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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten

»Louisas Aufgabe (Teil 11)« von millamomud

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte »Louisas Aufgabe (Teil 11)«.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

»Louisas Aufgabe (Teil 11)«

von millamomud

 

Ich scrollte. Wort für Wort. Lächelnde Gewalt in Textform. Ich las nicht alles. Aber genug. Genug, um zu spüren, dass etwas in mir zurückwich. Nicht zerbrach. Nicht wütete. Ich schrie nicht. Ich weinte nicht. Ich war nur still. Wie etwas, das plötzlich keinen Platz mehr hat.

 

 

Die BDSM-Geschichte lesen: »Louisas Aufgabe (Teil 11)« von millamomud

02.07.2026 um 05:33 Uhr

Hallo millamomud !

 

Vielen Dank für das Teilen dieser Geschichte.  

 

Was soll ich sagen? Ich sitze hier und habe geband deinen Zeilen gelauscht die mich berührten. 

Ich habe diese leere gefühlt die Louisa erlebte. Die Tage voller Leere, nicht nur innerlich auch die, die ganze Tage unerträglich machen. Tage die sich ziehen, an denen man ohne antrieb da sitzt und nicht vorwärts kommt. 

 

Ich habe mit Begeisterung Helena bewundert. Sie ist eine wahre Freundin, ein Schatz. 

Das hat mich am meisten berührt - wie Sie da war. Selbstlos hat sie Lou zusich genommen. Sie war da wenn Lou reden wollte. Sie bewerte Lou nicht dafür was sie tat oder nicht tat. 

 

Ich war dann auch von Jule beeindruckt. 

Das erste Mal übernahm sie die Verantwortung. 

Sagte was sie dachte und fühlte. 

Auch das Sie sah, wie sich Louisa positiv veränderte in ihrem Spiel. Das sie stolz war. 

Sie entschuldigte sich dafür das sie und Ben es nicht sahen wie das Spiel kippte. 

Das macht es auch so schwer BDSM real in dieser Intensität Auszuleben. 

Um so wichtiger ist das, dass man Möglichkeiten einräumt um eine Situation verlassen zu können. Gerade in so einer Konstellation ist es wichtig das man auch frei reden kann miteinander über dinge die einen bedrücken.

 

Was mir hier aber aufgefallen ist. Das es niemals eine 100% Sicherheit gibt. Klar kann man jetzt klug daherreden - im Nachhinein ist man immer klüger aber was kann man gegen einen Menschen tun der Phantasie und Realität so sehr verwechselt und in sich verschwimmt. 

Reden, okay. Das ist immer gut und das hätte Louisa tun müssen aber auch hier war auch ihre Erregung mit dabei und vorallem Unerfahrenheit.

 

Klar hätten es auch Jule und Ben sehen müssen als Paul sie so misshandelte vielleicht auchin der Situation direkt handeln müssen aber ja auch hier ist es nicht immer leicht weil der Faktor Paul niemals bedacht wurde.

 

BDSM ist eine Sache zwischen Menschen. Gefühle, Extase, Lust und dieses Fliegen der inneren Gefühle macht es nicht immer einfach. 

Gerade dann nicht wenn Unerfahrenheit dabei ist. 

Ich glaube jetzt nach diesem Teil, das diese Geschichten mit allen Teilen auch denen die einen Aufschrei verursacht haben, genau richtig ist. Gut ist. 

Wie gesagt, klar kann man sagen: "das war falsch," , "hätten sie mal gesprochen!" oder: "BDSM geht anders!" aber trotzdem ,  waren es Junge Menschen. Auch Sub oder Sklave/in hat Verantwortung, auch Dom muss lernen mit seinen Gefühlen und der Euphorie umgehen zu können die eine devote Sub in ihn auslösen kann. 

Ich glaube hieraus wird es deutlich, wie wichtig es ist, niemals die Realität aus den Augen zu verlieren. 

Oft suchen Menschen eine/n richtige/n Sklaven/Sklavin oder umgekehrt eine/n Dom der sie als echten Sklaven hält. Oft auch, wo man etwas extrem erleben möchte oder auch wo es um Ausliefern geht und die ganze Kontrolle abgeben möchte. 

Alles hat seine Berechtigungen und fühlt sich toll an aber wir sind Menschen und das fordert von uns allen auch Menschlichkeit und Empathie. 

 

Weil auch ein "Ja ich will die komplette Kontrolle über mein Leben abgeben!" Ist nur eine Momentane Zusage und kann im nächsten Moment ins Negative übergehen. 

Daher finde ich diese Geschichte in all seinen Teilen gerade so gut weil sie uns Zeigt wie wichtig es ist, sich, sein Handeln, sein Tun und vor allem sein Gegenüber immer zu hinterfragen, offene Gespräche zu führen, Grenzen zu spüren und zu kennen, Möglichkeiten einzuräumen aus Situationen entkommen zu können die man nicht möchte. 

 

Klar hätte Lou nur schreien müssen als Paul sie so behandelte und ich bin mir sicher, das Jule und Ben da gewesen wären um zu helfen aber das tat Lou nicht weil sie unerfahren war um auf sich zu achten. Vielleicht auch Unsicherheit. 

Das hatte ich selbst schon erlebt das wenn man Stopp sagt weil man etwas nicht möchte, das man nur belächelt wird oder gar fehlende Demut untersagt wird, eine Dom empfinden es sogar als nicht devot wenn man klar formuliert was man nicht möchte. 

Und genau da ist es so wie in dieser Geschichte, es ist eine Straftat wenn Grenzen überschritten werden und gerade beim Thema BDSM verschwimmen diese oft ineinander. 

 

Danke schön das ihr meine Gedanken so aushalten und akzeptiert wenn ich diese aufschreiben.

Liebe Grüße Thorsten

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