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Bundestrojaner

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macsa

Autorin.

24.04.2007 um 17:28 Uhr

Zu der Frage des neuen Quickies: Was wirst Du tun, wenn es den Bundestrojaner gibt? Ist die letzte Antwort: Mit einem zweiten Computer ins Netz gehen.

Was soll das bringen?? Ob man es nun mit dem einen, oder dem anderen Computer tut, bleibt sich doch gleich! Die Adresse ist doch dieselbe, oder was meint ihr?? Anscheinend sind wir auf dem Weg zur totalen Überwachung,

Omnia vincid amor

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Omnia vincid amor

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Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

24.04.2007 um 18:12 Uhr

Liebe macsa,

die zweite Antwort lautet nicht "Mit einem zweiten Computer ins Netz gehen", sondern "einen zweiten PC für den Onlinezugang verwenden". Der Unterschied liegt darin, dass die Daten auf dem bis jetzt genutzten PC liegen und für den Zugang zum Internet ein zweiter PC (ohne sensible Daten) verwendet wird. In diesem Falle könnte ein Bundestrojaner nichts finden oder, selbst wenn er auf dem PC ohne Internetzugang vorhanden ist, nichts senden. Es sei denn, man entwickelt ihn so, dass er sogar Briefe per Post versenden kann. Mittlerweile traue ich unseren Politikern alles zu.

Hier noch ein kleines Fundstück für alle, welche den Bundestrojaner immer noch für einen Aprilscherz halten:

CCCeBIT-Preis für den Bundestrojaner

21. März 2007, 12:16 Uhr

Der jedes Jahr vom Chaos Computer Club (CCC) anlässlich der CeBIT verliehene Preis CCCeBIT geht dieses Mal an das Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen für den so genannten Bundestrojaner. Damit werden die Pläne kritisiert, verdeckte Online-Durchsuchungen durchzuführen.

Der Bundestrojaner steht für das heimliche Schnüffeln von Bundes- und Landesbehörden auf privaten Computern. Dabei können private Kommunikationsinhalte abgehört und ganze Rechner sowie Webcams und Mikrofone ferngesteuert werden. Der Einzelne ist gegen solche heimlichen, gezielten Angriffe machtlos, Firewalls und Virenscanner helfen hier nicht. Im Unterschied zu einer Hausdurchsuchung wird der Bundestrojaner ohne Kenntnis des Computerbenutzers, ohne nachvollziehbares Protokoll und ohne Zeugen auf dem privaten Computer installiert.

Nach Ansicht des CCC ist der Bundestrojaner ein Symbol für eine weitere Aushöhlung der Grundrechte im Namen von Terror- und Verbrechensbekämpfung und stellt sogar noch den großen Lauschangriff deutlich in den Schatten. Er sät weiteres massives Misstrauen zwischen dem Staat und seinen Bürgern, zerstört die Chance auf eine sichere IT-Infrastruktur und umgeht dabei fundamentale Grundsätze unseres Rechtsstaates wie das Zeugnisverweigerungsrecht und die Unverletzlichkeit der Wohnung, meint der CCC.

Aus diesem Grund erhält dieses Jahr das Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen die Negativauszeichnung in Form eines schwarz-rot-goldenen Pferdes.

(nz/ Golem.de)

Quelle: Netzeitung

Und unter bundestrojaner.de (Link) oder mit einer Suche bei Google finden sich noch tausend weitere interessante Hintergrundinfos.

Liebe Grüsse

Jona

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Engelchen

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

25.04.2007 um 23:42 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Regierung das realisieren kann. Sollte es aber Tendenzen geben, werden wir wohl auch zum 4. PC greifen müssen oder wenn wir alle ins Internet wollen, benötigen wir 6 PCs. Na dann wird aber die Wirtschaft angekurbelt und die Ermittler sehen mit dem Ofenrohr ins Gebirge....

Grüße

Engelchen

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Das Leben ist das was einem zustößt, während man auf die Erfüllung seiner Träume wartet.

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cassy

Autorin.

26.04.2007 um 00:05 Uhr

Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was da noch so alles kommt. Unser Staat (allen voran unsere Politiker) [@ Jona: darf ich das noch schreiben, oder riskieren wir damit schon eine Abmahnung? Wenn ja, bitte diesen Teil löschen] scheint ja wirklich das allerschlimmste von seinen Bürgern zu denken. Sollte es tatsächlich soweit kommen, werden auch wir einen weiteren PC bekommen, darauf kann der Staat sich verlassen, jawoll!

Liebe Grüße

cassy

Ich bin, wie ich bin...

Die einen kennen mich, die anderen können mich...

Die Stärke des Charakters erkennt man nicht daran, was er austeilt, sondern daran, was er einstecken kann.

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cassy [i]Ich bin, wie ich bin... Die einen kennen mich, die anderen können mich...[/i] [i]Die Stärke des Charakters erkennt man nicht daran, was er austeilt, sondern daran, was er einstecken kann.[/i]

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Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

26.04.2007 um 00:34 Uhr

Sag niemals nie...

....denn während man noch offiziell über die Zulässigkeit des Bundestrojaners streitet, wird schon fleißig geschnüffelt. Folgende Meldung:

Staat als Hacker: Geheimdienste nutzen bereits Online-Durchsuchungen von Computern

Die Geheimdienste spähen bereits seit 2005 heimlich via Internet die Computer von Verdächtigen aus. Dies bestätigte am Mittwoch im Bundestags-Innenausschuss nach Teilnehmerangaben der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Peter Altmaier (CDU).

Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Gisela Piltz, forderte die Regierung auf, die Maßnahme zumindest so lange auszusetzen, bis die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Online-Durchsuchungen vorliegt, und die entsprechenden Haushaltsmittel unverzüglich zu sperren. Auch der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz, hält die Online- Durchsuchungen bei der gegenwärtigen Rechtslage für unzulässig.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im Februar der Polizei wegen fehlender gesetzlicher Grundlagen Online-Durchsuchungen vorerst untersagt. Das Ausspähen von Daten mit Hilfe eines Programms, das ohne Wissen des Betroffenen auf seinen Computer aufgespielt wird, sei nicht durch die Strafprozessordnung gedeckt. In dem verhandelten Fall ging es allerdings nicht um die Arbeit von Geheimdiensten.

Nach Ansicht der Bundesregierung lassen die Gesetze über die Nachrichtendienste Online-Durchsuchungen der Geheimdienste zu. Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte den Angaben zufolge eine entsprechende Dienstvorschrift abgezeichnet.

Quelle und vollständige Meldung: PC-Welt (Link)

Die Frage, ob so etwas technisch realisierbar ist, hat sich aus meiner Sicht damit erledigt. Ebenso wie die scheinheilige Diskussion, ob es zulässig ist.

Liebe Grüsse

Jona

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cassy

Autorin.

26.04.2007 um 12:18 Uhr

Na klasse!

Da kann man dann nur noch hoffen, niemals als "verdächtig" eingestuft zu werden, um nicht in den 'Genuss' des Online-Geschnüffels zu kommen Aber wahrscheinlich sind unsere Geheimdienste ebenso paranoid

[@ Jona: Darf ich das noch schreiben? *grübel*], wie die von manch anderen Industrie-Nationen, deren Namen ich hier sicherheitshalber lieber nicht erwähne, und somit sind bestimmt alle irgendwie und irgendwo verdächtig, müssen also überwacht werden

Und wer weiß, wo ausländische Geheimdienste womöglich ihre Trojaner alles drin haben?? *grübel*

Nachdenkliche Grüße

cassy

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donna

Autorin. Vereinsmitglied.

26.04.2007 um 17:08 Uhr

Diese Trojaner sollen ja auf Stichworte reagieren....

hmmmm.... welche würden dann bei uns Aufmerksamkeit erregen?

Hauen? Quälen? Tränen? Fesseln?

*flüster*...psssst... ich frag nur damit wir vielleicht die Wörter codieren?

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Man muss erleben, was falsch war, um zu wissen, was das Richtige ist!

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Rose Kane

Autorin.

28.04.2007 um 01:04 Uhr

Sie tun es längst ... nur nicht im Allgemeinen.

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~ R.K. ~

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---- ~ r.k. ~

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T Lagemann

Autor.

03.05.2007 um 21:18 Uhr

So richtig funktioniert das mit dem Bundestrojaner scheinbar noch nicht ...

Link

... legt zumindest das Interview als Schlussfolgerung nahe.

Viele Grüße

Tobias

"Kein Gesetz verbietet Phantasien." Amélie Nothomb

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"Nur wer riskiert, zu weit zu gehen, kann jemals herausfinden, wie weit er überhaupt gehen kann."(T.S. Eliot)

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Rose Kane

Autorin.

05.05.2007 um 17:53 Uhr

Ich habe heute gleich zwei E-Mails zu dieser Sache bekommen. Nicht öffnen und löschen ... Das habe ich zumindest gemacht.

LG

Stef.

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~ R.K. ~

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---- ~ r.k. ~

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