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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten

»Im Keller« von Campanula

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte »Im Keller«.

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Herzenswunsch

Autor. Förderer.

24.06.2026 um 20:51 Uhr

Liebe Campanula,

 

deine Geschichte hat mich sehr beeindruckt. Ich glaube bislang keine vergleichbare Geschichte hier gelesen zu haben. Eine gruselige Härte, die der Protagonistin zu Teil wird, obwohl er sie davor schützen wollte. Sie hat sich allen Widerständen zum Trotz auf seine Welt eingelassen, sich ihm hingegeben. Seine Neigung fühlt sich arg grenzwertig an, zumal er sie vor sich selbst beschützen möchte und seine Aussagen nicht dafür sprechen, dass er mit sich selbst im Reinen ist. Dann die Haltung im Keller, über Tage, alleine. Gänsehaut Momente.

Am Ende versöhnt die Andeutung von Einvernehmlichkeit mich wieder ein bisschen, obwohl die Härte der Handlung immer noch nachwirkt. 

 

Super geschrieben, habe es sehr gerne gelesen. 

 

Vielen Dank für die Geschichte!

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

24.06.2026 um 20:51 Uhr

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Rote Blume

Förderer.

25.06.2026 um 10:50 Uhr

geändert: 25.06.2026 um 10:56 Uhr

Hallo Campanula,

 

Deine Geschichte, die wunderschön geschrieben ist, mit Worten zaubert, wie hier schon geschrieben wurde, hat auch mich bewegt. Ich verstehe das Ende leider nicht ganz. Ich verstehe nicht, ob sie sich nun völlig fügen möchte, oder ob sie vorhat heimlich aus dem Keller zu fliehen, (weil sie nur ein Ersatz für die verstorbene Frau ist, und so benutzt wird?), weil sie es nicht anders schafft zu gehen.

Der Mann erinnert mich in seiner Art an den Vampir Louis aus Interview mit einem Vampir. Er verachtet sich selbst und trauert über das was er ist, kann dem aber nicht entkommen.

Ich verstehe auch nicht, ob sie auch Gefallen daran findet unterworfen und gequält zu werden, oder ob sie es nur aus „ Liebe“ oder Abhängigkeit zu ihm tut. Weiterhin vermisse ich in den beschriebenen Handlungen im Keller etwas von seiner Fürsorge und Zärtlichkeit ihr gegenüber, die doch vormals ein Teil von ihm war.

All das lässt die Geschichte auf mich eher unwirklich wirken, das passt zu einem Leben mit einer Neigung die als Fluch gesehen, und dennoch sehr konsequent bzw „ hart“ ausgelebt wird. Die Protagonistin wird von ihm als Retterin benutzt, die sie aber nicht sein kann, seine Frau Verbündete der Abgründe. Und gleichzeitig wird die klassische Geschichte von Ausreden erzählt, die Menschen finden um ihre „Affäre“ oder Geliebte bei der Stange zu halten und sich nicht von den Ehepartnern trennen. Ja er wirkt sehr unreif auf mich in seinen Handlungen, und sie abhängig, je länger ich darüber nachdenke.

Erst beim erneuten Lesen habe ich diesen Satz begriffen, das sie ihr nicht das Wasser reichen könne: „Ließe er ihr diese Wahl, dann würde sie betteln. Ihn anflehen, ihr nicht mehr weh zu tun. Aber er ist umsichtig genug, sie jeder Sprache zu berauben. Er hat längst begriffen, dass sie ihr nicht das Wasser reichen kann.“

Das macht die ganze Sache für mich doppelt bitter. Anfangs dachte ich das auch sie Gefallen an Kontrolle, Demütigung und Schmerz finden würde und er ihr zuliebe ihr die Sprache nimmt. Aber zu guter Letzt erscheint es mir eher so, das es ihm nur darum geht seine verstorbene Frau zu ersetzen. Daher gibt es nun auch kaum noch sprachliche Kommunikation zwischen den beiden, weil sie nun eben nicht mehr seine Retterin ist, sondern nun den Platz der Frau eingenommen hat. 

 

Was ist das bei ihr das sie meint ihn so sehr zu lieben, dass sie sich selbst komplett aufgibt? 

Natürlich würde ich ihr und ihm eine andere Form des Miteinanders wünschen.

 

Als Geschichte habe ich diese Zeilen, die bannen und zum Nachdenken anregen gerne gelesen. Gerne hätte ich noch mehr den ganzen Zusammenhang verstehen können. Aber manche Erzählungen hinterlassen ja absichtlich Fragezeichen. 

Vielen Dank dafür.

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