Hallo Kitty, dein wunderbarer Text dreht die Perspektive bewusst um. Was heute als „normal“ gilt, ist immer nur das, worauf sich eine Mehrheit stillschweigend geeinigt hat. Gesellschaft verändert sich ständig, weil Werte, Freiheit und Identität stärker individualisiert werden. Menschen probieren mehr aus, sprechen offener über Wünsche, Rollen und Beziehungen. Dadurch wirkt es manchmal so, als wäre alles extremer geworden, tatsächlich ist es oft nur sichtbarer geworden.
Wie konnte es dazu kommen: mehr persönliche Freiheit, weniger starre Normen, Internet als Raum für Austausch, und ein wachsender Fokus auf Selbstverwirklichung statt Anpassung. Normalität ist kein fester Zustand, sondern ein bewegliches Ziel.
Ich liebe das Bild der "Vanilla" die während Löffelchen Schlager hört.


26.11.2025 um 20:30 Uhr
Sehr schön geschrieben, danke
Und ja, die Norm. Wenn ich so an die DinNorm denke, dürfte eigentlich tatsächlich nur eine Spielart erlaubt sein.
Hier jedoch ein schönes Zitat von duden.de:
„In der veraltenden, wertenden Bedeutung sollte das Wort normal im öffentlichen Sprachgebrauch nicht mehr verwendet werden. Das gilt besonders dann, wenn es als Gegensatzwort zu (geistig) behindert oder im Sinne von heterosexuell gemeint ist.“ (4)
Ich habe leider nicht herausgefunden (oder hab's übersehen) wie alt diese Definition ist. Aber es zeigt ja zumindest eine Bereitschaft zum Wandel, zumindest in der Sprache. Und Sprache vereint Gruppen von Menschen, die dann für ihre Gruppe Handlungsregeln festlegen, um als Gesellschaft zu funktionieren und wenn sich zuerst die Sprache ändert,.......
VG Natty
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