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Februar

Luna verlangt von Toni eine Geschichte. Nackt soll er sie sich ausdenken, im Anschluss niederschreiben. Über seine Obsessionen, die geheimen Fantasien soll er berichten. Toni schreibt. Wie wird seine Herrin auf das Ergebnis reagieren?

Eine BDSM-Geschichte von Gregor.

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Kommentare von Leserinnen und Lesern

09.08.2026 um 13:01 Uhr

Das war wirklich packend

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Gregor

Autor. Förderer.

09.08.2026 um 11:33 Uhr

Danke Leo Me, und genau so ist es, so vielfältig und facettenreich wie BDSM ist, gibt es Protagonisten wie Toni und den hast du in seinen krassen emotionalen Welten im Kontext der Geschichte bestens analysiert. Die Domina ist letztlich Erfüllungsgehilfin von Tonis Obsession.

(Ein ausgezeichnetes Beispiel ähnlicher Veranlagung in der weiblich-submissiven Welt habe ich in »Was sie mag« von Jona Mondlicht gelesen, bei der die Männer aus meiner Sicht ebenfalls als Erfüllungsgehilfen dienen, was für beide Seiten völlig in Ordnung ist.)

 

Ich danke für Beschäftigung und deine Gedanken zu meiner Geschichte Rote Blume. So wie im BDSM Wünsche nach Unterwerfung, Erniedrigung und Benutzung in destruktive, selbstzerstörerische Dynamiken umschlagen können, ist es mit jeder Obsession. BDSM bietet noch den Vorteil des Spiegelns im Partner und damit verbundener Kontrolle von freidrehenden Dynamiken.

 

Ich freue mich über den Lohn, den mir meine Geschichte eingebracht, weil du, Valérian Bourreau, schreibst, dass sie dich ermutigt, unbequemer und unangepasster zu sein.

 

Danke für deine freundlichen Worte Meister Y. Ich denke, jede Geschichte führt zu unterschiedlichen Bewertungen und das ist völlig normal, weil jeder lesende Mensch seine Erwartungshaltung oder Neigung oder Obsession in der Geschichte sucht und mehr oder weniger findet. Ich danke für deine Toleranz und sachliches Lob.

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Leo Me

Autorin.

07.08.2026 um 19:35 Uhr

Lieber Gregor,

 

ich tausche mich mit einem anderen Teilnehmer (m/w/d) des Wettbewerbs seit Beginn zu den Geschichten aus. Wir besprechen sie detailliert, erläutern was uns gefällt und was uns nicht so sehr gefällt. In einigen Punkten sind wir uns einig, in anderen nicht, was aber auch einfach mit persönlichen Erfahrungen und Vorlieben zusammenhängt. Bei deiner Geschichte spalten sich unsere Meinungen, und auf Nachfrage habe ich folgendes geantwortet:

 

„Gregor hat mich mit seiner Erzählweise auf seine Achterbahnfahrt mitgenommen. Immer wieder der Wechsel zwischen Kopfkino und zurück zur Aufgabe es aufzuschreiben. Er hat sie bestmöglich erfüllt, gierig nach Belohnung, nach Erfüllung in der Realität. Und dann knallt sie ihm ihre Regeln vor den Latz und holt ihn auf den Boden der Tatsache zurück. Das ist emotional grausamer, als alles andere was er vorher für sich fantasiert hat. Er nimmt was sie ihm gibt und macht sich so zu dem, was er braucht.“

 

Vielleicht lese ich deine Geschichte ganz anders als beabsichtigt, aber ich möchte dir das trotzdem ergänzend noch zukommen lassen.

 

Liebe Grüße

Leo

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Leo Me

Autorin.

02.08.2026 um 19:24 Uhr

Lieber Gregor,

 

ich bin sprachlos. Eine Geschichte, die so gar nicht meinen Neigungen entspricht. Viel zu hart, viel zu extrem für mein Empfinden. Und trotzdem (oder deshalb?) begeistert sie mich.

 

Du entführst in ein Kopfkino, dem ich mich kaum entziehen. Hart, aber fesselnd kann ich seine Gedanken und Empfindungen miterleben. Und dann, für mich die eigentliche Grausamkeit: Brutal machst du sein Kopfkino kaputt. Reichst ihm einen Brotkrümel, den er dankend und voller Demut annimmt.

 

Für mich ist deine Geschichte eine Meisterleistung. Schade, dass ich nicht mehr Punkte geben kann.

 

Leo

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Meister Y

Autor. Förderer.

30.07.2026 um 15:15 Uhr

GeschätzterGregor, Glückwunsch zum dritten Platz!

 

Die Geschichte habe ich gern gelesen, auch wenn sie so gar nicht meiner Konstellation und meiner Gedankenwelt entspricht. Du hast die obsessiven Wünsche Deines Protagonisten nachvollziehbar, detailiert und klasse beschrieben. Ich konnte mit Toni fühlen, fiebern, leiden und war am Ende überrascht, dass er all das für eine professionelle Domina tut. Wobei vielleicht gerade das, seinen obsessiven Drang noch mehr verstärkt hat. 

Wie immer hast Du sozusagen professionell geschrieben, wortgewandt erzählt, großartige Bilder erzeugt, es hat sich gelohnt, die Zeilen zu lesen.

 

In meiner persönlichen Jurywertung warst Du nicht unter den ersten drei, was der Qualität Deiner Story keinen Abbruch tut.

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Rote Blume

Förderer.

27.07.2026 um 11:40 Uhr

Hallo Gregor, 

herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz! 🎊

 

Deine Geschichte hat auch mich durch ihren Aufbau, die Bilder die Du gemalt hast mit der Ausgangsszene mit Toni am Fenster und seinem „Kopfkino“, das er auf Wunsch seiner Herrin laufen lassen hat, und dem eindeutigen Bezug zum Thema Obsession, beeindruckt. 

Der Wechsel zwischen der „ realen“ Szene am Fenster zu den Vorstellungen in der Phantasie und dem Schluss, wo Toni und Luna real aufeinandertreffen, fand ich sehr gelungen beschrieben und gut geschrieben. Gut gefallen hat mir inhaltlich, wie Toni sich in seine extremen Wünsche hineinphantasiert hat, und dann zuletzt von seiner Herrin auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, sie ihm aber trotzdem ein Stück weit entgegen gekommen ist. Denn ein bisschen unfair fand ich schon, dass er ja ihrem Befehl exakt nachgekommen war, ungefiltertes Kopfkino zu liefern, dann aber dafür gerügt zu werden, dass das alles ja nichts mit der Realität zu tun hätte, weil er sich maßlos überschätzt habe. Aber auch das gehört wohl zum Arrangement zwischen den beiden, und zeugt gleichzeitig von der Übernahme von Verantwortung von Seiten Lunas. 

 

Deine Geschichte kam in meiner Wertung weiter hinten, das lag einfach daran, dass sie für mich persönlich etwas langatmig zu lesen war, und das mir die Dialoge zwischen Toni und Luna, auch in der „ Realität“ der Geschichte etwas hölzern und  unnatürlich vorkamen. 

Es war aber für mich einfach auch insgesamt gar nicht so einfach eine Abstufung bei all den Geschichten vorzunehmen. Je öfter ich „ Februar“ gelesen habe, desto besser hat mir die Geschichte gefallen, und ich finde sie hat den Platz auf dem Treppchen verdient.  Ehrlicherweise hätte ich wahrscheinlich vorher, ohne in der Jury gewesen zu sein eher drüber gelesen, weil die Beschreibungen der „ Sessions“ auf den ersten Blick weit weg von meinem Empfinden sind, und diese ja hauptsächlich die Geschichte ausmachen. 

 

In der Geschichte wurde gut herausgearbeitet, wie ich finde, das es (eigentlich) egal ist was die Herrin tut, sondern es vor allem um die Umsetzung von Tonis Obsession geht, ein „Schatten unter ihren Stiefeln“ zu sein.

Ich hatte nicht mit einer Domina als Herrin gerechnet anfangs, aber wahrscheinlich passt das hier gut, weil Toni gar nicht als menschliches Wesen wahrgenommen,  sondern wirklich nur benutzt und beherrscht werden möchte. 

 

Mich selbst regt das auch zum Nachdenken darüber an, wo ziehe ich die Grenze für mich was meine Phantasien angeht, wenn es um die Umsetzung für die Realität geht? Was sollte lieber Kopfkino bleiben, wo könnten Wünsche nach Unterwerfung, Erniedrigung und Benutzung in destruktive, selbstzerstörerische Dynamiken umschlagen? Und wo ist es in Ordnung, auch wenn es anderen (zu) extrem erscheint, weil es beiden Seiten gut damit geht? Das ist wohl immer ein Abwägen im BDSM und da braucht es Selbst- und Fremdverantwortung. 

 

Weiteres dann unter Deinem unter anderer Stelle aufgemachten Thread. 

 

Schöne Grüße, Rote Blume

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Valérian Bourreau

Autor. Förderer.

27.07.2026 um 11:06 Uhr

Hallo Gregor,

 

erstmal auch dir herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz 🥳

Deine Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, die Verwobenheit der Gedanken hat mir sehr gut gefallen. Und ganz besonders die Erdung des Subs, wenn er mit der Realität konfrontiert wird, absolut großartig. In nseren Gedanken und Fantasien neigen wir gerne mal zu maßloser Selbstüberschätzung, vieles klingt besser oder »romantischer«, aber in Wirklichkeit wollen Körper und Geist nichr unbedingt das, was uns die Fantasie suggeriert.

Deswegen finde ich es auch gut, das Luna hier Vernunft vertritt und nicht einfach ihre Chance auf schnelles Geld wittert. Allgemein auch ein Punkt, unabhängig von deiner Geschichte, dass an unsere Fantasien, wünsche und Bedürfnisse Preisschilder gehängt werden.

Deine Geschichte hat das Thema des Wettbewerbs hervorragend von hinten aufgezäumt, ich mag diesen Ansatz. 

Jetzt, wo ich die ersten drei Plätze kenne, kommt mir mein eigener Beitrag zu sehr wie »Wohlfühlliteratur« vor, aber das nur am Rande.

»Februar« bestärkt mich auf jeden Fall in meiner Entwicklung, unbequemer und unangepasster werden zu wollen, dafür möchte ich dir danken.

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Gregor

Autor. Förderer.

26.07.2026 um 19:56 Uhr

Zu allen Geschichten des Schreibwettbewerbes werde ich mich mit einigen Gedanken melden, gratuliere Tek Wolf und Eisvogel herzlich zum ersten und zweiten Platz.

Zuaert möchte ich mich für die Kommentare zu meiner Geschichte bedanken und freue mich über:

Braves Mädchen, (Obsession ist, denke ich, nicht die einzelne Handlung, der einzelne Gedanke, sondern meist ein Komplex aus Fantasie, Wünschen, Leidenschaft);

Tek Wolf, (Dank für Lob und deine Gedanken zur Kombination aus kühlem Szenario und Erotik in extremen Fantasien);

Natty, (Dank für Nachdenken über strengere Fantasie, deren mögliche Realität und deren Wertung im Kontext von Geschichten, speziell hier auf den Schattenzeilen);

Eisvogel, (Dank für das Schreiblob, die anderen Punkten deines Kommentars sind ein Thema wert, dass ich in einem gesonderten Thread aufmache);

sklave thorsten, (Danke für deine tiefgehende Beschäftigung mit meiner Geschichte und ich lese deine ausführlichen Kommentare zu anderen Geschichten ebenfalls gern. Und nein, ich hätte nicht gedacht, dass ich mit dem harten Text einen guten Platz belege);

Ambiente, (Danke für dein sehr freundliches Lob und deine Worte zur Gratwanderung. Ich hatte ein wenig Bedenken, ob die Geschichte zu den Schattenzeilen passt, ein paar Zentimeter nach links, dann fällt sie …);

Herzenswunsch, (Deine Worte aus neigungsgleicher Sicht freuen mich, dein Lob ebenfalls. Dein Gedanke, ob finanzielle Absichten Gefühllosigkeit bedingen und unehrlich sind, können nur im Kontext der Beziehung des Protagonisten beantwortet werden. Dienstleistung ist meiner Auffassung nach ehrlich.);

kehinn (Danke für deine Meinung, für direkte, ehrliche Worte. Ich kann nachvollziehen, was du meinst. Aber sollen BDSMler keine Peitsche mehr anfassen, weil damit in früheren Zeiten auf amerikanischen Plantagen ausgewanderte Europäer afrikanische Sklaven totgeschlagen haben? Die ganze BDSM-Sache war, ist und bleibt eine Gratwanderung. Sie ist immer einvernehmlich und sie hat so gar nichts, wirklich und absolut gar nichts mit Menschenverachtung, Folter und Unmenschlichkeit zu tun.)

Don Blech, (Dank für dein Durchhalten im Wechselspiel zwischen Realität und Fantasie).

Ich wünsche allen Geschichtenfreundinnen und Geschichtenfreunden eine gute Zeit!

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26.07.2026 um 15:40 Uhr

Lieber Gregor,

ich habe die Geschichte die Toni sich ausgedacht hat gelesen und hab nur gedacht, dass ist zuviel für mich, nee das will ich nicht. Und hab die Geschichte dann nur noch überflogen.

Mit dem Ende hast Du mich abgeholt, die Phantasie die man hat und wie das dann im echten Leben aussieht.

Nachdem ich dieses Ende kannte konnte ich die Geschichte, beim zweiten Lesen, doch noch geniessen.

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kehinn

Autor.

26.07.2026 um 15:30 Uhr

Gern will ich glauben, dass solche Phantasien über realsadistische Folterszenen für viele reizvoll, vielleicht sogar höchst erregend sind. Ihnen gönne ich dieses Vergnügen von Herze. Die Gedanken sind frei, und ich möchte niemandem seinen Spaß verderben. 

 

Mich selbst hat die Handhabung des Feldtelefons allerdings allzu sehr an Berichte aus dem Algerienkrieg (und andere) erinnert. Da gibt es dann nichts Erotisches mehr, nur noch Entsetzliches, ausgelebte Unmenschlichkeit.

 

Angesichts derart konkret ausphantasierter Menschenverachtung, dem völligen Fehlen von Empathie und der gezielten Zerstörung des Gefühls von Würde ist bei mir die Lust an der Lektüre verloren gegangen. Schade. Aber vielleicht stellt sie sich bei einer nächsten Geschichte wieder ein?

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