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Spiegel Online - Warum Sadomasochismus als sexuelle Identität anerkannt sein sollte

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DeIna

Autorin.

01.09.2019 um 04:56 Uhr

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Tek Wolf

Autor.

01.09.2019 um 08:18 Uhr

Da bin ich etwas zu spät gekommen. Aber es ist ein wunderbarer Artikel. In den Medien wird viel zu wenig über unsere spezielle Leidenschaft geschrieben, zumal im renommierten Spiegel. Es ist nicht viel Neues drin, aber der Mut und der Stolz der daraus spricht ist inspirierend. BDSM hängt immer noch so ein Stigma an. Ich bin homosexuell kann man heute eher sagen, als ich bin Sadist oder Masochist. Da ist noch viel Aufklärung nötig und möglicherweise werden wir auch immer im Verborgenen bleiben.

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Gregor

Autor.

01.09.2019 um 12:13 Uhr

Ja, der Artikel ist gut. Ich habe Fragen. Was soll das Buhlen um Anerkenntnis? Wer setzt die gesellschaftlichen Maßstäbe und was schert es mich, irgendwo mit sexuellen Praktiken oder abweichenden Lebensvorstellungen anerkannt zu werden?  Von wem? Weshalb? Dazu frage ich, was soll anerkannt werden? Wo fängt BDSM an? Was soll anerkannt werden? Das Festbinden vorm Sex? Eine Analnummer? Oder ein ganzer Lebensentwurf im 24/7? Und warum überhaupt?

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Devana

Autorin. Lektorin. Teammitglied.

01.09.2019 um 18:16 Uhr

Es geht wohl vor allem um gesellschaftliche Anerkennung. Ob man nun herausposaunt oder es lieber heimlich im heimischen Schlafzimmer treibt: Man sollte keine Angst haben müssen, durch seine Neigung irgendwelche Nachteile zu erfahren. Sei es z.B. im Job oder beim Sorgerecht für Kinder. Schön wäre es z.B. auch, wenn man auch beim Arzt einfach offen sein kann, was man so treibt, ohne Angst haben zu müssen, auf Ablehnung zu stoßen oder irgendeine paraphile Krankheitsnummer aufgedrückt zu bekommen (da ist in den letzten Jahren ja schon einiges geschehen).

Und da muss sich in den Köpfen vieler Menschen einfach noch einiges entwickeln. Es hat schon angefangen (nicht zuletzt wegen SoG) und es wird noch weitergehen. Ähnlich, wie es eben bei Homosexualität schon geschehen ist oder noch geschieht (Homophobie ist nach wie vor noch in vielen Köpfen drin - auch bei BDSMern - und wird es wohl auch immer bleiben).

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Nachtasou

Autor.

02.09.2019 um 02:15 Uhr

Du hast ja so recht, Devana.

Wenn demnächst ´bdsm´ als Parafilie im Gesundheitssystem gestrichen sein wird, besteht m.E. auch kein Grund mehr seines Fortbestehens im Rechtssystem; wenn ich mich nicht irre. Das ist wie die Erfüllung einer Phantasie, zu der mir noch die Vorstellungskraft fehlt. Die Jüngeren dürfen sich freuen. Ich fürcht, dass bei manchen Älteren wie mir nach so vielen Jahren die „Ausgeschlossenheit“ schon zur Identität geronnen ist und zum bdsm dazugehört.

Haltbarer ist das, was in den Köpfen der Öffentlichkeit ist. Du sagst es. Es ist die Drecksphantasie der Nichtbetroffenen, der sich Betroffene immer wieder gegenübersehen.

Zu meiner Identität gehört es, dass meine Sexualität etwas Schützenswertes ist. „Die Öffentlichkeit“ kommt darin nicht vor. Nur kleine Enklaven.

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02.09.2019 um 08:33 Uhr

Devana: Schön wäre es z.B. auch, wenn man auch beim Arzt einfach offen sein kann, was man so treibt, ohne Angst haben zu müssen, auf Ablehnung zu stoßen oder irgendeine paraphile Krankheitsnummer aufgedrückt zu bekommen (da ist in den letzten Jahren ja schon einiges geschehen).

Jawohl! Und es dauert nicht mehr lange und dann ist es soweit. Ich drücke die Daumen für meine werten Mitschmenschen, Respekt! Petje af, wie jene Professionals sich intensiv damit beschäftigen, -auf hochwertig wissenschaftlichem Niveau,  um in dieser Hinsicht eine erfolgreiche Verschiebung erreichen zu können. Und mit dem Ziel: nichts freibleibends. Integriert im Medizinstudium und verplichteter Nachschulung. Exakt mit dem Ziel, was Devana schreibt!

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dienerin

Autorin. Förderer.

13.09.2019 um 20:46 Uhr

Devana

Schön wäre es z.B. auch, wenn man auch beim Arzt einfach offen sein kann, was man so treibt, ohne Angst haben zu müssen, auf Ablehnung zu stoßen oder irgendeine paraphile Krankheitsnummer aufgedrückt zu bekommen (da ist in den letzten Jahren ja schon einiges geschehen).

Meine Ärzte (Hausärztin, Frauenärztin) wissen Bescheid, damit ich offen reden kann. Und ich stosse nicht auf Ablehnung und habe auch noch nie den Rat bekommen aufzuhören.

Gut fände ich es trotzdem, wenn das ausleben der Neigung keine negative Konsequenz auf das Leben hat. Aber auch ich achte darauf, dass ich mich beruflich nicht oute.

Dienerin

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Wodin

Förderer.

11.12.2019 um 08:40 Uhr

In der Podcastreihe - Link - ist in der aktuellen Folge ein Interview der Autorin des SpiegelOnline Artikels zu hören.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin.

11.12.2019 um 15:45 Uhr

Wodin

Mein Internet hat den Link leider nicht gefunden (Tut uns leid, diese Seite existiert leider nicht)

Gruß

hanne

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Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

11.12.2019 um 17:53 Uhr

Ich habe den Link korrigiert. Wodin - bitte künftig an die richtige Maskierung denken.

Viele Grüße

Jona

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