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Forum - BDSMler unter sich - Umfragen

Ist die Neigung zu BDSM angeboren oder erworben?

Bezieht sich auf die Abstimmung 'Ist die Neigung zu BDSM angeboren oder erworben?'.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

Ist die Neigung zu BDSM angeboren oder erworben?

Die innere Neigung zu leidenschaftlichem BDSM und schmerzerotischen Spielen ist fühlbar. Das Wissen, diese Neigung in sich zu tragen, lässt sich nur schwer verleugnen. Aber wo kommt das alles eigentlich her?

Zur Abstimmung: Link

dienerin

Autorin. Förderer.

15.10.2011 um 14:45 Uhr

Gute Frage

ich weiß es nicht genau

Ich würde vermuten das beides zusammen kommt

Denn ich habe Episoden im Kinder- und Jugendalter im Kopf, die ich heute anders deuten würde als damals

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Devana

Autorin. Lektorin. Teammitglied.

15.10.2011 um 17:22 Uhr

Ich denke, die Neigung ist angeboren. Jedoch bedarf es äußerer Umstände, ob es dazu kommt, dass diese ausgelebt werden oder nicht. Anders ausgedrückt, ob man eines Tages mit der Nase darauf gestoßen wird und ob man dann den Mut findet, diesen Schritt zu gehen.

Ich denke aber ebenfalls, dass es viele Menschen gibt, in denen diese Neigung schlummert, die das aber dann anders ausleben. Sich beispielsweise einen alltagsdominanten Partner suchen oder einen Beruf ergreifen, der einer dienenden Rolle entspricht oder eben auch umgekehrt eine Führungsposition übernehmen. Es gibt ja auch viele Kulturkreise, wo das Dienen und die Unterwerfung ja quasi für den Großteil der Bevölkerung ganz normal sind.

Und von mir ganz persönlich kann ich berichten, dass ich schon seit früher Kindheit davon fasziniert war, wenn ich z.B. in einem Buch von einer starken Persönlichkeit gelesen habe, denen sich andere automatisch unterordnen. Oder von Fesselspielchen. Oder später von Filmen wie "9 1/2 Wochen". Oder noch später von Romanen, in denen dann schon recht eindeutige Szenen vorkamen. Und auch mein Sexualleben ging dann in eine Richtung, die andere wohl schon als softes BDSM bezeichnet hätten. Nur wir hatten noch nicht diesen Namen dafür.

Also kann ich auch von mir behaupten, dass diese Neigung schon immer in mir schlummerte. Der Auslöser, der bei mir zum Ausleben geführt hat, war dann wohl zum einem, dass ich in einem halbwegs liberalen Elternhaus aufgewachsen bin und mich sexuell als nicht verklemmt bezeichnen würde und zum anderen die Existenz des Internets, wo man eines Tages herausfinden konnte, wie man das nennt, was in einem steckt.

Soviel zu meiner Meinung und meinen Erfahrungen.

Liebe Grüße

devana

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hexlein

Autorin.

15.10.2011 um 20:50 Uhr

geändert am 15.10.2011 um 20:51 Uhr

ich weiss es nicht.

aber ich denke seit einiger Zeit schon darüber nach.

meine Schwester und ich sind beide Kinder des Schattens und wir vermuten, dass unsere mittlere Schwester auch ein solches ist.

Aber angeboren?

Jeder Mensch?

ist es vielleicht sogar vererbbar?

oder genetisch bedingt?

oder ist doch die Erzihung daran "schuld"?

alle diese Fragen und noch viele mehr gehen mir schon länger durch den Kopf.

aber eine Antwort habe ich noch nicht gefunden. Auch nicht für mich persönlich.

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lucyinthesky

Autorin.

15.10.2011 um 22:01 Uhr

geändert am 15.10.2011 um 22:02 Uhr

Meiner - nicht ganz bescheidenen - Meinung nach ist das die nutzloseste Diskussion im ganzen Bereich BDSM überhaupt.

Weil: Selbst wenn wir oder irgendwer es wüssten, würde uns dieses Wissen nichts nützen.

Im Gegenteil, im schlimmsten Fall könnte dieses Wissen sogar schädlich sein.

Soviel zur Theorie, nun zur Praxis: Bei mir (und ich kann nur von mir reden) müsste die submissive Neigung eigentlich veranlagt sein. Ich wüsste echt nicht, was in meiner Biographie dazu geführt haben sollte.

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16.10.2011 um 00:59 Uhr

Ich glaube, es ist angeboren. Ich hatte schon als Kind SM-Fantasien, sah mich als PrinzessIN (!?) die große Schmerzen erdulden musste - ich glaube also, das ist eine frühe Prägung, vielleiht nicht angeboren, aber in der frühen Kindheit erworben. Und ob es gelebt wird, ist dann eine andere Frage, das hängt von der herrschenden Moral im Elternhaus usw. ab.

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Gelöscht.

16.10.2011 um 08:47 Uhr

Blickt man auf unsere Evolution zurück oder wirft man auch einen Blick ins Tierreich, so ist es in sehr vielen Bereichen so, dass es schon immer jemanden gibt/ gab, der führte, und welche, die sich unterordnen. Von daher ist meine Meinung, dass es eine grundsätzliche Veranlagung ist, sich so zu verhalten.

Jedoch hängt es dann von äußeren Umständen ab (dies muss nicht zwangsläufig das "prägende Erlebnis sein", sondern kann auch einfach eine harmlose Szene in einem Film oder Buch sein oder Gesprächsfetzen, die man irgendwann irgendwo aufgeschnappt hat) in welchem Maße und in welche Richtung sich dies weiterentwickelt.

Manche leben ihre Veranlagung- wie Devana schon schrieb- einfach im Alltag oder im Job durch verschiedene Berufswahl aus, andere widmen sich dem BDSM, wieder andere leben es ganz anders aus. Ich denke, so viele Menschen wie es gibt, so viele Facetten gibt es auch, mit dieser Veranlagung umzugehen.

Dass Zusammenhänge innerhalb einer Familie bestehen glaube ich auch nicht- also dass es z.B. auf die Kinder übergeht, wenn die Eltern diese Neigung leben, denn meine Mutter lebte Seiten des BDSM, wie ich inzwischen weiß- meine Geschwister können damit für sich so rein gar nichts anfangen.

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Schattenwölfin

Autorin. Lektorin. Förderer.

16.10.2011 um 10:36 Uhr

Mir geht es wie Lucyinthesky, ich vermag in meiner Biographie keinen auslösenden Moment zu erkennen, der meine Neigung begründet haben könnte, und gehe davon aus, dass sie „angewölft“ ist.

Ich kann mich an sehr, sehr frühe Phantasien erinnern, die ich -Stand heute- eindeutig meiner submissiven Neigung zuschreibe.

Da schlummerte also wohl jahrzehntelang etwas in mir.

Den Vergleich mit dem Tierreich halte ich für gewagt: Ich bleibe mal bei den von mir so sehr geschätzten und geliebten Wölfen. Die Führungsrolle der Alphatiere ist absolut; sie rufen zur Jagd auf, sie fressen zuerst und nur sie pflanzen sich fort. Demgegenüber beschränkt sich wohl bei den meisten BDSMlern ihre Rolle auf die sexuelle und die Spielebene.

Im Hinblick auf die Evolution, die zunehmend in der Verhaltenslehre Beachtung gewinnt, mag sich indessen die Sinnhaftigkeit der Dominanz erhalten haben. Indem eine(r) sagt, wo es lang geht, führt sie/er sein Rudel nicht nur an, sondern er dient ihm auch durch die damit verbundene Sicherheit für die anderen Mitglieder der Gruppe. Ein Verhalten, dass sich auch bei Pferden bewährt hat. Durchaus denkbar also, dass Dominanz und Unterwerfung ihre Wurzeln in uralten Verhaltensmustern haben.

@ Bittersüßer Nachtschatten: Ich verstehe nicht ganz, inwiefern die im Elternhaus herrschende Moral etwas damit zu tun hat, ob die Neigungen auch ausgelebt werden, vielleicht eher mit welcher Selbstverständlichkeit und welchem Selbstbewusstsein man es tut.

Grüße von der Schattenwölfin

.

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Gryphon

Autor.

16.10.2011 um 20:02 Uhr

Ich denke, es ist wie bei den meisten menschlichen Dingen eine Mischung zwischen Genetik und Prägung. Häufig vermögen wir die Prägung selbst kaum zu erkennen, was noch häufiger vielleicht sogar gut ist. Ich habe auch viele Jahre über dieses Thema nachgedacht und finde zumindest Anhaltspunkte dafür, warum ich so geworden bin, wie ich bin.

Grüße von Gryphon

P.S.: Auch bei den Wölfen ist es doch so, dass der eine ein Alpha - Tier wird und der andere nicht.

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Lanika

Lektorin. Förderer.

16.10.2011 um 23:30 Uhr

Angeboren oder erworben

Indem man eine Neigung als Gesellschaft als erworben bezeichnet, wird sie therapierbar. Es ist also nur gut für uns, wenn wir wenigstens nach außen behaupten können, dass unsere Neigungen angeboren seien.

Wenn ich zurückschaue, sehe ich schon Ansätze meiner Neigung im Teenageralter. Genauso sehe ich genügend Erlebnisse, Erfahrungen auch sehr schwierige Dinge, die mich sehr geprägt haben, die teilweise vor dem Teenageralter liegen. Das heißt, ich tendiere eher dazu, meine Neigung als erworben zu sehen, aufbauend auf einer angeborenen Möglichkeit.

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Schattenwölfin

Autorin. Lektorin. Förderer.

17.10.2011 um 07:10 Uhr

P.S.: Auch bei den Wölfen ist es doch so, dass der eine ein Alpha - Tier wird und der andere nicht.

@ gryphon: Siehst Du darin einen Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe oder eine Ergänzung?

Ich schreibe doch, dass die Wurzeln unserer Neigungen angeboren sind und nicht das Programm, ob und wie diese Neigungen sich festigen und ggf. dann auch ausgelebt werden. Letzteres hätte ich vielleicht deutlicher hervorheben müssen.

Ich könnte mir in Extremfällen Biografien vorstellen, in denen etwas kippt, d.h. ein mit dominanten Anlagen geborener Mensch später submissiv lebt und umgekehrt; ich stelle mir hierfür allerdings „gewaltige“ Umbrüche in sensiblen Entwicklungsphasen vor.

Wobei mich das zu der Frage führt, wie sich die Switscher hier einsortieren (lassen)? Sind sie nicht Fleisch und nicht Fisch? Vollkommen in ihrer Vielseitigkeit? Oder wollen sie einfach nur mehr Spiele spielen?

Bin in jedem Fall gespannt auf weitere Beiträge.

Morgengruß von der Schattenwölfin

.

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