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Forum - Schreiben - Übungen

Blitzlicht (Staffel 4, Teil 1): Leder

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Onmymind

Autorin.

08.01.2020 um 17:51 Uhr

@Nachtasou, auch wenn unwissentlich, stehe ich gerne als Inspiration, bzw. meine bronzezeitliche Hirschkuh, zur Verfügung.

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Nachtasou

Autor. Lektor.

09.01.2020 um 00:00 Uhr

Hier noch mal 216 Worte. Sachlich diesmal und glossenartig. Frei erfunden, ohne Hirschkuh.

 

Personalrekrutierung

 

Während alle Berufsgruppen, die mit Auswahl von Menschen betraut sind, auf Objektivität hin getrimmt sind, gönnt sich eine einzige den Luxus, nach eigensinnigen Kriterien vorzugehen: Personalchefs. Sie würden das leugnen und führen Schulungen in Wirtschaftspsychologie an. Diese bestehen bekanntlich aus heißer Luft. Nichts da mit Hard- und Softskills, obwohl derlei auch so einer Blumenkohlsprache entstammt. Ein Personaler folgt seinem Gespür. Vorausgesetzt, er hat eines.

Einen gibt es, Herr über Tausende Angestellte, der ein „Schuhgucker“ ist. Das läuft so: Wer nicht auf Ledersohlen erscheint, ist raus, bzw kommt erst gar nicht rein. Man muss zwar nicht wissen, was eine Brandsohle ist, sie sich aber wenigstens leisten. Wer meint, in nagelneuen Lederschuhen anzutanzen, ist ebenfalls raus. Denn wer sich für ein Bewerbungsgespräch neue Schuhe kauft, beweist, dass er nicht ein-, sondern nur ausgetretenes Schuhwerk bevorratet. Wer diesen Augenschein-Test besteht, darf nun darauf hoffen, bei den Feinheiten der Schnürung nicht gepatzt zu haben. Wer auf der sicheren Seite sein will, lässt sie sich von einem Schuster zeigen. Sinnvolle Youtubes hierzu gibt es nicht.

Der Personaler behauptet, mit seinem »Lederkriterium« einen Bewerber in Sekundenschnelle  einschätzen zu können. Wer nicht auf seine Füße achtet, ist ein Leisetreter, Elefant oder einfach stillos.

Oder kein Fußfetischist? Das hätte ich gern gefragt. Das habe ich mich nicht getraut. Sonst wär ich raus gewesen.

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Onmymind

Autorin.

09.01.2020 um 07:48 Uhr

geändert am 09.01.2020 um 07:54 Uhr

 Aha, da mag jemand keine billigen Schuhe. Bin inspiriert, natürlich unbewusst, und habe Urlaub und sollte den Kleiderschrank ordnen, bzw. den Inhalt, sonst wird's schwierig mit Einbauschränken.

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Curiousity

Förderer.

09.01.2020 um 09:00 Uhr

Hallo Nachtasou,

 

wenn es nicht (vielleicht) so realistisch wäre, könnte man es lustig finden,

wie der Personalchef in Deiner Geschichte entscheidet.

Und dann heißt es es gäbe keine Fachkräfte.

Was wenn die Fachkräfte einfach nicht auf die Idee gekommen sind,

worauf es diesem (dem jeweiligen) Personalchef ankommt,

ganz abgesehen davon dass nicht jeder (spontan) so auftreten kann?

*Brems!*

Nein, ich will hier keine gesellschaftliche Diskussion anfangen.

Trotzdem musste diese Erkenntnis irgendwie aus mir raus.

.

Mit ein wenig Bemühen um zum Text zurück zu kommen,

wäre es interessant gewesen in welcher Branche dieser Personalchef  arbeitet.

In manchen Branchen, für manche Positionen, könnten solche Anforderungen angemessen sein, bei den meisten aber nicht.

 

Lieben Gruß

Curiousity

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Onmymind

Autorin.

09.01.2020 um 12:11 Uhr

geändert am 09.01.2020 um 12:34 Uhr

Keine Hirschkuh. Man möge mir meine sinnlose Interpretation eines wirklich epischen Filmes verzeihen (Stichwörter: Sparta, Griechenland, Persien, Leonidas, Xerxes, Artemisia)!

300

 

„Das ist Kater!“, schrie Leokriegtdas, König und Feldherr der Kataner und hielt besagtes Tier mit ausgestreckten Arm im Nacken fest. Der fauchende Protest ging im Jubel seiner nur mehr 299 Mannen unter. Wehrhaft, wie alle Kataner waren, kratzte es, bis es fallen gelassen wurde. „Au!“, jammerte er.

„Damit ist nicht zu spaßen, mein König. So ein Kratzer kann sich entzünden“, warf ein einäugiger Krieger ein. Falsche Wortwahl. Er war kein Zypklop, sondern das zweite Auge, das einem Speer zum Opfer gefallen und daher nicht mehr vorhanden war, wurde von einer Augenklappe bedeckt.

„Meinst du?“ Leokriegtdas lutschte an seinen Daumen.

299 Krieger aus Kater nickten.

Der König räusperte sich. „Gut, Kataner, ich latsche dann mal zu den Perversen, die Lage Krisenlands sondieren.“

Begleitet von den rhythmischen Schlägen von 299 Schwerter, die auf Schilder klopften, ging er um die Kurve und da stand er auch schon. Perplexes, Gott der Perversen. Erhöht auf einem Podest, das auf den Schultern seiner Sklaven getragen wurde. An seiner Seite Amnesiea, deren Schönheit und Grausamkeit berüchtigt waren. Sie hielt einen abgetrennten Kopf in der Hand und küsste die toten Lippen. Perplexes ging die Stufen hinab und überragte den Kataner dennoch.

„Leokriegtdas, wie ich sehe, trägst du nagelneue Ledersandalen, willst du mich beeindrucken?“

„Mit nichten. Und du schreitest perdu, ohne Schuh? Kein Leder schützt die Sohlen, gehst du da nicht, wie auf Kohlen?“

Plötzlich fragte Amnesiea: „Wer ist das?“ Der Kataner wollte sich vorstellen, doch sie hielt den abgetrennten Kopf in die Höhe, sah die beiden fragend an.

Perplexes seufzte. „Nicht schon wieder“, er sah genervt zum Himmel. „Du hast ihm selbst den Kopf abgeschlagen.“

„Ich kann mich nicht erinnern“, meinte sie zerstreut. „Und wer bin ich?“

„Du bist Amnesiea, gebürtige Grie(skö)chin und gehörst zu den Perversen.“

„Aha. Und wer bist du?“, fragte sie Perplexes.“

„Ahhh!“, antwortete dieser.

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Nachtasou

Autor. Lektor.

09.01.2020 um 16:59 Uhr

Beste Onmymind: Das sind ja Wortspiele!  Super, das gefällt mir! Sogar die 300 stimmen.

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Nachtasou

Autor. Lektor.

09.01.2020 um 17:21 Uhr

geändert am 09.01.2020 um 17:23 Uhr

Curiousity

wenn es nicht (vielleicht) so realistisch wäre, könnte man es lustig finden,

wie der Personalchef in Deiner Geschichte entscheidet.

Und dann heißt es es gäbe keine Fachkräfte. 

 

Bester Curiousity,

leider ist das so ganz frei nicht erfunden, nur überspitzt. Und "lustig" ist das sicher nicht, wenn man an solche Hybriden gerät. Da stimme ich Dir zu.

Und zu den Fachkräften: Angeregt war meine Geschichte durch einen Bericht in der ARD, wonach Industrieverbände schon Mangelbotschaften senden, wenn sich weniger als 7 Leute auf eine Stelle bewerben; solche Rechnungen werden dann übernommen.

Das ist ein Märchen außer in einigen Regionen bezüglich praktischer Berufe.

Aber das ist Politik, gehört nicht hierher und ich muss/kann auch nur glauben, was man mir erzählt.

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Knurrwolf

Profil unsichtbar.

09.01.2020 um 18:13 Uhr

Es freut mich sehr zu lesen, wie viele kreative Ideen euch durch den Kopf schießen. Von faszinierendem Bezug auf Leder bis hin zu recht freien Interpretationen historischer Ereignisse

 

Hoffentlich habt ihr euch dann noch genug Kreativität für den Rest der Blitzlichter aufgespart, immerhin haben wir erst angefangen

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Onmymind

Autorin.

09.01.2020 um 19:53 Uhr

geändert am 09.01.2020 um 19:55 Uhr

Knurrwolf, zuerst einmal schön, dass du die Blitzlichter weiterführst. Also von meiner Seite wars das jetzt einmal.  Freue mich auf andere 300.

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Curiousity

Förderer.

10.01.2020 um 08:50 Uhr

Gestern Abend vor dem Einschlafen hatte ich eine Inspiration.

Da ich inzwischen gelernt habe, dass 'Leder' hier nicht unbedingt eine Hauptrolle spielen muss habe ich diese Inspiration zu einem Blitz verarbeitet.

Gerade eben waren es 172 Worte.

.

Sie hatte sich vorgenommen jeden Samstag eine halbe Stunde zu meditieren.

Sie war bisher auch stur genug das wirklich zu tun.

Nun saß sie ruhig in einem Sessel und entspannte sich.

Sie konzentrierte sich auf ihren Atem, wie sich die Luft in ihrer Nase anfühlte.

Einatmen... Ausatmen...

Einatmen... Ausatmen...

'Das Fensterleder liegt am Fenster in der Speisekammer.' Nanu?

Sie hatte seit zwei Tagen ihr Fensterleder vermisst und nun kam ihr die Erinnerung dass sie beim Putzen an diesem Fenster vom Telefon gestört wurde und das Fensterleder dort liegen ließ.

Nun aber zurück zum Atem.

Einatmen... Ausatmen...

Einatmen... Ausatmen...

'Fensterleder'

Zurück zum Atem.

Einatmen... Ausatmen...

Einatmen... Ausatmen...

Einatmen...

'Fensterleder' Argh!

Einatmen... Ausatmen...

Einatmen... Ausatmen...

'Fensterleder'

Das hatte so keinen Sinn.

Sie musste ihre Meditation unterbrechen und das Fensterleder auf räumen, sonst würde das heute nichts mehr.

Nochmal tief durchatmen und aufstehen.

Ein ganz kleines Bisschen genervt ging sie in die Speisekammer und räumte den Putzeimer nebst Fensterleder auf, um diesen Gedanken endlich los zu werden.

 

Danach konnte sie hoffentlich ihre Meditation fort setzen.

.

So ähnlich wäre es mir wohl auch beim Einschlafen gegangen, aber ich habe genau für solche Situationen einen Notizzettel bereit liegen auf dem ich mir diese Idee notiert habe.

Darum konnte ich auch prima schlafen.

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