen ;).

 

Meinem Dafürhalten nach ist das Colorit sehr gut getroffen, sowohl sprachlich als auch vom Stil her. 

 

Aber - und auch das muss man bedenken, trotz des Wunsches gegen die Bayern zu lästern - wenn jemand ein "typisches" Gespräch zwischen manchem Dom und mancher Sub hört, ohne zu wissen, um was es geht, könnte man vielleicht doch denken, es läge etwas im Argen, was der Hilfe bedarf. Schlimmer wäre es, hörte jemand so einen Dialog und täte NICHTS und hinterher stellte sich heraus, da war wirklich jemand in Not und Opfer häuslicher Gewalt.

 

Toleranz kommt von tolerare und das heißt "dulden" bzw. "ertragen". Und die Frage, was man zu dulden oder ertragen bereit wäre, muss sich ein jeder selbst beantworten.

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