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Schattenzeilen

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Nachtwächter-Thread

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Drachenlady

Autorin.

26.07.2019 um 01:09 Uhr

Kein Windhauch geht, die Luft, sie steht

Sommer in der Stadt

Ein Käuzchen schreit, es klagt sein Leid,

Sommer auf dem Land

Nichts regt sich, nichts bewegt sich,

Sommer in Stadt und Land - Stillstand

Geschlossen.

Nachtasou

Autor.

29.07.2019 um 01:43 Uhr

Mein liebes Nächtebuch,

 

ich habe heute ein neues Wort gelernt. Das vom „Hormo-Sapiens“. In einem Vortrag auf Youtube von Birkenbiehl über den Humor. Der dauerte fast zwei Stunden. Interessiert das überhaupt ein Schwein?

Was ich mich schon immer frage, warum ich so eine Abneigung habe in den Spiegel zu lächeln, um meine Laune zu heben. Ich traue mich einfach nicht, diese an sich doch einfache Technik anzuwenden. Ich probiere ja sonst auch allerlei aus, manchmal gerade, weil´s mir blöd vorkommt, um mich davon zu überzeugen, dass es wirklich blöd ist, oder dann vielleicht doch nicht.

Aber bei dieser Lachnummer mit den Gesichtsmuskeln, die gute Laune machen sollen, hört bei mir der Spaß auf. Schluss mit lustig. Und mir fällt einfach nicht ein, warum ich da so bocke.

Morgens ginge schon mal gar nicht. Meistens bin ich morgens in Eile, und, der Zeitpunkt ist schlecht gewählt. Weil, wenn man aus dem Bett aufsteht, ist die Flüssigkeit im Körper ungünstig verteilt. Meistens so unter den Augen sammelt sich ganz viel davon.

Die Birkenbiehl soll ja eine Fachfrau sein, behauptet sie, und … vielleicht geht´s ja doch. Bei Ärger hat sie auch Rezepte: Man soll sich nicht ärgern lassen. Wer gemobbt wird, dem fehlt der Humor. Nur wer sich ärgert, wird gemobbt. Weil das Spaß macht, also den anderen machts dann Spaß.

Ein anderer Grund für die Verweigerung sich im Spiegel zuzulächeln könnte sein, dass mir das zu simpel ist. Ich will nicht so simpel sein. Meine Gefühle sollen tiefe Gründe haben, und vielfältig sein, und unverständlich, und andere sollen Schuld daran sein. Wenn nur ein einziger Nerv am Lachmuskel reicht meine Stimmung zu machen, was soll dann das ganze sonstige Gewese? Dann brauch ich auch mit der Frau nicht mehr streiten. Vielleicht drücke ich ihr einfach mal heimlich am Gesichtsnerv. Wenn sie schläft. Wenn ich sonst an ihr herumdrücke, mag sie das ja auch nicht sonderlich. Mal gucken.

Vielleicht ist das ja doch alles nur Kopfsache, das mit den Gefühlen. Jahrzehntelang reden alle auf mich ein, ich solle mehr aus dem Bauch heraus … und weniger kopflastig, und jetzt doch wieder mit dem Kopf, das Gesicht ist schließlich am Kopf. Ja was denn nun!

Vielleicht mache ich doch mal ein Experiment. Ich schaue mir meine Plauze im Spiegel an, und lasse meine Bauchmuskeln ein wenig „lächeln“. Naja. Das mit der Flüssigkeitsverteilung im Gesicht gibt sich wieder nach 20 Minuten im Auto zur Arbeit, die Fettverteilung da unten ist da hartnäckiger.

Manche Menschen haben aber einen lustigen Nabel. Ich glaub, früher haben die Hebammen die Knoten noch so gemacht, dass ein Nabel später lächelt. So schön schlitzförmig, quer. Finnische Frauen habe ihre Möse schließlich auch querliegend, also den Schlitz. Das habe ich mal in einem Krimi gelesen. Auch so ein Vorurteil, das man mal überprüfen müsste.

Apropos Spiegel: Eine Bekannte erzählte mir mal, dass sie in einer Frauengruppe alle ihre Mösen selbst im Spiegel betrachtet haben. Und ihre sei vom Typ „Wolf“. Das wollte ich nicht glauben, aber es stimmte. Irgendwie struppig und … nee, großmäulig bedeutet was anderes. Aber etwas eingeschüchtert war ich dann schon.

Männer sehen ihre Schwänze ja im allgemeinen auch ohne Spiegel, solange sie jünger sind. Später werden dann auch Spiegel nötig, um sich zu überzeugen, dass da unten noch was ist. Und nur beim Yoga kann man die wertvolle Erfahrung machen, dass der Schwanz bis zum Bauchnabel reichen kann. Wenigstens für Sekunden, denn das tut scheiße weh im Rücken.

Ja, was einem so einfällt bei Hormo-Sapiens. Irgendwie bin ich auch abergläubisch: Ich find´s unheimlich, sich nackend vor dem Spiegel zu sehen. Irgendwie … gedoppelt. Und seitenverkehrt. Denkt das Spiegelbild dann mit der anderen Hirnhälfte? Was, wenn das Spiegelbild tatsächlich denkt wie ich? Und wie denkt es dann über mich?

Ich hab so griesgrämige Falten im Gesicht. Ich weiß nicht, ob es reicht, ein paar Muskeln zu bewegen, dass sich daran was ändert. Was, wenn nicht. Dieser Pleite dann auch noch zuzusehen, will ich mir lieber ersparen.

Geschlossen.

hanne lotte

Autorin. Lektorin.

30.07.2019 um 00:10 Uhr

Bester Nachtasou,

vielleicht hilft es gegen die Falten, eher ins Bett zu gehen ...

Gruß

hanne

Geschlossen.

Nachtasou

Autor.

07.08.2019 um 01:26 Uhr

Ich hab Deinen Schönheitsschlaf ausprobiert, Hanne-Lotte. Die Falten waren immer noch da.

Aber was geholfen hat: Das Kopfkissen glattstreichen vor dem Zubettgehen.

Geschlossen.

Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

27.10.2019 um 02:31 Uhr

Uhr zurück drehen! Winterzeit!

Geschlossen.

Drachenlady

Autorin.

01.11.2019 um 02:21 Uhr

 Halloween bei SM'lern: Nicht "Trick or Treat" sondern  "Tritt und Hieb!" 

Geschlossen.

hanne lotte

Autorin. Lektorin.

14.12.2019 um 00:35 Uhr

Die Vanillekipferl sind fertig. Ich habe sie zur Sicherheit abgedeckt, die Kinder sind noch wach, man weiß ja nie.

Noch 10 Minuten, dann hat die Spülmaschine auch fertig und ich kann ins Bett oder ich sollte ins Bett gehen. 

Gerade vorhin hatte ich wieder eine Idee für eine Geschichte. Ideen kommen schnell und sind auch schnell notiert. Jetzt muss nur noch ein Text draus werden. Nur noch. Ich brauche einen Text-Generator. Idee rein, schütteln, Geschichte fertig. Wer kann das bitte für mich erfinden oder gleich konstruieren. 

Ich werde wieder nicht auf acht Stunden Schönheitsschlaf kommen. Vielleicht hilft ja die neue Creme. Und ich bin nicht müde. Ich könnte den Rechner anwerfen und schreiben. Könnt ich. Naja, vielleicht bin ich doch müde.

Na ja, noch ein Bettkipferl und dann ab in die Federn.

Ich wünsche allen eine gute Nacht

Geschlossen.

31.12.2019 um 00:21 Uhr

Bald ist es soweit, die letzten 24 Stunden des Jahres sind angebrochen. Für mich der Zeitpunkt innezuhalten und zurückzublicken. Wie schnell doch so ein Jahr vorüber ist. 

Ich bin gespannt auf das, was mich in 2020 erwartet. In 366 Tagen (es ist ein Schaltjahr) werde ich es wissen.

Geschlossen.

dienerin

Autorin. Förderer.

01.01.2020 um 01:51 Uhr

2020 

Es wird mein Jahr 

Dienerin

Geschlossen.

Nachtasou

Autor.

27.06.2020 um 03:47 Uhr

Juhu, ich bin fast der Letzte ...

Wenn ich mich nicht täusche, habe ich heute den Jupiter am Nachthimmel gesehen, hell strahlend. Mit Lesebrille auf der Nase und blanken Füßen im nassen Gras konnte ich ihn nur verzerrt wahrnehmen, wie einen abgebrochenen Bleistift. Der Däne Römer (mit diesem dänischen ö im Namen) hat den Schattenwurf dieses Planeten auf seine Monde beobachtet. Es gab eine Abweichung aus den theoretisch errechneten von ein paar Minuten, die diese Verdunkelungen später zu sehen waren. Daraus errechnete er die Lichtgeschwindigkeit.

Er wurde geboren in einer Zeit, als in Europa fast jeder dritte Mensch durch Kriegswirren umgekommen waren. Eine furchtbar unsichere Zeit. Und dann noch Epidemien.

Ich wundere mich über solche Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, und darüber, wie Menschen „in ferne Welten abtauchen“. Das kann auch die Musik sein. Ein paar Jahre später lebte J.S.Bach, ihm starben zehn Kinder weg, während er fleissig weiter komponierte. Das kann auch die Wissenschaft sein. Auch die Liebe kann das sein. Und noch andere Beschäftigungen, wie Kochen, Wäschewaschen, Brotbacken, Hintern auf der Kirchenbank platt sitzen. Versonnen.

Heißt versonnen „ohne Sinn?“ oder „mit Sinn?“

Eine Fachfrau sagte mir einmal in einem Gespräch, BDSM sei eine Sucht. Das hat mich lange beschäftigt. Gemeint war weniger der Kontrollverlust, den man bei Drogen erleiden kann, also nicht das Exzessive, sondern mehr die Flucht aus der Realität.

Wenn ich das so betrachte, trug und trägt mich die Neigung zum BDSM tatsächlich immer fort. Aber nicht weg, sondern dorthin, von wo ich eigentlich stamme. Dort ist Wille, meiner und der meiner Gegenüber, dort ist Schönheit, während die Kontrolle und Sicherheit über Schmerz und Verängstigungen siegen. Seile geben Halt und verschönern und zeigen mir augenfällig die Hingabe. Das Fleisch ist unbezwingbar in jener Welt. In der wirklichen nicht. In diesen Momenten liebe ich die Liebe und begreife, dass ein Leib ein Tempel ist, den ich betrete. Gott ist eine Frau. Daran besteht kein Zweifel.

Bei den Römern (mit dem herkömmlichen ö in der Mitte) hieß ein Obergott Jupiter. Ein anderer hieß Mars. Der Abend- und Morgenstern jedoch ist eine Venus. Und warum heißen Schattenzeilen so, wo sie doch auch lichte Momente einfangen?

Ich denke, Theater ist realer als das, was sich um mich herum tags abspielt. Auch im BDSM werden lichte und schattige Seiten inszeniert, aber miteinander verknüpft und mit einem „Ich will“ auf den Lippen. Während die Realität häufig eher das „ich muss“ hervorpresst.

Das Leben ist eine Feier, die nie aufhört.

Geschlossen.

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