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Forum - BDSMler unter sich - Ledersofa

Bergmanns vierte These: Es gibt keine Sub.

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02.10.2019 um 06:05 Uhr

Es gibt keine Sub. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir als dominanter Mann vorstelle. Ich versuche, das zu erklären. Ich denke bei einer Sub an eine devote, submissive, ein wenig masochistische Frau. Ihr Ziel ist es, genau das zu sein. Sie unterwirft sich mir aus Leidenschaft. Ich stehe in ihrem Focus und dadurch fühle ich mich geehrt, in meiner Männlichkeit bestätigt. Genau hier liegt mein Irrtum. Frauen haben immer ein Ziel. Da ist nichts von wirklicher Unterwerfung. Ihre Submission ist nicht auf mich ausgerichtet, meine Erwartungshaltung spielt keine Rolle. Die submissive Haltung einer Frau gründet sich lediglich auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse. Ich bin nicht gemeint. Wie seht ihr das?

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Mai

Autorin.

02.10.2019 um 08:17 Uhr

Genauso. Und?

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† Geronimo

Gelöscht.

02.10.2019 um 09:52 Uhr

Vielleicht liegt es ja an deinen falschen Vorstellungen über Sklavinnen / Subs.

Männer haben übrigens auch immer ein Ziel. Jedenfalls kann ich das genauso ernsthaft unbelegt behaupten, wie du das unbelegt ernsthaft von Frauen behauptest. Oder hast du eine Quelle?

Wo finde ich deine anderen Thesen und sind die genauso lustig?

Geronimo

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dienerin

Autorin. Förderer.

02.10.2019 um 22:13 Uhr

Tja,

bisher wohl die falsche Sub kennen gelernt

Dienerin

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03.10.2019 um 20:34 Uhr

Eben, liebe Mai. Ohne das 'und' bleibt meiner Ansicht nach lediglich zweckdienliche Benutzung.

Dienerin, bitte erkläre mir die Sub, die meiner Theorie nicht entspricht. Wie tickt die?

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Wodin

Förderer.

17.10.2019 um 02:25 Uhr

Fassen wir mal zusammen. Da ist auf der einen Seite ein submissiver Mensch der sich unterwirft. Warum? ... um den Dominanten glücklich zu machen oder seine eigene Befriedigung daraus zu ziehen?

Auf der anderen Seite ist der dominante Mensch. Wodurch ist sein Handeln geprägt? ... um dem Submissiven was zu geben oder auch nur seine eigene Befriedigung zu bekommen? Wie wäre es, anstelle von entweder-oder ein sowohl-als-auch anzunehmen? Ein Geben und Nehmen!

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17.10.2019 um 07:33 Uhr

Dein Argument, Wodin, nehme ich als starken Rüttler an meiner These zur Kenntnis, stimme dir auch umfassend zu, denn du beschreibst einen Idealzustand und wenn es den in dieser Form gibt, hast du meine These sogar umgehauen, doch ich meine, dass du einen Wunschzustand beschreibst, eine Symbiose, die einem Ideal und selten der Realität entspricht, denn wo stimmen beide Seiten in ihrer Sexualpräferenz so überein, dass des Einen Sehnen dem Anderen Wunsch ist?

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dienerin

Autorin. Förderer.

17.10.2019 um 22:13 Uhr

Ich kenne Subs, die nur darauf aus sind, dass Dom sich gut fühlt und befriedigt ist.

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Mai

Autorin.

18.10.2019 um 12:24 Uhr

geändert am 18.10.2019 um 12:25 Uhr

Schauen wir uns einfach mal eine 0 8 15 BDSM-Nummer an:

Er: „Knie dich hin Weib.“

Sie: Kniet hin und wird wuschig von der Vorfreude.

Er: „Arme hinter den Oberkörper“.

Sie: -Yay, gleich geht’s los-

Er: Holt die Fesseln aus dem Schlafzimmer, fesselt sie aufwändig, so, dass die Brüste toll aussehen, denk natürlich dran, dass sie es lieber mag, wenn er nur ihre Dinger aus dem Dekolleté fummelt, damit ihre kleine Speckrolle am Bauch bedeckt bleibt, klar, er will ja, dass sie sich wohl und sexy fühlt.  Dann schaut er sie an und überlegt sich, was er machen könnte. Überaschend soll es ja sein. Die Gasmaske? Ach ne, die hat er erst vor drei Monaten benutzt, da wartet er lieber noch ein bisschen. Die Brustklammern? Ja. Das wäre nett. Aber welche? Die, wo er immer ewig fummeln muss? Aber die sind halt schonender. Oder die brutalen? Da steht immer hopp oder topp, es kann sein es macht sie zu einem frommen Lämmchen und geht ab wie Schmitz Katze, oder sie stürzt ab und der Abend ist gelaufen. Er entscheidet sich für die Mitteleren, da ist er auf der sicheren Seite. Und ein bisschen quäkt sie doch, für sein Ego. Und hauen muss er sie auf jeden Fall, sonst ist sie enttäuscht. Dazu holt er mal drei vier Sachen natürlich noch den Auflegenvibrator, das gefällt ihr. Für die richtige Balance zwischen Schmerz und Lust.  

Sie: -

Er: Macht sich ans Werk. Fummelt die Klammern dran, das scheint ihr heute zu gefallen. Gut. Dann geht er noch mal ins Schlafzimmer um noch ein paar zu holen. Mach ein Kränzchen um jeden Nippel.

Sie: *stöhn*

Er: Erfreut sich einen Moment über den Anblick und fummelt ein bisschen mit der Gerte an den Brüsten herum.

Sie: *stöhn*

Er: Mach ein paar Luftschläge, um für Spannung zu sorgen. „Willst du auch schön brav sein?“

Sie: „Ja Herr.“

Er: Lächelt  zufrieden und fühlt sich mächtig. Dann schiebt er ihr das summende Ding in den Slip und mach ein paar kleine Schläge, um sich in  ihre Tagesform einzufühlen.

Sie: „aua, stöhn“

Er macht ein paar Geräusche, im Spielzeug, das macht sie immer an, wenn sie nicht weiß was er macht, dann klemmt er ihr den Rohrstock zwischen die Lippen, damit sie mit der Zunge erfühlen kann, was das ist. Lässt dann das weiter mitgebrachte Zeug rascheln und Klimpern.

Sie: -

 

 

Was will ich damit sagen? Was muss der passive Teil machen, um den ganzen Abend bespaßt zu werden? „aua, quak, ja Herr, stöhn“ und wenns hoch kommt ein bisschen Blasen. Die Aktionen kann man doch seine Reaktionen lenken, abbrechen, verstärken, und am Ende wird man natürlich noch aufgefangen.

 

Hallo? Das sich ein dominanter Mann überhaupt solche Fragen stellt grenzt schon an Selbstbeschiss.

Ich bin noch nie so ausführlich sexuell bedient worden, bevor ich mit BDSM angefangen habe. Ohne großartige Gegenleistungen. Dass es den Aktiven genau so Spaß macht, ist die Kirsche auf der Torte.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin.

19.10.2019 um 11:59 Uhr

geändert am 19.10.2019 um 12:02 Uhr

@Hans Bergmann:

Was du meinst, heißt unter uns Altprimanern „Altruismus“  und Wikipedia gibt zu, dass der Begriff noch nicht allgemeingültig definiert werden konnte.

Das heißt, wahrscheinlich hast du recht, die sub, die du dir wünschst, gibt es nicht, weil jeglichem scheinbar selbstlosen Verhalten doch ein Ziel innewohnt.

Egal, ob ich für Ärzte ohne Grenzen spende oder den Kuchenbasar im Heimatverein organisiere, ich tue das um mich gut zu fühlen oder wegen Anerkennung oder schlechtem Gewissen oder was auch immer.

Thema verfehlt? Nö. Das gilt auch für BDSM-Beziehungen. Du schreibst doch selbst:

„Ich denke bei einer Sub an eine devote, submissive, ein wenig masochistische Frau. Ihr Ziel ist es, genau das zu sein.“

Das Zauberwort heißt „Ziel“. Ein Ziel zu erreichen, heißt mit sich zufrieden zu sein. Ganz uneigennützig.

Das ist eine Topf-und-Deckel-Geschichte und im Idealfall passt der Deckel auf den Topf. Wenn nicht, ist das Ergebnis suboptimal, aber in Beziehungen kann man sich das notfalls schön denken bzw. Ziele neu definieren.

Ich finde es erfreulich, wenn sich meine Ziele mit den Zielen des Partners decken, ganz genau kann ich das aber nie wissen.

Ich gehe einfach davon aus, dass es ihm auch Spaß macht. Wenn nicht, ist das hoffentlich nicht mein Problem. Oder vielleicht doch, wer weiß das schon. Im Idealfall bereitet uns die Spielerei mit dem Machtgefälle in gleichem Maße Spaß.

Ich hoffe mal, dass er zu mir nicht deswegen gut ist, weil auf seinem Gewissen eine Schandtat gegenüber seiner Mutti lastet - Zuge rausgetreckt oder sowas ...

Ist es eigentlich schlimm, wenn einer der Partner nur mitspielt, um den anderen zu halten, ohne im Spiel selbst Erfüllung zu finden? Gibt es dafür brauchbare Szenarien?

Wenn also die Erfüllung nicht auf sexueller Ebene liegt, sondern auf emotionaler oder gar sozialer Basis?

Und wenn ja, welche Rolle ist leichter?

Ach ja ...

Ich habe bei Wikipedia noch einen schönen Satz gefunden:

Die erlebte Aufhebung und Interessenbalance zwischen Egoismus und Altruismus wird auch als Liebe bezeichnet.“

Vielleicht tröstet dich das ein bisschen.

Gruß

hanne,

die ganz uneigennützig dem Kater die Tagesplanung überlassen hat ... unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich laufen will 

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