Schattenzeilen-Treffen 2026
Zum Schattenzeilen-Treffen 2026 waren einmal mehr Schreibende und aktive Mitglieder eingeladen. Unter ihnen bekannte und neue Gesichter, denn die Schattenzeilen sind noch immer eine sehr lebendige Community.
Als die Schattenzeilen im Jahr 2001 erschienen, waren sie nicht als Community konzipiert. Das änderte sich in den folgenden Jahren schnell, auch durch die ersten Treffen von Nutzerinnen und Nutzern. Zunächst noch recht unkonventionell im öffentlichen Raum, später mit organisiertem Programm und geladenen Gästen. Nun, nach fünfundzwanzig Jahren des Bestehens der Schattenzeilen, bot sich erneut die Gelegenheit für ein Zusammenkommen.
Vom 30. Oktober bis zum 1. November fanden wir auf dem Schattenzeilen-Treffen 2026 zueinander. Eingeladen waren einmal mehr Schreibende und aktive Mitglieder, unter ihnen bekannte und neue Gesichter, denn die Schattenzeilen sind noch immer eine sehr lebendige Community. Eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen oder wiederzusehen, sich über das virtuelle Gegenüber hinaus persönlich zu begegnen, Freundschaften zu begründen oder zu vertiefen.
Für das Treffen stand uns ein großes BDSM-Haus in Thüringen zur Verfügung. Unter seinem Dach bot es weit mehr Möglichkeiten als perverses Inventar und thematisch eingerichtete Zimmer zwischen Keller und Dachgiebel. Denn zwischen Prangern, Käfigen, Bänken, Böcken und Seilzügen fand sich viel Platz für intensive Gespräche, leidenschaftlichen Austausch, für lockeres Miteinander und herzliche Fröhlichkeit. Und für Kuchen.
Viel zu erleben …
Der Schwerpunkt gemeinsamer Fachsimpelei lag in diesem Jahr auf dem Thema »Fixierungen«. Zu besichtigen, befühlen und ausprobieren lag ein enormes Konvolut an Möglichkeiten bereit: Riemen, Seile, Handschellen, Fesseln, Spreizstangen, Monohandschuh, Zwangsjacke und so viel mehr. Auf einem kleinen Schwarzmarkt tauschten Korsetts und andere Dinge ihre Besitzerinnen. Im Schattenzeilen-Trivia-Quiz kämpften Tops gegen Bottoms, am Ende lag der Sieg denen zu Füßen, die sonst selbst zu Füßen liegen. Ganz unpervers folgten wir einem Geist durch das Schloss Tenneberg, der sogar improvisierter, spontaner Orgelmusik standhielt. Und während all dieser Zeit gab es kreative, wunderschöne und kinky Outfits zu bestaunen, die weit über Zimmermädchenkleidchen, Korsett, Lack oder Leder hinausgingen. Wer über die vielen schönen Gespräche hinaus weiter kommunizieren wollte, konnte zu jeder Zeit die Podcast-Technik nutzen, die bereitstand. Selbst spät in der Nacht blieb das Haus nicht still, sondern hallte lustvoll.
Dankeschön …
Ganz besonders möchten wir uns bedanken für die schöne Rede und für das Präsent zum 25. Geburtstag der Schattenzeilen, das mit so viel Kreativität, Sorgfalt und Liebe zum Detail entstanden ist. Das hat uns nicht nur überrascht, sondern auch tief beeindruckt! Wir geben dem Kniepult einen Ehrenplatz, und es wird zuweilen sogar unserer Arbeit an den Schattenzeilen und am Podcast dienlich sein. Was für ein schönes Geschenk!
Ein großer Dank geht auch an die Organisation durch Drachenlady und Wodin, die im Vorfeld viel Arbeit zu leisten hatten, um Haus und Personen zusammenzubringen. Das ist ihnen hervorragend gelungen.
Die zwei Tage Schattenzeilen-Treffen vergingen wie im Flug, und am Ende mochte man noch viel mehr Zeit füreinander haben. Denn, und das ist ganz besonders bemerkenswert, die Gruppe war harmonisch und bildete eine richtig gute Gemeinschaft. So, wie das auf einem Fest mit engen Freundinnen und Freunden zu erwarten ist.
Das Treffen war einmal mehr ein Zeichen dafür, wie sehr die Schattenzeilen zueinanderführen, weit über die Leidenschaften hinaus, die uns alle verbinden.
Vielen Dank an alle Beteiligten!

