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Schattenzeilen

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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Blogbeiträge

'Die Dominanz Sozialer Medien' von Hans Bergmann

Bezieht sich auf den Blogbeitrag 'Die Dominanz Sozialer Medien'.

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Queeny

Förderer.

28.09.2021 um 10:15 Uhr

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie haben recht, auch ich habe schon oft beobachtet,dass die Menschen lieber in ihr Handys starren, anstatt sich in die Augen zu sehen.

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30.09.2021 um 12:28 Uhr

Danke für diesen Beitrag, der mir wieder zeigt, es gibt doch noch mehr Menschen mit einem ähnlichen "Konsumproblem" Es ist wohl müßig über Sinn oder Unsinn moderner Kommunikationstechnik zu diskutieren. Das muß jeder für sich entscheiden - da wird sich sicher niemand als "Maschinenstürmer" bezeichnen lassen. Wie für alles gibt es "Für und Wider", "Zwei Seiten einer Medaille", "Yin und Yang", "Schwarz und Weiß", die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Leider nehmen diese vermeintlichen "Kommunikationsmaschinen" niemandem das eigene Denken ab. Das Gegensteuern schießt dabei ebenso oft übers Ziel hinaus. Es bleibt eine Frage der Verhältnismäßigkeit, die wohl jeder anders für sich definiert. Wer sich dessen bewußt ist, ist auf einem guten Weg.

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poet

Autor. Förderer.

02.10.2021 um 19:17 Uhr

Alles sicher richtig, aber nix Neues - alles schon längst anderswo geschrieben, gesagt. Sorry, ist mir zu wenig zum sicher interessanten und wichtigen Thema!

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Hans Bergmann

Autor.

03.10.2021 um 11:34 Uhr

poet

Alles sicher richtig, aber nix Neues - alles schon längst anderswo geschrieben, gesagt. Sorry, ist mir zu wenig zum sicher interessanten und wichtigen Thema!

Lieber poet. Bitte lass dir kurz ins Gewissen reden, denn ein Blog ist keine Geschichte, weil er lediglich der Anregung, der Belebung des Forums dient und keinen Anspruch auf neue Gedanken hat und ich denke, dass alles auf dieser Welt bereits gedacht und jede Geschichte bereits geschrieben ist und deshalb empfinde ich es als unfair von dir, mir nicht mal ein Sternchen für gute Rechtschreibung zu gönnen.

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Wodin

Autor. Förderer.

04.10.2021 um 04:44 Uhr

Da fällt mir ein Zitat von Paracelsus ein, das sinngemäß bedeutet: "... allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist" (bitte verzeiht, daß ich das Zitat jetzt nicht exakt dargestellt habe)

Für mich sind das Internet, der Rechner, das Smartphone usw. tolle Erfindungen und Anwendungen, die vieles im Leben vereinfachen oder überhaupt erst ermöglichen. Vieles Wissenswertes musste man sich in Lexika oder in Büchereien mühsam zusammensuchen, heute erledigt das eine Suchmaschine und mit dem Smartphone hat man dieses Wissen sogar immer dabei. Wohl wisssend, dass diese Informationen bzw. deren Quellen immer kritisch zu hinterfragen sind.

Ein Unternehmer hatte die Vision ein Telefon, einen Musikplayer, einen Fotoapparat und einen Computer in einem Gerät zu vereinen und das auch noch hosentaschentauglich - meiner Meinung nach eine geniale Idee (ich hoffe ich habe das richtig in Erinnerung, was Steve Jobs bei der Vorführung des ersten iPhones gesagt haben soll, bitte korrigiert mich, wenn ich hier etwas falsch in Erinnerung habe).

Doch, wie eingangs erwähnt, die Dosis machts. Wie weit lass' ich mich von der Technik leiten oder sogar (ver-)führen. Und, machen wir uns nichts vor, findige Geschäftsideen nutzen dieses auch schamlos aus.

Umso mehr ist es für jeden User wichtig, hier eine Art "Medienkompetenz" anzustreben und gleichzeitig nicht zu vergessen, daß es auch eine "nicht digitale" Welt gibt. Nur dort findet das richtige Leben statt, also in echt, sozusagen spürbar, sichtbar, hörbar, riechbar, schmeckbar (ihr wisst alle, was ich meine).

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Nachtasou

Autor. Lektor.

07.10.2021 um 01:43 Uhr

geändert am 07.10.2021 um 01:49 Uhr

Bester Bergmann,

ich find wie poet auch, dass Du etwas flach geblieben bist *g. Okay, ein verdaddeltes Date mag ein netter Aufhänger für´s Aneinander-Vorbei-Leben sein. Ab wo ist Deine Position? Das hört sich dann an wie: Hilfe, ich bin zu dick, und daran ist die herumliegende Schokolade schuld.

Ich gehe mal vom Wort „Medium“ selbst aus. Ein Medium macht gar nichts. Schon gar nicht bestimmt es die Inhalte. Es ist wie die Brücke über einen Fluss, der zwei Ufer verbindet. Je nach Bauweise der Brücke können Züge, Fußgänger, Wasserrohre, u.ä. darüber geleitet werden. Ein Telefonkabel ist nicht sozial. Sozial wird ein Medium in schnoddriger Denkweise erst dadurch, von wem und wie es genutzt wird. Es kann also auch ´unsozial´ werden. Es ist ein Werkzeug, mehr nicht.

Dann wundert mich die aktuelle Aufregung, Facebook z.B. fördere Aggressivität. Stelle tausend Leute mehrere Wochen auf einen Marktplatz und irgendwann schlagen sie sich dort auch. Dafür ist weder der Marktplatz noch das Medium verantwortlich. Medien legen nur etwas offen, oder ermöglichen etwas, das schon da ist, oder schlummert. Das sind eventuell der zeitversetzte, entfernte und anononyme Austausch, der etwas offenbart, was sonst eher nicht aneinander gerät. Zum Beispiel dann nicht, wenn zwei Nachbarn, jeder in seiner Küche sitzend, übereinander lästern.

Die Welt ist ohne Medien nicht weniger sozial oder unsozial. Es wird nur sichtbarer.

Es war abzusehen, dass ´das Internet´, das so hehr und illusionär startete und über Jahre auch war, vergammelt. Schon Rom hat es mit Brot-und-Spiele vorgemacht. Desto ungestörter können die Lebensverhältnisse vom Spielfeldrand her eingerichtet werden. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine geschichtliche Binsenweisheit.

Ich bin aber kein Kulturpessimist. Meine Beobachtung ist, dass die aktuell junge Generation dem „Suchtcharakter“ der Medien weniger verfällt, das ist eher ein Phänomen der Übergangsgeneration. Die Jungen, die ich kenne, fahren lieber auf Live-Konzerte; nutzen Spotify nebenher; nutzen Whatsapp, Threema und Konsorten nur aus praktischen Gründen und treffen sich lieber. Die Epidemie-Zeiten haben das noch mal verdeutlicht.

Brot-und-Spiele wurden gespendet, von denen, die sich die Hände rieben. Das ist  ein Schicht-Phänomen, wer wie womit seine Lebenszeit verbringt. Erschreckend find ich inzwischen die Selbst-Versklavung. Das stellt alle politischen Ideologien auf den Kopf und man kann alles vergessen, was in den letzten 150 auf diesen Gebieten erarbeitet worden ist. (Bis auf Nietzsche vielleicht *g, was gruselig genug ist.)

Was noch zu erwähnen ist, ist die technische Faszination. Wem wie mir das Kofferradio und die Kurzwelle noch einen Blick aus dem begrenzten Horizont eines ´Dorfes´ wie ein Fenster in die Welt war, mussten die neuen Medien anfangs wie ein Technik-Wunder erscheinen. Der Sammler-und-Jäger-Mentalität bin ich auch erlegen. Das betraf Ton+Bild bis zum Abwinken. Wie gesagt, das ist ein Phänomen der Übergangsgeneration, zu der ich gehöre.

Es bleibt aber reine Unterhaltung. Für Bildung braucht´s kein Excel, Powerpoint, E-learning und für Diskurs keine Medien, sondern nur Nähe, Stimme und Beziehung. Eine Vorlesung in Fleisch und Blut ist durch Youtube auch nicht ersetzbar, höchstens fürs Repetitorium oder so etwas. Ich glaub, da schmieren die Hersteller unsere Kulturbeamten. Pädagogen werden eventuell einfach nicht gefragt. Es gibt halt Bereiche, wo jeder meint, Bescheid zu wissen. Wenn Bildungsoffensiven sich in EDV-Ausstattungen erschöpfen, dann geht im Abendland tatsächlich die Sonne unter *g. Eine Fremdsprache, Mathematik oder ein Instrument zu erlernen macht Mühe, und das bleibt noch eine Weile so, da helfen auch keine noch so schnellen Prozessoren drüber hinweg.

Die Schattenzeilen gehören auch zu den sozialen Medien. Und auch daran erkennt man, dass nicht das Medium an sich darüber bestimmt, was wie läuft. Wie gesagt, Medien sind Brücken. Der Verkehr auf den Brücken ist ein ganz anderes Thema. Und da sind wir ja eigentlich frei zu entscheiden, Möglichkeiten zu gebrauchen, ohne in den Missbrauch abzugleiten. Ist wie bei Schokolade. Aber ein Date zu verdaddeln, das wäre schon oberdämlich, bester Hans, und reine Fiktion, das glaub ich Dir einfach nicht  *lacht*

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Sizilia Luber

Autorin.

19.10.2021 um 20:18 Uhr

Lieber Hans Bergmann,

danke für den Text. Ich finde ihn auch ein wenig kurz und knapp, nicht so tief, wie er hätte sein können, aber die Botschaft kommt an und für einen Gedankenaustausch (wie die Kommentare zeigen) reicht er auch aus.

Die Medien verändern sich. Wo man früher drei oder vier hatte (Computer, Musikplayer, Kamera etc.) kann man jetzt alles in einem haben. Da verwundert es nicht, dass man es häufig in der Hand hat.

Aber seine Abhängigkeit bestimmt man selbst. Man kann es jederzeit aus der Hand legen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Für mich bedeutet das im Wesentlichen bewusst Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich liebe, statt ständig das Handy in der Hand zu halten. Außerdem finde ich das respektlos. Ich kann es nicht leiden, wenn ich mit einer Freundin zusammen sitze und sie ständig an den Nachrichten fummelt oder man nicht ungestört essen kann, weil man was auch immer tippen muss. Für mich bedeutet die reale Welt immer noch mehr als das Internet. Tiefe Freundschaften finden sich dort nur sehr selten. Es geht viel mehr um Schein als um Sein.

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