Spannende Gedanken. In vielen Fällen stimme ich Dir auch vorbehaltlos zu.
Der Abschnitt über die Eignung fachfremder Therapeuten halte ich allerdings in meinen Augen als zu kurz gedacht.
Aus eigener Erfahrung im sehr engen Umfeld habe ich bei verschiedenen Personen, die entsprechende psychische Erkrankungen haben, miterlebt, was hier eben nicht ausgebildete Therapierende anrichten konnten. Es ist sicher richtig, dass ein guter Freund, der die Person gut kennt, zur Seite stehen kann. Aber für mich war es eine sehr wichtige Erkenntnis, dass ich zwar Teil eines Therapieerfolges sein kann, aber eben nicht Anteil an der Therapie an sich habe. Jemanden bei der Selbstreflexion zu unterstützen oder zu helfen, Gedanken in Worte zu bringen, ist für mich da eben noch keine Therapie, zumindest in dem Sinne, wie ich es in meinem Umfeld als Freund oder auch Angehöriger erlebt habe.
Anekdotisch, aber für mich auch sehr bezeichnend war in der Hinsicht auch die Aussage einer Besucherin auf einem Stammtisch, die sinngemäß etwas sagte wie: "Ein gutes Spanking erstetzt bei mir mehrere Therapiestunden."
Fand ich damals befremdlich und verwirrt mich Jahre später immer noch, wenn ich daran zurückdenke.
Dem letzten Satz deines Blogartikels stimme ich vollkommen zu.
Vielen Dank für Deine Gedanken.



»BDSM als Therapie?«
von Clu
Angesichts der tiefgehenden Wirkungen und psychisch oft spektakulären Effekte der BDSM-Praxis taucht immer wieder die Frage auf, ob BDSM Therapie sein kann. Die Frage spaltet dann regelmäßig die Geister.
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