Liebe Natty,
ich hätte auch noch etwas geschrieben, wenn dies braves Mädchen nicht schon übernommen hätte ( auch aus Zeitgründen).
Ich finde es absolut passend, dass Du im ersten Teil der Geschichte auch von der traumatischen Erfahrung dieser schrecklichen Vergewaltigung erzählt hast, und ich fand auch nicht das dies zu viel Raum eingenommen hat.
Manche Geschichten berichten eher aus Gründen der Unterhaltung und Erotik, dafür aber oftmals auch etwas unrealistisch von Sex und BDSM und Beziehung, das ist dann je nach dem was schönes, inspirierendes, erregendes oder einfach ganz nettes fürs Kopfkino, und andere, so wie Deine, verweben eben Begebenheiten wie sie im
echten Leben passieren mit BDSM und allem drumherum.
Und wie Du schreibst erleben leider nach wie vor viel zu viele Menschen, und leider vor allem Mädchen und Frauen sexuelle Gewalt. Die Zahlen von sexualisierter Gewalt im umfassenderen Sinne, auch im Bereich der digitalen Medien, sind weiter am Steigen. Das ist Realität und ich glaube weiter es ist sehr wichtig zu betonen, dass der Unterschied im BDSM im Consens liegt
, auch für diejenigen die sich nicht oder weniger auskennen. Und das es wichtig ist aufeinander acht zu geben.
Ich glaube in dieser Geschichte kam deutlich heraus , dass die schreckliche Situation in Tildas Vergangenheit rein gar nichts damit zu tun hatte im Gegensatz zu den Erfahrungen mit Victor.
Ich finde es ist durchaus eine positive Geschichte, denn Tilda schafft es ihr Trauma aufzuarbeiten und wieder in die Welt der Farben einzutauchen, was mir auch als „Bild“ sehr gut gefallen hat, und dabei helfen ihr ihre engen Freundinnen und der neue besondere Mann in ihrem Leben.
Und sie schafft es trotz dieser Gewalterfahrung ihre Neigung annehmen und entdecken zu können, was ich wie ich finde auch eine Form der „Selbstermächtigung“ ist.
Liebe Grüße, Rote Blume

Denn nur so können wir uns verbessern, nicht wahr?Da es zwar hier um das Inhaltliche geht, welches natürlich immer Geschmackssache bleiben wird, weiss ich nicht, ob meine nächsten Geschichten dir wieder besser gefallen werden 




19.04.2026 um 15:14 Uhr
Hallo zusammen,
eure Kritiken zum ersten Teil der Geschichte gehen mir nicht mehr aus dem Kopf und ich denke seit ein paar Tagen darüber nach, ob ich es hätte anders schreiben können.
Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass , wie Braves Mädchen es bereits geschrieben hat
(Braves Mädchen ich danke dir dafür
),
es eben zu Tildas Vergangenheit gehört. Es war wichtig für mich, dass der Leser es erfuhr, um einen Einblick in ihre Gefühlswelt zu erhalten. Hätte ich es kürzer schreiben können? Vielleicht, ich weiss es nicht. Wenn Worte fliessen, sind sie oftmals schwer aufzuhalten und auch ein anderes Trauma, wie ein Autounfall, Tod von nahen Verwandten oder eine andere Gewalttat, die Hinweise auf Tildas Psyche gegeben hätten, hätte ich wohl ebenso eindringlich darzustellen versucht.
Was ich persönlich jedoch am wichtigsten finde, ist, dass Tilda es schafft, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Natürlich hätte es nicht passieren dürfen, aber ist es nicht schöner zu sagen, toll, dass du es geschafft hast, es hinter dir zu lassen?
Leider passiert es auch heutzutage noch viel zu vielen Menschen, der Großteil davon noch immer Frauen. Und leider hat ein solcher Vorfall noch immer viel zu oft ein Stigma, der den Opfern einredet, sie wären selbst Schuld. Bei keinem anderen Trauma wird mit Opfern so umgegangen.
Und sind aber nicht wir hier in der BDSM-Welt ganz besonders behutsam, im Umgang mit Schmerz? Stichwort Aftercare?
Für mich war Tildas Entwicklung eine Befreiung von ihrem Trauma. Ich konnte mir ihr zusammen im Laufe der Geschichte dieses dunkle Kapitel ihrer Vergangenheit aufarbeiten und sie zurück in die Welt der Farben bringen. Wie schön wäre es, wenn dies jedem Opfer gelingen würde.
VG Natty
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