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Schattenzeilen

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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten und Gedichte

'Trinkhalle' von Hans Bergmann

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte 'Trinkhalle'.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

Trinkhalle

von Hans Bergmann

Ich suche ja mehr was Devotes. Du weißt. Hast mir ja das Inserat gezeigt. Aber eine Sub für eine Stunde? Das gibt nichts. Eine Beziehung will ich. Doch einfach ist nicht einfach. Wo soll ich suchen? Das Weihnachtsmannkostüm ist gar nicht so albern, wie du denkst.

Die BDSM-Geschichte lesen: Trinkhalle von Hans Bergmann

Meister Y

Autor. Förderer.

27.12.2020 um 08:59 Uhr

Lieber Hans Bergmann guten Morgen.

Ich mag solche Geschichten sehr. Geschichten, die Atmosphäre einfangen, Zustände widerspiegeln, die auch mal zeigen, wie sich eine Gegend verändert, wenn es plötzlich den Hauptbeschäftigungszweig der Menschen nicht mehr gibt. Du schaffst es mit klarer Sprache, mit ehrlichen, schnörkellosen Beschreibungen uns dieses einmalige Ambiente der Trinkhalle vor Augen zu führen. Lässt uns an den Menschen teilhaben, die dort, unabhängig von Stand und Schicht den Abend verbringen. An denen man erleben kann, wie Wandel aussieht.

Hier ist vor 31 Jahren der letzte Hunt aus dem Berg gefördert worden. Nach 722 Jahren Erzbergbau. Das hat tiefe Spuren in den Menschen, in der Region hinterlassen...

Vier Tage noch, da kann man dem Maik nur die Daumen drücken. Vielleicht wird es ja was, wenn er die Maske fallen lässt.

Danke für Lesevergnügen am Sonntagmorgen.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin. Förderer.

27.12.2020 um 20:51 Uhr

Ich gebe zu, ich kenne mich mit Trinkhallen nicht aus. Ich kenne nur unsere Dorfkneipe, vielleicht ist das ja so ähnlich. 

Aber das Bild erscheint mir glaubwürdig.

Der Maik gefällt mir. Hat Stehvermögen und gibt nicht auf. Immer wieder eine neue Idee. Trotz Eisbein - damit könntste mich jagen.

Da ist alles drin in der Geschichte, Bockwurst und Currywurst, die Sparkassenraben und die internatinale Konkurrent über die Straße. Der Korn ist bestimmt gut.

Ich musste an Graubrot mit Guterbutter und Zervelat denken. Der Hans versteht sein Geschäft und bleibt auf dem Boden. Der gehört dahin.

Ich stelle mir vor, dass er ganz oft Geschichten von Kunden hört und dass ihm nix fremd ist. Deswegen kann Maik auch locker seine Strategie erläutern und kann mit echtem Interesse rechnen. Das tut  gut, ist wie ein zweites Zuhause.

Danke für den perfekten Plan

hanne

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Robert S

Autor.

28.12.2020 um 17:59 Uhr

Maik gibt nicht auf. Das ist gut. Man soll nie aufgeben. Aber ich bin nicht sicher, ob Maik was erreicht. Eher nicht.

Maik wurde dargestellt, nicht vorgeführt. Das finde ich gut. Szenestraße, Ruhrpott, Abstieg und Aufstieg, Prostitution, Einsamkeit und Suche, Alkohol. Charakterfiguren, kurz ins Licht der Straßenlaterne gezogen. Das war nur scheinbar eine lustige Geschichte. Über der Trinkhalle schwebt Melancholie.

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Schattenwölfin

Autorin. Lektorin. Förderer.

30.12.2020 um 16:13 Uhr

Es gibt ein paar Filme, in denen das Ruhrpottgefühl gut rüberkommt; böse Kritiker schreiben: das Klischee bedient wird.

Die Trinkhalle ist ein beliebtes Accessoire. Hier ist eine im Strukturwandel untergegangen und taucht wieder auf, ein bisschen wie Phönix aus der Asche. Der Laden brummt.

Wo die Leute so findig sind wie im Pott, sollte doch auch der Weihnachtsmann eine Chance haben ... 

Schmunzelnd gelesen.

Wölfin

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19.03.2021 um 13:09 Uhr

Sehr schön! Wird immer besser, je weiter ich mich hier vorarbeite (oder zurück?) Trifft mich genau ins Scherzhirn. Bin zum Anfang gescrollt: Aha, der Bergmann, Hans! Muß ich mir merken, ist, glaube ich schon die 2. oder 3. Geschichte von dem, die gelesen habe. Habe sie "positiv" in Erinnerung. Danke, jetzt habe ich ein Suchkriterium.

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Carmantus

Förderer.

04.04.2021 um 14:25 Uhr

Interessanter Einblick in eine typische Ruhrpottszene, in der auch BDSM-Inhalte thematisiert werden. Die an und für sich ehrenwerten Suchintentionen des als Weihnachtsmann verkleideten Möchtegern-Doms ("ne sub für eine Stunde? Bringts nicht!") sind jedoch dermaßen klischee behaftet, dass die Erfolgsaussichten dieser Strategie verschwindend gering sind.

Der Autor setzt das Stilmittel des Dialogs geschickt ein und erzeugt damit ein Stimmungsbild, das es dem geneigten Leser erlaubt, sich die diversen Szenen bildhaft vorzustellen!

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