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Was denkst Du über Beiträge mit stark fehlerhafter Rechtschreibung und Grammatik?

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Die Schattenzeilen sind vordergründig eine literarische Seite. Wir veröffentlichen Geschichten und damit recht viel Text von Autorinnen und Autoren. Aber auch die Nutzerinnen und Nutzer tragen im Forum und in den Diskussionen über die Geschichten viel Lesbares bei. Mitunter sind geschriebene Beiträge aber gar nicht so einfach lesbar, wie sie es eigentlich sein sollten. Insbesondere dann, wenn sich über einfache Flüchtigkeitsfehler hinaus böse Rechtschreib- und Grammatikkatastrophen aneinander reihen. Oder wenn der Schreibende sich nur noch in Kleinschrift und Abkürzungssprache auszudrücken vermag oder anstelle sinnvoller Worte lediglich Pünktchen aneinander reihen kann. Obwohl jeder moderne Browser eine wenigstens halbwegs funktionierende Rechtschreibprüfung zur Verfügung stellt, wird mitunter hemmungslos gepostet - und Leserinnen und Leser dürfen sich dann mühen, den Sinn des Beitrags zu verstehen.

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Kommentare zu dieser Abstimmung

Campanula

Autorin.

05.09.2021 um 13:00 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich in diesem Punkt empfindlich bin. Rechtschreibung und Grammatik sind bei mir ein Art Fetisch. Ich gehöre zu denen, die im Zweifelsfall nachrecherchieren, wie ein Wort geschrieben und wo genau ein Komma gesetzt wird. Texte, die vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern strotzen, kann ich nicht lesen, tut mir leid. Sollte mir auf diese Weise ein gedankliches Juwel entgehen, würde ich das natürlich sehr bedauern, aber für mich sind Texte mehr als pure Gedanken. Sie sind in eine Form gegossene Gedanken und diese Form ist Teil der Kunst, sie ist für mich nicht vom Inhalt zu trennen.

Eine schöne, klare Sprache ist wie Musik in meinen Ohren und Tippfehler sind nichts anderes als falsche Töne in der Melodie. Das ist nicht schlimm, jeder kann sich mal verhaspeln. Aber wenn sich ein falscher Ton an den anderen reiht, denke ich: "Das solltest du vielleicht noch mal üben, ehe du es vorspielst." Und genauso ist es beim Schreiben. Solange man einen Text nur für sich alleine schreibt, spielen Rechtschreibung und Grammatik keine Rolle. Wenn ich ihn aber veröffentliche, dann sollte ich darauf achten, dass der Feinschliff sitzt.

04.09.2021 um 00:58 Uhr

Mich stören nur offensichtlich grob falsche Grammatik und massenhaft Tippfehler, die  darauf schließen lassen, dass sich jemand nicht die Zeit und  "Mühe gemacht hat, richtig zu schreiben.

03.09.2021 um 22:47 Uhr

Hallo, es ist so, dass ich diese Umfrage falsch verstanden habe. Als ich darauf antwortete, dachte ich, die Beiträge auf der Seite, also die Geschichten/Texte seien gemeint.

Für das, was ein guter Text ist, möchte ich trotzdem kurz die Idee einer Definition versuchen:

Ein guter Text ist derjenige, der Bestand hat. Und er kommt von demjenigen, der im Leben die größtmögliche Anzahl an Barrieren überwunden hat.

Das Maß ist immer der Text, nicht das Publikum, und auch nicht der Autor. Resonanz ist hier ein Automatismus. Natürlich hat ein guter Text ein Publikum, aber auch dies ist Teil des Automatismus. Die Haltung eines Publikums zu einem Text ist jedoch ohne Relevanz. Und ein Text kann sich auch mal hundert, zweihundert Jahre oder so dem Publikum vollkommen entziehen, um dann im genau richtigen Moment wieder hervorzuschießen. Was den Autor betrifft: In guten Texten ist von Autoren gar nichts drin. Man kann nicht den Antichrist nehmen, es auswringen und durchdestillieren und Nietzsche springt raus. Das funktioniert nicht. Der ist tot, und der lebt auch nicht im Werk weiter oder so. Tot ist tot. Das ist also ein Nachlass und die Person des Autors zwar aus Historien- und Archivgründen interessant, der Antichrist wäre aber auch nicht minder gut, wenn wir über Nietzsche gar nichts wüssten. Natürlich ist dieses Erbe nun bedeutend. Aber wie bedeutend oder erfolgreich war Nietzsche im Leben? Zero - der hat vierzig Bücher im Selbstverlag verkauft oder so und endete in der Psychiatrie. Daran sieht man jedoch, um einen guten Text zu machen, muss man auf jeden Fall frei aufspielen. Da darf einen nichts hindern. Vor allem nicht das eigene Ego. Keine Nabelbeschau, keine Reise ins Ich, und auch keine Rücksicht darauf, was Leute lesen wollen oder nicht. Sondern man muss es so bringen, wie es der Text fordert, nicht wie man als Autor gerne würde. Das meine ich mit "für sich selbst geschrieben".

Konkret zur Rechtschreibung: Von Nietzsche gibt es Texte, die hat er unter großen Schmerzen beim Wandern im Gehen geschrieben. Niemand konnte bis heute diese Zeilen entziffern, aber niemand würde trotz der Unleserlichkeit auf die Idee kommen, dass es sich dabei nicht auch um ein literarisches Werk handelt. Die Frage: Ist das Kunst oder kann das weg, stellt sich nicht. Es ist klar. Man wittert es schon. Und es würde auch niemand wegwerfen, wenn von Nietzsche nichts anderes als diese unleserlichen Hinterlassenschaften übrig wären - davon bin ich überzeugt.

In Autorenbiografien fällt auf, dass sie im Leben oft eine brutale Ochsentour hinter sich gebracht haben. Das Leiden ist garantiert nicht unbedingte Voraussetzung um einen guten Text zu machen. Man muss dafür nicht unbedingt in den Knast oder so. Klar ist hingegen, wenn ich zum Beispiel Knast kategorisch ausschließe, befinde ich mich schon in einer gewissen Selbstzensur. Außerdem war nicht ein einziger Schriftsteller rückblickendend gerechtfertigt im Knast. Zumindest nicht für seine Texte. Das wäre auch absurd. Es gibt keine bösen Bücher. (A.H. ist was anderes, denn der war phasenweise lediglich in der Maske des Schriftstellers unterwegs, wie er auch sowieso kein Künstler war. Aber man sollte es lieber nicht einfach unter den Teppich kehren und hoffen, dass es dort schon irgendwann vergessen wird.)

Es ist so: Schreiben richtet das Leben des Schreibenden aus und lenkt es in Bahnen, die dem Werk dienen. Wenn ich das Schreiben benutzen will, um selbst mein Leben einzurichten, es mir sozusagen gemütlich machen will, also auf Belohnung aus bin, dann kann dabei nur mit viel Glück am Ende was Gescheites raus kommen. Es ist aber sicher auch nicht ausgeschlossen. Nur das sollte man sich vor Augen halten.

Aber ja, mein Fehler, als ich auf diese Umfrage antwortete, ging ich also davon aus, es wäre gemeint, ob Rechtschreibung eine Bedeutung für die Qualität der Geschichten auf der Seite hat. Ich kann es gar nicht oft genug sagen: klares Nein! Und ich hoffe, das ist durchgedrungen. Das Recht auf freien Ausdruck ist eines, das man sich nimmt. Im Ernstfall auch gegen bestehende Gesetze und damit gegen bestehende Rechtschreibe-"Gesetze" sowieso. Wer keine Rechtschreibung beherrscht, soll und muss genau so schreiben und veröffentlichen, wie ihr oder ihm das möglich ist. Und so lange dir dein Text am Herzen liegt, kannst du jeden Versuch der Hinderung an seiner Verbreitung als erste zarte Form der Bestätigung interpretieren.

Beiträge im Forum war also die Frage. Ich bin neu in diesem Forum. Ich habe nur einen ganz oberflächlichen Überblick. Mir sind Beiträge mit schlechter Rechtschreibung wirklich nicht ins Auge gesprungen. Ich habe aber auch nicht darauf geachtet. Den Wunsch nach korrekter Rechtschreibung kann ich hier verstehen. Ob man es zum allgemeinen Anspruch erheben kann? In einem Forum, welches aus Autoren und Viel-Lesern besteht, vermutlich eher als anderswo. Trotzdem wird es vielleicht auch jemanden geben, der trotz Lesesucht eine Rechtschreibschwäche hat. Insofern klar ist, dass eine Person Rechtschreibung beherrscht, aber aus Nachlässigkeit überhaupt nicht darauf achtet, ist es tatsächlich unhöflich. In einer SM-Beziehung wird so etwas von mir sanktioniert. Meine Sado Maso Praktiken sind aber nichts, was ich als Lösung anbieten möchte ...

Lanika

Lektorin. Förderer.

02.09.2021 um 23:22 Uhr

Guten Abend,

die Diskussion über Rechtschreibung und Grammatik verfolge ich schon lange. Doch nun wird sie durch die letzten Beiträge noch interessanter. Zunächst steht in der Überschrift weder Geschichte, noch Text, sondern Beitrag. Das definiert die Wortmeldung im Forum, die als Teil einer Diskussion gemeint ist. Stark fehlerhafte Rechtschreibung bis hin zur Unverständlichkeit sorgt dafür, dass selbst interessante Gedanken weniger Leser finden. Mit dem Wunsch nach einer breiten Diskussionsbeteiligung kann nur der Weg sein, selber möglichst klar, möglichst präzise zu formulieren und auf  Rechtschreibung und Zeichensetzung zu achten und bei fremden Beiträgen als Leser über alle Fehler hinwegzusehen und nur auf den Inhalt zu reagieren.

Davon zu unterscheiden ist das Schreiben und Wahrnehmen literarischer Texte. Veröffentlichung heißt, der Text wird an den Leser auch mit der Hoffnung auf eine Reaktion weitergegeben. Mag der Schreibprozess besser funktionieren, wenn man den Gedanken an ein Publikum verneint, so ist das mit dem Versuch, den Text zu veröffentlichen doch spätestens vorbei. Und nun schreibst Du, Heyh, dass der gute Text nie für ein Publikum geschrieben wurde und schlussfolgerst daraus, dass die Rechtschreibung egal ist. Eine interessante und provokante These.

Das ein langweiliger Inhalt schneller die Leser vertreibt, als fehlende Kommas glaube ich auch. Aber welcher heutige Text ist so gut, dass er in schlechter Rechtschreibung und mit Grammatikfehlern lesenswert ist? 

Und ist ein Text gut, weil er viele Leser findet? Wenn also der gute Text nie für ein Publikum geschrieben wird, wer soll dann die Qualität des Textes feststellen? Kommst Du als Autor ohne Leser aus?

Rechtschreibfehler, Kommafehler, kleine Grammatikfehler mögen hinnehmbar sein, wenn der Inhalt verständlich ist. Wie ist es, wenn die Fehler größer werden, wenn der Text mehrdeutig wird? Und wenn von den Fehlern nun auch die stilistische Ebene betroffen ist und sich Wortungetüme, Wiederholungen und falsche Zeitformen in dem Text finden? Wo ist die Grenze? 

Fragen über Fragen.  Ich bin gespannt. 

Lanika

Söldner

Autor. Lektor. Förderer.

02.09.2021 um 08:02 Uhr

Heyh

Ich bin überzeugt, dass ein guter Text niemals für ein Publikum geschrieben ist - auch nicht für den Autor - sondern immer für den Text selbst. 

Grüß Dich, Heyh. Ich kenne Autoren, die schreiben zielgerichtet auf Publikum, andere schreiben für sich selbst, die meisten für Publikum und für sich selbst. Mit interessiert Dein Gedanke, weshalb ein guter Text für den Text geschrieben ist. Was macht der Text mit sich selbst? Ist nicht Resonanz letztlich gewünschter Spiegel menschlichen Schaffens?

31.08.2021 um 14:06 Uhr

Ich bin überzeugt, dass ein guter Text niemals für ein Publikum geschrieben ist - auch nicht für den Autor - sondern immer für den Text selbst. Insofern sind Rechtschreibung und Grammatik gar keine Kriterien. Es lässt sich daran nicht etwas über die Qualität eines Textes ableiten. Das ursprüngliche Manuskript von Platons Apologie des Sokrates hat weder etwas mit Rechtschreibung, Grammatik noch überhaupt Deutsch zu tun. Aber das Ding selbst ist so gut, dass man gar nicht anders kann, als es 2400 Jahre später immer noch global verständlich zu halten. Dafür ist aber und dafür war nie Platon zuständig. Bewundern, hegen und pflegen – das sind die Aufgaben des Publikums. Und mehr ist für das Publikum auch nicht drin.

Wenn ich im Internet Geschichten lese von privat, dann spielt es keine Rolle, ob die Rechtschreibung korrekt ist. Eine gute Geschichte lese ich auch mit der katastrophalsten Rechtschreibung zu Ende. Eine schlechte Geschichte breche ich ab, auch wenn diese auf den ersten Seiten vollkommen fehlerfrei ist und sprachlich überzeugt. Finde ich Fehler in Verlagstiteln, käme mir nie in den Sinn, den Autor dafür verantwortlich zu machen.

Krasses Beispiel, wie bedeutend korrekte Rechtschreibung bei dem Verkauf von Texten ist: Ich kenne einen Autor bei Amazon, der kommerziell recht erfolgreich ist, was man bei 25.000 abgesetzten 2.99 Büchlein im Jahr wohl sagen darf. Der haut seine Kurzgeschichten so schnell auf den Markt, dass die überhaupt nicht korrigiert zu sein scheinen, Rechtschreibfehler finden sich auch in den Klappentexten und sogar auf den Covern. Ich bin mir sicher ein Teil der Leser dieses Autors kauft seine Texte gerade wegen den ganzen Rechtschreibfehlern. Das trägt für diese Leute vermutlich zum Unterhaltungswert bei, wenn sie auf jeder Seite neue Fehler entdecken und sich eventuell dabei immerzu denken, sie könnten es ja selbst so viel besser. In jedem Fall steht es dem (monetären) Erfolg nicht im Weg. Allerdings käme damit natürlich auch nicht jeder durch. Sondern nur, wer Interessantes im Angebot hat.

† Kya

Gelöscht.

25.06.2021 um 12:48 Uhr

Lieber He Ma Do,

ich kann mich deinen Ausführungen nur vollumfänglich anschließen und danke dir ganz besonders dafür, dass du die Courage hast/hattest, deine Meinung hier so kund zu tun.

Mit einer tiefen Verbeugung verabschiede ich mich auch wieder

Kya

Sena

Autorin.

24.06.2021 um 21:29 Uhr

Ich finde jeder sollte die Möglichkeit bekommen seine Fantasie zu teilen, selbst auf die Gefahr hin, dass sie unlesbar oder nicht richtig verstanden werden könnte. Nachfolgende Kritik der Leser zeigte Fehler auf und vermittelt die Eindrücke, gibt Lob und Motivation oder schafft Klarheit, wenn ein Talent nicht erkennbar scheint. Für mich ein Weg, der niemandem verwehrt werden sollte, nur weil er Defizite in Orthografie und Grammatik hat. 

Gute Geschichten werden vom Leben geschrieben und jeder hat eins. 

Sena

24.06.2021 um 21:17 Uhr

geändert am 24.06.2021 um 21:28 Uhr

Im Grunde genommen kommt alleine die Frage mit den gegebenen Antwortmöglichkeiten bereits sehr nah an eine Suggestivfrage heran. Wenn man den letzten Punkt nicht mit zählt, gibt es genau eine Antwort, in der Fehler in Geschichten "zugelassen werden". Und diese Antwort umfasst noch nicht einmal alle Möglichkeiten, warum man Fehler in Geschichten als nicht all zu schlimm bewertet. Aber es gibt vier Antworten, in denen Fehler als etwas durchweg negatives dargestellt werden. Dabei finde ich die dritte Antwort bereits als ziemlich persönlich, den Autoren gegenüber.

- Mich stört das beim Lesen nicht, jeder soll schreiben, wie er mag.

Natürlich finde ich Fehler in Geschichten nicht schön. Aber sie kommen einfach vor und manche Menschen können einfach nicht besser schreiben.

- Ich teile dem Verfasser mit, dass er künftig auf seine Beiträge besser achten soll.

In vielen Fällen kann man das tun, aber einen Kommentar zu schreiben, nur um den Verfasser auf Rechtschreibfehler hinzuweisen und dessen Beitrag vielleicht noch bis ins kleinste Detail auseinander zu nehmen, ist oft einfach nur anmaßend und so ziemlich das Letzte, was ich mir vorstellen kann.

- Solche Beiträge sind für den Verfasser peinlich genug, ich sage dazu nichts.

Diese Antwortmöglichkeit ist für den Verfasser peinlich genug. Ich sage dazu nichts.

- Ich empfinde solche Beiträge als Zumutung und dulde sie nur widerwillig.

Wenn jemand einen Text mit Rechtschreibfehlern als Zumutung empfindet, sollte er am Besten ganz aufhören, zu lesen. Selbst in Bestsellern und sogar in Zeitungsartikeln finden sich immer mal wieder Fehler. Also am Besten das Zeitungsabo kündigen und alle Bücher im Regal an die örtliche Leihbücherei spenden.

- Ich ignoriere Beiträge von Personen, die nicht ordentlich schreiben wollen.

Wer behauptet denn, daß die Verfasser nicht ordentlich schreiben WOLLEN? Ich denke, niemand legt es darauf an, Fehler zu machen. Dieses "wollen" ist schon eine ziemlich freche Unterstellung.

- Keine Angabe oder keine passende Antwort.

Für mich ist das die einzige akzeptable Antwort bei dieser Umfrage, da alle anderen Antwortmöglichkeiten zusammen genommen, diese Umfrage in Richtung einer Suggestivfrage schieben.

Ich kenne genug Geschichten, die nur so vor lauter Fehlern strotzen und eigentlich unlesbar sind. Aber auch solche Geschichten können, trotz aller Schreibfehler, gut geschrieben und vom Inhalt her sehr gut sein.

Auf der anderen Seite gibt es auch genug Geschichten, die trotz nahezu perfekter Rechtschreibung vollkommen Inhaltsleer sind.

Eine meiner Lieblingsgeschichten stammt von einem Autor mit starker Rechtschreibschwäche und ist laut den hier gegebenen Antwortmöglichkeiten eine peinliche Zumutung für alle Leser und sollte deshalb einfach ignoriert werden. Trotz der vielen Fehler, die diese Geschichte enthält und über die ich regelmäßig stolpere, lese ich diese Geschichte sehr gerne. Dem Autor mitzuteilen, daß er doch besser auf seine Rechtschreibung achten sollte, würde nichts bringen, da ihm seine Schwäche bekannt ist. Im Gegenteil, würde es ihm seine Motivation, weiterhin zu schreiben, eher nehmen.

Natürlich finde ich es gut, wenn man sieht, daß der Autor sich Mühe gibt und es, am Besten, gar keine Fehler in einer Geschichte gibt. Aber das ist Wunschdenken. Ganz ohne Fehler wird wohl niemand schreiben. Wer das ohne Rechtschreibprüfung, andere Hilfsmittel und Lektoren hin bekommt, muss vermutlich erst noch geboren werden.

Viel schlimmer, als Fehler in Geschichten, finde ich Leute, die zwanghaft auf jeden Fehler hinweisen und den Autoren sagen, sie sollten besser etwas Anderes tun, als zu schreiben oder Leute, die auf die neuen "Recht"schreibung beharren.

Was mich viel mehr aus dem Lesefluss bringt, sind zusammen geschriebene Wörter, die eigentlich nie zusammen gehören oder das unsägliche "dass".

Zusammengefasst müsste meine Antwort wohl lauten:

- Ich akzeptiere, daß es Menschen gibt, die mit der Rechtschreibung Probleme haben und freue mich über gute Geschichten, freue mich aber auch, wenn diese möglichst wenig Fehler enthalten.

21.06.2021 um 23:30 Uhr

Kommt vor, niemand ist unfehlbar. Man kann helfen. Und darüber urteilen sollte man nur in Kenntnis aller Umstände. Gibt nämlich auch Menschen, die sich mitteilen möchten, selbst wenn sie eine Lese-Rechtschreibschwäche ihr Eigen nennen. Klar stören Fehler beim Lesen, aber es gibt Schlimmeres. Die Welt wird davon nicht untergehen.

Berücksichtigt wurden nur die letzten Kommentare.

Zu allen Beiträgen im Forum zu dieser Abstimmung.

 

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