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23. August Internationaler Tag zur Erinnerung an...

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

23.08.2013 um 08:14 Uhr

Zunächst dachte ich an einen verspäteten Aprilscherz, aber heute ist wirklich der internationale Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung.

Zwar geht es im BDSM-Bereich in aller Regel nicht um dem Handel, aber häufig um Sklavinnen und Sklaven. Mich gruselt es bei diesem Begriff immer, und zwar nicht auf angenehme Weise.

Während ich durch das gegenseitige Einvernehmen bei Begebenheiten, die ohne Weiteres den Tatbestand der Körperverletzung erfüllen, überhaupt keine Probleme habe, das als lustvoll zu bejahen, gelingt mir das mit dem Sklavenbegriff überhaupt nicht. Außer wenn ich „Bitte, bitte!“ von den Ärzten mitsinge, wobei ich durchaus schmunzeln kann, geht mir der Begriff einfach nicht über die Lippen. Ich lese ihn auch nicht gerne in Geschichten.

Möglicherweise ist die persönliche Freiheit für mich ein unverzichtbares Gut.

Mich würde interessieren, wem es ebenso geht. Noch mehr interessiert mich, wer diesen Begriff problemlos in seinem BDSM-Leben auf sich oder seinen Partner bezieht - und wie?

Wölfin

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Wo Liebe ist, ist Lachen.

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Jona Mondlicht

Autor. Teammitglied. Vereinsmitglied.

23.08.2013 um 12:10 Uhr

Liebe Wölfin,

ich habe nicht nur mit dem Sklaven-Begriff ein Problem, sondern ebenso mit manchen arroganten Selbsternennungen wie "Meister", "Sir" und anderen grundlos selbst verliehenen Titeln.

Aber... Genauso, wie jedem klar sein sollte, dass ein "Meister" im BDSM-Kontext keine Meisterprüfung abgelegt hat und ein "Sir" auch kein Schwert auf der Schulter liegen hatte, sind BDSM-Sklavinnen und Sklaven nicht das, was der Begriff geschichtlich umspannt. Es wäre schlimm. Inwieweit der Begriff derart geschichtlich in Anspruch genommen ist, dass es ein unangenehmes Gefühl hinterlässt, ihn im BDSM-Kontext zu verwenden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich persönlich mag es nicht. Weil für mich die vollständige und nicht "spielerische" (ich hasse dieses Wort...) Abgabe von Rechten und Freiheit mitschwingt und das ein Umstand ist, den ich nicht für gut heiße. Weder so noch so.

Finden sich aber zwei Menschen, die in einem solchen Verhältnis aufgehen und miteinander wunderbar harmonieren, habe ich freilich keine Einwände. Das betrifft auch alle anderen Dinge. Jeder muss in der Zweisamkeit selbst herausfinden, was gemeinsam am besten funktioniert.

Viele Grüße

Jona

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25.09.2013 um 17:12 Uhr

Moin

Wie hier schon erwähnt - diese Titulierungen sind weniger meine Sache - aber das soll weniger heißen.

Sklaven/Sklavin - geht das überhaupt? Müsste das nicht heißen, die volle Bestimmung, die absolute Kontrolle über diesen Menschen zu übernehmen?  Wer damit umgehen kann, soll es tun - ich werde dies nicht bewerten.

Meine Präambel würde hier lauten:

Als dominanter habe ich meiner Sub zu dienen - Ihr alles zu geben, was Sie benötigt - weil Sie durch Ihre Erscheinung und Ihr Tun meine Emotionen bedient - Sie ist die Achse, um die sich Alles dreht. 

Sie lässt es zu, das ich Sie in Ihrer verletzlichsten - intimsten Art sehen darf - Sie lässt es zu, das ich Ihre Seele berühren darf. Sie ist keine Sklavin - Sie ist submissive Partnerin auf gleicher Augenhöhe.

Ist dies zu viel?

Gruß Bernd

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" Freiheit liegt jenseits der Mauern, die wir uns selbst errichten . Nichts ist so wie es scheint und doch ist alles so wie es ist. "

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Lucia

Autorin.

25.09.2013 um 22:01 Uhr

@Homo-ludens

auch in meinem Sinne treffend und sehr schön geschrieben...

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Erfülle deine Träume, damit du Platz für neue hast!

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Wiking

Autor.

26.09.2013 um 00:26 Uhr

Mir passt der Ausdruck Sklave / Sklavin auch nicht, denn bei diesem Begriff schwingen für mich unbewusst Inhalte mit, die mit Lust und Partnerschaft nichts zu tun haben.

Mögen andere es anders sehen, wenn es sie erfüllt, sich als Sklave oder Sklavin zu bezeichnen, ist es ja in Ordnung.

Ich vermeide dieses Wort, aber bei der Fülle an Geschichten, die diesen Ausdruck verwenden, dachte ich schon, ich wäre damit alleine. Schön zu erfahren, dass es nicht nur mir so geht.

Viele Grüße von einem sich überhaupt nicht versklavt fühlenden Wikinger.

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Schattenwölfin

Autorin. Teammitglied. Vereinsmitglied.

26.09.2013 um 06:38 Uhr

Danke, Bernd, für Deinen Beitrag!

Insbesondere das gegenseitige Dienen und die gleiche Augenhöhe

sind die Punkte, die es für mich auf den Punkt bringen.

A b e r:  Bei einer Diskussion interessieren mich ja gearde auch die Sichtweisen, die ich nicht teile. Nur, weil ich etwas nicht nachvollziehen kann, bedeutet es nicht, dass ich es nicht akzeptiere und toleriere, wenn anderes das für sich fühlen und leben.

Von daher warte ich gespannt, ob hier auch jemand sich zu Wort meldet, der sich als Sklavin oder Sklave gut fühlt.

Wölfin

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Wo Liebe ist, ist Lachen.

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Profil unsichtbar.

Gelöscht.

27.09.2013 um 01:31 Uhr

Hallo,

Worte wie Sklavin, Sklave, Meister, Sir etc. mag auch ich persönlich nicht. Persönliche Freiheit ist eins der wichtigsten Güter, die es gibt. Natürlich gehört auch die Freiheit, sich den Arsch versohlen zu lassen, bis er glüht, dazu , aber "consensual" ist dabei ein absolutes Muss.

TPE, wobei sich ja eine Person dem Urteil einer anderen zu 100% ausliefert - sich damit zum Sklaven macht - ist eine Seite von BDSM, von der ich nicht weiß, ob das noch im gesunden Rahmen stattfindet.

Liefere ich mich in diesem Fall dem Anderen völlig aus, entfällt die Notwendigkeit von "consensual". Ein Weg, der nicht ohne Gefahren ist...

Für mich ist gegenseitige Liebe in der Partnerschaft eine unerlässliche Grundlage.

In diesem Sinne - gute Nacht!

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