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Forum - Veröffentlichungen auf den Schattenzeilen - Geschichten

»Februar« von Gregor

Bezieht sich auf die BDSM-Geschichte »Februar«.

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Valérian Bourreau

Autor. Förderer.

27.07.2026 um 11:06 Uhr

Hallo Gregor,

 

erstmal auch dir herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz 🥳

Deine Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, die Verwobenheit der Gedanken hat mir sehr gut gefallen. Und ganz besonders die Erdung des Subs, wenn er mit der Realität konfrontiert wird, absolut großartig. In nseren Gedanken und Fantasien neigen wir gerne mal zu maßloser Selbstüberschätzung, vieles klingt besser oder »romantischer«, aber in Wirklichkeit wollen Körper und Geist nichr unbedingt das, was uns die Fantasie suggeriert.

Deswegen finde ich es auch gut, das Luna hier Vernunft vertritt und nicht einfach ihre Chance auf schnelles Geld wittert. Allgemein auch ein Punkt, unabhängig von deiner Geschichte, dass an unsere Fantasien, wünsche und Bedürfnisse Preisschilder gehängt werden.

Deine Geschichte hat das Thema des Wettbewerbs hervorragend von hinten aufgezäumt, ich mag diesen Ansatz. 

Jetzt, wo ich die ersten drei Plätze kenne, kommt mir mein eigener Beitrag zu sehr wie »Wohlfühlliteratur« vor, aber das nur am Rande.

»Februar« bestärkt mich auf jeden Fall in meiner Entwicklung, unbequemer und unangepasster werden zu wollen, dafür möchte ich dir danken.

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Schattenzeilen

Autorin. Teammitglied.

27.07.2026 um 11:06 Uhr

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Rote Blume

Förderer.

27.07.2026 um 11:40 Uhr

Hallo Gregor, 

herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz! 🎊

 

Deine Geschichte hat auch mich durch ihren Aufbau, die Bilder die Du gemalt hast mit der Ausgangsszene mit Toni am Fenster und seinem „Kopfkino“, das er auf Wunsch seiner Herrin laufen lassen hat, und dem eindeutigen Bezug zum Thema Obsession, beeindruckt. 

Der Wechsel zwischen der „ realen“ Szene am Fenster zu den Vorstellungen in der Phantasie und dem Schluss, wo Toni und Luna real aufeinandertreffen, fand ich sehr gelungen beschrieben und gut geschrieben. Gut gefallen hat mir inhaltlich, wie Toni sich in seine extremen Wünsche hineinphantasiert hat, und dann zuletzt von seiner Herrin auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, sie ihm aber trotzdem ein Stück weit entgegen gekommen ist. Denn ein bisschen unfair fand ich schon, dass er ja ihrem Befehl exakt nachgekommen war, ungefiltertes Kopfkino zu liefern, dann aber dafür gerügt zu werden, dass das alles ja nichts mit der Realität zu tun hätte, weil er sich maßlos überschätzt habe. Aber auch das gehört wohl zum Arrangement zwischen den beiden, und zeugt gleichzeitig von der Übernahme von Verantwortung von Seiten Lunas. 

 

Deine Geschichte kam in meiner Wertung weiter hinten, das lag einfach daran, dass sie für mich persönlich etwas langatmig zu lesen war, und das mir die Dialoge zwischen Toni und Luna, auch in der „ Realität“ der Geschichte etwas hölzern und  unnatürlich vorkamen. 

Es war aber für mich einfach auch insgesamt gar nicht so einfach eine Abstufung bei all den Geschichten vorzunehmen. Je öfter ich „ Februar“ gelesen habe, desto besser hat mir die Geschichte gefallen, und ich finde sie hat den Platz auf dem Treppchen verdient.  Ehrlicherweise hätte ich wahrscheinlich vorher, ohne in der Jury gewesen zu sein eher drüber gelesen, weil die Beschreibungen der „ Sessions“ auf den ersten Blick weit weg von meinem Empfinden sind, und diese ja hauptsächlich die Geschichte ausmachen. 

 

In der Geschichte wurde gut herausgearbeitet, wie ich finde, das es (eigentlich) egal ist was die Herrin tut, sondern es vor allem um die Umsetzung von Tonis Obsession geht, ein „Schatten unter ihren Stiefeln“ zu sein.

Ich hatte nicht mit einer Domina als Herrin gerechnet anfangs, aber wahrscheinlich passt das hier gut, weil Toni gar nicht als menschliches Wesen wahrgenommen,  sondern wirklich nur benutzt und beherrscht werden möchte. 

 

Mich selbst regt das auch zum Nachdenken darüber an, wo ziehe ich die Grenze für mich was meine Phantasien angeht, wenn es um die Umsetzung für die Realität geht? Was sollte lieber Kopfkino bleiben, wo könnten Wünsche nach Unterwerfung, Erniedrigung und Benutzung in destruktive, selbstzerstörerische Dynamiken umschlagen? Und wo ist es in Ordnung, auch wenn es anderen (zu) extrem erscheint, weil es beiden Seiten gut damit geht? Das ist wohl immer ein Abwägen im BDSM und da braucht es Selbst- und Fremdverantwortung. 

 

Weiteres dann unter Deinem unter anderer Stelle aufgemachten Thread. 

 

Schöne Grüße, Rote Blume

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