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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten und Gedichte

'Selbsthass' von Sisa

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte 'Selbsthass'.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

Selbsthass

von Sisa

 

Ich werde alt ... Doch er hat mich nie wirklich aufgegeben, in all dieser Zeit nicht, er hat an seinen Gefühlen für mich festgehalten, den Kontakt nie abgebrochen, hielt aus der Ferne ein Auge auf mich. Und weil das Leben manchmal seltsam spielt, bin ich doch wieder bei ihm gelandet. Welcher Teufel hat mich da nur geritten?

 

Die BDSM-Geschichte lesen: Selbsthass von Sisa

hexlein

Autorin.

27.03.2023 um 15:20 Uhr

Danke Sisa für diese hmm "Geschichte".

So etwas hier zu lesen macht mir persönlich Mut, zeigt es mir doch, dass nicht nur ich mich mit meinen Äußerlichkeiten und meinem fortschreitenden Alter und den damit verbundenen Falten und den selbstzerstörenden Zweifeln auseinandersetze.

 

Was ich aber schade finde, ist die, zumindest für mich, abgehackte Formatierung des Textes. Ich musste mehrfach neu ansetzen, denn mein Kopf macht automatisch eine Pause, wenn ein Absatz folgt. Bei Dir sind aber Absätze mitten im Satz vorhanden. Das stört meinen Lesefluss.

Selbst, wenn es als Stilmittel eingesetzt sein sollte, wäre ein Gedankenstrich vielleicht lesefreundlicher gewesen.

 

Deine Sprache ist gewohnt schonungslos, aber an manchen Stellen habe ich das Gefühl, dass Du uns nur an die Oberfläche lässt. An anderen wiederum wirkt es abgedroschen und klischeehaft.

Das macht den Text ein wenig unrund.

 

Ich freue mich aber wieder mehr von Dir zu lesen...

 

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Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied.

27.03.2023 um 22:01 Uhr

hexlein

Bei Dir sind aber Absätze mitten im Satz vorhanden. Das stört meinen Lesefluss.

 

Liebes hexlein,

 

an drei Stellen fand ich Umbrüche im Satz, die ich entfernt habe. Die ansonsten an Absätzen reiche Formatierung des Textes ist offensichtlich so gewollt. Das nur als Info.

 

Viele Grüße

Jona

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Nachtasou

Autor. Lektor.

28.03.2023 um 02:00 Uhr

Bei expressiven Texten spüre ich eher den Appell an mich als Leser, auch meine Reaktionen mitzuteilen. Was sich in mir regt, ist mir dann zugänglicher, weil die Reize ja auch plakativer sind.

Zunächst: Bis zu dreiviertel der Textlänge war ich angetan von den Beschreibungen. Dann kippte es. So wie die Hauptdarstellerin im Text ja auch „kippt“. Das letzte Viertel wirkte auf mich angeflanscht.

Thema „Alter“: dies ist  ja nur das Stellvertreterwort für vieles, was das Alter für Anforderungen stellt ans Selbstbild und ans Beziehungsleben. Das ist kein Stoff für „Schöngeschichten“. Das allein stehende Wort Krebs, ein eigener Absatz,  ist so ein Plakat. Die Verluste und körperlichen Zufügungen sind ausgefeilt dargestellt.

Was den Text zum Glück aus einer Betroffenheits- oder Erbauungssparte abhebt, sind die Eigentümlichkeiten der Hauptperson, deren unverwechselbarer Charakter und deren Vorleben, was „Erzählbarkeit“ herstellt. Und das wirkt nicht künstlich.

Dann gewann ich den Eindruck, die Geschichte bricht unter ihrem Eigengewicht verschiedener Themen zusammen. Das Motiv „Frankenstein“, der ja auch etwas aus unverträglichen Teilen zusammennähte, um es wieder aufleben zu lassen, passt haargenau zur Architektur der Story. So wie die neuerfundene Elektrizität Leichenteile wiederbeleben sollte, so soll jetzt die BDSM-Gesundfickerei ein Wunder bewirken?

Entweder ist die Abflachung der Geschichte romantische Ironie, oder die Geschichte sollte am Ende noch per dominanter Strenge zu einer verträglichen BDSM-Geschichte werden. Ich mag das nicht entscheiden. Im ersten Fall wär es ein Zuviel angesichts schwerwiegender Themen, im zweiten Fall ein Zuvorkommen an eine Leserschaft, die das Motiv „Der Graf und die Näherin“  im BDSM erwartet (trotz Alter und Krankheit). Das pathetische Happy-End lässt das anfangs nachvollziehbare Leiden auf einmal oberflächlich erscheinen. Das ist mein Problem, das ich mit der Geschichte habe.

Okay, jetzt sind wir bei Glaubensfragen, was mit einem Text nur noch bedingt zu tun hat. Dass BDSM, der an Scham- und Selbstbildgrenzen herumhantiert förderlich und schädlich sein kann, davon bin ich ebenfalls überzeugt. Das ist im Text glänzend vorbereitet. Dass es zur Lösung dann das absolute Ideal- und Gegenbild von einem Gegenüber braucht, zeigt, dass die Protagonistin in der Bewältigung ihrer persönlichen Lebensumstände noch nicht einmal begonnen hat und dass das, was an Unwetter beschrieben ist, nur das Wetterleuchten dessen ist, was noch kommt.

Vielleicht geht es darum in dem Text. Denn wenn schon die lahme Pfütze Ostsee „dramatisch“ erscheint, was wird dann erst an der Nordsee abgehen? Denn dann bräuchte es einen göttlichen Poseidon mit der Dreizack-Lanze.

Ach ja, BDSM kann alles, amor vincit … *seuzf* Ich bin nur zu feige daran glauben zu wollen, um mich vor der Enttäuschung zu schützen, wenn´s dann doch nicht so ist. Wünschen wir uns nicht, dies bis auf den Grund austesten zu müssen. Grenzlagen lieber in Geschichtsform durchspielen.

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28.03.2023 um 08:49 Uhr

Eine berührende Erzählung dessen was wohl in der ein oder anderen Weise jeder von uns kennt oder zumindest irgendwann kennen wird. 

 

Wie schon so oft, schreibst du derart grandios, das man es mitfühlen kann. Danke

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Tony Baigu

Gesperrt.

28.03.2023 um 12:43 Uhr

Das gewählte Thema ist es wert. An einigen Stellen eventuell überzogen. Finaler Endgegner, zurückerinnern und in mir drinnen steckt verräterische Belege dafür. Festhalten an der Narbe im Widerspruch zu vermeintlicher Tiefe eher Oberflächlichkeit. Für mich widerspricht Wut als Basis dem Credo der Seite. Zumal sie hier wohl in gewisser Weise blind.

Schreibtechnisch in meinen Augen gutes Handwerk. Ausgewalzt? Vielleicht. Hier sind Geschmäcker naturgemäß verschieden.

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Queeny

Förderer.

28.03.2023 um 17:17 Uhr

Liebe Sisa, vielen Dank für deine Geschichte!

Ein sehr schwieriges, berührende Thema, über das du uns erzählst. 

Nur jemand der selbst durch die Hölle Krebs gegangen ist, wird verstehen, wie aufgewühlt und zerrissen, die Gefühlswelt deiner "Protagonistin" ist.

Es gehört auch jede Menge Mut dazu, so schonungslos und offen die Gefühle zu beschreiben.

Ja, der Körper ändert sich mit jedem Jahr und man muss mit den Jahren Abstriche machen, so geht es uns allen.

Aber man bleibt auch so wie du es beschrieben hast, immer noch der gleiche Mensch.

Mir hat deine Erzählung sehr gut gefallen. Chapeau!

Liebe Grüße Queeny

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Drachenlady

Autorin. Förderer.

29.03.2023 um 00:11 Uhr

Die Geschichte ist zu tiefgehend, als dass man sie mit ein paar Worten beschreiben oder gar bewerten könnte. Dafür brauche ich mehr Zeit, die ich momentan nicht habe. Aber, wenn es meine persönlichen Umstände wieder zulassen, werde ich nochmal auf diese, Deine(?) Geschichte zurückkommen.

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29.03.2023 um 12:03 Uhr

Dies ist kein Roman, kein Geschichte, kein Märchen.

 

Eine sehr persönliche, sehr emotionale Darstellung der Selbstempfindung.

Ihre Gefühle, ihr Empfinden, ihre Wahrnehmung, und so ist es auch geschrieben.

Ich denke eine solche Geschichte zu bewerten schwer bis gar nicht möglich, da die Art zu schreiben, die Empfungungen widerspiegelt.

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Gregor

Autor.

29.03.2023 um 21:44 Uhr

Ich empfinde es als mutig, so ein schwieriges Thema in die Erotik der BDSM-Geschichtenwelt zu stellen. Das gefällt mir sehr gut.

Der Wechsel zwischen Gedankenwelt deiner Protagonistin und Handlung ist für eine Kurzgeschichte ausgewogen. Es ist auch schwierig, alle Informationen ausschließlich über Handlung an die Leserin und den Leser zu bringen, besonders bei so einem Thema. Das glückliche Ende stimmt mich versöhnlich. Ich habe deine Geschichte gern gelesen.

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Sisa

Autorin. Förderer.

30.03.2023 um 12:47 Uhr

Hexlein, zufällig hab ich jetzt den Beitrag von Gregor, von wegen der Gedankenstriche und 3 Pünktchen zuerst beantwortet, aber da steht das ja drin mit den Stilmitteln.

In diesem Fall ging es mir absichtlich darum, den Lesefluss zu unterbrechen, dafür nutzt man diese Stilmittel ja, weil die Selbsthass keine Geschichte ist, zum einfach runter lesen. Zumindest ist es von mir nicht so beabsichtigt. Sie soll nachdenklich machen und ja, auch ein wenig erschüttern.

Ich meine, ich leg hier so ziemlich die schwärzeste Ära meines Lebens offen, und glaube mir, die war noch viel holpriger, als ich sie in die Geschichte gepackt hab.

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