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Was ist ein Troll?

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Söldner

Autor. Lektor. Förderer.

17.10.2019 um 11:55 Uhr

Das Internetlexikon gibt mir folgende Antwort (gekürzt).

Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen. Die Provokationen sind in der Regel unterschwellig und ohne echte Beleidigungen. Auf diese Weise vermeiden oder verzögern Trolle ihren Ausschluss aus administrierten Foren.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber wenn ich Kommentare in Nachrichtenportalen lese, denke ich, fünfzig Prozent der Schreiber sind Trolle. Deshalb lese ich dort nicht. Bin ich zu dünnhäutig? Oder stimmt was nicht mit der Netzkultur?

Mir ist aufgefallen, dass sich ab und an auch so ein Wesen in die angenehme Bibliotheksathmosphäre der Schattenzeilen verirrt, und exakt analog der Definition eines Trolls agiert. Was ist besser? Einen Troll zu ignorieren oder ihn zu füttern?

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Devana

Autorin. Lektorin. Teammitglied.

17.10.2019 um 17:55 Uhr

geändert am 17.10.2019 um 17:57 Uhr

Im Allgemeinen heißt es ja: Don't feed the troll.

Ich versuche es bei Trollen oder jedenfalls bei Leuten mit Trollverdacht einmalig mit dem Versuch von Vernunft.

Fruchtet diese nicht, ignoriere ich oder beschränke mich allerhöchstens auf eine rein sachliche Ebene.

Trolle, die man nicht füttert, verschwinden meist recht schnell wieder.

Manchmal kann man sie aber auch erziehen, indem man nur auf vernünftige Beiträge antwortet und  alles andere ignoriert.

Letztendlich kann man sich über sie auch amüsieren. Wahlweise auch bemitleiden.

So viel in Kürze. Da ich gerade mit dem Handy tippe, fasse ich mich kurz, da ich das hasse.

Gruß Devana

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Jona Mondlicht

Autor. Lektor. Teammitglied. Förderer.

17.10.2019 um 19:55 Uhr

geändert am 17.10.2019 um 23:14 Uhr

Die ersten Trolle tauchten bereits in den ersten Foren im Web auf, es gibt solche Erscheinungen schon seit Jahrzehnten. Was sich geändert hat, ist die Bandbreite ihrer Intention. Früher wurde die (damals noch) faszinierende Anonymität für allerhand Schabernack genutzt, mittlerweile geht es um Selbsterhöhung, aber auch um Hassrede, Beeinflussung, Desinformation oder um gezielte Aktionen zum Schaden Anderer. Die Gegenmittel variieren mit dem Zweck des Trolls von Ignorieren über Richtigstellen bis Ausschließen - da muss man einfach vernünftig abwägen.

Viele Grüße

Jona

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Drachenlady

Autorin. Förderer.

18.10.2019 um 00:39 Uhr

Ich ertappe mich immer wieder dabei, Kommentare in Nachrichtenportalen zu lesen, obwohl ich weiß, das mir in den allermeisten Fällen dabei die Hutschnur hochgeht. Entweder weil Stammtischphysiker wieder mal meinen, die Regeln der Naturwissenschaften komplett ignorieren zu können oder, was viel schlimmer ist, Hetze und bösartige Desinformation verbreitet wird. Richtigstellung und sachliche Information fruchtet normalerweise nicht (trotzdem versuche ich es hin und wieder), also muss man die Provokationen wahrscheinlich ignorieren, auch wenn einem dabei nicht wohl ist.

"Don't feed the troll", aber wo ist dabei die Grenze der Erträglichkeit? Was muss man alles unkommentiert hinnehmen oder sich als Forumsbetreiber gefallen lassen? Die Grenzen sind sicher bei allen unterschiedlich, aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo dem Treiben des Trolls klar Einhalt geboten werden muss, auch um ein Zeichen zu setzen gegenüber den anderen, die durch das Treiben dieses bösen Zwergs sich vielleicht abgeschreckt fühlen. Und um dem Troll seine Grenzen aufzuzeigen, klar zu machen, dass seine Provokationen nicht auf fruchtbaren Boden fallen.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin.

18.10.2019 um 22:36 Uhr

Söldner

Das Internetlexikon gibt mir folgende Antwort (gekürzt).

Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen. Die Provokationen sind in der Regel unterschwellig und ohne echte Beleidigungen. Auf diese Weise vermeiden oder verzögern Trolle ihren Ausschluss aus administrierten Foren.

Lieber Söldner,

wenn ich das zu Ende denke, bin ich auch ein Troll. Jedenfalls manchmal.

Was heißt „emotionale Provokation“? Stänkern? Kann ich.

Ein bisschen Provokation ist in jeder Diskussion, sonst is ja Friede ... Eierkuchen. Wenn ich einen Beitrag schreibe, dann doch, weil ich auf Reaktionen aus bin, sonst kann ich das lassen. 

Mir ist schon klar, dass der Begriff Troll auf Leute abzielt, die das Forum stören wollen und denen es nicht um Inhalte geht, jedenfalls ist das meine Definition.

Aber ganz ehrlich, wir sind schon groß. Ich entscheide, wann ich mit mir stänkern lasse. 

Und ... ähm  ... ich hatte gerade Pizza und muss nicht gefüttert werden

LieGrü

hanne

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Söldner

Autor. Lektor. Förderer.

19.10.2019 um 10:29 Uhr

Jetzt ist alles klar, Hanne. Du bist eindeutig ein Troll. Ich vergaß, ein wesentliches Merkmal der Trolle zu erwähnen. Sie verzehren nach 21 Uhr Pizza.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin.

19.10.2019 um 12:23 Uhr

geändert am 19.10.2019 um 12:42 Uhr

Lieber Söldner,

Ich wollte auf keinen Fall mit dir stänkern. Das zu erwähnen, ist mir außerordentlich wichtig.

Ich bin ja kein Forencheffe und habe wahrscheinlich deshalb kein echtes Problem mit Trollen. Jona sieht das sicher anders.

Andererseits glaube ich aber trotzdem an erwachsene Menschen, die sich nicht von jeden hingeklierten Schwindel in Panik oder Ärger versetzen lassen.

Ich denke, dass nicht alles, was einem trollig vorkommt, immer so gemeint ist. Leider fehlt der Schrift die Emotion und das lässt sich mit lustigen Bildchen nur unvollständig ausgleichen. Oft genug sitzt am anderen Ende auch einer, der sich gerade ärgert und sich nicht anders auszudrücken weiß. Immerhin ist die deutsche Sprache eine der am schwersten zu beherrschenden.

Woher weiß ich also, dass einer wirklich ein Troll ist.

Dass er sich nicht weiter äußert, ist kein Beweis. Vielleicht hat er/sie einfach keine Zeit.

Oder dass einer immerzu die Sachebene verfehlt? Nur angreift und nie argumentiert. Vielleicht kann er schlecht zielen, soll heißen, hat argumentieren nicht gelernt und leistet sich trotzdem eine Meinung. Das darf er.

Argumentieren ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die in den schnelllebigen sozialen Medien gerade ausgehebelt wird. In anderthalb Twitterzeilen kann man kein Argument aufbauen. Für gute Argumentation braucht es Hintergrundwissen resp. Recherche. Und damit Zeit und Geduld.

Was also ist ein Troll und wie erkenne ich ihn?

Gruß

hanne,

die beim Schreiben immer mal über Vor- und Nachteile der GEnderei nachgedacht hat. Und jetzt betont, mit der männlichen Form keineswegs zu Ausdruck bringen zu wollen, dass Ausdrucksarmut verstärkt dem männlichen Teil der Leser- und Schreiberschaft zuzuordnen ist.

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Nachtasou

Autor.

20.10.2019 um 02:48 Uhr

Sobald mehr als zwei Personen regelmäßig Umgang miteinander haben, bilden sie Regeln. Jeder, der dazu will, muss sich zunächst fügen oder er wird ausgegrenzt. Das ist in Cliquen auf dem Schulhof so, bei einheiratenden Schwiegertöchtern und in Foren wohl auch.

So wird´s innen bequem, aber irgendwann schwül und inzüchtig. Eine Familie ist ein Sprungbrett und keine Obstschale.

Die Grenzziehung, was ein Troll ist, find ich schwierig. In manchen offen zugänglichen Kommentarplätzen im Boulevard-Bereich erscheint mir alles als Getrolle. Andererseits muss man nicht jeden aus der Art schlagenden gleich ausweisen, nur weil er ins Regelwerk nicht reinpasst. 

In homogenen Gruppen zu kommunizieren ist einfach und nur selbstbestätigend. Auseinandersetzungsfreudige Menschen suchen aber im Gegenteil auch die Widerlegung. Bei sich und anderen. Manchmal, um die eigenen Messer zu schärfen. Diese Ruhestörung kann anregend sein.

Häufig geht es sowieso weniger um den Inhalt, sondern um Selbstdarstellung. Persönlich nervig find ich im bdsm-Bereich solche, die meinen, über ihre Art sich mitzuteilen ihre Neigungen unter Beweis stellen zu müssen. Das nennt man aber nicht Troll.

Ein Troll ist dann zufrieden, wenn sich ein ganzes Forum mit ihm beschäftigt. Daher vielleicht der Spruch, ihn besser nicht zu füttern. Die ersten Foren im Internet waren eher von Technikern bestimmt, die sachlich und selbstreinigend agierten. Aber ein Ausbund an Austausch über einen engen Themenbereich hinaus war das nicht. Wenn es danach gegangen wäre, wären alle Foren heute blitzblank und für die meisten Menschen viel zu speziell und blutleer. Menschen heißen aber Menschen, weil sie gern menscheln. Trolle bieten etwas sehr Nützliches: Alle anderen werden sich bewusster, warum und wie sie miteinander umgehen.

Werden Trolle jedoch bestimmend, zerfällt das Gefüge.

Nein, Söldner, Du bist nicht zu dünnhäutig.

Wie ist es denn bei mir selbst? Naja, ich höre mich gern reden. *g

Auch. Aber ich bin auch neugierig. Und ohne Vorlage gibt´s nichts, glaube ich. Nichts geschenkt.

Also: Sich beklagen, dass zu wenig beigetragen wird, ist faul. Und auch in der Art und Weise kann jeder beitragen, wie er es sich wünscht. Ohne sich hinauszulehnen gibt´s keine frische Luft um die Nase.

Eine schweigende Masse wird von Trollen einfach aufgerollt.

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hanne lotte

Autorin. Lektorin.

12.11.2019 um 22:28 Uhr

Der Kater hat behauptet, die meisten oder jedenfalls viele Trolle sind gar nicht echt, sondern Roboter.

Stimmt das?

Und wenn ja, was bedeutet das?

Ratlos

hanne

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13.11.2019 um 15:25 Uhr

Da ich keine Ahnung vom Internetz habe, kann ich nur vermuten, dass der Begriff des Trolls tief ist wie der Ozean, unendlich wie die Galaxis und unergründlich wie die menschliche Seele. Wahrscheinlich existieren Trolle vom Stänkerfritzen über multiple Persönlichkeiten, weiter zu Menschen, denen die Welt nicht genug ist, hin zu ganz geheimen Geheimdiensten, die Programme erfinden, deren Aufgabe es ist, Meinungsmache zu betreiben, aber der absolute Trollkönig ist Landrat Hinterberger, und ich möchte hier ein Beispiel aus Obersdorf-Extrain anführen, einer fast unbekannten Gegend bei Stalinstadt, wo der Landrat Linus Hinterberger Landrat ist und Wahlen zum Landrat anstanden und da hat der Landrat Hinterberger das Internet mit vielen Tausend Identitäten maschinell gefüttert, die ständig ungefragt in allen sozialen Medien Kommentare abgaben wie 'Landrat Hinterberger verhindert den Klimawandel!', 'Landrat Hinterberger macht euch unsterblich!', "Ihr seid die Größten, Euer Landrat Hinterberger' oder einfach 'Jawoll, Ihr habt Recht und ich werde mich dafür einsetzen'.

hanne lotte Dein sprechender Kater meint eindeutig Landrat Hinterberger und seine Machenschaften, wenn er von maschinellen Trollen spricht.

Landrat Hinterberger wurde übrigens wiedergewählt, so wie Trump wiedergewählt wird.

Ich denke, Hanne Lotte, ich konnte deine Frage umfänglich beantworten, nein kein Dank, dafür nicht.

Noch etwas zum Trost für alle, die Trolle fürchten. Ich kenne die Geheimwaffe gegen maschinelle Trolle, Trump, den Klimawandel und Landrat Hinterberger.

42! Und jetzt ab, Tüte Erdnüsse und Handtuch.

Liebste Grüße, Hans

PS! Derzeit drückt sich auf den Schattenzeilen wieder ein Troll herum. Hat meine erstklassige Geschichte kommentarlos mit der schlechtesten Note bewertet. Wenn ich den kriege, verpasse ich ihm einen derart leuchtenden Hintern, dass er, wenn er auf dem Bauch liegt, kein Leselicht mehr braucht. Troll? Trollin? Wie ist die weibliche Form von Troll?

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