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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten

»Der Mann im Kleid« von T Lagemann

Bezieht sich auf die Fetisch-Geschichte »Der Mann im Kleid«.

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11.06.2026 um 20:53 Uhr

Vielen Dank für die Geschichte, die erinnert mich an meine Kindheit und meine ersten Versuche mit Frauenkleidung. Zwischendurch hatte ich dann auch mal eine Freundin, die das reizend fand aber meistens war das immer ein Versteckspiel.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

11.06.2026 um 20:53 Uhr

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Nachtasou

Autor. Korrektor.

12.06.2026 um 01:53 Uhr

geändert: 12.06.2026 um 01:58 Uhr

Für ganz so unglücklich halte ich den Protagonisten nicht, wie von vielen anderen Lesern empfunden. Immerhin kann er seinen Fetisch bedingt „leben“. Das ist ja ein Kennzeichen von Fetischisten, dass Dinge im Zentrum stehen und nicht Personen. Er sucht einige Attribute (Kleidung) einer Frau, ohne selbst eine sein zu wollen oder innerlich zu sein. Er hat eine Frau, die er als Frau liebt und sie ihn als Mann, der er ja ist: Seine Männerkontakte sind funktionell und nicht homosexuell motiviert.

Als Fetischist ist ihm die Beziehung zu Dingen wichtig. Was er vermisst, ist ein Gegenüber, die seinen Fetisch teilt. Immerhin teilt Agnes ansonsten ihr Leben mit ihm, und er mit ihr. Die Erfüllung wäre, dass sie sich seinem Fetisch anschließt. Beide drumherum tanzen.

Ich will die Trauer nicht kleinreden, aber der Protagonist ist noch relativ gut dran. Er kann seine Sexualität pflegen und selbst erleben. Er berichtet von diesen Glücksmomenten. Da sind Sexualitäten denkbar, die noch viel härter zu verkraften sind. In denen nicht mal das Selbsterleben möglich ist. Und echt einsam machen können, nicht nur sexuell sehnsüchtig. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es zum Beispiel einem Pädophilen geht, dem ja nur Doppelleben bleibt, und dem alle Wege abgeschnitten sind. Denn dem geht´s um Beziehung.

Na gut, „schlimmer geht immer“ ist kein Argument. Es bleibt ein berührender Text.

Sprachlich hat mir das Satz-Stakkato auf Dauer nicht gefallen. Trotzdem (oder wegen?) liegt über dem Sprachrhythmus eine Melancholie. Ich hätte eher Singsang erwartet (und das wäre dann wohl misslungen). Das verblüfft mich. Sind die kurzen Sätze und zerhackten Sätze Ausdruck des Schweigens des Mann im Kleid? Dass durch etliche Wiederholungen eine Monotonie oder Tristesse entsteht, liegt dagegen auf der Hand.

Fein gemacht, find ich.

Übrigens: Die Bebilderung des Textes gefällt mir hier. Da gehört Liebreiz hin.

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