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Forum - BDSMler unter sich - BDSM-Beziehungen

Erdulden

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Meister Y

Autor. Förderer.

17.09.2020 um 11:58 Uhr

geändert am 17.09.2020 um 12:00 Uhr

Was für eine Frage...

Erdulde ich etwas für Sub? Da bin ich wieder dort, wo ich schon bei meiner ersten Antwort war. Es ist eine Frage der Definition. Als echter D/S' ler steht für mich Subs Wohl an allererster Stelle. Heisst, dass ich immer alles dafür tue, dass es Sub gut geht. Jetzt könnte man fragen, wie dies damit zusammenpasst, dass ich mit Sub Dinge tue, die sie nicht unbedingt mag und will, die zuallererst meiner Befriedigung, meiner Lust dienen? Erdulde ich da mit, leide ich da mit? 

Von der Seite habe ich das noch nicht betrachtet, im Prinzip aber schon in der ersten Antwort beantwortet. Dann ist der Moment nach der Lusterfüllung wichtig, da kommt all das ins Spiel, was ich schon in meiner ersten Antwort gesagt habe.

Im "normalen" Leben erträgt/erduldet man natürlich mit, da bin ich genau bei dem, was Tek Wolf meint.

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Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

19.09.2020 um 17:22 Uhr

Tek Wolf

Was "erdulden" Tops für ihre Subs? (...) Der Top sollte also nichts erdulden, sondern tun, was ihm gefällt.

Lieber Tek Wolf,

als Top halte ich immer mindestens ein Auge offen und einen Gedankenkanal frei, um wahrnehmen zu können, was mein "tun, was mir gefällt" bei meinem Gegenüber bewirkt. Oder anrichtet. Ich will nicht erst reagieren, wenn Probleme mich anschreien. Der Tribut dafür: Ich lasse mich nie wirklich absolut fallen, so wie Bottoms das tun können. Vielleicht ist es das, was ich erdulde.

Viele Grüße

Jona

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Tek Wolf

Autor.

21.09.2020 um 11:42 Uhr

Gut gesagt Jona,

ich denke, wenn man ein verantwortungsvoller Top ist, dann wird man immer auch daran denken, wie das der Partnerin gefallen wird, besonders, wenn man sie liebt. Die Krux, zumindest bei mir ist: Einen Großteil der Aufregung und des Genusses zieht die Sub aus der Illusion unterworfen und ausgeliefert zu sein. Sie möchte mir dienen und meine Gefühle befriedigt wissen. So begreife ich das Machtgefälle. Darum nenne ich es auch gerne "Spiel". Wie bei Cowboy und Indianer erforschen wir Rollen und starke Gefühle. Jemand wird an den Marterpfahl gebunden und genießt ein wenig Angst und Enge. Aber niemand wird wirklich skalpiert und wenn die Squaw (oder der Cowboy) mit normaler Stimme sagt: So, jetzt habe ich genug, der Schmerz gefällt mir nicht mehr, dann kann er oder sie sich darauf verlassen, sofort losgebunden zu werden. Was bleibt, ist genau das, was du gesagt hast, Jona. Sub kann sich seinen Gefühlen und Empfindungen hingeben, Top jedoch nimmt es auf sich, seinen Machtgebrauch ständig auf Missbrauch zu prüfen und die Sub davor zu schützen. Wie ich bereits sagte, wenn man sich liebt, erduldet man auch etwas für den Anderen. Nur im Spiel, im abstrakten Raum von Dominanz und Unterwerfung, tut der Dom, was er will. Die Sub wünscht sich keine Almosen, sie will dienen, das ist meine Erfahrung. Nur, damit mein Zitat im letzten Beitrag nicht falsch verstanden wird, es ging danach noch weiter .

Grüße Tek Wolf

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25.09.2020 um 08:24 Uhr

Ich bin noch neu hier, aber meiner Meinung nach sollte man klar ausmachen, was erlaubt ist und was gar nicht geht. Und diese Grenze darf nicht überschritten werden.

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† Top Dom Tom

Gelöscht.

13.11.2020 um 05:28 Uhr

Ja, eigentlich (für mich) ganz einfach.

Mache ich nur was auf der Fav-Liste meines bottom steht, bin ich der Diener.

Ergo gibt es neben dem Wann auch ein Was und Wie, selbst wenn es bottom nicht passt.

Murren wird bestraft, Gehorsam belohnt. Wie in allem ist das Maß entscheidend.

Belohnung ist also die Fav-Liste und führt zum "Fliegen" wie es oft genannt wird.

Vor dem Fliegen kommt der Hangar, das Betanken, die Rollbahn und dann das Abheben.

...wenn man so will. Sonst ist der Flug nicht transatlantisch sondern a'la Otto Lilienthal.

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Mai

Autorin.

13.11.2020 um 08:47 Uhr

geändert am 13.11.2020 um 08:53 Uhr

Erdulden… Also das kann ich nicht klar beantworten.  Da gibt es solches und solches Erdulden.  Mal ganz grundsätzlich will ich den Sex haben, der mir Spaß macht. Da bin ich schon egoistisch. Ich verliere relativ schnell ganz allgemein das Interesse an Sex wenn er mich nicht befriedigt. Und dann kann Mann sich die Zähne an mir ausbeißen.

Ich bin aber auch eine gute Komplizin. Sprich, Mann kann auch Dinge an mir machen, die für ihn und seine Sexualität wichtig sind, solange auch meine Bedürfnisse nicht zu kurz kommen und sie nicht zu sehr stören.

Und dann finde ich es auch schön und aufregend hin und wieder geheime Wünsche zu erfüllen, auch wenn ich sie abstrus  und unsexy finde.

Um das zu verdeutlichen wähle ich mal ein deutliches, fiktives Beispiel:

Wenn ein Mann den heimlichen langehegten Wunsch hätte, mir eine Windel anzuziehen, dann fände ich den Gedanken vollkommen gaga. Aber wenn ich spüren würde, dass ihn das über alle Maßen erregen würde, dann könnte mich seine Lust mitreißen und meine Lust könnte sich an dem Überwinden müssen entzünden, und sein Begehren würde mich mitreißen.

Gut, es wäre mir weitaus lieber, es würde durch das Geräusch zweier Nylon bestrumpfter Beine die aneinander reiben endzünden und nicht am leisen Knistern einer Windel, aber ist das nicht letztlich egal?

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† Spielmann

Gelöscht.

14.11.2020 um 17:04 Uhr

Ich erdulde gern. Meine Göttin darf mich demütigen und hat mich voll in ihrer Hand, sie darf mit mir den ganzen Tag machen, was sie will.

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Michael

Förderer.

04.02.2021 um 10:45 Uhr

Der Inhalt dieses Beitrags ist aus Gründen des Jugendschutzes nicht frei einsehbar.

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Sizilia Luber

Autorin.

07.02.2021 um 17:47 Uhr

Schwierige Frage. Ich denke auch, dass es vielfach darum geht, vorher festzustellen, was "Erdulden" für den anderen bedeutet, Grenzen und Tabus festzulegen.

Am Anfang war ich mir oft unsicher, ob ich eine bestimmte Sache mag oder nicht, ich musste es ausprobieren. Ich habe deshalb oft ertragen, in der Hoffnung, dass es mir gefällt, hinterher aber festgestellt, das es mir gar nicht gefällt. Harte Schläge zum Beispiel. Meinem ersten Dom war das egal, er wollte sich selbst befriedigen in diesem Moment. Für mich habe ich festgestellt, dass ich mit dieser Einstellung nicht klar komme.

Inzwischen bin ich nicht mehr bereit, etwas zu tun, was ich gar nicht mag und mir aus diesem Grund letztendlich Schaden zufügt.

Anders sieht es mit Kleinigkeiten aus, die ich tatsächlich zum Gefallen tue, wie eine bestimmte Unterwäsche oder Schuhe. Die Leidenschaft, die ich damit wecke, entzündet auch meine eigene.

Für mich geht es letztendlich ums Wohl des Gegenübers. Habe ich den Eindruck, dass mein Dom nicht auf mich aufpasst, bin ich raus und andersherum, wenn ich den Eindruck habe, dass Sub sich schlecht fühlt.

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Katika

Förderer.

09.02.2021 um 12:07 Uhr

Für mich ist „Erdulden“ etwas ureigenes, das meine Neigung, mein Devotsein ausmacht. Mich macht es stolz, wenn ich meinem Meister dienen darf.

Ich darf für ihn dasein.

Völlig außen vor steht, dass er immer auf mein Wohl bedacht ist. Dass es mir gut geht, ist für ihn immens wichtig, das sagt er nicht nur, sondern lässt es mich spüren und fühlen. Damit ist für mich ganz klar, dass er mein „Erdulden“ niemals dazu benutzen würde, mir zu schaden.

Dadurch kann ich mich voll und ganz darauf einlassen.

Gerne erdulde ich etwas, wenn ich weiß er braucht es aus was für Gründen auch immer. Das hat nichts mit Selbstaufgabe zu tun, sondern ich freue mich darüber, dass ich es durch mein Erdulden vermag, dass es ihm besser geht.

Und ja, , es gibt durchaus Situationen, in denen es für mich erregend ist, so benutzt zu werden.

Für mich waren all diese devoten Gefühle am Anfang, als ich meine Neigung erkannt und akzeptiert hatte, völlig neu und verwirrend. Aber sie machen mich glücklich und zu einem zufriedenen Menschen.

Was kann es Schöneres geben, als sie ausleben zu dürfen und können.

Dafür kann ich meinem Herrn nicht genug danken.

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