Guten Morgen zusammen )
Ich hab noch nicht alle Beiträge dazu bislang gelesen. Meine Einstellung zum EP ist folgende;
Kinder nein - die sollten generell nur die Aufkläung bekommen, die sie auch selbst verlangen. Ein Kind fragt in der Regel auch immer nur das, was es wirklich wissen möchte und die Fragen enden, wenn dieser jehweilige Wissensdurst fürs erste auch gestillt wurde. Davon abgesehen natürlich die Thematik "geh nicht fremden mit".
Jugendliche sollten ruhig auch alle Variationen der Sexualität erklärt bekommen. Doch das vorallem vorurteilsfrei und dafür so, dass sie dennoch erfahren, wo sie eigene Sicherheiten vorsorgen müssen. Was nicht nur die Verhütung in Bezug auf eventuelle Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten anbelangt. Wenn man jugendlichen zutrauen kann im Rahmen der schulischen Aufklärung über Tranzsexualität oder Homosexualität zu erfahren, dann können sie auch über SM erfahren, aber ebenso über Sexualverhalten (Vielehe z.B.) anderer Kulturen, Vergangenheit und heute. Einem Jugendlichen dabei nun explizieten Anschauungsuntericht geben, muß auch ich nicht. Man kann durchaus durch eine richtig dosierte Erklärungsarbeit genügend "Anschaungsuntericht" bieten".
Cayt


09.12.2014 um 07:07 Uhr
@RoteSonne: Nein, Andeuten ist mir zu wenig, ich finde, man sollte die Dinge bei ihrem Namen benennen, da bleibt der Fetisch dann auch ein Fetisch. Leidenschaftlich kann (und sollte!) auch fetischfreier Blümchen-Sex sein.
Was ist es denn, was Kinder und Jugendliche heute in ihrem Alltag mitbekommen?
Bilder und Videos mit Inhalten, die weit über das hinausgehen, was in den Heftchen zu sehen war, die unsere Väter unten in der Sockenschublade versteckt hatten. Gangbang, Fisten, BDSM-Szenarien ... Genau an der Stelle bleibt doch das auf der Strecke, was das Wesen der Sexualität ausmachen sollte: das Getragensein von Gefühlen, gegenseitiger Achtung usw.
Ich muss meinem (heranwachsenden) Kind nicht zeigen, dass Sub am Andreaskreuz fixiert ist und ausgepeitscht wird. Aber ich möchte, dass es weiß, dass das (und anderes) in Ordnung ist (unter den uns allen bekannten Voraussetzungen), wenn es dergleichen an anderer Stelle zu sehen bekommt. Und auch, dass es in Ordnung ist, wenn es bei dergleichen eine Gänsehaut (oder mehr) bekommt, es sich dafür nicht schämen muss.
Genau das Letztgenannte ist mir immens wichtig, und ich betone noch einmal warum: weil ich nichts schlimmer finde, als wenn die Entdeckung eigener Neigungen mit Schamgefühlen und Ängsten einhergeht. Die möglichen Folgen, die das haben kann, halte ich für ein Vielfaches verheerender als die Konfrontation mit dem, was sie heute überall zu sehen bekommen.
Erfahrungen sollen alle unbenommen von einer solchen Aufklärung selbst machen. Wenn mein Sohn dann voller Leidenschaft auf Blümchen-Sex abfährt, muss ich mich aber nicht fragen, was ich eventuell verkehrt gemacht habe …
Wölfin
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