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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten

»Ankommen« von Tiro

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte »Ankommen«.

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Queeny

Förderer.

10.03.2026 um 17:26 Uhr

Lieber Tiro,

Ich mag deine Geschichte, deine wunderschöne Beschreibung der Gefühle. Das eins sein, das gegenseitige getragen und schweben lassen. Die Ruhe und das leise, und doch so aufwülende schreien, nach Erfüllung. Einfach nur befreiend und schön.

Dankeschön fürs lesen lassen.

Herzliche Grüße Queeny 

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10.03.2026 um 23:32 Uhr

das Bild passt perfekt

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Yuria

Autorin. Förderer.

19.03.2026 um 18:13 Uhr

geändert: 19.03.2026 um 18:18 Uhr

Lieber Tiro,

 

besten Dank für diese feine Geschichte. Dass es in erster Linie Session-Beschreibung ist, hat mich in diesem Fall nicht wirklich gestört, da der Fokus sehr auf den emotionalen Geschehnissen liegt. Diese finde ich wirklich gut eingefangen, ich stehe ohnehin auf dieses Analytische, quasi Empfindungen unterm Brennglas.

 

Kleiner Luxus-Kritikpunkt: irgendwann waren mir diese beschreibenden „Nicht dies, sondern das“-Formulierungen und Vergleiche ein bisschen zu viel.

 

Beispiele:

Kein Zorn, eher Korrektur

Kein dramatisches Danach, nur dieses klare Signal

Keine Grausamkeit, sondern Grenze

Es ist kein Kampf, es ist ein Nachhausekommen

 

Diese Beispiele sind aus einem nur relativ kurzen Abschnitt, aber so zieht es sich durch den kompletten Text. Als Stilmittel natürlich völlig legitim, vielleicht war das auch ganz gezielt von dir eingesetzt. Viele schrieben ja auch schon, dass dein Text fast poetische Elemente aufweist. Zum restlichen Kontext allerdings, schienen mir Formulierungen dieser Art verhältnismäßig häufig vorzukommen. Wenn es überstrapaziert wird, hat man manchmal den Eindruck, es geht mehr um das, was nicht ist, als um das, was ist. Das aber nur persönliche Geschmackssache...

 

Mit gutem Gefühl volle Sternchenreihe. Gerne mehr davon!

Grüßchen

Yuria

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Rote Blume

Förderer.

17.04.2026 um 16:12 Uhr

Hallo Tiro, 

auch mir gefällt Deine Geschichte und ihre Sprache gut. 

Da diese ja den Anfang hat, dass eigentlich eine Shopping- Tour ausgemacht war, habe ich ein paar Fragezeichen im Kopf behalten, die mich als Leserin interessiert hätten: Sind die beiden ein Paar, sind sie befreundet? Ist das Machtverhältnis sonst umgekehrt und dieses Mal ist sie die Herrin? Oder ist es das allererste Mal, dass die beiden in dieser Form zueinander finden? Ist es das einzige Mal? 

Ich habe nicht ganz verstanden, was genau das für ihn ausmacht, dieses Ankommen bei ihr. Die anderen hier hat das nicht gestört und das tut es auch mich nicht. Mir fehlt nur irgendwie noch eine Linie um den Kreis zu schließen. 

Liebe Grüße, Rote Blume

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

17.04.2026 um 16:12 Uhr

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Michaelsharko

Förderer.

29.04.2026 um 00:32 Uhr

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millamomud

Autor.

25.06.2026 um 11:49 Uhr

Ich finde die Perspektive sehr interessant, nennen wir sie einmal Second Person POV mit stark kommentierendem Erzähler. Sie erzeugt einerseits Immersion, schafft andererseits aber auch eine gewisse Distanz, weil der Erzähler die emotionale Einordnung permanent mitliefert.

 

Dadurch entsteht für mich ein leicht therapeutischer oder meditativer Ton.

 

Insgesamt liest sich der Text durch seinen ruhigen und kontrollierten Grundton angenehm. Auch gefällt mir, dass BDSM hier als Beziehungs- und Vertrauensprozess dargestellt wird und nicht bloß als Aneinanderreihung sexueller Praktiken.

Allerdings hat der Text meines Erachtens auch einige literarische Schwächen.

 

Er interpretiert seine Szenen sehr häufig selbst, etwa durch Formulierungen wie „Nicht Unterordnung, sondern Aufmerksamkeit“, „Genau das macht sie verbindlich“ oder „Wo der Slip war, ist jetzt Offenheit.“ Gerade letzteres zeigt für mich eine Tendenz, alltägliche Vorgänge unnötig zu überhöhen. Ich hätte mir hier mehr Vertrauen in die Wirkung der eigentlichen Szene gewünscht.

 

Das andere Extrem bedient der Text allerdings ebenfalls. Nachdem die Sprache über weite Strecken fast sakral überhöht wirkt, folgen plötzlich Formulierungen wie „süßer, dichter Schleim“, der aus ihr „quillt“, oder dass ihre Lust bis zum Bund ihrer Strümpfe läuft und diesen durchnässt. Das wirkt sprachlich deutlich gröber und teilweise auch anatomisch etwas unplausibel, selbst wenn es nicht völlig unmöglich ist.

 

Etwas störend empfand ich außerdem die Vielzahl abstrakter Begriffe. Wörter wie Präsenz, Klarheit, Ordnung, Offenheit oder Vertrauen tauchen immer wieder auf. Mir hätten an diesen Stellen konkretere Beobachtungen und weniger abstrakte Einordnungen besser gefallen.

 

Mein Fazit:

Der Text ist erzählerisch solide, sprachlich überdurchschnittlich flüssig und psychologisch durchaus interessant. Stilistisch wirkt er auf mich allerdings stellenweise etwas formelhaft, weil er seine Wirkung häufig erklärt, anstatt sie aus den beschriebenen Szenen entstehen zu lassen.

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