Es dauert nicht lange, bis Silvi die Schatten der Vergangenheit spürt. Ihre Hingabe als Sklavin, die Liebe zu ihrem Herrn und alles, was sie in den vergangenen Wochen für sich gewonnen hat, scheinen ihr wieder aus den Händen zu gleiten.
Silvi liegt in der Zelle und schläft. Sie ist nackt und hat sich in die kurze graue Decke eingerollt. Ein Bild des Friedens und der Stille. Die braucht sie auch, denn die vergangenen Tage waren hart für sie. Auf meinem Monitor lese ich den Entwurf von Tollkühn an das Gericht.
Die meinen es ernst und wollen sie wirklich zurück in den Bau stecken. Die Bewährungshelferin war hier und hat uns einen kurzen Ablauf der folgenden Ereignisse dargelegt, ohne dabei zu verhehlen, dass sie wenig Aussicht auf Änderung sieht. Wo diese Leute den Anspruch »Helferin« ableiten, ist mir ein Rätsel. Silvi hat gegen keine der Bewährungsauflagen verstoßen. Sie ist tapfer zu jedem Termin erschienen und hat sich so zeitnah wie möglich um eine Arbeit und Wohnung bemüht. Bedauerlicherweise sieht der Staatsanwalt das völlig anders.
Sie dreht sich herum und das Halsband zerrt an der Kette. Sie hat sich selbst angekettet. Als ich sie runterbringen wollte, war sie bereits eingeschlafen.
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Eine Entlassung nach mehrjähriger Haft ist nicht so einfach. Denn Freiheit kann auch bedrohlich wirken. Gerade dann, wenn man am Tor erwartet wird von einem Mann, der Vorlieben hat, vor denen man im Knast gewarnt worden ist.
Die Neigungen des fremden Mannes erscheinen seltsam, aber in überraschender Weise tragen sie ein Stück des vertrauten Gefühls der vergangenen Jahre in sich. Eine seltsame Faszination ergreift Silvi. Beschützt. Behütet. Nur auf andere Weise.
Noch immer fällt es Silvi nicht leicht, wirklich frei zu sein. Tag für Tag wächst sie in das neue Leben hinein und fühlt sich am Ende wohl. Trotz Fesseln, Schweiß und eingesperrt sein. Sie hat wieder eine Aufgabe, eine Zukunft, eine Liebe.
Zwanghaft (Teil 4)
Es dauert nicht lange, bis Silvi die Schatten der Vergangenheit spürt. Ihre Hingabe als Sklavin, die Liebe zu ihrem Herrn und alles, was sie in den vergangenen Wochen für sich gewonnen hat, scheinen ihr wieder aus den Händen zu gleiten.
Deine Meinung
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Gefallen mir ausnehmend gut, alle vier Teile. Es kommt alles drin vor, was ich so schätze. Der Autor hat viel eigene Meinung, aber auch eigene Wunschvorstellungen in diese Geschichte gepackt. Auch wenn mir Silvis Reaktionen zum Teil nicht schlüssig erscheinen - die Erklärungsversuche des Doms sind es um so mehr. Ein modernes Märchen ohne Anspruch auf umfassende Realitätsnähe. Wegen der zahlreichen Seitenhiebe wirkt die Story weit über das Thema BDSM hinaus. Dank dem Autor. Meine Neugier ist geweckt.
Ich hoffe es wird mi verziehen, dass ich nur eine Rezension schreibe.
WOW! zu dieser Geschichte. Ich habe alle 4 Teile nacheinander gelesen und ich konnte einfach nicht aufhören.
Ich liebe genau solche Arten von Storys und damit meine ich nicht das Happy End.
Oft wird alles stilisiert und dies ist hier nicht der Fall. Am meisten mag ich wie toll die Selbstfindung von Silvi hier beschrieben wurde, der Versuch sich aufeinander einzulassen, das Vertrauen gewinnen, wie schwer der Kampf mit der eigenen Akzeptanz erörtert wird, die ganze Steigerung der Situation, die dramatische Wendung und das am Ende doch soviel möglich ist.
Ich habe beim lesen mitgefühlt und konnte mich super hineinversetzen.
Das die Geschichte aus beiden Perspektiven geschrieben wurde finde ich ebenso toll, das fehlt mir oft.
Ein ganz großes Dankeschön und ich freue mich darauf weiter Geschichten von dir zu lesen!!
21.10.2025 um 22:03 Uhr
der Kampf Silvis und die Ignoranz eines Rechtssystems verstärken sich in dem Moment, wo sie schicksalhaft aufeinander treffen.
Gefällt mir in der Beschreibung der Realität, gut getroffen.
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