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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten und Gedichte

»Staub« von poet

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte »Staub«.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

»Staub«

von poet

 

Was den richtigen Weg betrifft, den muss jeder, jedes Paar selbst für sich finden, so ein intimes Konzept lässt sich nicht beliebig kopieren. Er jedoch wird alles entsorgen, alle Spuren tilgen, niemand soll jemals das Land ihrer gelebten Fantasie betreten dürfen, auch nicht, wenn es ihn einmal nicht mehr gibt. Ja, alles entsorgen, bald, sehr bald - nur jetzt noch nicht.

 

Die BDSM-Geschichte lesen: »Staub« von poet

25.09.2016 um 02:02 Uhr

Vielen Dank,

war schön zu lesen, lässt mich mit leisem Lächeln aber auch sehr nachdenklich zurück.

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Devana

Autorin. Korrektorin. Teammitglied.

27.09.2016 um 21:21 Uhr

Eine Geschichte, die mich emotional sehr mitgenommen hat. Ein Rückblick auf vergangene Zeiten, auf viele schöne Jahre, auf ein intensives Zusammenleben. Ein Rückblick, der einerseits voller Melancholie ist und doch auch zeigt, dass ganz abseits der gelebten Leidenschaft eine stabile Beziehung geblieben ist.

 

Ich danke Dir für diese Geschichte, die keine ist. Beim Lesen fragte ich mich ständig, wie es wohl einmal bei mir sein wird. Doch genau wie mein 24/7 ein ganz anderes ist, wird wohl auch meine Zukunft eine ganz andere sein.

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Söldner

Autor. Korrektor.

28.09.2016 um 17:44 Uhr

Wie Veränderungen das Leben eines Paares einspinnen, durfte ich in Deiner Geschichte lesen, Poet.

Ich kam mir vor wie jemand, der seine Nase in ein fremdes Haus steckt und wirklich intime Dinge erschnüffelt. Wenn der Herr A einer Frau B den Hintern versohlt, ist das ja keine große Sache, nicht des Verbergens wert. Intim ist das Leben dahinter.

 

Die Darstellung der Welt Deines Mannes ist umfassend, eindrücklich und nachdrücklich. Über ihm schwebt eine Aura sanfter Trauer.

 

Und hier hast Du mich erwischt, ich zürne dem Mann.

„Mensch“, rufe ich, „mach das Fenster auf! Lüfte! All die Kraft, die Du in das Hinaufschleppen des Spielzeuges auf den Dachboden gesetzt hast, warum? Sei nicht so weich, mach was, beweg dich!“

 

Und während ich noch weise Ratschläge erteile, hast Du mich ein zweites Mal erwischt. Ich schaue zurück auf eigenes Leben und mir stockt das Wort. Ein Kreis schließt sich immer. Holla, das war böse, Poet.

 

Der letzte Satz streicht glatt. Es geht immer was.

 

Deine Geschichte regt mich zu einer Frage an.

Welchen Einfluss habe ich auf Veränderung und wie kann ich sie gestalten?

 

Ich danke für Deinen gelungenen Text.

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Gelöscht.

28.09.2016 um 23:25 Uhr

Das ist sehr melancholisch geschrieben, aber genau das hat mir so besonders gefallen an der Geschichte. Weiß nicht, ob ich auch mal auf dem Dachboden sitzen werde, ich hoffe nicht.

 

Viele Grüße und Danke

thea

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Schattenwölfin

Autorin. Korrektorin. Förderer.

29.09.2016 um 07:24 Uhr

Auch in meinen Augen ist das ein sehr gelungener und wichtiger Beitrag für die Schattenzeilen. Dabei bedienst Du, lieber Poet, dich eines Musters, bei dem ich in der Regel gerne abwinke, wenn nämlich ein breit gefächertes Repertoire an BDSM-Möglichkeiten innerhalb einer Geschichte runtergespult wird.

Hier – rückblickend auf einen ganzen Lebensabschnitt – ist das aber durchaus glaubhaft, sodass ich es gerne gelesen habe.

 

Gerne? Nun ja, mit gemischten Gefühlen. Wir haben auch einen Dachboden, und im Grunde möchte ich nicht, dass mein Mann oder ich dort eines Tages sitzen und mit einer solchen Wehmut die Dinge  betrachten. Ich möchte, dass die Dinge dort bleiben, wo sie mich tagtäglich anblinzeln, damit sie (wenngleich weniger oder gar nicht mehr genutzt) mich an unvergessliche Augenblicke erinnern. Wie ein Urlaubsfoto oder Portraits von zu früh gegangenen Mitmenschen.

 

Wäre das Wegräumen denn bei der betonten Achtsamkeit gegenüber der/dem Liebsten überhaupt nötig gewesen? Das ist so, wie ich die Geschichte lese, der Knackpunkt. Allerdings kann ich z.B. auch nur spekulieren, ob es ein gemeinsamer oder ein einsamer Entschluss war, die Utensilien wegzuräumen. Wenn es ein einsamer war, ist das meiner Meinung nach ein Bruch in der Achtsamkeit, oder doch wenigstens ihre Vernachlässigung in einem bis dahin vieles bis alles beherrschenden Lebensbereich der beiden.

 

Umso dankbarer bin ich im Grunde über diese Geschichte, weil ich nun ein Auge auf meine Achtsamkeit haben werde. Und da es nach den hormonellen Umbrüchen, die mit dem Älterwerden einhergehen, noch Frühlingsgefühle gibt, werden auf dem Dachboden weiterhin nur Weihnachtsbaumschmuck, Federbetten und dergleichen verwahrt …

 

Wölfin

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Lucia

Profil unsichtbar.

01.10.2016 um 15:20 Uhr

Hallo Poet, danke für deine berührende Geschichte!

Als ich die Nachricht von der Veröffentlichung dieses Textes im Mail-Fach fand, habe ich mich sehr gefreut.

Ich habe deine Geschichten immer als etwas Besonderes empfunden und gern gelesen!

Mit diesen melancholischen Zeilen hast du mich kalt erwischt! Das daß Leben aus Wandel und Umbrüchen besteht, beschäftigt mich in letzter Zeit auch immer mal wieder mehr oder weniger intensiv. Und das so ein Teil des Lebens, der eine große Rolle im Leben gespielt hat, aus welchen Gründen auch immer, auf dem Dachboden landet... ich mag es mir nicht ausdenken!

Aber am Ende steht ja Hoffnung und hier diese Geschichte!

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Nachtasou

Autor. Korrektor.

02.10.2016 um 21:02 Uhr

Die Geschichte beginnt um 24 Minuten vor sieben und endet um 24 Minuten nach sieben am Abend. Während morgens der Laptop-Akku leer ist, kommt er abends wieder an das Ladegerät.

Ein Tag eines Dom im Ruhestand verstreicht voller Nostalgie, als wäre die unausweichliche Zukunft schon Gegenwart, dann bringt ihn der Telefonanruf seiner deutlich jüngeren Frau wieder ins Hier. Die Geschichte ist mit Selbstbezug: Ein Schreiber auf den Schattenzielen, der nichts mehr mitteilen zu haben meint. Stattdessen reizt es ihn, die Hinterlassenschaften einer ja noch bestehenden Beziehung zu zerstören, bevor sie übrigbleiben. Welch destruktive Energie!

 

Der Titel: Staub. Am Aschermittwoch bekamen wir Knirpse ein Aschenkreuz auf die Stirn gemalt. Bedenke, dass Du aus Staub bist und wieder zu Staub wirst. Die Basis der D/s-Beziehung in der Geschichte ist die gegenteilige Formel: „Dieses IMMER war es, was zählte, was die Intimität schuf, was zwei Menschen zu einer unglaublich verschweißten Einheit werden ließ“.

Wie eine Kette, die sich quer über die Straße der Zeit spannt.

 

Die Utensilien, die er auf den Dachboden verfrachtet hat (während andere sie noch im Keller herumstehen haben *g), sind nur Hilfsmittel gewesen. Entbehrlich waren sie schon immer. Auf andere Symbole kam es an.

 

Der Telefonanruf, die Erkundigung und Ermutigung seiner Frau, bringt ihn zurück an den Laptop. Wohin sonst? Ist auch das Selbstbezug?

 

Jedem über 50 vielleicht wird die Geschichte mehr geben als nur Verstehen.

Sie ist überdies eine, die spannend ist ohne Handlungsspektakel. Tell, don´t show! Reminiszenz, Überlegung, Erinnerung, …, ohne 3d-Kopfkino. Es geht. In einer poetischen Epik geht das. Und liest sich so angenehm für mich.

Poet, Du schwimmst gegen den Strom und gehst desto eher ins Netz.

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DeIna

Autorin.

09.10.2016 um 05:04 Uhr

Hallo Poet,

 

"As Time Goes By"

 

Ina

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

09.10.2016 um 05:04 Uhr

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Gelöscht.

29.10.2016 um 02:40 Uhr

Lieber Poet,

 

Eine wunderbar wehmütige Geschichte, die das Thema BDSM und 24/7 mal von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Fast alle Geschichten legen dar, was wir uns wünschen, welche Phantasien wir hegen und/ oder brauchen. Aber Du zeigst auf, woran so keiner wirklich denken mag, was nämlich danach kommt, gerade dann, wenn sich Routinen im Alltag einschleichen und immer mehr Raum fordern, die schließlich die Lust verdrängen. Eben gerade was passiert, wenn wir nicht mehr nur die "sexuellen" und gierigen Wesen sind, sondern die Normalos, die wehmütig zurückschauen. Aufwühlend und erschreckend ist dieses Bild schon, welches Du mit Worten und Deiner Geschichte malst, aber vielleicht auch gleichzeitig ein Mahnmal eben nicht das "Lustwesen" in uns zu vergessen, es durch fortlaufenden Alltag verdrängen zu lassen. Ja, ich glaube so möchte ich es gerne sehen, denn das macht die Geschichte ein bisschen weniger wehmütig! Vielen Dank für die wundervollen Zeilen.

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Sesemie

Autorin.

03.11.2016 um 04:36 Uhr

Lieber Poet,

ich habe mich eigentlich gar nicht trauen wollen, einen Kommentar zu schreiben, weil ich mich in meiner ahnungslosen noch - Jugend gar nicht mit solchen Gedanken auseinandersetzen will und auch, weil ich mir diese Situation bestimmt nicht richtig vorzustellen vermag.

Leider habe ich unter den Kategorien 'Du findest diesen Text'... nicht die Worte "Würdevoll" und "Väterlich" gefunden.

 

Vielen Dank für diesen Text.

Sesemie

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