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Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

09.09.2007 um 14:14 Uhr

Ihr Lieben,

immer wieder sehe ich Leserinnen und Leser (so auch gerade jetzt, während ich diesen Beitrag schreibe), die innerhalb von wenigen Minuten unzählige Texte aufrufen (und kopieren, nehme ich an), oder die einen Text nach dem anderen lesen und anschließend wieder verschwinden.

Das finde ich nicht fair!

Die Autorinnen und Autoren stellen ihre Texte hier kostenlos zur Verfügung. Natürlich, sie haben Spaß daran, zu schreiben. Aber ist es fair, all ihre Gedanken, Kreativität und Mühe einfach so zu konsumieren, ohne wenigstens sich zu bedanken? Ist es richtig, immer nur zu nehmen und nie etwas zurück zu geben?

Es ist so leicht, eine Bewertung abzugeben und ein paar Worte zu schreiben darüber, was gefallen hat oder was nicht. Wenn das schon zu viel verlangt ist, braucht sich eigentlich niemand wundern, wenn die Autorinnen und Autoren irgendwann die Lust verlieren, sich hier einem Publikum zu präsentieren. Oder wenn sie ihre Texte künftig lieber nur gegen Bezahlung abgeben, um wenigstens etwas zurück zu bekommen. Oder wenn sie ihre Texte nur noch jenen Leserinnen und Lesern präsentieren werden, die sich die kleine Mühe gemacht haben, auch mal ein Feedback zu geben.

Denkt mal drüber nach!

Liebe Grüsse

Jona

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

09.09.2007 um 17:38 Uhr

Danke sehr, Jona,

Deine Zeilen eben gefunden, spontane Reaktion:

Du entlastest mich, ich trage mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken, dazu Fragen zu stellen. Das Abwägen der Wichtigkeit hat mich bisher warten lassen.

Inzwischen unsicher geworden, ob Kommentare in den Schattenzeilen überhaupt Usus sind, gehe ich gar nicht bis zur Frage der Fairness.

Im Netz danach zu suchen, ist eine Illusion, die ich schon vor Jahren abgelegt habe. Sonderbar, weil überraschend und logisch zugleich, war meine Erkenntnis: Wer etwas ins Netz stellt, gibt freiwillig etliches von sich preis und muss akzeptieren, dass die Leserschaft damit macht, was sie will (und kann).

Erstaunlich, weil gänzlichst unerwartet und (für mich) nicht logisch, finde ich Wortlosigkeit gerade hier in den Schattenzeilen. Vielleicht bin ich irretiert, weil es sich hier nicht um User, sondern Autoren handelt und zumindest die Gruppe derer, die Fruchtbarkeit einer solchen Gemeinschaft sucht und braucht, sonst wäre eine Veröffentlichung an jeder Internetecke möglich.

Wenn ich einmal dabei bin, erlaube ich mir "lautes Denken".

Wie weit kann, sollte, darf....(ich möchte -muss- nicht gebrauchen), um einer zu sein? Gehe ich zu weit, wenn ich von einem mit Erläuterungen und (kritischen) Anmerkungen versehenem Zusatz(werk) ausgehe?

Gehe ich zu weit, wenn ich mir wünsche, mittels Kommentar sei eine weiterführende Auseinandersetzung zum Thema, zur Sichtweise, zum Handwerk usw. möglich?

Bin ich "undankbar", wenn mir Anmerkungen, wie: 'gern gelesen, anrührend geschrieben', nichts sagen, weil ich kein reiner Unterhalter sein möchte und schon gar keine Fantasien wecken? Als Beigabe ist das O.K., aber Hauptanliegen ist es mir keinesfalls.

Gibt es Berührungsgrenzen (von entsprechenden -ängsten möchte ich nicht sprechen), was Ausdrucksform und Kritik betrifft? Kann es etwa sein, (ich sage es hier mal frei heraus), dass Sorge entsteht, eine Kritik komme kränkend an und daraus resultierten spätere Gegenkritiken? Kann es sein, jemand scheitert an Ausdrucksweise oder Mut zur Freigabe indifferenter Ansicht? ich kanns mir nicht vorstellen, mag sein.... je stiller es hier ist, umso abstruser meine Überlegungen.

ich gebe zu, in der letzten Zeit habe ich wieder für meinen privaten Ordner geschrieben, der reagiert auch nur mittels Speichervorgang.

Und, ich habe wenig gelesen, weil ich mich nicht konsumierend bedienen will, ohne zu spiegeln, was ich mitnehme.

Einige Kommentare liegen in meinem gesonderten Ordner, ich habe keine Ahnung, wofür ich sie schrieb, ausser im Moment für mich, um zu behalten, was ich durch sie bekam und von ihnen mitnehme. Vielleicht bin ich auch nur total altmodisch.

Irgendwie habe ich Sorge hier etwas zu liefern, was nicht gebraucht wird oder etwas suchen, was nicht gegeben werden will. Obliege ich dem Irrtum, wäre es nett, wenn es deutlich gesagt wird, dann laufe ich nicht auf rohen Eiern, die sich anfühlen, wie mit Glas vermischt.

Ist es so, genügt ein Wort, egal in welchem Ton.

Wir sind alle erwachsen und bringen somit die beste Voraussetzung für ein offenes Wort mit ( ehrlich wäre klasse).

Dir, Jona, Dank für den Beitrag, und die Idee der Schattenzeilen.

herzlich

pursoumise

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haggard

Autor.

10.09.2007 um 08:14 Uhr

hallo,

das mit den kommentaren unter texten ist so eine sache für sich. ich selber bin z.b. auch im literaturzirkel einer anderen bdsm community und wir haben genau das selbe problem. es wird eingestellt, und kaum kommentiert. und das, obwohl es sich um einen reinen kreis von autoren handelt.

woran liegt die situation? man kann im allgemeinen nur vermuten. aber sicher ist es wesentlich aufwendiger, einer geschichte entsprechend zu würdigen als z.b. unter ein schönes bild ein "genial!" zu schreiben. das ist schnell gemacht. die geschichte muss ich lesen ... mich damit auseinander setzen und dann noch einen kommentar verfassen. vielleicht haben viele nicht das interesse dies zu tun ... oder oft auch nicht die zeit. es ist frustierend für jeden autor und es ist keine entschuldigung ... aber es ist auch kein reines problem der schattenzeilen. es hat sicher viel mit der kunstform des schreibens zu tun.

ich weiss aber auch, dass geschichten oft auch anklang finden ohne das viele kommentare dort stehen. dennoch möchte man ja auch feedback bekommen ... um daran zu wachsen und sich in seiner "schreibe" zu verbessern.

was kann man also tun, um die situation zu verbessern? eine sehr schwere sache, schliesslich kann man keine kommentare erzwingen.

liebe grüsse

haggard

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"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen,

man weiss nie was drin ist."

(nach Forrest Gump)

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Signatur

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macsa

Autorin.

10.09.2007 um 15:47 Uhr

Ich bin dankbar, für jede fundierte Kritik, sei diese positiv, oder eher negativ. Ich find es aber oft schwer, selber eine zu schreiben, weil die Geschichten erstmal nur auf der Gefühlsebene ankommen. Oft ist es dann schwer, Worte für die ausgelösten Gefühle zu finden. Manchmal sind die Gefühle sogar zu tief um sie in die Öffentlichkeit zu zerren. Ich versuche nur zu lesen, wenn ich auch Zeit habe mit Gedanken um eine Kritik zu machen, aber ob ich sie dann auch geschrieben kriege ist oft ungewiss. Deshalb bitte nicht böse sein, wenn ich nur bewerte, aber nichts schreibe.

Omnia vincid amor

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Omnia vincid amor

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